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Krause, Jens-Uwe

Kriminalgeschichte der Antike

Jens-Uwe Krause bietet einen umfassenden Überblick über Verbrechen, Möglichkeiten der Strafverfolgung und Strafpraxis in Griechenland und Rom – ein Grundlagenwerk zur Sozialgeschichte der Antike.

Archippos und Teisis waren in Streit geraten; ein Wort gab das andere, Beschimpfungen und Beleidigungen folgten. Der Liebhaber des Teisis riet dem jungen Mann, sich zurückzuhalten und eine günstige Stunde für seine Rache abzuwarten. So lud Teisis den Archippos zu einem Trinkgelage ein, und als der Arglose erschien, fesselten ihn Teisis und seine Freunde und peitschten ihn aus. Diese Geschichte, die der griechische Redner Lysias erzählt, beschreibt einen Fall von Hybris. In der Antike faßte man darunter so unterschiedliche Tatbestände wie Tätlichkeiten, Beleidigungen, aber auch sexuelle Belästigung – und die Bürger waren sich einig: Keiner, der sich solcher Delikte schuldig gemacht hatte, sollte straffrei ausgehen.
Sowohl in Athen als auch in Rom hatten die Gerichte viel zu tun: Diebstahl, Raub, Sexualdelikte, Desertion, Mord – auch die Menschen der Antike begingen Straftaten, die schon damals schwere Rechtsfolgen nach sich zogen. Doch obwohl die antiken Strafverfolgungssysteme längst nicht so entwickelt waren wie unsere, gelang es den Bürgern zumeist, den gebrochenen Rechtsfrieden wieder herzustellen und dadurch eine der wichtigsten Voraussetzungen des Zusammenlebens zu sichern. Jens-Uwe Krause legt hier einen faktenreichen Überblick über Verbrechen, Verbrecher und Strafverfolgung im griechisch-römischen Altertum vor.


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Bibliografie

978-3-406-52240-6

228 S.

Hardcover (In Leinen)

Sonstiges 24,90 € Kaufen
Inhalt
I. Einleitung

II. Verfolgung und Ahndung von Straftaten in Athen
1. Polizei im klassischen Athen
2. Selbsthilfe
3. Strafgerichtsbarkeit
4. Strafrechtliche Sanktionen

III. Kriminalität im Klassischen Athen
1. Beleidigungen / verbale Gewalt
2. Körperverletzungen
3. Tötungsdelikte
4. Diebstahl
5. Sexualdelikte

IV. Verfolgung und Ahndung von Straftaten im Römischen Reich
1. Polizei im Römischen Reich
2. Selbsthilfe
3. Strafgerichtsbarkeit
4. Strafrechtliche Sanktionen
5. Außergerichtliche Einigungen

V. Kriminalität im Römischen Reich
1. Beleidigungen
2. Gewaltdelikte
3. Mord und Totschlag
4. Diebstahl
5. Räuberbanden
6. Menschenraub
7. Sexualdelikte
8. Die Straftäter

VI. Schluss

VII. Anhang
Quellen
Literatur
Anmerkungen
Quellenregister
Register

Pressestimmen

Pressestimmen

"Gelehrte und quellengesättigte Studie."
Peter Suter, Neue Zürcher Zeitung, 6. Januar 2015



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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-52240-6

228 S.

Hardcover (In Leinen)

Hardcover (In Leinen) 24,90 € Kaufen

Krause, Jens-Uwe

Kriminalgeschichte der Antike

Jens-Uwe Krause bietet einen umfassenden Überblick über Verbrechen, Möglichkeiten der Strafverfolgung und Strafpraxis in Griechenland und Rom – ein Grundlagenwerk zur Sozialgeschichte der Antike.

Archippos und Teisis waren in Streit geraten; ein Wort gab das andere, Beschimpfungen und Beleidigungen folgten. Der Liebhaber des Teisis riet dem jungen Mann, sich zurückzuhalten und eine günstige Stunde für seine Rache abzuwarten. So lud Teisis den Archippos zu einem Trinkgelage ein, und als der Arglose erschien, fesselten ihn Teisis und seine Freunde und peitschten ihn aus. Diese Geschichte, die der griechische Redner Lysias erzählt, beschreibt einen Fall von Hybris. In der Antike faßte man darunter so unterschiedliche Tatbestände wie Tätlichkeiten, Beleidigungen, aber auch sexuelle Belästigung – und die Bürger waren sich einig: Keiner, der sich solcher Delikte schuldig gemacht hatte, sollte straffrei ausgehen.
Sowohl in Athen als auch in Rom hatten die Gerichte viel zu tun: Diebstahl, Raub, Sexualdelikte, Desertion, Mord – auch die Menschen der Antike begingen Straftaten, die schon damals schwere Rechtsfolgen nach sich zogen. Doch obwohl die antiken Strafverfolgungssysteme längst nicht so entwickelt waren wie unsere, gelang es den Bürgern zumeist, den gebrochenen Rechtsfrieden wieder herzustellen und dadurch eine der wichtigsten Voraussetzungen des Zusammenlebens zu sichern. Jens-Uwe Krause legt hier einen faktenreichen Überblick über Verbrechen, Verbrecher und Strafverfolgung im griechisch-römischen Altertum vor.

Webcode: https://www.chbeck.de/20950

Inhalt

I. Einleitung

II. Verfolgung und Ahndung von Straftaten in Athen
1. Polizei im klassischen Athen
2. Selbsthilfe
3. Strafgerichtsbarkeit
4. Strafrechtliche Sanktionen

III. Kriminalität im Klassischen Athen
1. Beleidigungen / verbale Gewalt
2. Körperverletzungen
3. Tötungsdelikte
4. Diebstahl
5. Sexualdelikte

IV. Verfolgung und Ahndung von Straftaten im Römischen Reich
1. Polizei im Römischen Reich
2. Selbsthilfe
3. Strafgerichtsbarkeit
4. Strafrechtliche Sanktionen
5. Außergerichtliche Einigungen

V. Kriminalität im Römischen Reich
1. Beleidigungen
2. Gewaltdelikte
3. Mord und Totschlag
4. Diebstahl
5. Räuberbanden
6. Menschenraub
7. Sexualdelikte
8. Die Straftäter

VI. Schluss

VII. Anhang
Quellen
Literatur
Anmerkungen
Quellenregister
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"Gelehrte und quellengesättigte Studie."
Peter Suter, Neue Zürcher Zeitung, 6. Januar 2015