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Rader, Olaf B.

Friedrich II.

Der Sizilianer auf dem Kaiserthron

Das neue Standardwerk über Kaiser Friedrich II.

Heiland oder Antichrist? Wie kein zweiter Herrscher hat Friedrich II. (1196–1250) die Gemüter erhitzt. Noch im 20. Jahrhundert wurde er zum genialen Staatsmann, Vorläufer der Moderne und deutschen Idealherrscher stilisiert. Olaf B. Rader porträtiert Friedrich vor allem als Sizilianer und zeichnet so ein neues, überraschendes Bild des Kaisers, der uns bis heute auch als Wissenschaftler, Bauherr und Dichter beeindruckt.

In Italien geboren und aufgewachsen, verbrachte Friedrich, das „Kind aus Apulien“, auch nach seiner Kaiserkrönung die meiste Zeit im Mittelmeerraum. Hier lag der Schwerpunkt seiner Herrschaftsinteressen, hier führte er endlose Kämpfe zu Land und zur See. Seine Schriften über die Falkenjagd, seine Gespräche mit Gelehrten und sein Dichterkreis zeugen von einem für das Mittelalter ganz außergewöhnlichen Interesse an Kunst und Wissenschaft. Schon zu Lebzeiten galt Friedrich als „Staunen der Welt“. Bis in die neueste Zeit wurde er von Legenden umrankt und politisch vereinnahmt.

Olaf B. Rader legt in seiner meisterhaften Biographie die historische Figur des Kaisers hinter den Mythen frei. Das „Staunen der Welt“ wird so zum Staunen des Lesers über einen Sizilianer, der den Lauf der Weltgeschichte veränderte.

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Bibliografie

978-3-406-60485-0

Erschienen am 23. Dezember 2010

4., durchgesehene Auflage, 2012

592 S., mit 58 Abbildungen, 4 Karten und 1 Stammtafel

Hardcover (In Leinen)

Sonstiges 29,95 € Kaufen
e-Book 12,99 € Kaufen
Inhalt
Prolog Der Verschleierte

Deutsche Heimholungen und das «Staunen der Welt» | Mainardino, Salimbene und Giovanni weben Schleier der Erinnerungen | Friedrich der Sizilianer im Krieg gegen die Zeit |


Erster Teil Herrschaften

1 Der Erbe

Die Goldene Muschel mit der Perle: Palermo | Die Geburt
des Herrschers 1194 | Wie Normannen zu Königen von
Sizilien wurden | Die salisch-staufischen Vorfahren |

2 Der Jüngling
Erste Worte, erste Würden | Der Kindkönig als Faustpfand | Eisiger Nordwind: Kaiser Otto IV. greift nach Sizilien | Nasse Hosen und die Reise nach Konstanz 1212 | Der «Knabe aus Apulien» und die Sizilischen Goldbullen | Wes Brot ich ess, des Lied ich sing: Walther von der Vogelweide |

3 Der «Staufer»
Blei für Onkel Philipp: Friedrichs Verwandlung zum Staufer | Der Blutsonntag von Bouvines 1214 | Der junge König greift zum Hammer | Der Triumphator auf dem
Weg nach Rom |

4 Der Kaiser
Die Kaiserkrönung in Rom 1220 | Imperiale Herrschaft | Die Kronen des Herrschers | Das goldene Bild des Kaisers überall | Die Universitätsgründung in Neapel 1224 |

5 Der Gesetzgeber
Die Konstitutionen von Melfi 1231 | Urkunden als Träger kaiserlichen Willens | Der Mainzer Hoftag 1235 | Judenschutz und Ketzerkampf als Politik |

6 Der Bauherr
Herrschaft zeigen: Das Castel del Monte | Herrschaft sichern: Das Netz der Kastelle | Herrschaft genießen: Die Residenz in Foggia | Herrschaft herleiten: Das Brückentor von Capua |


Zweiter Teil Leidenschaften

7 Der Liebhaber
Friedrich und die Frauen | Die einzige Kaiserin: Konstanze von Aragón | Die Kindkönigin: Isabella von Jerusalem | Die Ankunft der neuen Braut: Isabella von England | Der schöne Heiratsplan: Gertrud von Österreich | Die wahre Liebe: Bianca |

