Adolf Muschg erhält den Gottfried-Keller-Preis

Mit den Gottfried-Keller-Preisen werden zwei Schweizer Autoren geehrt, "deren Werk bis heute zentrale Bezüge zu Gottfried Keller ins Spiel bringt", teilte die Martin-Bodmer-Stiftung mit, die den Preis vergibt. Darüber hinaus verankerten Muschg wie Hürlimann die Wahrnehmung von Gottfried Keller "mit ebenso eigensinnigen Beiträgen wie substanziellen Studien" im aktuellen Bewusstsein. Beide Autoren haben Keller in eigenen Theaterstücken auf die Bühne gebracht und zudem in ihren jeweiligen Werken unterschiedliche Bezüge zu dem Autor des 19. Jahrhunderts hergestellt.

Adolf Muschg hat 1975 Keller mit seinem Theaterstück "Kellers Abend" ein Denkmal gesetzt. Das Theaterstück spielt am Vorabend von Kellers Amtseinsetzung als Staatsschreiber. Im Nachgang dazu vertiefte er sich in seine Keller-Biografie. Darin führte er Kellers Kreativität auf den früh verstorbenen Vater und die dominierende Mutter zurück.

Mit dem Theaterstück "Das Lied der Heimat»"inszenierte Thomas Hürlimann 1998 Gottfried Kellers Flucht vor den offiziellen Feierlichkeiten zu dessen 70. Geburtstag; mit seinem Roman "Heimkehr", der im letzten Jahr erschienen ist, bezog er sich verschiedentlich auf Kellers Bildungsroman "Der grüne Heinrich".

Hürlimann und Muschg werden den Preis am 7. September entgegennehmen. Zu diesem Anlass soll auch ein Gespräch zwischen den Autoren stattfinden über Gottfried Kellers Aktualität. Der Gottfried-Keller-Preis wird alle zwei bis drei Jahre vergeben und zählt zu den ältesten Literaturpreisen der Schweiz. Hinter dem Preis steht die Martin-Bodmer-Stiftung, die vor hundert Jahren zum 100. Geburtstag von Gottfried Keller initiiert wurde und den Preis seither vergibt.

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