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Mölling, Karin

Supermacht des Lebens

Reisen in die erstaunliche Welt der Viren

Ihre Entwicklung begann vor mehr als 3,5 Milliarden Jahren in der Morgenstunde des Lebens, als es noch nicht einmal Zellen gab. Viren sind, wie Karin Mölling, die große Dame der Virenforschung, zeigt, keineswegs nur Feinde: Sie leisten zu unserer Entwicklung und Gesundheit wesentliche Beiträge. Selbst unser Erbgut besteht zur Hälfte aus – Viren.
Es gibt mehr Viren als Sterne am Himmel und es gibt sie überall. Nicht wenige sind unvorstellbar alt. Die kleinsten Viren sind hundertfach kleiner als Bakterien, die größten, sogenannte Gigaviren, die Forscher kürzlich nach 30000 Jahren im ewigen Frost wieder zum Leben erweckt haben, sind größer als viele Bakterien. Viren kennen nur einen Daseinszweck – sich zu vermehren – und das tun sie auf Kosten anderer. Manche Viren lagern ihr Erbgut im Kern der Wirtszelle ein und verbleiben so ein Leben lang im Körper des betroffenen Menschen.
Pocken, Hepatitis B, Polio, Spanische Grippe, Aids, SARS: Gemeinhin werden Viren als Krankmacher definiert und ihr Verhalten mit Kriegsvokabular beschrieben. Dabei machen die meisten Viren gar nicht krank. Mehr und mehr werden sie sogar zu Heilungszwecken eingesetzt; so finden sie zunehmend bei Antibiotikaresistenz als Bakterienkiller Verwendung. Karin Mölling selbst entdeckte im Rahmen ihrer Aids-Forschung einen Mechanismus, mit dem es gelingen könnte, Krankheitserreger gewissermaßen in den Selbstmord zu treiben.

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Bibliografie

978-3-406-66969-9

Erscheint am 03. April 2020

318 S., mit 26 Abbildungen

Hardcover

Hardcover 24,95 € Kaufen
e-Book 18,99 € Kaufen
Inhalt
Vorwort

1. Viren mal ganz anders
Viren – eine Success-Story
Nach dem Urknall
Statt Adam und Eva
Am Anfang waren die Viren
Blick zurück
Matrose und das Spleißen
Viren, tot oder lebendig?

2. Viren machen krank
Viren schreiben Geschichte
HIV als Beispiel
Berliner Patient, Mississippi-Baby und ein Hamburger
Therapie als Prävention
Keine Impfung gegen HIV?
«Nackte DNA»
Mikrobizide als «Condom» für Frauen
HIV in den «Selbstmord» treiben
Zukunft von HIV?

3. Retroviren und Unsterblichkeit

Reverse Transkriptase - eine persönliche Retrospektive!
Die Reverse Transkriptase von HIV
RNase H – eine molekulare Schere
HIV hat keine Embryonen
Telomerase und ewiges Leben
Viren als Zellkern?
Viren zum Nachweis von Viren – die PCR

4. Viren und Krebs Tasmanische Teufel
Die Sarkoma-Saga
Krebs ohne Onkogene und Onkogene ohne Viren – paradox?
Viren und Krebs
Sonderbare Todesfälle
Retroviren als Lehrmeister der Krebsforschung
Das Myc-Protein und Reaktorunfälle
Tumorsuppressor und Autounfall
Metastasen - wie Zellen laufen lernen
-om und -omics
Krebs ganz anders?
23andMe – bekomme ich Brustkrebs?

5. Viren machen nicht krank
Ein Meer voller Viren
Viren von Bakterien
Ein Mantel für die Malerin und ein Journal für den Forscher
Wir sind nicht allein
Kaiserschnitt und Schokoladen-Gen
Viren bei Prostatakrebs?
Viren statt Eierlegen – wofür sind Retroviren gut?
Ein Virus voller Wespengene
Prionen - es geht auch ohne Gene

6. Viren – groß, größer, am größten!
Gigaviren der Algen und Badeverbot in der Ostsee
Amöbenviren kitzeln
Sputnik - Viren von Viren
XXL-Viren - die Pandoraviren
Zwei Guinnessrekorde
Können Viren sehen? 141 Manche mögen’s heiß - Archäen und Viren

7. Lauter tote Viren
Viren zum Vererben
Phoenix aus der DNA
Koala-Bärchen
Paläovirologie
Verstümmelte Viren
Krebs und Genies durch Viren?
«Frau Mendels» Mais
Dornröschen, Fisch und Schnabeltier
Wir haben selbst Schuld
Lattenzaun mit Zwischenraum
ENCODE zur Aufklärung der «Junk-DNA»

8. Stammen wir von Viren ab?

Am Anfang war die RNA
Henne oder Ei - weder noch!
Viroide - die ersten Viren?
Analphabetische Alleskönner
RNA-Zirkel
Wer bewegt die Häkelnadel - von der RNA zu Proteinen
Kleeblatt
Ein Protein als Anstandsdame
Vom Salat bis in die Leber
Pflanzenviren im Tabak
Chilisauce voller Viren
Zwillingsviren und wieder ein Exot
500-DM-Note

