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Orsenna, Érik

Weiße Plantagen

Eine Reise durch unsere globalisierte Welt

„Orsenna hat das Feld der Literatur erweitert.“
Le Figaro

Baumwolle, das „Hausschwein der Botanik“ ist ein Rohstoff, der die Geschichte ganzer Länder geprägt hat und von dem Millionen von Menschen bis heute leben und abhängig sind. Auf seiner Reise ins Reich des „Weißen Goldes“ besucht Erik Orsenna Plantagen in Mali und den Vereinigten Staaten, Forschungslabors und Farmen in Brasilien und Museen in Ägypten, ausgetrocknete Seen in Usbekistan, Textilfabriken in China und Frankreich.
In einer unnachahmlichen Verbindung aus Poesie, Reportage und Realienkunde bringt Orsenna die Mechanismen der Globalisierung zur Sprache, den Kampf um Marktanteile, das Streben nach neuen Produkten, den Konflikt zwischen multinationalen Konzernen und traditioneller Ökonomie, die Rhetorik von offenen Märkten und der weltweiten Praxis des Lobbyismus. Eine brillante Erkundung unserer globalisierten Welt, die zu Recht mit dem Lettre Ulysses Award für die Kunst der literarischen Reportage ausgezeichnet wurde.
Von Érik Orsenna. Aus dem Französischen von Antoinette Gittinger und Uta Goridis.

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Bibliografie

978-3-406-55917-4

Erschienen am 16. Februar 2007

Statt 18,90 € jetzt nur noch 9,90 €

2. Auflage, 2007

288 S., mit 2 Abbildungen und 6 Karten

Hardcover

Schlagwörter

Hardcover 9,90 € Kaufen
Inhalt
Einleitung

I. MALI
Weben, sprechen, privatisieren
Das Wort soy
CMDT-Country
Koutiala
Von Burkina lernen
Fetischisten
Bamako
Verfluchte Klamotten!

II. DIE VEREINIGTEN STAATEN
Lang lebe die Lobby!
Hauptstadt der Entscheidung
Die Geister und der große Manitu
In der Gesellschaft von Quallen
Ein Hund, mechanische Pferde und der Wind
Eine Welthauptstadt

III. BRASILIEN
Die Farm der Zukunft
Mato Grosso
Fortschrittsdelirien
Der große Koordinator
Wir haben keine Angst vor China

IV. ÄGYPTEN
Wie weich ist weich
Mohamed El-Hossainy el-Akkad
Der spanische Zug
Das wundersame Mosaik
Ein Nachmittag mit einem gewissen Monsieur
Empereur
Vom Nutzen der Familien

V. USBEKISTAN
Das Geschenk des Schnees
Anschauungsunterricht
Romantik.
Romantik II
Tatarenkunde
Herr Achmedow
Das Geschenk des Schnees
Kleine Einführung in den Geldkreislauf Zentralasiens
Ein Land im Wartezustand
Der Hokim und die Toys
Igor Witaliewitsch Sawitsky
Aralsee in Ewigkeit
Geopolitik

VI. CHINA
Kommunistischer Kapitalismus
Die Wunden des Landes
Die Welthauptstadt der Socke
Hochgeschätzte Qualität
Die Unternehmerleidenschaft
Die Geschichte eines Bruchs
Reden über die Zukunft

VII. FRANKREICH
Frontlinie

SCHLUSSFOLGERUNGEN
Der Garten der Heimkehr

Dank
Anmerkungen
Bibliografie (sehr gekürzt)

Pressestimmen

Pressestimmen

"Orsenna folgte alten und neuen Handelswegen, besuchte Menschen, die auf den Baumwollfeldern schufteten und diejenigen, die damit viel verdienen. Er zeigt die Licht- und Schattenseiten eines Wirtschaftszweigs, von dem hunderte Millionen Menschen leben, die meisten mehr schlecht als recht. Seine Reise führt ihn von Afrika über Amerika und Asien zurück nach Europa. Mit dem unverstellten Blick eines Laien nähert er sich dem Thema. Er beobachtet, fragt, analysiert, kritisiert und klopft an viele Türen, auch an die der mächtigen Baumwoll- Lobbyisten in den Vereinigten Staaten. Fast alle haben ihn hereingelassen. Herausgekommen ist eine literarische Reportage, die unterhaltsam und sensibel die Zusammenhänge erklärt. Sie wirft kritisch einen Blick hinter die Kulissen einer mit vielen Mythen belegten Branche – jenseits von Börsenkursen und Umsatzzahlen."
Silvia Liebrich, Süddeutsche Zeitung, 22./23. September 2007



