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Reed, Terence James

Mehr Licht in Deutschland

Eine kleine Geschichte der Aufklärung

Die deutsche Variante der Aufklärung wird im Ausland gern unterschätzt, falls sie überhaupt als kohärente Bewegung zur Kenntnis genommen wird. Im Lande selbst hatte sie lange eine schlechte Presse, denn es gab eine Tradition, bei der man dem Grundsatz klaren Selbstdenkens und individueller Freiheit "tiefere", "deutschere" Werte vorgezogen hat, mit schlimmen, auch politischen Folgen.
T.J. Reed, intimer Kenner der deutschen Geistesgeschichte, zeichnet in einem großen historischen Essay die Geschichte der deutschen Aufklärung im europäischen Zusammenhang nach. Dabei erlaubt der "Blick von außen" auf Deutschland manch ungewöhnliche Akzentuierung. Doch Aufklärung ist für Reed kein bloß historisches Ereignis. Hier wurden die Grundlagen der modernen Gesellschaft formuliert, deren Anspruch bis in die Gegenwart gilt.

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Bibliografie

978-3-406-59304-8

Erschienen am 22. September 2009

235 S.

Softcover

Bibliografische Reihen

Schlagwörter

Broschur 14,95 € Kaufen
e-Book 10,99 € Kaufen
Inhalt
Vorbemerkung

Einleitung
1. Eine christliche Gesellschaft? Zweifel an einem Klischee
2. Heimspiel: der deutsche Beitrag
3. Die ausgesparten Großen: wer gehört alles dazu?

Selbstdenken in (der) Gesellschaft
4. Vernunft, domestiziert: Denken oder nicht Denken?
5. Lichtblick: Fritzische Freiheit
6. Nachfolge: Ging’s überhaupt weiter?
7. Stimme von oben: Felix Austria?
8. Beispiele: schön widerspenstig!

Mensch und Macht
9.  Weibliche Aufklärung: ‹Der Frauen Zustand...›
10. Zwei Seelen? Dichtung gegen Wahrheit
11. Außenseiter: Input unerwünscht
12. Mit Tyrannen konversieren: Rat ohne Tat
13. Konfrontation zweier Mündiger: Dichter versus Durchlaucht
14. Theaterpolitik: Bühne als Ersatz

Geschichte: Absicht und Aussicht
15. Plan der Natur: Im Dunkeln pfeifen
16. Kants Newton: Geschichte konkret
17. Deutsche Weltbürger: Vorteil eines Nachteils

Aufklärung und Kunst
18. Eher Mensch sein (Aber was wäre das?)
19. Licht verkörpern: Wie setzt man Ideen um?
20. Die endlich freien Künste
21. Säkularisierung: Neuer Wein in alten Schläuchen
22. Popularisierung: Herr Nickel und die Publizität

Erkenntnis, Religion, Ethik
23. Logik der Intoleranz: Rechthaberei und Gewalt
24. Ketzer und Kompromisse: das Christentum retten?
25. Befreiende Grenzen: Alles, was dem Menschen zukommt
26. Grund legen: Ethik von ganz unten
27. Schaltstelle Erziehung: der erste Kulturkampf
28. Verdunkeltes Licht: die Geheimgesellschaften

Was ist der Mensch?
29. Unter Wilden: Wer ist wer?
30. Warten auf Darwin: Das Tüpfelchen auf dem i
31. Kosmos, hingesudelt: Aufklärung im Kleinen

Reaktion
32. Bar jeder Vernunft: das Licht löschen!

Errungenschaften
33. Gesang im Freien: Möglichkeiten aufgeklärten Lebens
34. Die langsamste Beschleunigung: Krieg und kein Ende?
35. Eine aufgeklärte Gesellschaft?