9. Viren und antivirale Verteidigung

Schnelle und langsame Abwehrtruppe
Stumme Gene
Vererbbares Immunsystem bei Bakterien - und bei uns?
Neue Therapien - Imitation von antiviralen Mechanismen
Adliges Blut bei Krebsen
Würmer fürs Immunsystem
Viren und Psyche

10. Phagen als Retter
Not macht erfinderisch
Sprossen mit Giftgenen
Eisschrank oder WC - was ist schmutziger?
Ein Fall von … Stuhltransfer
Giftiges Kinderspielzeug und die Epigenetik
Lynns Kampf gegen Adipositas
Elba-Würmchen lassen arbeiten
Meine Glaskugel mit Ökosphäre

11. Viren zur Gentherapie
Mit Viren gegen Viren
Undichte Tür, Lipizzaner und Scheichs
«Mückenimpfung» gegen Viren
Viren zur Gentherapie von Pflanzen
Wer rettet die Kastanien – Viren?
«Genfood»: Bananen und Fische
Pilze haben Sex statt Viren
Stammzellen – gefährliche Nähe zu Tumorzellen
Hydras neuer Kopf

12. Viren und die Zukunft
Synthetische Biologie – Hund oder Katze aus der Retorte?
Wer war zuerst da – Virus oder Zelle?
Schnellläufer und Trödler
Monster im Reagenzglas
Glück gehabt bisher – und das Ende der Welt?
Eine Soziologie der Viren
Viren zur Vorhersage?
Wunder

Glossar
Literatur
Abbildungsnachweis
Personenregister
Sachregister
Pressestimmen

Pressestimmen

„In ‚Supermacht des Lebens‘ schreibt Karin Mölling über ein Thema, von dem sie selbst hingerissen ist. Das spürt jeder Leser.“
Dagmar Röhrlich, Deutschlandfunk



"Lebendig, spannend und gut verständlich erzählte Forschung."
Spektrum der Wissenschaft



„Ein wichtiges und lesenswertes Buch, das nicht nur komplexe Zusammenhänge und erstaunliche Fakten, sondern auch die Freude am Forschen zu vermitteln weiß."
Bücher



„Ein ebenso faszinierendes wie unkonventionelles Buch.“
Alan Niederer, Neue Zürcher Zeitung



„Eine hervorragende und kompetente Einführung in den aktuellen Stand der Wissenschaft und die offenen Fragen, denen diese sich gegenübersieht.“
Thomas Weber, Frankfurter Allgemeine Zeitung



Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-66969-9

Erscheint am 03. April 2020

318 S., mit 26 Abbildungen

Hardcover

Hardcover 24,95 € Kaufen
e-Book 18,99 € Kaufen

Mölling, Karin

Supermacht des Lebens

Reisen in die erstaunliche Welt der Viren

Ihre Entwicklung begann vor mehr als 3,5 Milliarden Jahren in der Morgenstunde des Lebens, als es noch nicht einmal Zellen gab. Viren sind, wie Karin Mölling, die große Dame der Virenforschung, zeigt, keineswegs nur Feinde: Sie leisten zu unserer Entwicklung und Gesundheit wesentliche Beiträge. Selbst unser Erbgut besteht zur Hälfte aus – Viren.
Es gibt mehr Viren als Sterne am Himmel und es gibt sie überall. Nicht wenige sind unvorstellbar alt. Die kleinsten Viren sind hundertfach kleiner als Bakterien, die größten, sogenannte Gigaviren, die Forscher kürzlich nach 30000 Jahren im ewigen Frost wieder zum Leben erweckt haben, sind größer als viele Bakterien. Viren kennen nur einen Daseinszweck – sich zu vermehren – und das tun sie auf Kosten anderer. Manche Viren lagern ihr Erbgut im Kern der Wirtszelle ein und verbleiben so ein Leben lang im Körper des betroffenen Menschen.
Pocken, Hepatitis B, Polio, Spanische Grippe, Aids, SARS: Gemeinhin werden Viren als Krankmacher definiert und ihr Verhalten mit Kriegsvokabular beschrieben. Dabei machen die meisten Viren gar nicht krank. Mehr und mehr werden sie sogar zu Heilungszwecken eingesetzt; so finden sie zunehmend bei Antibiotikaresistenz als Bakterienkiller Verwendung. Karin Mölling selbst entdeckte im Rahmen ihrer Aids-Forschung einen Mechanismus, mit dem es gelingen könnte, Krankheitserreger gewissermaßen in den Selbstmord zu treiben.
Webcode: https://www.chbeck.de/13732097

Inhalt

Vorwort

1. Viren mal ganz anders
Viren – eine Success-Story
Nach dem Urknall
Statt Adam und Eva
Am Anfang waren die Viren
Blick zurück
Matrose und das Spleißen
Viren, tot oder lebendig?

2. Viren machen krank
Viren schreiben Geschichte
HIV als Beispiel
Berliner Patient, Mississippi-Baby und ein Hamburger
Therapie als Prävention
Keine Impfung gegen HIV?
«Nackte DNA»
Mikrobizide als «Condom» für Frauen
HIV in den «Selbstmord» treiben
Zukunft von HIV?