"Ideen muss man haben. Erik Orsenna hatte eine gute Idee, als er ein Buch zum Thema Globalisierung schreiben wollte und dabei auf die Baumwolle verfiel. (...) Schilderungen von Städten, Landschaften und Menschen, die von der Baumwolle und ihrer Verarbeitung geprägt sind, fügt der erklärte "Weltenbummler" geschickt zu einem wirklich globalen Panorama zusammen. (...) Gespannt liest man, wie in Mali die Bauern noch mit der Hacke das Feld bestellen. Eindrucksvoll wird das aufreibende Leben der Lastwagenfahrer beschrieben, die die Baumwollernte zur ersten Verarbeitung karren und ihr Lager im Schatten unter dem LKW aufschlagen. (...) Zu Recht wurde "Weiße Plantagen" mit dem renommierten "Ulysses"-Preis für Reportagen ausgezeichnet. Man erfährt und lernt nicht nur eine Menge; auch der ganz eigene Ton Erik Orsennas, der Anschaulichkeit, Lakonie und Witz verbindet, macht die Lektüre zum Vergnügen."
Wolfgang Schneider, Die Welt, 28. Juli 2007



"Das Buch weckt (...) kritische Reflexion und bietet zugleich Lesegenuss. Es hat eine unbestechliche Dramaturgie, die uns die Gegenwart der „globalisierten Welt“ unmittelbar demonstriert. Nicht umsonst wurde Orsenna, der 1978 den Prix Roger Nimier und 1988 den Prix Goncourt erhielt, für diesen großen Bericht mit dem Ulysses Award ausgezeichnet, der höchsten Ehrerweisung für Reportageliteratur."
Oliver Ruf, Das Parlament, 16. Juli 2007



"Mit einem Buch über den Golfstrom fing seine Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern an. „Ich kann erzählen, sie kennen die Fakten“, beschreibt er die Symbiose. Beides zusammen ergibt große Bucherfolge. Sein nächstes Buch geht über das Wasser, das Wasser der Welt. In Deutschland, das ist ja der Anlass des Besuchs, ist in diesem Jahr „Weiße Plantagen“, seine Geschichte der Baumwolle, erschienen. Tausend Briefe erreichten ihn als Reaktion auf dieses Buch. Bald wird er – denn einen Großteil seiner Zeit widmet er der Arbeit für Nichtregierungsorganisationen – ein Treffen veranstalten, Produzenten von Qualitätsbaumwolle aus Burkina treffen, Abnehmer aus der Bretagne, regionale Zusammenarbeit statt langwieriger Handelsdiplomatie, so was gefällt ihm.
Das Baumwollbuch ist ein Spaziergang und ein hochpolitisches Buch, das einerseits die unfaire Behandlung Afrikas schildert, andererseits aber auch mit den Lieblingsmythen der Antiglobalisierungsgegner bricht: Geld- und Kleiderspenden bedeuten Afrikas Tod, ein fairer Handel ist eine problematische Sache (...)."
Nils Minkmar, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9. Juli 2007



"Orsenna geht es bei seinen Wanderungen nicht um ein abgerundetes Bild oder das Glätten von Widersprüchen. Der Autor zeigt sich des Öfteren so ratlos wie seine Leser. Seine Reportage, 2006 aufgezeichnet, ist die zunehmend fragmentarische Bestandsaufnahme einer zunehmend vernetzten Welt, die sich in äusserst rasantem wirtschaftlichem Wandel befindet. Überall produzieren die Baumwollarbeiter heute mehr und schneller, ohne besser zu verdienen. Orsenna ist Ökonom genug, um zu wissen, dass die Globalisierung nicht aufzuhalten ist. Doch er macht keinen Hehl aus seinem Missbehagen angesichts einer zunehmend härteren und brutaleren Wirtschaft, die immer mehr Menschen das Äusserste abverlangt."
Georg Sütterlin, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 20. Mai 2007



