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Pohl, Manfred

Philipp Holzmann

Geschichte eines Bauunternehmens 1899-1999

Der Weg von der Sägemühle des Firmengründers Philipp Holzmann zum führenden Unternehmen in der deutschen Bauindustrie bietet sich dar als ein wirtschaftsgeschichtliches Panorama, das von den Anfängen des industriellen Bauens bis zu den Großprojekten des 20. Jahrhunderts reicht, vom ersten industriellen Aufschwung bis zu heutigen Strukturkrisen. Das Buch zeigt Glanz und Elend dieser Branche: die bedeutenden Bauleistungen etwa in der Gründerzeit oder der Weimarer Republik, aber auch die Einbindung in die Maschinerie des totalitären NS-Systems; die Zerstörung vieler Holzmann-Bauten am Ende des Zweiten Weltkrieges und danach den langen Weg zurück an die Spitze. Johann Philipp Holzmann begann seine unternehmerische Leistung mit einer Sägemühle, in der Schwellen für den Eisenbahnbau gefertigt wurden. Heute zählt das Unternehmen zur Spitzengruppe der internationalen Bauunternehmen. Von der Philipp Holzmann AG ausgeführte Projekte finden sich in aller Welt: Kraftwerke in Südamerika, Eisenbahnstrecken in Vorderasien und Afrika, Verwaltungs-, Verkehrs- und Repräsentationsgebäude in ganz Mitteleuropa, nicht zuletzt auch in Frankfurt am Main, aus dessen Umgebung das Unternehmen stammt und wo es bis heute seinen Sitz hat. Dennoch: Als bruchlose Erfolgsgeschichte wird man die Entwicklung des Unternehmens heute nicht mehr darstellen. Gewiß kann man von bedeutenden Leistungen berichten: den Prachtbauten der Gründerzeit, dem Amsterdamer Bahnhof, dem Hamburger Rathaus und dem Elbtunnel, bedeutenden Siedlungsbauten und modernen Stahlbetonkonstruktionen. Aber man muß auch von den dunklen Seiten der Unternehmensgeschichte sprechen: Der Einbindung in die Maschinerie des totalitären NS-Systems mit allen Folgen: Arisierung des Vorstands, Agieren als Handlanger von Partei, Wehrmacht und SS beim Bau von Reichsautobahn, West- und Atlantikwall, Einsatz von Zwangsarbeitern bei zahlreichen geheimen Kriegsprojekten. Und auch der Weg zurück an die Spitze im Inland wie im Ausland war schwierig. Manfred Pohl stellt diese Entwicklung differenziert und kenntnisreich dar. Er antwortet zugleich auf die Fragen, die man heute an eine Unternehmensgeschichte richtet: Wie entwickelte sich das Unternehmen vom Familienbetrieb zur Aktiengesellschaft? Wie finanzierte man die Großprojekte? Wie wandelten sich die Techniken, und wie veränderte sich die Qualifikation der Belegschaft? Wer gab im Vorstand den Ton an? Wie verliefen Entscheidungsprozesse? – Es ist ein Werk der modernen, kritischen Unternehmensgeschichte entstanden, das auch dem Nichtfachmann reiche historische Einsichten vermittelt.


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Bibliografie

978-3-406-45339-7

XII, 449 S.

Hardcover (In Leinen)

Sonstiges 34,90 € Kaufen

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Pohl, Manfred

Philipp Holzmann

Geschichte eines Bauunternehmens 1899-1999

Der Weg von der Sägemühle des Firmengründers Philipp Holzmann zum führenden Unternehmen in der deutschen Bauindustrie bietet sich dar als ein wirtschaftsgeschichtliches Panorama, das von den Anfängen des industriellen Bauens bis zu den Großprojekten des 20. Jahrhunderts reicht, vom ersten industriellen Aufschwung bis zu heutigen Strukturkrisen. Das Buch zeigt Glanz und Elend dieser Branche: die bedeutenden Bauleistungen etwa in der Gründerzeit oder der Weimarer Republik, aber auch die Einbindung in die Maschinerie des totalitären NS-Systems; die Zerstörung vieler Holzmann-Bauten am Ende des Zweiten Weltkrieges und danach den langen Weg zurück an die Spitze. Johann Philipp Holzmann begann seine unternehmerische Leistung mit einer Sägemühle, in der Schwellen für den Eisenbahnbau gefertigt wurden. Heute zählt das Unternehmen zur Spitzengruppe der internationalen Bauunternehmen. Von der Philipp Holzmann AG ausgeführte Projekte finden sich in aller Welt: Kraftwerke in Südamerika, Eisenbahnstrecken in Vorderasien und Afrika, Verwaltungs-, Verkehrs- und Repräsentationsgebäude in ganz Mitteleuropa, nicht zuletzt auch in Frankfurt am Main, aus dessen Umgebung das Unternehmen stammt und wo es bis heute seinen Sitz hat. Dennoch: Als bruchlose Erfolgsgeschichte wird man die Entwicklung des Unternehmens heute nicht mehr darstellen. Gewiß kann man von bedeutenden Leistungen berichten: den Prachtbauten der Gründerzeit, dem Amsterdamer Bahnhof, dem Hamburger Rathaus und dem Elbtunnel, bedeutenden Siedlungsbauten und modernen Stahlbetonkonstruktionen. Aber man muß auch von den dunklen Seiten der Unternehmensgeschichte sprechen: Der Einbindung in die Maschinerie des totalitären NS-Systems mit allen Folgen: Arisierung des Vorstands, Agieren als Handlanger von Partei, Wehrmacht und SS beim Bau von Reichsautobahn, West- und Atlantikwall, Einsatz von Zwangsarbeitern bei zahlreichen geheimen Kriegsprojekten. Und auch der Weg zurück an die Spitze im Inland wie im Ausland war schwierig. Manfred Pohl stellt diese Entwicklung differenziert und kenntnisreich dar. Er antwortet zugleich auf die Fragen, die man heute an eine Unternehmensgeschichte richtet: Wie entwickelte sich das Unternehmen vom Familienbetrieb zur Aktiengesellschaft? Wie finanzierte man die Großprojekte? Wie wandelten sich die Techniken, und wie veränderte sich die Qualifikation der Belegschaft? Wer gab im Vorstand den Ton an? Wie verliefen Entscheidungsprozesse? – Es ist ein Werk der modernen, kritischen Unternehmensgeschichte entstanden, das auch dem Nichtfachmann reiche historische Einsichten vermittelt.

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