8 Der Dichter
«Amore donna mia»: Der sizilianische Dichterkreis | Der Kaiser sammelt alte Manuskripte und nimmt ein Bad | Schirmherr der Wissenschaften und Künste? | Ein Sternbild ohne Sterne und viele Kaninchen |

9 Der Falkner
Kriemhilds Falke | Des Kaisers Lieblinge | Friedrich schreibt über die Beizjagd | Ein Geschenk für den Papst |


Dritter Teil Feindschaften

10 Der Kriegsherr
Kriegermönche: Der Deutsche Orden | Das Heer des Kaisers | «Wunden mit Eisen ausschneiden»: Cortenuova 1237 | Schöne Verse umschmeicheln die Römer | Die Niederlage vor Parma 1248 |

11 Der Seefahrer
Federico il Navigatore | Galeeren, «Pfeile» und Lateinertakelung | Admiral Heinrich rudert auf dem Nil | Die Seeschlacht von Montecristo 1241 |

12 Der Kreuzpilger
Der ewige Traum von Jerusalem | Friedrichs Kreuznahme in Aachen 1215 | Der Kaiser im Heiligen Land | Die Krone von Jerusalem | Ein Freund der Muslime? |

13 Der Tyrann
Gegen den eigenen Sohn | Die Deportation der Sarazenen | Hob niemand Hand oder Fuß ohne den Willen des Kaisers? | Das tragische Ende des Petrus de Vinea | Ein ungelöster Mordfall und die Assassinen |

14 Der Drache
Die Schlacht der Federn | Kaiser und Papst werden zu Dämonen | Der Drache speit Feuer | Petrus und Paulus schützen 1240 den Papst |

15 Der Antichrist
Der Mongolensturm weht nach Europa | Friedrichs Absetzung in Lyon 1245 | Dunkle Wolken und neue Könige im Norden |

16 Der Entseelte
Der Kaiser stirbt auf viele Arten | Die Testamente des Herrschers | Friedrichs Sarkophag in Palermo | Götterdämmerung: Der Untergang der Staufer in Italien |

Epilog Der Wiedergänger
«Er lebt und er lebt nicht»: Der Enkel verwandelt sich in den Großvater | Prägende Urteile: Jacob Burckhardt und Friedrich Nietzsche | Deutungsgeschichte als Selbstvergewisserung: Ernst Kantorowicz | Friedrich II. als geteilter Erinnerungsort |


Dank


Anhang
Karte: Europa zur Zeit Kaiser Friedrichs II.
Stammtafel
Zeittafel
Abkürzungen
Anmerkungen
Bildnachweis
Quellen und Literatur
Personenregister
Pressestimmen

Pressestimmen

"Manchmal reibt man sich verblüfft die Augen, so bemerkenswert ist vieles, worauf Rader hinweist."
Christian Ruf, Sächsische Zeitung, 6. Januar 2011



"Ein neues Standardwerk der Mittelalter-Forschung im Allgemeinen und der Forschung über Friedrich II. im Besonderen. (...) Ein hervorragendes Sachbuch.
Lutz Bunk, Deutschlandradio Kultur, 16. September 2010"



"Exzellent."
Theo Stemmler, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. September 2010



"Raders Rekonstruktion führt dem Leser eine äußerst ambivalente Gestalt vor Augen, zwischen Heroisierung und Dämonisierung (...). Alle anekdotischen Illustrationen lenken Rader aber nicht ab von einer analytischen Erzählung, den Sizilianer auf dem Thron, der seit 1198 König von Sizilien war, von 1212 an deutscher König und 1220 zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gekrönt wurde, in seiner Ambivalenz zeigen. Hier der eminent gebildete Intellektuelle auf dem Thron, der Förderer der Wissenschaften und Universitätengründer, der Dichter, der Falkner – dort der Tyrann."
Christian Thomas, Frankfurter Rundschau, 20. Dezember 2010



"Spannend und nachdenkenswert."
Sabine Schuetz, Deutschlandradio Kultur, 5. Dezember 2010



