Leseprobe Merken

Mazower, Mark

Die Welt regieren

Eine Idee und ihre Geschichte von 1815 bis heute

Wenn man die Idee eines Friedens zwischen den Völkern ernst nimmt, liegt die Gründung einer globalen Schiedsinstanz in Auseinandersetzungen nahe. Mark Mazowers Buch schildert das konfliktreiche Wechselspiel von völkerrechtlicher Idee und faktischen Machtverhältnissen seit 1815, als eine europäische Koalition versuchte, die napoleonische Machtausdehnung einzudämmen.
Internationale Institutionen mit eigenen Machtbefugnissen wurden geschaffen, nach dem Ersten Weltkrieg der Völkerbund, nach dem Zweiten Weltkrieg die Vereinten Nationen. Aber es zeigte sich rasch, dass diese Institutionen nicht mehr Handlungsspielraum hatten, als ihnen die jeweiligen nationalen Supermächte zugestanden. Waren die United Nations in den 1960er Jahren noch eine nützliche Ergänzung der amerikanischen Dominanz, verschoben sich die Gewichte spätestens seit den 1980er Jahren auf andere internationale Institute wie Weltbank und IWF, wobei zunehmend die Etablierung eines Weltmarkts und nicht mehr die Konsensbildung unter demokratisch gewählten Regierungen im Vordergrund stand. Heute ist die Umsetzbarkeit der Idee einer Völkergemeinschaft ungewisser denn je – aber ist es in den letzten zweihundert Jahren je anders gewesen?
Von Mark Mazower. Aus dem Englischen von Ulla Höber und Karin Wördemann.

Teilen

Seite drucken

E-Mail

Der Code wurde in die Zwischenablage kopiert.

Bibliografie

978-3-406-64869-4

Erschienen am 26. August 2013

464 S.

Hardcover

Hardcover 27,95 € Kaufen
Inhalt
Einleitung

TEIL I
DAS ZEITALTER DES INTERNATIONALISMUS

Prolog: Das europäische Konzert der Mächte 1815–1914
1. Unter dem Zeichen des Internationalen
2. Brüderlichkeit
3. Das Reich des Rechts
4. Wissenschaft, die einigende Kraft
5. Der Völkerbund
6. Die Schlacht der Ideologien

TEIL II
WELTHERRSCHAFT AUF AMERIKANISCH

7. «Der Völkerbund ist tot. Es lebe die UNO»
8. Die Wirklichkeit des Kalten Kriegs
9. Die Zweite und die Dritte Welt
10. Entwicklung als Gestaltung der Welt, 1949–1973
11. Die Vereinigten Staaten in der Opposition
12. Die reale Neue Internationale Wirtschaftsordnung
13. Das Gesetz der Humanität
14. Was bleibt: Die Krise in Europa und danach

Anmerkungen
Personenregister
Pressestimmen

Pressestimmen

"Ein bedenkenswertes Buch."
Erhard Schulz, Der Freitag, 28. November 2013



"Ein souveräner Wurf aus einer Hand, wie er Mark Mazower gelingt, ist sehr selten geworden."
Elisabeth von Thadden, Die Zeit, 02. Oktober 2013



"Gut ist Mazower vor allem darin, die Schwächen und Verlogenheiten des Internationalismus zu demaskieren."
Maximilian Steinbeis, Deutschlandradio, 05. September 2013



Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-64869-4

Erschienen am 26. August 2013

464 S.

Hardcover

Hardcover 27,95 € Kaufen

Mazower, Mark

Die Welt regieren

Eine Idee und ihre Geschichte von 1815 bis heute

Wenn man die Idee eines Friedens zwischen den Völkern ernst nimmt, liegt die Gründung einer globalen Schiedsinstanz in Auseinandersetzungen nahe. Mark Mazowers Buch schildert das konfliktreiche Wechselspiel von völkerrechtlicher Idee und faktischen Machtverhältnissen seit 1815, als eine europäische Koalition versuchte, die napoleonische Machtausdehnung einzudämmen.
Internationale Institutionen mit eigenen Machtbefugnissen wurden geschaffen, nach dem Ersten Weltkrieg der Völkerbund, nach dem Zweiten Weltkrieg die Vereinten Nationen. Aber es zeigte sich rasch, dass diese Institutionen nicht mehr Handlungsspielraum hatten, als ihnen die jeweiligen nationalen Supermächte zugestanden. Waren die United Nations in den 1960er Jahren noch eine nützliche Ergänzung der amerikanischen Dominanz, verschoben sich die Gewichte spätestens seit den 1980er Jahren auf andere internationale Institute wie Weltbank und IWF, wobei zunehmend die Etablierung eines Weltmarkts und nicht mehr die Konsensbildung unter demokratisch gewählten Regierungen im Vordergrund stand. Heute ist die Umsetzbarkeit der Idee einer Völkergemeinschaft ungewisser denn je – aber ist es in den letzten zweihundert Jahren je anders gewesen?
Von Mark Mazower. Aus dem Englischen von Ulla Höber und Karin Wördemann.
Webcode: https://www.chbeck.de/11752725

Inhalt

Einleitung

TEIL I
DAS ZEITALTER DES INTERNATIONALISMUS

Prolog: Das europäische Konzert der Mächte 1815–1914
1. Unter dem Zeichen des Internationalen
2. Brüderlichkeit
3. Das Reich des Rechts
4. Wissenschaft, die einigende Kraft
5. Der Völkerbund
6. Die Schlacht der Ideologien

TEIL II
WELTHERRSCHAFT AUF AMERIKANISCH

7. «Der Völkerbund ist tot. Es lebe die UNO»
8. Die Wirklichkeit des Kalten Kriegs
9. Die Zweite und die Dritte Welt
10. Entwicklung als Gestaltung der Welt, 1949–1973
11. Die Vereinigten Staaten in der Opposition
12. Die reale Neue Internationale Wirtschaftsordnung
13. Das Gesetz der Humanität
14. Was bleibt: Die Krise in Europa und danach

Anmerkungen
Personenregister

Pressestimmen

"Ein bedenkenswertes Buch."
Erhard Schulz, Der Freitag, 28. November 2013


"Ein souveräner Wurf aus einer Hand, wie er Mark Mazower gelingt, ist sehr selten geworden."
Elisabeth von Thadden, Die Zeit, 02. Oktober 2013


"Gut ist Mazower vor allem darin, die Schwächen und Verlogenheiten des Internationalismus zu demaskieren."
Maximilian Steinbeis, Deutschlandradio, 05. September 2013