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Lindner, Stephan H.

Hoechst

Ein I.G. Farben Werk im Dritten Reich

Das vorliegende Buch untersucht die Geschichte des Werkes Hoechst als Teil des I.G. Farben Konzerns im Dritten Reich. Auf der Grundlage umfangreicher Archivrecherchen widmet sich der Autor der Frage nach dem Verhältnis von Werksleitung und Belegschaft zur NSDAP und ihren Organisationen. Ein besonderes Augenmerk legt er dabei auf die Frage nach den Handlungsspielräumen einer von Staat und I.G. Farben gleichermaßen beeinflußten Werksleitung.

1925 schlossen sich die drei führenden Unternehmen der deutschen chemischen Industrie – BASF, Bayer, Hoechst – und einige kleinere Chemieunternehmen zur I.G. Farbenindustrie AG zusammen. Die I.G. Farben wurden wie kaum ein zweiter Industriekomplex zum Synonym für die Verstrickung der Industrie in die Verbrechen des „Dritten Reiches“. Stephan Lindner untersucht die Reaktionen der Hoechst Werke (als Teil der I.G. Farben) auf die neuen politischen Verhältnisse. Er kann zeigen, daß Leben und Arbeiten bei Hoechst unter dem Nationalsozialismus von Anpassung, Ausgrenzung und Verfolgung gekennzeichnet war. Dabei behandelt er die zentrale Frage, inwieweit das Werk, seine Manager und Mitarbeiter mit dem neuen Regime, seinen Vertretern und Organisationen verbunden und in deren Verbrechen involviert oder gar aktiv an solchen beteiligt waren. Der Autor schildert dabei auch die dunkelsten Kapitel des Werkes: das Verhalten gegenüber seinen jüdischen oder als Juden geltenden Mitarbeitern, den sog. „Fremdarbeitern“ sowie die Beteiligung des Unternehmens an Menschenversuchen in Konzentrationslagern.


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Bibliografie

978-3-406-52959-7

2. Auflage, 2005

XVIII, 460 S., mit 29 Abbildungen und 20 Tabellen

Hardcover (In Leinen)

Sonstiges 39,90 € Kaufen
Inhalt
Vorwort von Peter Hayes

Danksagung

Einleitung

Von der Gründung der I.G. Farben zur Weltwirtschaftskrise
Der Abschied von der Eigenständigkeit (1904–1925)
Vom «Gründerkompromiss» zu ersten Reformen und Rationalisierungsmaßnahmen
Das Abtreten der «Höchster Herren» in der Weltwirtschaftskrise
Die Entwicklung des Werks Höchst in der Großen Depression (1929–1933/34)

Werksleitung, Belegschaft und NSDAP
Von der Depression zur «Machtergreifung»
Die neuen Regeln im Werk
Die Werksleitung
Offizier und«Führer» des Betriebs: Ludwig Hermann
Der Kompromisskandidat: Carl Ludwig Lautenschläger
Die NSDAP und ihre Repräsentanten im Werk in den «Friedensjahren»
Die «Nazifizierung»: Anpassung , Ausgrenzung und politische Verfolgung vor dem Krieg
Keine «Volksgenossen»: Jüdische und als Juden geltende Mitarbeiter
Höchst angepasst: Die Kapitulation gegenüber der NSDAP im Krieg
Der Aufstieg des «Kronprinzen»: Karl Winnacker
Kein Teil der «Gefolgschaft» im Krieg: Die «Fremdarbeiter»

Von der Autarkie zur Kriegsproduktion, Medikamente und Menschenversuche
Die Neuordnung des Werks unter Ludwig Hermann und Friedrich Jähne
Forschung und Entwicklung
Die Produktion und ihre Bedeutung für Aufrüstung und Krieg
Medikamente und Menschenversuche – die Pharmazeutische Abteilung im Krieg

Nachkriegsjahre: Vom Umgang mit der Vergangenheit
Kriegsende, Entnazifizierung und Nürnberger Prozess
Die Neugründung der Farbwerke Hoechst und die «I.G. Familie»

Anhang
Abkürzungsverzeichnis
Anmerkungen
Quellen und Literaturverzeichnis
Tabellen- und Bildverzeichnis
Personenregister

Empfehlungen

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-52959-7

2. Auflage , 2005

XVIII, 460 S., mit 29 Abbildungen und 20 Tabellen

Hardcover (In Leinen)

Hardcover (In Leinen) 39,90 € Kaufen

Lindner, Stephan H.