"Wie (...) sich diesem viel geliebten, viel gehassten, viel beschriebenen Herrscher in neuer Weise nähern? Die Aufgabe bleibt eine Herausforderung. Olaf B. Raderstellt sich ihr, und er löst sie geschickt. Er verzichtet auf die landläufige Darstellung eines Herrscherlebens von der Wiege bis zur Bahre, obgleich beide, Wiege und Bahre, auch das herrliche Grab im Dom von Palermo, in seinem Buch nicht fehlen. Rader ordnet seinen Stoff lesefreundlich und systematisch in 16 zeitlich gegliederte Großkapitel.
Das Buch ist höchst anregend, zudem munter erzählt; ein geschickt ausgewähltes, klug kommentiertes Illustrationsprogramm rundet es ab. Olaf B. Rader hat somit die schwierige Aufgabe einer Friedrich-Biografie in eleganter Weise erfüllt."
Johannes Fried, Die Zeit, 2. Dezember 2010



"Rader entwirft einen Friedrich für das 21. Jahrhundert, faszinierend in seinen Widersprüchen und seiner Neugier auf alles, was man im Mittelalter wissen konnte."
Andreas Kilb, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 28. November 2010



"(...) ein Gewinn, nicht nur dank ihrer Kompaktheit, sondern auch wegen eines Tonwechsels, der in der Literatur über den Enkel Barbarossas längst überfällig war. Erst jetzt, ohne Pathos und Heilsversprechen, sehen wir diesen Kaiser in wahrhaft modernem Licht."
Andreas Kilb, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27. November 2010



"Dem Historiker Olaf B.Rader ist ein hervorragendes Sachbuch gelungen: ein Standardwerk über das Mittelalter im Allgemeinen und eine Biografie über Friedrich II. im Besonderen. Rader schreibt nicht nur für Sachverständige gewinnbringend, er schafft es auch, interessierten Laien eine längst vergangene Epoche leicht und farbenfroh nahezubringen."
Geneviève Lüscher, Neue Zürcher Zeitung, 31. Oktober 2010



"Kein Wunder, dass dieser Autor mit den Särgen anhebt. Olaf Rader ist für sein Interesse an Gräbern bekannt, ein Interesse, dass nichts Morbides an sich hat, sondern auf der Erkenntnis beruht, dass der, der die Toten besitzt, auch über die Lebenden herrscht. (...) Die jüngste [Biographie] von Olaf Rader, lässt den alten Friedrich so frisch und farbenfroh aus seinem Porphysarg klettern, als wäre er vor drei Tagen erst hineingelegt worden. (...) Als guter Historiker sitzt Rader diesen Legenden weder auf, noch wischt er sie vom Tisch. Er begreift sie als Teil seines Gegenstands. Anstatt zu fragen, was an dieser oder jener Story wahr ist, überlegt er, wie sie zustande kommen konnte, wer sie aus welchem Anlass erdacht hat und welche Vorraussetzungen vorliegen mussten, damit sie glaubwürdig war. So entsteht (...) das facettenreiche Bild einer öffentlichen Figur, wie sie wohl auch die informierten Zeitgenossen wahrnahmen. (...) Olaf Rader holt den Kaiser in unsere Zeit, aber er nimmt ihn nicht in Besitz. Die Särge bleiben da, wo sie hingehören."
Christian Jostmann, Süddeutsche Zeitung, 28. September 2010



"Alle Wertung aber überwiegt die pure Faszination an diesem Kaiser, der aus der Rolle seiner Standes- und Zeitgenossen fällt. Wie anders Friedrich II. wirklich war, stellt jetzt Olaf Rader, Historiker an der Humboldt Universität zu Berlin, dar, gebildet, aber allgemeinverständlich.
Eine positive, weltbejahende Weltlosigkeit umweht diesen 'ersten modernen Herrscher'; seinen genialischen Versuch, getrennte geistige und kulturelle Ströme – Byzanz, Arabien, Rom, Deutschland – fruchtbar zu vereinen, ruft uns diese gelungene Biographie mit erfrischender Leichtigkeit, und doch gründlich und fundiert ins Gedächtnis."
Konstantin Sakkas, SWR2, 27. September 2010



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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-60485-0

Erschienen am 23. Dezember 2010

4., durchgesehene Auflage , 2012

592 S., mit 58 Abbildungen, 4 Karten und 1 Stammtafel

Hardcover (In Leinen)

Hardcover (In Leinen) 29,95 € Kaufen
e-Book 12,99 € Kaufen

Rader, Olaf B.