3. Retroviren und Unsterblichkeit

Reverse Transkriptase - eine persönliche Retrospektive!
Die Reverse Transkriptase von HIV
RNase H – eine molekulare Schere
HIV hat keine Embryonen
Telomerase und ewiges Leben
Viren als Zellkern?
Viren zum Nachweis von Viren – die PCR

4. Viren und Krebs Tasmanische Teufel
Die Sarkoma-Saga
Krebs ohne Onkogene und Onkogene ohne Viren – paradox?
Viren und Krebs
Sonderbare Todesfälle
Retroviren als Lehrmeister der Krebsforschung
Das Myc-Protein und Reaktorunfälle
Tumorsuppressor und Autounfall
Metastasen - wie Zellen laufen lernen
-om und -omics
Krebs ganz anders?
23andMe – bekomme ich Brustkrebs?

5. Viren machen nicht krank
Ein Meer voller Viren
Viren von Bakterien
Ein Mantel für die Malerin und ein Journal für den Forscher
Wir sind nicht allein
Kaiserschnitt und Schokoladen-Gen
Viren bei Prostatakrebs?
Viren statt Eierlegen – wofür sind Retroviren gut?
Ein Virus voller Wespengene
Prionen - es geht auch ohne Gene

6. Viren – groß, größer, am größten!
Gigaviren der Algen und Badeverbot in der Ostsee
Amöbenviren kitzeln
Sputnik - Viren von Viren
XXL-Viren - die Pandoraviren
Zwei Guinnessrekorde
Können Viren sehen? 141 Manche mögen’s heiß - Archäen und Viren

7. Lauter tote Viren
Viren zum Vererben
Phoenix aus der DNA
Koala-Bärchen
Paläovirologie
Verstümmelte Viren
Krebs und Genies durch Viren?
«Frau Mendels» Mais
Dornröschen, Fisch und Schnabeltier
Wir haben selbst Schuld
Lattenzaun mit Zwischenraum
ENCODE zur Aufklärung der «Junk-DNA»

8. Stammen wir von Viren ab?

Am Anfang war die RNA
Henne oder Ei - weder noch!
Viroide - die ersten Viren?
Analphabetische Alleskönner
RNA-Zirkel
Wer bewegt die Häkelnadel - von der RNA zu Proteinen
Kleeblatt
Ein Protein als Anstandsdame
Vom Salat bis in die Leber
Pflanzenviren im Tabak
Chilisauce voller Viren
Zwillingsviren und wieder ein Exot
500-DM-Note

9. Viren und antivirale Verteidigung

Schnelle und langsame Abwehrtruppe
Stumme Gene
Vererbbares Immunsystem bei Bakterien - und bei uns?
Neue Therapien - Imitation von antiviralen Mechanismen
Adliges Blut bei Krebsen
Würmer fürs Immunsystem
Viren und Psyche

10. Phagen als Retter
Not macht erfinderisch
Sprossen mit Giftgenen
Eisschrank oder WC - was ist schmutziger?
Ein Fall von … Stuhltransfer
Giftiges Kinderspielzeug und die Epigenetik
Lynns Kampf gegen Adipositas
Elba-Würmchen lassen arbeiten
Meine Glaskugel mit Ökosphäre

11. Viren zur Gentherapie
Mit Viren gegen Viren
Undichte Tür, Lipizzaner und Scheichs
«Mückenimpfung» gegen Viren
Viren zur Gentherapie von Pflanzen
Wer rettet die Kastanien – Viren?
«Genfood»: Bananen und Fische
Pilze haben Sex statt Viren
Stammzellen – gefährliche Nähe zu Tumorzellen
Hydras neuer Kopf

12. Viren und die Zukunft
Synthetische Biologie – Hund oder Katze aus der Retorte?
Wer war zuerst da – Virus oder Zelle?
Schnellläufer und Trödler
Monster im Reagenzglas
Glück gehabt bisher – und das Ende der Welt?
Eine Soziologie der Viren
Viren zur Vorhersage?
Wunder

Glossar
Literatur
Abbildungsnachweis
Personenregister
Sachregister

Pressestimmen

„In ‚Supermacht des Lebens‘ schreibt Karin Mölling über ein Thema, von dem sie selbst hingerissen ist. Das spürt jeder Leser.“
Dagmar Röhrlich, Deutschlandfunk


"Lebendig, spannend und gut verständlich erzählte Forschung."
Spektrum der Wissenschaft


„Ein wichtiges und lesenswertes Buch, das nicht nur komplexe Zusammenhänge und erstaunliche Fakten, sondern auch die Freude am Forschen zu vermitteln weiß."
Bücher


„Ein ebenso faszinierendes wie unkonventionelles Buch.“
Alan Niederer, Neue Zürcher Zeitung


„Eine hervorragende und kompetente Einführung in den aktuellen Stand der Wissenschaft und die offenen Fragen, denen diese sich gegenübersieht.“
Thomas Weber, Frankfurter Allgemeine Zeitung