"Der Leser (...) hat am Ende dieser Reportagereise eine Menge gelernt, nicht nur über den Wunderstrauch selbst, sondern auch über Menschen rund um den Erdball, die von ihm, mit ihm und für ihn leben. (...) An einfachen Lösungen aber wird, wer Orsenna auf seiner Reise begleitet hat, nicht mehr glauben können. «Weisse Plantagen» ist ein politisches Buch, indem es das politische Bewusstsein weckt, nicht indem es Parolen skandiert."
Martin Ebel, Tages Anzeiger, 11. April 2007



"Auf dieser langen Reise um die Welt hat Orsenna Feldarbeiter und Forscher befragt, Lastwagenfahrer und Museumsdirektoren, Diplomaten und einen Staatspräsidenten. Er hat Städte gesehen, die vom Baumwollgeld gebaut wurden, und Regenwälder, die vom Baumwollstrauch verdrängt werden. Dann hat er angefangen zu schreiben, sein Buch, das im vergangenen Jahr mit dem Ulysses-Preis für Reportagen ausgezeichnet wurde. Auf politische Ratschläge verzichtet Orsenna größtenteils: Sein Buch sei nur „der Bericht eines langen Spaziergangs“. Einer, von dem er in vielen kleinen Geschichten erzählt, die er Steinchen für Steinchen zusammensetzt. So entsteht etwas, das spannender ist als politische Besserwisserei: das Mosaik einer verrückten Realität, auf dem zu erkennen ist, wie sich rund um den Globus Menschen und Landstriche von einem Strauchgewächs derart in Besitz nehmen lassen, dass man Ende nicht mehr klar ist, wer hier wen beherrscht: der Mensch die Pflanze oder die Pflanze den Menschen. Die zu zeigen ist die Stärke des Buchs."
Wolfgang Uchatius, Die Zeit, 22. März 2007



"(...) reiner Lesegenuss, von Antoinette Gittinger und Uta Goridis elegant übersetzt."
Joseph Hanimann, Süddeutsche Zeitung, 21. März 2007



"Mit seinem Buch Weiße Plantagen (Beck) ist es ihm gelungen, aus nüchternen Fakten eine bewegende Geschichte zu stricken – von Aufstieg und Fall, Traum und Albtraum, von Kinderarbeit und Börsennotierungen."
MSE, Süddeutsche Zeitung Extra, 8.-14. März 2007



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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-55917-4

Erschienen am 16. Februar 2007

Statt 18,90 € jetzt nur noch 9,90 €

2. Auflage , 2007

288 S., mit 2 Abbildungen und 6 Karten

Hardcover

Hardcover 9,90 € Kaufen

Orsenna, Érik

Weiße Plantagen

Eine Reise durch unsere globalisierte Welt

„Orsenna hat das Feld der Literatur erweitert.“
Le Figaro

Baumwolle, das „Hausschwein der Botanik“ ist ein Rohstoff, der die Geschichte ganzer Länder geprägt hat und von dem Millionen von Menschen bis heute leben und abhängig sind. Auf seiner Reise ins Reich des „Weißen Goldes“ besucht Erik Orsenna Plantagen in Mali und den Vereinigten Staaten, Forschungslabors und Farmen in Brasilien und Museen in Ägypten, ausgetrocknete Seen in Usbekistan, Textilfabriken in China und Frankreich.
In einer unnachahmlichen Verbindung aus Poesie, Reportage und Realienkunde bringt Orsenna die Mechanismen der Globalisierung zur Sprache, den Kampf um Marktanteile, das Streben nach neuen Produkten, den Konflikt zwischen multinationalen Konzernen und traditioneller Ökonomie, die Rhetorik von offenen Märkten und der weltweiten Praxis des Lobbyismus. Eine brillante Erkundung unserer globalisierten Welt, die zu Recht mit dem Lettre Ulysses Award für die Kunst der literarischen Reportage ausgezeichnet wurde.
Von Érik Orsenna. Aus dem Französischen von Antoinette Gittinger und Uta Goridis.
Webcode: https://www.chbeck.de/19435

Inhalt

Einleitung

I. MALI
Weben, sprechen, privatisieren
Das Wort soy
CMDT-Country
Koutiala
Von Burkina lernen
Fetischisten
Bamako
Verfluchte Klamotten!