Friedrich II.

Der Sizilianer auf dem Kaiserthron

Das neue Standardwerk über Kaiser Friedrich II.

Heiland oder Antichrist? Wie kein zweiter Herrscher hat Friedrich II. (1196–1250) die Gemüter erhitzt. Noch im 20. Jahrhundert wurde er zum genialen Staatsmann, Vorläufer der Moderne und deutschen Idealherrscher stilisiert. Olaf B. Rader porträtiert Friedrich vor allem als Sizilianer und zeichnet so ein neues, überraschendes Bild des Kaisers, der uns bis heute auch als Wissenschaftler, Bauherr und Dichter beeindruckt.

In Italien geboren und aufgewachsen, verbrachte Friedrich, das „Kind aus Apulien“, auch nach seiner Kaiserkrönung die meiste Zeit im Mittelmeerraum. Hier lag der Schwerpunkt seiner Herrschaftsinteressen, hier führte er endlose Kämpfe zu Land und zur See. Seine Schriften über die Falkenjagd, seine Gespräche mit Gelehrten und sein Dichterkreis zeugen von einem für das Mittelalter ganz außergewöhnlichen Interesse an Kunst und Wissenschaft. Schon zu Lebzeiten galt Friedrich als „Staunen der Welt“. Bis in die neueste Zeit wurde er von Legenden umrankt und politisch vereinnahmt.

Olaf B. Rader legt in seiner meisterhaften Biographie die historische Figur des Kaisers hinter den Mythen frei. Das „Staunen der Welt“ wird so zum Staunen des Lesers über einen Sizilianer, der den Lauf der Weltgeschichte veränderte.
Webcode: https://www.chbeck.de/31614

Inhalt

Prolog Der Verschleierte

Deutsche Heimholungen und das «Staunen der Welt» | Mainardino, Salimbene und Giovanni weben Schleier der Erinnerungen | Friedrich der Sizilianer im Krieg gegen die Zeit |


Erster Teil Herrschaften

1 Der Erbe

Die Goldene Muschel mit der Perle: Palermo | Die Geburt
des Herrschers 1194 | Wie Normannen zu Königen von
Sizilien wurden | Die salisch-staufischen Vorfahren |

2 Der Jüngling
Erste Worte, erste Würden | Der Kindkönig als Faustpfand | Eisiger Nordwind: Kaiser Otto IV. greift nach Sizilien | Nasse Hosen und die Reise nach Konstanz 1212 | Der «Knabe aus Apulien» und die Sizilischen Goldbullen | Wes Brot ich ess, des Lied ich sing: Walther von der Vogelweide |

3 Der «Staufer»
Blei für Onkel Philipp: Friedrichs Verwandlung zum Staufer | Der Blutsonntag von Bouvines 1214 | Der junge König greift zum Hammer | Der Triumphator auf dem
Weg nach Rom |

4 Der Kaiser
Die Kaiserkrönung in Rom 1220 | Imperiale Herrschaft | Die Kronen des Herrschers | Das goldene Bild des Kaisers überall | Die Universitätsgründung in Neapel 1224 |

5 Der Gesetzgeber
Die Konstitutionen von Melfi 1231 | Urkunden als Träger kaiserlichen Willens | Der Mainzer Hoftag 1235 | Judenschutz und Ketzerkampf als Politik |

6 Der Bauherr
Herrschaft zeigen: Das Castel del Monte | Herrschaft sichern: Das Netz der Kastelle | Herrschaft genießen: Die Residenz in Foggia | Herrschaft herleiten: Das Brückentor von Capua |


Zweiter Teil Leidenschaften

7 Der Liebhaber
Friedrich und die Frauen | Die einzige Kaiserin: Konstanze von Aragón | Die Kindkönigin: Isabella von Jerusalem | Die Ankunft der neuen Braut: Isabella von England | Der schöne Heiratsplan: Gertrud von Österreich | Die wahre Liebe: Bianca |

