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Mertelsmann, Olaf

Zwischen Krieg, Revolution und Inflation

Die Werft Blohm & Voss 1914-1923

Die Hamburger Werft Blohm & Voss war das größte Schiffbauunternehmen des Deutschen Kaiserreichs und bedeutendster Industriebetrieb der Hansestadt. Die Firma spielte eine wichtige Rolle in industriellen Interessenverbänden und übernahm die Funktion eines Vorreiters in der Branche. Der Erste Weltkrieg, die Revolution und später die Inflation führten zu dramatischen Einschnitten und Änderungen im Wirtschaftsleben. Staat und Militär griffen verstärkt in ökonomische Prozesse ein und nutzten das Unternehmen zur Umsetzung der eigenen politischen Ziele. Der Wiederaufbau der Handelsflotte wurde zum größten Schiffbauprojekt der Weimarer Republik. Durch Überkapazitäten und Strukturprobleme geriet die Branche ab 1923 in eine tiefe Krise, an deren Entstehung sie einen wichtigen Anteil hatte. Die Studie untersucht an einem Fallbeispiel Entwicklungen und Wandlungsprozesse, die in der deutschen Industrie erfolgten, und bettet sie in den historischen und gesellschaftlichen Kontext ein. Ein multidimensionaler Ansatz berücksichtigt wirtschaftliche Abläufe, den Betriebsalltag, Arbeitskonflikte sowie die spezifische Situation der Branche.

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Bibliografie

978-3-406-51060-1

272 S., mit 16 Abbildungen und 38 Tabellen

Softcover

Broschur 44,90 € Kaufen
Inhalt
Einleitung

Das Unternehmen und seine Leitung

Entwicklungstendenzen der Werftindustrie bis zum Kriegsausbruch

I. Die Werft im Ersten Weltkrieg

I.1 Schiffbau im Krieg

I.2 Die Arbeitsverhältnisse

I.3 Die Beziehungen zum Reichsmarineamt und anderen staatlichen Institutionen

I.4 Das Verhältnis zu den übrigen Werften und der Versuch der Kartellbildung

I.5 Der unentschieden geführte uneingeschränkte U-Bootkrieg

I.6 Auslandsaktivitäten in der Türkei und der Ukraine

I.7 Vom Scheer-Programm zum Kriegsende

I.8 Die wirtschaftlich Bilanz des Krieges: Blohm & Voss als Kriegsgewinnler?

II. Revolution und Demobilmachung (November 1918 − März 1920)

II.1 Staatliche Planwirtschaft, Gemeinwirtschaft, Arbeiterkontrolle oder freies Unternehmertum?

II.2 Unruhen und Aufstände

II.3 Die Umstellung auf die Friedenswirtschaft

II.4 Die Arbeits- und Lebensverhältnisse der Beschäftigten nach der Revolution

II.5 Versailler Vertrag und Reparationen

II.6 Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens

III. Von der Phase der relativen Stabilität zur Hyperinflation (März 1920 − November 1923)

III.1 Die Wahrnehmung der Inflation

III.2 Schiffbau unter den Bedingungen der Inflation und der Wiederaufbau der Handelsflotte

III.3 Die Arbeitsverhältnisse in der Inflationszeit

III.4 Die Beziehungen zu staatlichen Institutionen

III.5 Die Umgehung des Versailler Vertrages

III.6 Politische Aktivitäten der Firmenleiter

III.7 War die Werft ein Inflationsgewinnler?

Ausblick in eine unsichere Zukunft

Anhang

Abkürzungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Verzeichnis der Tabellen
Quellen- und Literaturverzeichnis
Register

Empfehlungen

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Bibliografie

978-3-406-51060-1

272 S., mit 16 Abbildungen und 38 Tabellen

Softcover

Softcover 44,90 € Kaufen

Mertelsmann, Olaf

Zwischen Krieg, Revolution und Inflation

Die Werft Blohm & Voss 1914-1923

Die Hamburger Werft Blohm & Voss war das größte Schiffbauunternehmen des Deutschen Kaiserreichs und bedeutendster Industriebetrieb der Hansestadt. Die Firma spielte eine wichtige Rolle in industriellen Interessenverbänden und übernahm die Funktion eines Vorreiters in der Branche. Der Erste Weltkrieg, die Revolution und später die Inflation führten zu dramatischen Einschnitten und Änderungen im Wirtschaftsleben. Staat und Militär griffen verstärkt in ökonomische Prozesse ein und nutzten das Unternehmen zur Umsetzung der eigenen politischen Ziele. Der Wiederaufbau der Handelsflotte wurde zum größten Schiffbauprojekt der Weimarer Republik. Durch Überkapazitäten und Strukturprobleme geriet die Branche ab 1923 in eine tiefe Krise, an deren Entstehung sie einen wichtigen Anteil hatte. Die Studie untersucht an einem Fallbeispiel Entwicklungen und Wandlungsprozesse, die in der deutschen Industrie erfolgten, und bettet sie in den historischen und gesellschaftlichen Kontext ein. Ein multidimensionaler Ansatz berücksichtigt wirtschaftliche Abläufe, den Betriebsalltag, Arbeitskonflikte sowie die spezifische Situation der Branche.
Webcode: https://www.chbeck.de/13261

Inhalt

Einleitung

Das Unternehmen und seine Leitung

Entwicklungstendenzen der Werftindustrie bis zum Kriegsausbruch

I. Die Werft im Ersten Weltkrieg

I.1 Schiffbau im Krieg

I.2 Die Arbeitsverhältnisse

I.3 Die Beziehungen zum Reichsmarineamt und anderen staatlichen Institutionen

I.4 Das Verhältnis zu den übrigen Werften und der Versuch der Kartellbildung

I.5 Der unentschieden geführte uneingeschränkte U-Bootkrieg

I.6 Auslandsaktivitäten in der Türkei und der Ukraine

I.7 Vom Scheer-Programm zum Kriegsende

I.8 Die wirtschaftlich Bilanz des Krieges: Blohm & Voss als Kriegsgewinnler?

II. Revolution und Demobilmachung (November 1918 − März 1920)

II.1 Staatliche Planwirtschaft, Gemeinwirtschaft, Arbeiterkontrolle oder freies Unternehmertum?

II.2 Unruhen und Aufstände

II.3 Die Umstellung auf die Friedenswirtschaft

II.4 Die Arbeits- und Lebensverhältnisse der Beschäftigten nach der Revolution

II.5 Versailler Vertrag und Reparationen

II.6 Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens

III. Von der Phase der relativen Stabilität zur Hyperinflation (März 1920 − November 1923)

III.1 Die Wahrnehmung der Inflation

III.2 Schiffbau unter den Bedingungen der Inflation und der Wiederaufbau der Handelsflotte

III.3 Die Arbeitsverhältnisse in der Inflationszeit

III.4 Die Beziehungen zu staatlichen Institutionen

III.5 Die Umgehung des Versailler Vertrages

III.6 Politische Aktivitäten der Firmenleiter

III.7 War die Werft ein Inflationsgewinnler?

Ausblick in eine unsichere Zukunft

Anhang

Abkürzungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Verzeichnis der Tabellen
Quellen- und Literaturverzeichnis
Register