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Rees, Matt Beynon

Ein Grab in Gaza

Omar Jussufs zweiter Fall

Nachdem sein früherer Vorgesetzter bei einem Bombenattentat ums Leben gekommen ist, wird der Geschichtslehrer Omar Jussuf Direktor der UN-Schule in Bethlehem. Als er mit seinem neuen Boss, einem Schweden namens Magnus Wallender, in den Gazastreifen fährt, um UN-Schulen zu inspizieren, müssen sie erfahren, dass einer der UN-Lehrer verhaftet worden ist. Der Vorwurf: Er sei ein Informant der CIA, etwas, das seine Frau vehement bestreitet.

Während Omar Jussuf und seine Kollegen sich noch darum bemühen, die Freilassung des Lehrers zu erreichen, wird Magnus Wallender von den Saladin-Brigaden entführt, der mächtigsten Miliz im Gazastreifen. Als ein anderer UNO-Mitarbeiter getötet wird, zieht die UNO ihre ausländischen Mitarbeiter aus dem Gazastreifen ab, und Omar Jussuf ist nun ganz allein auf sich gestellt, um die beiden anderen Kollegen zu retten. Dabei muss er sich der Korruption und Gewalt in Gaza stellen und herausfinden, was die Verhaftung und die Entführung, der Mord an einem palästinensischen Geheimdienstoffizier und eine gestohlene Rakete miteinander zu tun haben.

So dicht, packend, spannend und informativ wie in „Der Verräter von Bethlehem“ erzählt Matt Beynon Rees in seinem zweiten Omar Jussuf-Krimi von dem Kampf um Gerechtigkeit in einer von Gewalt und Verrat gezeichneten Welt.
Von Matt Beynon Rees. Aus dem Englischen von Klaus Modick.

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Bibliografie

978-3-406-58241-7

Erschienen am 16. Januar 2009

2. Auflage, 2009

352 S.

Hardcover

Hardcover 18,90 € Kaufen
Pressestimmen

Pressestimmen

"Rees’ Bücher sind weder proisraelisch noch propalästinensisch. ‘Omar Jussuf ist ein klar denkender Mann, der weiß, dass die Probleme auch mit der israelischen Politik zu tun haben, aber die kann er ohnehin nicht beeinflussen’. (...) Doch so erfährt der Krimileser über diese schöne, karge Landschaft und ihre Menschen denn auch Geschichten, um die sich sonst kaum jemand kümmert."
Hans-Peter Kunisch, Süddeutsche Zeitung, 22. Juni 2011



"... eine faktenunterfütterte Einführung in eine exotische Welt zu geben, die man, bequem zurückgelehnt im Lesesessel, nicht ohne Schaudern sieht."
Frauke Meyer-Gosau, Literaturen, März 2009



"Die Echtheit des Grauens, in einen Krimi verpackt, schockt."
Matthias Busch, Münchner Merkur, 14./15. Februar 2009



"Omar Jussufs Erster Fall war letztes Jahr ein Achtungserfolg. (...) Der zweite Fall ist ungleich besser. (...) Selten war ein Krimi aktueller und gleichzeitig lehrreicher.“
Andreas Ammer, Bayerischer Rundfunk 2, 7. Februar 2009



"Sie [Rees`Erzählungen] sind genau recherchiert, erschütternd in den wenig bekannten Details des Alltagslebens und betrüblich, weil ohne Ausweg, manchmal auch komisch."
Tobias Gohlis, Die Zeit, 29. Januar 2009



" ‚Ein Grab in Gaza’ ist mehr als nur ein guter Krimi. Der Autor weiß, wovon er schreibt. (...) Neben der spannungsreichen Krimihandlung sind es jedoch vor allem die Alltagsbeschreibungen, die Rees’ Buch zu einer regelrechten Fundgrube machen."
Cornelia Rabitz/Gabriela Schaaf, Deutsche Welle, 25. Januar 2009