8 Der Dichter
«Amore donna mia»: Der sizilianische Dichterkreis | Der Kaiser sammelt alte Manuskripte und nimmt ein Bad | Schirmherr der Wissenschaften und Künste? | Ein Sternbild ohne Sterne und viele Kaninchen |

9 Der Falkner
Kriemhilds Falke | Des Kaisers Lieblinge | Friedrich schreibt über die Beizjagd | Ein Geschenk für den Papst |


Dritter Teil Feindschaften

10 Der Kriegsherr
Kriegermönche: Der Deutsche Orden | Das Heer des Kaisers | «Wunden mit Eisen ausschneiden»: Cortenuova 1237 | Schöne Verse umschmeicheln die Römer | Die Niederlage vor Parma 1248 |

11 Der Seefahrer
Federico il Navigatore | Galeeren, «Pfeile» und Lateinertakelung | Admiral Heinrich rudert auf dem Nil | Die Seeschlacht von Montecristo 1241 |

12 Der Kreuzpilger
Der ewige Traum von Jerusalem | Friedrichs Kreuznahme in Aachen 1215 | Der Kaiser im Heiligen Land | Die Krone von Jerusalem | Ein Freund der Muslime? |

13 Der Tyrann
Gegen den eigenen Sohn | Die Deportation der Sarazenen | Hob niemand Hand oder Fuß ohne den Willen des Kaisers? | Das tragische Ende des Petrus de Vinea | Ein ungelöster Mordfall und die Assassinen |

14 Der Drache
Die Schlacht der Federn | Kaiser und Papst werden zu Dämonen | Der Drache speit Feuer | Petrus und Paulus schützen 1240 den Papst |

15 Der Antichrist
Der Mongolensturm weht nach Europa | Friedrichs Absetzung in Lyon 1245 | Dunkle Wolken und neue Könige im Norden |

16 Der Entseelte
Der Kaiser stirbt auf viele Arten | Die Testamente des Herrschers | Friedrichs Sarkophag in Palermo | Götterdämmerung: Der Untergang der Staufer in Italien |

Epilog Der Wiedergänger
«Er lebt und er lebt nicht»: Der Enkel verwandelt sich in den Großvater | Prägende Urteile: Jacob Burckhardt und Friedrich Nietzsche | Deutungsgeschichte als Selbstvergewisserung: Ernst Kantorowicz | Friedrich II. als geteilter Erinnerungsort |


Dank


Anhang
Karte: Europa zur Zeit Kaiser Friedrichs II.
Stammtafel
Zeittafel
Abkürzungen
Anmerkungen
Bildnachweis
Quellen und Literatur
Personenregister

Pressestimmen

"Manchmal reibt man sich verblüfft die Augen, so bemerkenswert ist vieles, worauf Rader hinweist."
Christian Ruf, Sächsische Zeitung, 6. Januar 2011


"Ein neues Standardwerk der Mittelalter-Forschung im Allgemeinen und der Forschung über Friedrich II. im Besonderen. (...) Ein hervorragendes Sachbuch.
Lutz Bunk, Deutschlandradio Kultur, 16. September 2010"


"Exzellent."
Theo Stemmler, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. September 2010


"Raders Rekonstruktion führt dem Leser eine äußerst ambivalente Gestalt vor Augen, zwischen Heroisierung und Dämonisierung (...). Alle anekdotischen Illustrationen lenken Rader aber nicht ab von einer analytischen Erzählung, den Sizilianer auf dem Thron, der seit 1198 König von Sizilien war, von 1212 an deutscher König und 1220 zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gekrönt wurde, in seiner Ambivalenz zeigen. Hier der eminent gebildete Intellektuelle auf dem Thron, der Förderer der Wissenschaften und Universitätengründer, der Dichter, der Falkner – dort der Tyrann."
Christian Thomas, Frankfurter Rundschau, 20. Dezember 2010


"Spannend und nachdenkenswert."
Sabine Schuetz, Deutschlandradio Kultur, 5. Dezember 2010


