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O'Hara, John

BUtterfield 8

Roman

Mit einem Nachwort von Richard Ford

Am 8. Juni 1931 wurde die Leiche einer jungen schönen Frau namens Starr Faithfull in Long Island an Land gespült, die offenbar einen sehr lockeren Lebenswandel gehabt hatte und als Kind mißbraucht worden war. Nie wurde der Fall aufgeklärt, nie jemand belangt, aber das Ereignis inspirierte John O’Hara zu seinem neben „Begegnung in Samarra“ bedeutendsten Roman „BUtterfield 8“. Hauptfiguren des 1935 erschienenen Romans, der jetzt in der Neuübersetzung von Klaus Modick erscheint, sind die junge Gloria Wandrous und Weston Liggett, ein wohlhabender, verheirateter Geschäftsmann, der eine Affäre mit Gloria beginnt. Außerdem spielt Eddie Brunner, Glorias Freund und Berater, eine große Rolle, der sie, wie Liggett, am Ende nur ausnutzt.  Gloria ist eine begabte, schöne und gütige Frau, deren Promiskuität sie in die Abgründe New Yorks am Anfang der 30er Jahre führt. Die Zeit der Wirtschaftsdepression ist gerade vorbei, aber das moralisch-seelische Gefüge Amerikas, nicht zuletzt der Mittelschicht, ist zerbrochen. Mit Zeitungsschlagzeilen, Songs, Titeln von Dramen und Büchern, Hinweisen auf Prominente aus Politik und Sport zeichnet O’Hara ähnlich wie Dos Passos in „Manhattan Transfer“ das Bild New Yorks und damit des urbanen Amerikas zwischen Großstadtflair und Gangstertum, Geschäftsleuten und Kriminellen, offiziellem Puritanismus und Amoralität.  „BUtterfield 8“ (der Titel bezieht sich auf Glorias Telefonnummer), die Geschichte einer jungen Frau in New York, ist ein hinreißend und bestechend geschriebenes Porträt einer Gesellschaft, die ihren Halt verloren hat, ein spannender und bewegender Roman, der dank seiner überzeugenden Figuren, seiner Genauigkeit und Geschwindigkeit nichts von seiner Frische eingebüßt hat.
Von John O'Hara. Nachwort von Richard Ford. Aus dem Englischen von Klaus Modick.

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Bibliografie

978-3-406-57033-9

Erschienen am 17. März 2008

332 S.

Hardcover

Hardcover 19,90 € Kaufen
Pressestimmen

Pressestimmen

"John O’Hara erzählt mit einer genialischen Ungeduld ein groß angelegtes Sozialpanorama, gekonnt heruntergebrochen vor allem auf knappe Dialoge. Dass der Autor ein versierter Kurzgeschichtenschreiben war, der mit zahlreichen Veröffentlichungen die berühmte Short Story im Gesellschaftsmagazin ‘New Yorker’ gewissermaßen mitbegründete, merkt man sofort.
Bei der Beschreibung seiner Protagonisten gibt es kein großes Federlesen. O’Hara reichen ein paar gezielte Sätze, die immer da treffen, wo es am meisten weh tut.
Die neue Übersetzung stammt von Klaus Modick, der diesen schwierigen Job solide (...) hinbekommen hat."
Andreas Merkel, Spiegel Online, 17. August 2008



"Lebensprall."
Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 27. April 2008



"Gloria Wandrous ist ein anbetungswürdiges Geschöpf: von ätherischer Schönheit, trinkfest, schlagfertig. Und das mitten in der Weltwirtschaftskrise. Ihr Schicksal ist der Fixpunkt von O’Haras vibrierendem New-York-Porträt, erzählt im jazzigen Rhythmus des Nachtclubs und der Flüsterkneipen. Und von ungeahnter Aktualität."
Maike Albath (Deutschlandradio), börsenblatt, 24. April 2008



"John O’Haras BUtterfield 8 (...) ist ein faszinierender Roman, der, ähnlich wie die Bücher des erst vor zwei Jahren wiederentdeckten amerikanischen Erzählers Richard Yates, perfekt in unsere Zeit passt. Die Abgründe des Bürgertums, die Erfahrung von Sinnlosigkeit, der unterschwellige Antisemitismus, die Verachtung der Schwarzen, all das wird en passant ebenfalls spürbar. Dass Butterfield 8 seinen Leser derartig gefangen nimmt, liegt nicht zuletzt an der gelungenen Übersetzung von Klaus Modick. Dem Schriftsteller gelingt es, für die verschiedenen Stilebenen – vom Slang über den Jargon der Ivy-League-Absolventen bis hin zu der snobistischen Redeweise der Ehepaare – deutschsprachige Entsprechungen zu finden."
Maike Albath, Deutschlandradio Kultur, 2. April 2008



