Günther Anders

Der Autor

Günther Anders, (1902 – 1992) zählt zu den bedeutendsten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Im deutschen Sprachraum ist seine geistige wie politische Radikalität ohne Beispiel. Sein Hauptwerk ist «Die Antiquiertheit des Menschen».

ausführliche Vita siehe bitte Internationale Günther Anders-Gesellschaft

Das Werk

Die Antiquiertheit des Menschen
Band I: Über die Seele im Zeitalter der zweiten industriellen Revolution.

Die Antiquiertheit des Menschen
Band II: Über die Zerstörung des Lebens im Zeitalter der dritten industriellen Revolution.

Die atomare Drohung
Radikale Überlegungen zum atomaren Zeitalter.

Besuch im Hades
Auschwitz und Breslau 1966. Nach „Holocaust“ 1979.

Der Blick vom Mond
Reflexionen über Weltraumflüge.

Hiroshima ist überall
Tagebuch aus Hiroshima und Nagasaki. Briefwechsel mit dem Hiroshima-Piloten Claude Eatherly. Rede über die drei Weltkriege. 

Ketzereien

Lieben gestern
Notizen zur Geschichte des Fühlens.

Mariechen
Eine Gutenachtgeschichte für Liebende, Philosophen und Angehörige anderer Berufsgruppen.

Mensch ohne Welt
Schriften zur Kunst und Literatur.

Die molussische Katakombe
Roman. Mit Apokryphen und Dokumenten aus dem Nachlass. Hrsg. und mit neuem Nachwort versehen von Gerhard Oberschlick.

Philosophische Stenogramme

Tagebücher und Gedichte

Über Heidegger
Hrsg. v. Gerhard Oberschlick. Mit einem Nachwort von Dieter Thomä.

Wir Eichmannsöhne
Offener Brief an Klaus Eichmann.

Musikphilosophische Schriften
Texte und Dokumente. Hrsg. von Reinhard Ellensohn.

Diese Titel sind größtenteils auch als E-Book erhältlich.

Günther Anders-Preis für kritisches Denken

Der Günther Anders-Preis für kritisches Denken wird in Erinnerung an den bedeutenden Philosophen und Zeitdiagnostiker Günther Anders (1902 - 1992) durch die Internationale Günther Anders-Gesellschaft mit Sitz in Wien verliehen. Prämiert werden in zweijährigem Rhythmus herausragende Leistungen deutschsprachiger Autorinnen und Autoren im Bereich philosophischer, kulturwissenschaftlicher und politischer Essayistik. In die engere Auswahl gelangen dabei Werke, die sich in aufklärerischer Tradition mit den Lebensbedingungen unserer gegenwärtigen Welt befassen, insbesondere mit den kulturellen, ökonomischen und technisch-medialen Umwälzungen unserer Zeit.

Über die Vergabe des Preises entscheidet eine Jury, der Mathias Greffrath, Thomas Macho und Elisabeth von Thadden angehören. Der Preis wurde im März 2018 an Dietmar Dath zum ersten Mal verliehen.


Die Begründung der Jury

Mit Dietmar Dath wird ein Autor prämiert, der mit kritischem, zugleich empirisch gesättigtem wie theoretisch und historisch weitem Blick den Veränderungen unserer gegenwärtigen Welt nachgeht. In Frontstellung gegen bloß melancholische Kulturund Technikkritik oder postmodernen Relativismus hält Dath daran fest, dass Fortschritt möglich ist, die Welt – der natürlichen Dinge ebenso wie der gesellschaftlichen Verhältnisse – verstehbar ist und dass Erkenntnis sozial und politisch verpflichtet. Im aktivierenden Impuls, der von Daths Texten ausgeht, in seiner sprachschöpferischen Kraft, seiner Fähigkeit zur epigrammatischen Zuspitzung, in der Balance von streitbarer Herrschaftskritik und Blick für subtile Differenzen, im hartnäckigen Festhalten an der Möglichkeit einer verbesserten Welt, in seinem geistigen Kosmopolitismus jenseits hochkultureller, eurozentrischer oder epochaler Borniertheiten, und nicht zuletzt in der erstaunlichen inhaltlichen wie formalen Vielfalt seiner Ausdrucksformen sieht die Jury Qualitäten, die sein Werk in besonderer Weise der Auszeichnung durch den Günther Anders-Preis empfehlen.

Mathias Greffrath, Thomas Macho, Elisabeth von Thadden

Haben Sie Interesse an der Arbeit der Internationalen Günther Anders-Gesellschaft?
Informieren Sie sich hier: www.guenther-anders-gesellschaft.org