Quellenangaben

Personenregister
Pressestimmen

Pressestimmen

"Reed ist also ein Lichtbringer von außen, und sein ‘historischer Essay’, wie er seine glänzende Verteidigung freien Denkens für ein größeres, vor allem auch englisches Publikum nennt, wird selbst Skeptiker bestechen. (...) Reed sucht die Aufklärung eben nicht länger nur in allegorischen Bekehrungsfeldzügen, die lediglich didaktisch wirken, sondern auch in symbolischen Entdeckungsexperimenten, die interesselos – so subtil wie ergebnisoffen – ohne Moraltrompete auskommen."
Alexandra Kosenina, Literaturen, März/ April 2010



"Reed erzählt keine 'Geschichte', sondern wirft prägnante Schlaglichter auf historische Szenen, in denen Ideen aufscheinen; er verhandelt nicht die komplexen Zusammenhänge der 'deutschen Aufklärung', sondern engagiert sich für wertvolles Gedankengut aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts (...)."
Steffen Martus, Süddeutsche Zeitung, 10. März 2010



"In seinem (...) Essay analysiert er [Terence James Reed], wie deutsche Dichter und Denker des 18. Jahrhunderts die modernen gesellschaftlichen Werte mitprägten. Nicht um typisch Deutsches geht es in dieser Ideengeschichte, sondern um den Beitrag zu einem europäischen Denken."
FE, P.M. History, Februar 2010



"Reed ist also ein Lichtbringer von außen, und sein ‘historischer Essay’ – wie er seine glänzende Verteidigung freien Denkens für ein größeres, vor allem auch englisches Publikum nennt – wird selbst Skeptiker bestechen. (...) Reed sucht Aufklärung eben nicht länger nur in allegorischen Bekehrungsfeldzügen, die lediglich didaktisch wirken, sondern ebenso in symbolischen Entdeckungsexperimenten, die interesselos – so subtil wie ergebnisoffen – ohne Moraltrompete auskommen. (...)
Dieses wunderbar kompakte und anregende Buch ist eben nicht nur eine ‘kleine Geschichte’, sondern ein großes Plädoyer, dessen Titel nicht ohne englischen Humor auf Goethes angeblich letzte Worte anspielt."
Alexander Kosenina, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25. Januar 2010



Empfehlungen

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-59304-8

Erschienen am 22. September 2009

235 S.

Softcover

Softcover 14,95 € Kaufen
e-Book 10,99 € Kaufen

Reed, Terence James

Mehr Licht in Deutschland

Eine kleine Geschichte der Aufklärung

Die deutsche Variante der Aufklärung wird im Ausland gern unterschätzt, falls sie überhaupt als kohärente Bewegung zur Kenntnis genommen wird. Im Lande selbst hatte sie lange eine schlechte Presse, denn es gab eine Tradition, bei der man dem Grundsatz klaren Selbstdenkens und individueller Freiheit "tiefere", "deutschere" Werte vorgezogen hat, mit schlimmen, auch politischen Folgen.
T.J. Reed, intimer Kenner der deutschen Geistesgeschichte, zeichnet in einem großen historischen Essay die Geschichte der deutschen Aufklärung im europäischen Zusammenhang nach. Dabei erlaubt der "Blick von außen" auf Deutschland manch ungewöhnliche Akzentuierung. Doch Aufklärung ist für Reed kein bloß historisches Ereignis. Hier wurden die Grundlagen der modernen Gesellschaft formuliert, deren Anspruch bis in die Gegenwart gilt.
Webcode: https://www.chbeck.de/28329

Inhalt

Vorbemerkung

Einleitung
1. Eine christliche Gesellschaft? Zweifel an einem Klischee
2. Heimspiel: der deutsche Beitrag
3. Die ausgesparten Großen: wer gehört alles dazu?

Selbstdenken in (der) Gesellschaft
4. Vernunft, domestiziert: Denken oder nicht Denken?
5. Lichtblick: Fritzische Freiheit
6. Nachfolge: Ging’s überhaupt weiter?
7. Stimme von oben: Felix Austria?
8. Beispiele: schön widerspenstig!