"Vor allem die Schilderung des israelisch-palästinensischen Konflikts als Hintergrund dieser Geschichte gelang dem Autor damals ganz vorzüglich. Nun liegt der zweite Roman des 1967 in Wales geborenen Autors vor, der inzwischen mit seiner Familie in Jerusalem lebt. Angesichts der politischen Situation im Nahen Osten wirkt ‚Das Grab von Gaza’ noch aktueller, noch fesselnder. (...) Rees schreibt schwarze Krimis, sein Held strotzt vor Fehlern, Selbstzweifeln und Normalität und auch nur auf die reine Krimihandlung reduziert, sind seine Romane eine Leseempfehlung wert. Rees Bücher beschrieben zudem eine Gesellschaft, einen Konflikt so erschütternd und haben Bestand, auch wenn der aktuelle Gaza-Krieg längst wieder aus den Schlagzeilen verschwunden ist. Vor diesem Hintergrund werden sie wertvoller und haben weit mehr Wirkung als es gemeinhin von Krimis angenommen werden darf."
NDR 1, 20. Januar 2009



"Jetzt herrscht vorübergehend Waffenruhe. Gelegenheit sich ein Bild von der Situation in Gaza zu machen, das sich unterscheidet von dem was die Medien frei Haus geliefert haben. Ein solches Bild zeichnet der Waliser Matt Beynon Rees im gerade erschienenen Kriminalroman ‘Ein Grab in Gaza’."
Ruth Fühner, Hessischer Rundfunk hr2 Kultur, 20. Januar 2009



"‚Manchmal werden die Dinge, die Historiker aussprechen sollten, von Dichtern besser gesagt’, heißt es in seinem zweiten Palästinenser-Krimi ‚Ein Grab in Gaza’, der soeben auf Deutsch erschienen ist. Das ist ein ehrgeiziger Anspruch, aber in seiner Haltung als Autor zeigt sich Rees hochmoralisch. Das brachte ihm bereits den Vergleich mit dem Schweden Henning Mankell ein, stellt ihn aber vor allem in die Tradition des gesellschaftskritischen Kriminalromans. (...) Das Verdienst von Matt Rees ist es, uns dieses wirre Beziehungsgeflecht ein bisschen klarer sehen zu lassen."
Silja Ukena, Der Spiegel, 19. Januar 2009



"Matt Beynon Rees ist auch mit dem zweiten Fall für Omar Jussuf ein Krimi gelungen, der spannend zu lesen und unglaublich informativ ist über eine Region, die uns alle in Atem hält."
Ulrike Sárkány, NDR kultur, 18. Januar 2009



"Die Qualität von Rees’ Romanen liegt nicht in verzwickt oder dramaturgisch spannend ausgelegten Handlungsfäden. Sondern vielmehr in der genauen Schilderung einer Region mitsamt ihren Bewohnern, von deren Alltag der durchschnittliche, meist nur über Kriegsverläufe oder ewig vergeblich verlaufende Friedensverhandlungen informierte Fernsehzuschauer wenig bis gar nichts weiß. (...) Matt Beynon Rees, das beweisen solche Szenen, taucht tief ein in die Geschichte dieses unglückseligen, ewig umkämpften Landstrichs. Und, so sehr ihn das vermutlich schmerzt: Er hat die Wirklichkeit ganz auf seiner Seite. Wie ‚Der Verräter von Bethlehm’ ist auch ‚Ein Grab in Gaza’ der Satz vorangestellt: ‚Alle in diesem Buch beschriebenen Verbrechen basieren auf realen Vorkommnissen in Gaza. Auch wenn die Namen und einige Umstände verändert wurden, gingen die Mörder tatsächlich auf die geschilderte Weise vor, und diejenigen, die dabei ums Leben kamen, sind in jedem Falle tot."
Gerrit Bartels, Der Tagesspiegel, 15. Januar 2009



"Der Leser kann den Staub beinahe schmecken, so nah lässt der Autor Matt Beynon Rees ihn an seinen Protagonisten heran. Während der Suche nach dem Verschleppten offenbaren sich weitere Verbrechen. Der Leser wird mitgerissen und spürt Omars Unsicherheit."
Carla Quick, Financial Times, 29. Juli 2009



