Ariana Harwicz nominiert für den Internationalen Literaturpreis 2019

Shortlist

  • Hélène Cixous: Mein Homère ist tot. Übersetzt von Claudia Simma. Passagen Verlag.
  • Zoltán Danyi: Der Kadaverträumer. Aus dem Ungarischen von Terézia Mora. Suhrkamp.
  • Ariana Harwicz: Stirb doch, Liebling. Aus dem Spanischen von Dagmar Ploetz. Verlag C.H.Beck
  • Fernanda Melchor: Saison der Wirbelstürme. Aus dem Spanischen von Angelica Ammar. Verlag Klaus Wagenbach.
  • Gerald Murnane: Grenzbezirke. Aus dem Englischen von Rainer G. Schmidt. Suhrkamp.
  • Yishai Sarid: Monster. Aus dem Hebräischen Ruth Achlama. Kein & Aber.

Stirb doch, Liebling ist ein Werk der Vernunftverweigerung: Eine junge Mutter will kein braves Mädchen sein, gefährdet ihre Ehe, gefährdet sich selbst, wütend, beharrlich, bis zur Einweisung. Sie hält fest an ihrer Ablehnung der Mutterrolle und der dörflichen Wohlanständigkeit. Sie weigert sich, von einem tierhaften Begehren zu lassen, was ihre Umwelt als Zusammenbruch deutet. Schönheit erwächst bei Ariana Harwicz aus einem Strudel aus Wahn und Sarkasmus. Ihre dichte Sprache, die in der Übersetzung von Dagmar Ploetz ihren eigenen Sog entwickelt, lockt uns aus dem Banalen und Privaten ins Archaische, an den Rand eines Abgrunds. Ein rauschhafter Anti-Familienroman.
Jurymitglied Robin Detje über "Stirb doch, Liebling"

Die Autorin
Ariana Harwicz, geboren 1977 in Buenos Aires, ist eine der wichtigsten Autorinnen Argentiniens und lebt in Frankreich. Sie studierte Film- und Theaterwissenschaften in Argentinien und Performance und Komparatistik und ist Dokumentarfilmerin und Schriftstellerin. "Stirb doch, Liebling" machte sie schlagartig international bekannt und wurde von der argentinischen Zeitung "La Nación" als Roman des Jahres ausgezeichnet.

Über den Internationalen Literaturpreis 
Preis für übersetzte Gegenwartsliteraturen, Preisverleihung: 18. Juni 2019
"Ein einzigartiger Preis in der deutschen Literaturlandschaft: Das HKW und die Stiftung Elementarteilchen verleihen jährlich den Internationalen Literaturpreis an ein herausragendes Werk internationaler Gegenwartsliteratur und seine Erstübersetzung ins Deutsche. In der Buchhandlung ocelot gab die Jury am 6. Mai die sechs Titel der diesjährigen Shortlist live bekannt und stellte die Anwärter*innen auf den Preis vor. Ab dem 12. Mai finden sonntägliche Shared Readings der Shortlist-Titel in der Amerika-Gedenkbibliothek statt: Beim kollektiven Lesen lassen sich eigene Lesarten und Assoziationen teilen. Welches Duo aus Autor*in und Übersetzer*in mit dem Internationalen Literaturpreis 2019 ausgezeichnet wird, gibt die siebenköpfige Jury bei der Preisverleihung am 18. Juni auf der Dachterrasse des HKW bekannt. Gemeinsam mit den Preisträger*innen und dem Publikum nähern sie sich dem preisgekrönten Buch in Materialgesprächen, Lesungen und Diskussionen: Was macht das ausgezeichnete Werk so ausgezeichnet? Wie gestaltet sich der Arbeitsprozess von Autor*in und Übersetzer*in? Wie steht es um die Literatur als Kunstform und welche Rolle kommt dem Übersetzen im gegenwärtigen Literaturbetrieb zu?"

externe Links
Internationaler Literaturpreis 2019 (komplette Shortlist und viele weitere Informationen)
Videotrailer (Youtube, 02:29min]
Shortlist-Reader

Mit der einen Hand bereite ich das Essen zu, mit der anderen erdolche ich mich. Wie gut, zwei Hände zu haben. Wie praktisch.

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