II. DIE VEREINIGTEN STAATEN
Lang lebe die Lobby!
Hauptstadt der Entscheidung
Die Geister und der große Manitu
In der Gesellschaft von Quallen
Ein Hund, mechanische Pferde und der Wind
Eine Welthauptstadt

III. BRASILIEN
Die Farm der Zukunft
Mato Grosso
Fortschrittsdelirien
Der große Koordinator
Wir haben keine Angst vor China

IV. ÄGYPTEN
Wie weich ist weich
Mohamed El-Hossainy el-Akkad
Der spanische Zug
Das wundersame Mosaik
Ein Nachmittag mit einem gewissen Monsieur
Empereur
Vom Nutzen der Familien

V. USBEKISTAN
Das Geschenk des Schnees
Anschauungsunterricht
Romantik.
Romantik II
Tatarenkunde
Herr Achmedow
Das Geschenk des Schnees
Kleine Einführung in den Geldkreislauf Zentralasiens
Ein Land im Wartezustand
Der Hokim und die Toys
Igor Witaliewitsch Sawitsky
Aralsee in Ewigkeit
Geopolitik

VI. CHINA
Kommunistischer Kapitalismus
Die Wunden des Landes
Die Welthauptstadt der Socke
Hochgeschätzte Qualität
Die Unternehmerleidenschaft
Die Geschichte eines Bruchs
Reden über die Zukunft

VII. FRANKREICH
Frontlinie

SCHLUSSFOLGERUNGEN
Der Garten der Heimkehr

Dank
Anmerkungen
Bibliografie (sehr gekürzt)

Pressestimmen

"Orsenna folgte alten und neuen Handelswegen, besuchte Menschen, die auf den Baumwollfeldern schufteten und diejenigen, die damit viel verdienen. Er zeigt die Licht- und Schattenseiten eines Wirtschaftszweigs, von dem hunderte Millionen Menschen leben, die meisten mehr schlecht als recht. Seine Reise führt ihn von Afrika über Amerika und Asien zurück nach Europa. Mit dem unverstellten Blick eines Laien nähert er sich dem Thema. Er beobachtet, fragt, analysiert, kritisiert und klopft an viele Türen, auch an die der mächtigen Baumwoll- Lobbyisten in den Vereinigten Staaten. Fast alle haben ihn hereingelassen. Herausgekommen ist eine literarische Reportage, die unterhaltsam und sensibel die Zusammenhänge erklärt. Sie wirft kritisch einen Blick hinter die Kulissen einer mit vielen Mythen belegten Branche – jenseits von Börsenkursen und Umsatzzahlen."
Silvia Liebrich, Süddeutsche Zeitung, 22./23. September 2007


"Ideen muss man haben. Erik Orsenna hatte eine gute Idee, als er ein Buch zum Thema Globalisierung schreiben wollte und dabei auf die Baumwolle verfiel. (...) Schilderungen von Städten, Landschaften und Menschen, die von der Baumwolle und ihrer Verarbeitung geprägt sind, fügt der erklärte "Weltenbummler" geschickt zu einem wirklich globalen Panorama zusammen. (...) Gespannt liest man, wie in Mali die Bauern noch mit der Hacke das Feld bestellen. Eindrucksvoll wird das aufreibende Leben der Lastwagenfahrer beschrieben, die die Baumwollernte zur ersten Verarbeitung karren und ihr Lager im Schatten unter dem LKW aufschlagen. (...) Zu Recht wurde "Weiße Plantagen" mit dem renommierten "Ulysses"-Preis für Reportagen ausgezeichnet. Man erfährt und lernt nicht nur eine Menge; auch der ganz eigene Ton Erik Orsennas, der Anschaulichkeit, Lakonie und Witz verbindet, macht die Lektüre zum Vergnügen."
Wolfgang Schneider, Die Welt, 28. Juli 2007


"Das Buch weckt (...) kritische Reflexion und bietet zugleich Lesegenuss. Es hat eine unbestechliche Dramaturgie, die uns die Gegenwart der „globalisierten Welt“ unmittelbar demonstriert. Nicht umsonst wurde Orsenna, der 1978 den Prix Roger Nimier und 1988 den Prix Goncourt erhielt, für diesen großen Bericht mit dem Ulysses Award ausgezeichnet, der höchsten Ehrerweisung für Reportageliteratur."
Oliver Ruf, Das Parlament, 16. Juli 2007