Mensch und Macht
9.  Weibliche Aufklärung: ‹Der Frauen Zustand...›
10. Zwei Seelen? Dichtung gegen Wahrheit
11. Außenseiter: Input unerwünscht
12. Mit Tyrannen konversieren: Rat ohne Tat
13. Konfrontation zweier Mündiger: Dichter versus Durchlaucht
14. Theaterpolitik: Bühne als Ersatz

Geschichte: Absicht und Aussicht
15. Plan der Natur: Im Dunkeln pfeifen
16. Kants Newton: Geschichte konkret
17. Deutsche Weltbürger: Vorteil eines Nachteils

Aufklärung und Kunst
18. Eher Mensch sein (Aber was wäre das?)
19. Licht verkörpern: Wie setzt man Ideen um?
20. Die endlich freien Künste
21. Säkularisierung: Neuer Wein in alten Schläuchen
22. Popularisierung: Herr Nickel und die Publizität

Erkenntnis, Religion, Ethik
23. Logik der Intoleranz: Rechthaberei und Gewalt
24. Ketzer und Kompromisse: das Christentum retten?
25. Befreiende Grenzen: Alles, was dem Menschen zukommt
26. Grund legen: Ethik von ganz unten
27. Schaltstelle Erziehung: der erste Kulturkampf
28. Verdunkeltes Licht: die Geheimgesellschaften

Was ist der Mensch?
29. Unter Wilden: Wer ist wer?
30. Warten auf Darwin: Das Tüpfelchen auf dem i
31. Kosmos, hingesudelt: Aufklärung im Kleinen

Reaktion
32. Bar jeder Vernunft: das Licht löschen!

Errungenschaften
33. Gesang im Freien: Möglichkeiten aufgeklärten Lebens
34. Die langsamste Beschleunigung: Krieg und kein Ende?
35. Eine aufgeklärte Gesellschaft?

Quellenangaben

Personenregister

Pressestimmen

"Reed ist also ein Lichtbringer von außen, und sein ‘historischer Essay’, wie er seine glänzende Verteidigung freien Denkens für ein größeres, vor allem auch englisches Publikum nennt, wird selbst Skeptiker bestechen. (...) Reed sucht die Aufklärung eben nicht länger nur in allegorischen Bekehrungsfeldzügen, die lediglich didaktisch wirken, sondern auch in symbolischen Entdeckungsexperimenten, die interesselos – so subtil wie ergebnisoffen – ohne Moraltrompete auskommen."
Alexandra Kosenina, Literaturen, März/ April 2010


"Reed erzählt keine 'Geschichte', sondern wirft prägnante Schlaglichter auf historische Szenen, in denen Ideen aufscheinen; er verhandelt nicht die komplexen Zusammenhänge der 'deutschen Aufklärung', sondern engagiert sich für wertvolles Gedankengut aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts (...)."
Steffen Martus, Süddeutsche Zeitung, 10. März 2010


"In seinem (...) Essay analysiert er [Terence James Reed], wie deutsche Dichter und Denker des 18. Jahrhunderts die modernen gesellschaftlichen Werte mitprägten. Nicht um typisch Deutsches geht es in dieser Ideengeschichte, sondern um den Beitrag zu einem europäischen Denken."
FE, P.M. History, Februar 2010


"Reed ist also ein Lichtbringer von außen, und sein ‘historischer Essay’ – wie er seine glänzende Verteidigung freien Denkens für ein größeres, vor allem auch englisches Publikum nennt – wird selbst Skeptiker bestechen. (...) Reed sucht Aufklärung eben nicht länger nur in allegorischen Bekehrungsfeldzügen, die lediglich didaktisch wirken, sondern ebenso in symbolischen Entdeckungsexperimenten, die interesselos – so subtil wie ergebnisoffen – ohne Moraltrompete auskommen. (...)
Dieses wunderbar kompakte und anregende Buch ist eben nicht nur eine ‘kleine Geschichte’, sondern ein großes Plädoyer, dessen Titel nicht ohne englischen Humor auf Goethes angeblich letzte Worte anspielt."
Alexander Kosenina, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25. Januar 2010