"Vieles kommt hier auf den authentischen Klang der Dialoge an, und der Verlag war gut beraten, den Roman für die Neuausgabe neu übersetzen zu lassen. Der Schriftsteller Klaus Modick hat ihn in ein flüssig zu lesendes Deutsch gebracht."
Jakob Hessing, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. Juli 2008



"In den USA gilt John O’Hara als schwieriger Geselle. Sein zweiter Roman „BUtterfield 8“, den Klaus Modick nun glänzend ins Deutsche übertragen hat, galt 1935 als schockierend freizügig; spätere Romane O’Haras fand man auch anderweitig aufdringlich: zu wortreich etwa. (...)
„BUtterfield 8“ enthält grandiose, noch in ihrer Theatralik lebensechte Dialoge. Vor allem sie machen die Szene lebendig: jenen immer schon kippenden, historisch einzigartigen Moment, da, wie Jonathan Franzen schrieb, „das Herz Amerikas in den großen Städten schlug“. Nicht zuletzt ist „BUtterfield 8“ ein bemerkenswerter Großstadtroman, ein kleiner Bruder des „Großen Gatsby“."
Wieland Freund, Berliner Morgenpost, 4. Juli 2008



"In den USA gilt John O’Hara als schwieriger Geselle. Sein zweiter Roman ‘Butterfield 8’, den Klaus Modick nun glänzend ins Deutsche übertragen hat, galt 1935 als schockierend freizügig; spätere Romane O’Haras fand man auch anderweitig aufdringlich: zu wortreich etwa. (...) Eine tragische Geschichte vom ersten Augenblick an, da Gloria ‘in Verzweiflung’ erwacht. (...)
‘Butterfield 8’enthält grandiose, noch in ihrer Theatralik lebensechte Dialoge. Vor allem sie machen die Szene lebendig: jenen immer schon kippenden, historisch einzigartigen Moment, da, wie Jonathan Franzen schrieb, ‘das Herz Amerikas in den großen Städten schlug’. Nicht zuletzt ist ‘Butterfield 8’ ein bemerkenswerter Großstadtroman, ein kleiner Bruder des ‘Großen Gatsby’."
Wieland Freund, Die Welt – Die literarische Welt, 28. Juni 2008



"‘Butterfield 8’ überzeugt immer dann, wenn kurz und knapp Charaktere skizziert und voneinander abgesetzt werden, oft in den Dialogen. Es ist auch literaturhistorisch interessant zu verfolgen, wie sich O’Hara an die seinerzeit geltenden Grenzen für die Darstellung sexueller Handlungen heranschreibt und sie ausreizt."
Michael Schmitt, Deutschlandfunk, 24. Juni 2008



"Der Amerikaner John O’Hara hat mit zwei Romanen, die jetzt – neu übersetzt – auf Deutsch vorliegen (...), scharf beobachtete und süffig geschriebene Gesellschafts-Psychogramme aus dem Amerika der 30er-Jahre abgeliefert."
Penthouse, 9. Juni 2008



"‘Butterfield 8’ ist ein klassischer Gesellschaftsroman, angesiedelt im New York kurz nach dem großen Börsencrash. Darin bewegt sich die junge Gloria, dem Alkohol, den Männern und der Lebenslust zugeneigt. O’Hara folgt in raschen Schnitten seiner Heldin und spinnt ein feines Geflecht aus großstädtischen Charme und US-Puritanismus."
Christoph Schröder, Frankfurter Rundschau, 14. Mai 2008



"Was O`Hara (...) vorzüglich gelingt, sind Snapshots einer ernüchterten, verkaterten Gesellschaft, der die Roaring Twenties noch so in den Knochen stecken, dass die Erschütterungen während der Great Depression sie um so mehr ins Wanken bringt. Die Vergnügungsgier soll hier das Remedium gegen die große Schwermut sein: Der Fun aber ist nur ein Placebo; am nächsten Morgen sind die Kopfschmerzen noch immer da."
Ulrich Rüdenhauer, Der Tagesspiegel, 4. Mai 2008



"‘Butterfield 8’ überzeugt vor allem dann, wenn John O’Hara mit knappen Strichen Charakterstudien zeichnet, wenn er alle möglichen Fragen anspricht, die für ihn und seine Zeitgenossen brennend aktuell waren, nicht zuletzt aber, wenn er einigermaßen mutig die Grenzen auslotet, die seinerzeit der Schilderung sexueller Beziehungen gesetzt waren."
Michael Schmitt, Literaturen, Mai 2008



Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-57033-9

Erschienen am 17. März 2008

332 S.

Hardcover

Hardcover 19,90 € Kaufen

O'Hara, John

BUtterfield 8

Roman

Mit einem Nachwort von Richard Ford

Am 8. Juni 1931 wurde die Leiche einer jungen schönen Frau namens Starr Faithfull in Long Island an Land gespült, die offenbar einen sehr lockeren Lebenswandel gehabt hatte und als Kind mißbraucht worden war. Nie wurde der Fall aufgeklärt, nie jemand belangt, aber das Ereignis inspirierte John O’Hara zu seinem neben „Begegnung in Samarra“ bedeutendsten Roman „BUtterfield 8“. Hauptfiguren des 1935 erschienenen Romans, der jetzt in der Neuübersetzung von Klaus Modick erscheint, sind die junge Gloria Wandrous und Weston Liggett, ein wohlhabender, verheirateter Geschäftsmann, der eine Affäre mit Gloria beginnt. Außerdem spielt Eddie Brunner, Glorias Freund und Berater, eine große Rolle, der sie, wie Liggett, am Ende nur ausnutzt.  Gloria ist eine begabte, schöne und gütige Frau, deren Promiskuität sie in die Abgründe New Yorks am Anfang der 30er Jahre führt. Die Zeit der Wirtschaftsdepression ist gerade vorbei, aber das moralisch-seelische Gefüge Amerikas, nicht zuletzt der Mittelschicht, ist zerbrochen. Mit Zeitungsschlagzeilen, Songs, Titeln von Dramen und Büchern, Hinweisen auf Prominente aus Politik und Sport zeichnet O’Hara ähnlich wie Dos Passos in „Manhattan Transfer“ das Bild New Yorks und damit des urbanen Amerikas zwischen Großstadtflair und Gangstertum, Geschäftsleuten und Kriminellen, offiziellem Puritanismus und Amoralität.  „BUtterfield 8“ (der Titel bezieht sich auf Glorias Telefonnummer), die Geschichte einer jungen Frau in New York, ist ein hinreißend und bestechend geschriebenes Porträt einer Gesellschaft, die ihren Halt verloren hat, ein spannender und bewegender Roman, der dank seiner überzeugenden Figuren, seiner Genauigkeit und Geschwindigkeit nichts von seiner Frische eingebüßt hat.
Von John O'Hara. Nachwort von Richard Ford. Aus dem Englischen von Klaus Modick.
Webcode: https://www.chbeck.de/22702

Pressestimmen

"John O’Hara erzählt mit einer genialischen Ungeduld ein groß angelegtes Sozialpanorama, gekonnt heruntergebrochen vor allem auf knappe Dialoge. Dass der Autor ein versierter Kurzgeschichtenschreiben war, der mit zahlreichen Veröffentlichungen die berühmte Short Story im Gesellschaftsmagazin ‘New Yorker’ gewissermaßen mitbegründete, merkt man sofort.
Bei der Beschreibung seiner Protagonisten gibt es kein großes Federlesen. O’Hara reichen ein paar gezielte Sätze, die immer da treffen, wo es am meisten weh tut.
Die neue Übersetzung stammt von Klaus Modick, der diesen schwierigen Job solide (...) hinbekommen hat."
Andreas Merkel, Spiegel Online, 17. August 2008


"Lebensprall."
Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 27. April 2008


"Gloria Wandrous ist ein anbetungswürdiges Geschöpf: von ätherischer Schönheit, trinkfest, schlagfertig. Und das mitten in der Weltwirtschaftskrise. Ihr Schicksal ist der Fixpunkt von O’Haras vibrierendem New-York-Porträt, erzählt im jazzigen Rhythmus des Nachtclubs und der Flüsterkneipen. Und von ungeahnter Aktualität."
Maike Albath (Deutschlandradio), börsenblatt, 24. April 2008


"John O’Haras BUtterfield 8 (...) ist ein faszinierender Roman, der, ähnlich wie die Bücher des erst vor zwei Jahren wiederentdeckten amerikanischen Erzählers Richard Yates, perfekt in unsere Zeit passt. Die Abgründe des Bürgertums, die Erfahrung von Sinnlosigkeit, der unterschwellige Antisemitismus, die Verachtung der Schwarzen, all das wird en passant ebenfalls spürbar. Dass Butterfield 8 seinen Leser derartig gefangen nimmt, liegt nicht zuletzt an der gelungenen Übersetzung von Klaus Modick. Dem Schriftsteller gelingt es, für die verschiedenen Stilebenen – vom Slang über den Jargon der Ivy-League-Absolventen bis hin zu der snobistischen Redeweise der Ehepaare – deutschsprachige Entsprechungen zu finden."
Maike Albath, Deutschlandradio Kultur, 2. April 2008