"Mit einem Buch über den Golfstrom fing seine Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern an. „Ich kann erzählen, sie kennen die Fakten“, beschreibt er die Symbiose. Beides zusammen ergibt große Bucherfolge. Sein nächstes Buch geht über das Wasser, das Wasser der Welt. In Deutschland, das ist ja der Anlass des Besuchs, ist in diesem Jahr „Weiße Plantagen“, seine Geschichte der Baumwolle, erschienen. Tausend Briefe erreichten ihn als Reaktion auf dieses Buch. Bald wird er – denn einen Großteil seiner Zeit widmet er der Arbeit für Nichtregierungsorganisationen – ein Treffen veranstalten, Produzenten von Qualitätsbaumwolle aus Burkina treffen, Abnehmer aus der Bretagne, regionale Zusammenarbeit statt langwieriger Handelsdiplomatie, so was gefällt ihm.
Das Baumwollbuch ist ein Spaziergang und ein hochpolitisches Buch, das einerseits die unfaire Behandlung Afrikas schildert, andererseits aber auch mit den Lieblingsmythen der Antiglobalisierungsgegner bricht: Geld- und Kleiderspenden bedeuten Afrikas Tod, ein fairer Handel ist eine problematische Sache (...)."
Nils Minkmar, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9. Juli 2007


"Orsenna geht es bei seinen Wanderungen nicht um ein abgerundetes Bild oder das Glätten von Widersprüchen. Der Autor zeigt sich des Öfteren so ratlos wie seine Leser. Seine Reportage, 2006 aufgezeichnet, ist die zunehmend fragmentarische Bestandsaufnahme einer zunehmend vernetzten Welt, die sich in äusserst rasantem wirtschaftlichem Wandel befindet. Überall produzieren die Baumwollarbeiter heute mehr und schneller, ohne besser zu verdienen. Orsenna ist Ökonom genug, um zu wissen, dass die Globalisierung nicht aufzuhalten ist. Doch er macht keinen Hehl aus seinem Missbehagen angesichts einer zunehmend härteren und brutaleren Wirtschaft, die immer mehr Menschen das Äusserste abverlangt."
Georg Sütterlin, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 20. Mai 2007


"Der Leser (...) hat am Ende dieser Reportagereise eine Menge gelernt, nicht nur über den Wunderstrauch selbst, sondern auch über Menschen rund um den Erdball, die von ihm, mit ihm und für ihn leben. (...) An einfachen Lösungen aber wird, wer Orsenna auf seiner Reise begleitet hat, nicht mehr glauben können. «Weisse Plantagen» ist ein politisches Buch, indem es das politische Bewusstsein weckt, nicht indem es Parolen skandiert."
Martin Ebel, Tages Anzeiger, 11. April 2007


"Auf dieser langen Reise um die Welt hat Orsenna Feldarbeiter und Forscher befragt, Lastwagenfahrer und Museumsdirektoren, Diplomaten und einen Staatspräsidenten. Er hat Städte gesehen, die vom Baumwollgeld gebaut wurden, und Regenwälder, die vom Baumwollstrauch verdrängt werden. Dann hat er angefangen zu schreiben, sein Buch, das im vergangenen Jahr mit dem Ulysses-Preis für Reportagen ausgezeichnet wurde. Auf politische Ratschläge verzichtet Orsenna größtenteils: Sein Buch sei nur „der Bericht eines langen Spaziergangs“. Einer, von dem er in vielen kleinen Geschichten erzählt, die er Steinchen für Steinchen zusammensetzt. So entsteht etwas, das spannender ist als politische Besserwisserei: das Mosaik einer verrückten Realität, auf dem zu erkennen ist, wie sich rund um den Globus Menschen und Landstriche von einem Strauchgewächs derart in Besitz nehmen lassen, dass man Ende nicht mehr klar ist, wer hier wen beherrscht: der Mensch die Pflanze oder die Pflanze den Menschen. Die zu zeigen ist die Stärke des Buchs."
Wolfgang Uchatius, Die Zeit, 22. März 2007


"(...) reiner Lesegenuss, von Antoinette Gittinger und Uta Goridis elegant übersetzt."
Joseph Hanimann, Süddeutsche Zeitung, 21. März 2007


"Mit seinem Buch Weiße Plantagen (Beck) ist es ihm gelungen, aus nüchternen Fakten eine bewegende Geschichte zu stricken – von Aufstieg und Fall, Traum und Albtraum, von Kinderarbeit und Börsennotierungen."
MSE, Süddeutsche Zeitung Extra, 8.-14. März 2007