Hoechst

Ein I.G. Farben Werk im Dritten Reich

Das vorliegende Buch untersucht die Geschichte des Werkes Hoechst als Teil des I.G. Farben Konzerns im Dritten Reich. Auf der Grundlage umfangreicher Archivrecherchen widmet sich der Autor der Frage nach dem Verhältnis von Werksleitung und Belegschaft zur NSDAP und ihren Organisationen. Ein besonderes Augenmerk legt er dabei auf die Frage nach den Handlungsspielräumen einer von Staat und I.G. Farben gleichermaßen beeinflußten Werksleitung.

1925 schlossen sich die drei führenden Unternehmen der deutschen chemischen Industrie – BASF, Bayer, Hoechst – und einige kleinere Chemieunternehmen zur I.G. Farbenindustrie AG zusammen. Die I.G. Farben wurden wie kaum ein zweiter Industriekomplex zum Synonym für die Verstrickung der Industrie in die Verbrechen des „Dritten Reiches“. Stephan Lindner untersucht die Reaktionen der Hoechst Werke (als Teil der I.G. Farben) auf die neuen politischen Verhältnisse. Er kann zeigen, daß Leben und Arbeiten bei Hoechst unter dem Nationalsozialismus von Anpassung, Ausgrenzung und Verfolgung gekennzeichnet war. Dabei behandelt er die zentrale Frage, inwieweit das Werk, seine Manager und Mitarbeiter mit dem neuen Regime, seinen Vertretern und Organisationen verbunden und in deren Verbrechen involviert oder gar aktiv an solchen beteiligt waren. Der Autor schildert dabei auch die dunkelsten Kapitel des Werkes: das Verhalten gegenüber seinen jüdischen oder als Juden geltenden Mitarbeitern, den sog. „Fremdarbeitern“ sowie die Beteiligung des Unternehmens an Menschenversuchen in Konzentrationslagern.

Webcode: https://www.chbeck.de/12895

Inhalt

Vorwort von Peter Hayes

Danksagung

Einleitung

Von der Gründung der I.G. Farben zur Weltwirtschaftskrise
Der Abschied von der Eigenständigkeit (1904–1925)
Vom «Gründerkompromiss» zu ersten Reformen und Rationalisierungsmaßnahmen
Das Abtreten der «Höchster Herren» in der Weltwirtschaftskrise
Die Entwicklung des Werks Höchst in der Großen Depression (1929–1933/34)

Werksleitung, Belegschaft und NSDAP
Von der Depression zur «Machtergreifung»
Die neuen Regeln im Werk
Die Werksleitung
Offizier und«Führer» des Betriebs: Ludwig Hermann
Der Kompromisskandidat: Carl Ludwig Lautenschläger
Die NSDAP und ihre Repräsentanten im Werk in den «Friedensjahren»
Die «Nazifizierung»: Anpassung , Ausgrenzung und politische Verfolgung vor dem Krieg
Keine «Volksgenossen»: Jüdische und als Juden geltende Mitarbeiter
Höchst angepasst: Die Kapitulation gegenüber der NSDAP im Krieg
Der Aufstieg des «Kronprinzen»: Karl Winnacker
Kein Teil der «Gefolgschaft» im Krieg: Die «Fremdarbeiter»

Von der Autarkie zur Kriegsproduktion, Medikamente und Menschenversuche
Die Neuordnung des Werks unter Ludwig Hermann und Friedrich Jähne
Forschung und Entwicklung
Die Produktion und ihre Bedeutung für Aufrüstung und Krieg
Medikamente und Menschenversuche – die Pharmazeutische Abteilung im Krieg

Nachkriegsjahre: Vom Umgang mit der Vergangenheit
Kriegsende, Entnazifizierung und Nürnberger Prozess
Die Neugründung der Farbwerke Hoechst und die «I.G. Familie»

Anhang
Abkürzungsverzeichnis
Anmerkungen
Quellen und Literaturverzeichnis
Tabellen- und Bildverzeichnis
Personenregister