"Wie (...) sich diesem viel geliebten, viel gehassten, viel beschriebenen Herrscher in neuer Weise nähern? Die Aufgabe bleibt eine Herausforderung. Olaf B. Raderstellt sich ihr, und er löst sie geschickt. Er verzichtet auf die landläufige Darstellung eines Herrscherlebens von der Wiege bis zur Bahre, obgleich beide, Wiege und Bahre, auch das herrliche Grab im Dom von Palermo, in seinem Buch nicht fehlen. Rader ordnet seinen Stoff lesefreundlich und systematisch in 16 zeitlich gegliederte Großkapitel.
Das Buch ist höchst anregend, zudem munter erzählt; ein geschickt ausgewähltes, klug kommentiertes Illustrationsprogramm rundet es ab. Olaf B. Rader hat somit die schwierige Aufgabe einer Friedrich-Biografie in eleganter Weise erfüllt."
Johannes Fried, Die Zeit, 2. Dezember 2010


"Rader entwirft einen Friedrich für das 21. Jahrhundert, faszinierend in seinen Widersprüchen und seiner Neugier auf alles, was man im Mittelalter wissen konnte."
Andreas Kilb, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 28. November 2010


"(...) ein Gewinn, nicht nur dank ihrer Kompaktheit, sondern auch wegen eines Tonwechsels, der in der Literatur über den Enkel Barbarossas längst überfällig war. Erst jetzt, ohne Pathos und Heilsversprechen, sehen wir diesen Kaiser in wahrhaft modernem Licht."
Andreas Kilb, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27. November 2010


"Dem Historiker Olaf B.Rader ist ein hervorragendes Sachbuch gelungen: ein Standardwerk über das Mittelalter im Allgemeinen und eine Biografie über Friedrich II. im Besonderen. Rader schreibt nicht nur für Sachverständige gewinnbringend, er schafft es auch, interessierten Laien eine längst vergangene Epoche leicht und farbenfroh nahezubringen."
Geneviève Lüscher, Neue Zürcher Zeitung, 31. Oktober 2010


"Kein Wunder, dass dieser Autor mit den Särgen anhebt. Olaf Rader ist für sein Interesse an Gräbern bekannt, ein Interesse, dass nichts Morbides an sich hat, sondern auf der Erkenntnis beruht, dass der, der die Toten besitzt, auch über die Lebenden herrscht. (...) Die jüngste [Biographie] von Olaf Rader, lässt den alten Friedrich so frisch und farbenfroh aus seinem Porphysarg klettern, als wäre er vor drei Tagen erst hineingelegt worden. (...) Als guter Historiker sitzt Rader diesen Legenden weder auf, noch wischt er sie vom Tisch. Er begreift sie als Teil seines Gegenstands. Anstatt zu fragen, was an dieser oder jener Story wahr ist, überlegt er, wie sie zustande kommen konnte, wer sie aus welchem Anlass erdacht hat und welche Vorraussetzungen vorliegen mussten, damit sie glaubwürdig war. So entsteht (...) das facettenreiche Bild einer öffentlichen Figur, wie sie wohl auch die informierten Zeitgenossen wahrnahmen. (...) Olaf Rader holt den Kaiser in unsere Zeit, aber er nimmt ihn nicht in Besitz. Die Särge bleiben da, wo sie hingehören."
Christian Jostmann, Süddeutsche Zeitung, 28. September 2010


"Alle Wertung aber überwiegt die pure Faszination an diesem Kaiser, der aus der Rolle seiner Standes- und Zeitgenossen fällt. Wie anders Friedrich II. wirklich war, stellt jetzt Olaf Rader, Historiker an der Humboldt Universität zu Berlin, dar, gebildet, aber allgemeinverständlich.
Eine positive, weltbejahende Weltlosigkeit umweht diesen 'ersten modernen Herrscher'; seinen genialischen Versuch, getrennte geistige und kulturelle Ströme – Byzanz, Arabien, Rom, Deutschland – fruchtbar zu vereinen, ruft uns diese gelungene Biographie mit erfrischender Leichtigkeit, und doch gründlich und fundiert ins Gedächtnis."
Konstantin Sakkas, SWR2, 27. September 2010