"Vieles kommt hier auf den authentischen Klang der Dialoge an, und der Verlag war gut beraten, den Roman für die Neuausgabe neu übersetzen zu lassen. Der Schriftsteller Klaus Modick hat ihn in ein flüssig zu lesendes Deutsch gebracht."
Jakob Hessing, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. Juli 2008


"In den USA gilt John O’Hara als schwieriger Geselle. Sein zweiter Roman „BUtterfield 8“, den Klaus Modick nun glänzend ins Deutsche übertragen hat, galt 1935 als schockierend freizügig; spätere Romane O’Haras fand man auch anderweitig aufdringlich: zu wortreich etwa. (...)
„BUtterfield 8“ enthält grandiose, noch in ihrer Theatralik lebensechte Dialoge. Vor allem sie machen die Szene lebendig: jenen immer schon kippenden, historisch einzigartigen Moment, da, wie Jonathan Franzen schrieb, „das Herz Amerikas in den großen Städten schlug“. Nicht zuletzt ist „BUtterfield 8“ ein bemerkenswerter Großstadtroman, ein kleiner Bruder des „Großen Gatsby“."
Wieland Freund, Berliner Morgenpost, 4. Juli 2008


"In den USA gilt John O’Hara als schwieriger Geselle. Sein zweiter Roman ‘Butterfield 8’, den Klaus Modick nun glänzend ins Deutsche übertragen hat, galt 1935 als schockierend freizügig; spätere Romane O’Haras fand man auch anderweitig aufdringlich: zu wortreich etwa. (...) Eine tragische Geschichte vom ersten Augenblick an, da Gloria ‘in Verzweiflung’ erwacht. (...)
‘Butterfield 8’enthält grandiose, noch in ihrer Theatralik lebensechte Dialoge. Vor allem sie machen die Szene lebendig: jenen immer schon kippenden, historisch einzigartigen Moment, da, wie Jonathan Franzen schrieb, ‘das Herz Amerikas in den großen Städten schlug’. Nicht zuletzt ist ‘Butterfield 8’ ein bemerkenswerter Großstadtroman, ein kleiner Bruder des ‘Großen Gatsby’."
Wieland Freund, Die Welt – Die literarische Welt, 28. Juni 2008


"‘Butterfield 8’ überzeugt immer dann, wenn kurz und knapp Charaktere skizziert und voneinander abgesetzt werden, oft in den Dialogen. Es ist auch literaturhistorisch interessant zu verfolgen, wie sich O’Hara an die seinerzeit geltenden Grenzen für die Darstellung sexueller Handlungen heranschreibt und sie ausreizt."
Michael Schmitt, Deutschlandfunk, 24. Juni 2008


"Der Amerikaner John O’Hara hat mit zwei Romanen, die jetzt – neu übersetzt – auf Deutsch vorliegen (...), scharf beobachtete und süffig geschriebene Gesellschafts-Psychogramme aus dem Amerika der 30er-Jahre abgeliefert."
Penthouse, 9. Juni 2008


"‘Butterfield 8’ ist ein klassischer Gesellschaftsroman, angesiedelt im New York kurz nach dem großen Börsencrash. Darin bewegt sich die junge Gloria, dem Alkohol, den Männern und der Lebenslust zugeneigt. O’Hara folgt in raschen Schnitten seiner Heldin und spinnt ein feines Geflecht aus großstädtischen Charme und US-Puritanismus."
Christoph Schröder, Frankfurter Rundschau, 14. Mai 2008


"Was O`Hara (...) vorzüglich gelingt, sind Snapshots einer ernüchterten, verkaterten Gesellschaft, der die Roaring Twenties noch so in den Knochen stecken, dass die Erschütterungen während der Great Depression sie um so mehr ins Wanken bringt. Die Vergnügungsgier soll hier das Remedium gegen die große Schwermut sein: Der Fun aber ist nur ein Placebo; am nächsten Morgen sind die Kopfschmerzen noch immer da."
Ulrich Rüdenhauer, Der Tagesspiegel, 4. Mai 2008


"‘Butterfield 8’ überzeugt vor allem dann, wenn John O’Hara mit knappen Strichen Charakterstudien zeichnet, wenn er alle möglichen Fragen anspricht, die für ihn und seine Zeitgenossen brennend aktuell waren, nicht zuletzt aber, wenn er einigermaßen mutig die Grenzen auslotet, die seinerzeit der Schilderung sexueller Beziehungen gesetzt waren."
Michael Schmitt, Literaturen, Mai 2008