"Matt Beynon Rees lebt seit 1996 in Jerusalem und leitete jahrelang das Nahostbüro des amerikanischen Nachrichtenmagazins Time. Als sich im Frühjahr 2004 bewaffnete palästinensische Milizionäre in der Geburtskirche in Bethlehem verschanzt hatten, bis israelische Truppen die Kirche stürmte, gab er seinen Job auf. Zu sehr nagte an ihm das Gefühl, im Nachrichtengeschäft nicht das Eigentliche abbilden zu können, "die Geschichten zu sehr in Schwarz-Weiß malen zu müssen, (...) dabei ist hier alles in kaum unterscheidbaren Grautönen gehalten." (...) Eigentlich ist es fast verwunderlich, dass keiner vor Rees auf die Idee kam, eine solchen Roman in den Palästinensergebieten anzusiedeln. (...) Das Wertvolle an "Ein Grab in Gaza" sind die Alltagsbeschreibungen aus einer vollkommen entropischen Gesellschaft. (...) Gleich zu Beginn zieht ein heißer trockener Sturm auf, der dann das ganze Buch über in jeden Absatz und jede Häuserritze dringt, gasförmig wie die Angst, die das eigentliche Lebensgefühl in dieser Gegend auszumachen scheint, diffus wie die Wahrheit, die man nur in Umrissen erahnt."
Alex Rühle, Süddeutsche Zeitung, 8. Januar 2009



"Bereits in seinem Erstling 'Der Verräter von Bethlehem' hatte der seit Jahren als Journalist in Westjerusalem lebende Rees etwas vermocht, was schon aus strukturellen Gründen den meisten Nahost-Korrespondenten unmöglich ist: Er war in die Haut des muslimischen Schullehrers Omar Jussuf gekrochen, der wider Willen zum Privatdetektiv wird. (...) Wenn dieser Omar Jussuf nun in den Gazastreifen kommt, um eine UN-Schule zu inspizieren, ist deshalb eines bereits garantiert: Erkenntnisgewinn des Lesers. (...)
Nach dieser Lektüre wird man Floskeln à la ‚irrationale Spirale der Gewalt` nicht mehr so leicht daherplappern können, denn Matt Beynon Rees zeigt, dass Gruppen wie die Hamas geradezu ihre Daseinsberechtigung aus jener Gewalt und Einschüchterung ziehen, welche europäischen Feingeistern noch immer als pures Missverständnis gilt."
Marko Martin, Die Welt, 25. Juli 2009



"Ich wünsche diesem Krimi und seinem Vorgänger ‘Der Verräter von Bethlehem’ viele Leser, da Jussuf für mich ein Vorbild an Zivilcourage ist, man außerdem viele Details über den schwierigen und gefährlichen Alltag der ‘einfachen’ Bevölkerung in Israel und Palästina erfährt und Einblicke in die so komplizierten Verstrickungen diverser politischer Gruppen bekommt. Ja, und das ist dann alles auch noch spannend geschrieben..."
Linda Broszeit, Buchmarkt, Juli 2009



"Die Frage des whodunit ist hier auch nicht von Belang, denn der Autor nutzt das Genre vor allem, um seine Erfahrungen aus dem Nahost-Konflikt und seine Ansichten über Wurzeln und Hintergründe mitzuteilen. Und tatsächlich gelingt es Rees, ein intensives Bild vom palästinensischen Alltag zu zeichnen, einem unüberschaubaren Dickicht aus Korruption, Gewalt und Waffenhandel."
Sandra Kegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8. April 2009



"Ich empfehle ‚Ein Grab in Gaza’ von Matt Beynon Rees (C.H. Beck). Rees’ erster Krimi zeigte uns Bethlehem, wie es wirklich ist."
Caroline Neubaur, Focus, 16. März 2009



"Das Besondere an diesem Krimi: So wie der Film ‚Waltz with Bashir’ es schaffte, durch seine Erzählweise das israelische Militär viel genauer darzustellen als es die Nachrichten meist schaffen, so ist ‚Ein Grab in Gaza’ ein Roman, der die Brüche in der palästinensischen Gesellschaft begreifbar machen kann."
Tom Kretschmer, Bayerischer Rundfunk 2, 11. März 2009



"‘Ein Grab in Gaza’ ist ein Kriminalroman, der vielleicht nicht so sehr durch sein spannendes Sujet, sondern vielmehr durch die authentische Darstellung eines eingesperrten Landes den Leser packt."
Julia Smilga, B5 aktuell, 1. März 2009



"Seine Alltagsbeschreibungen dieses harten Krimis erklären das Leben in Gaza besser als alle Nachrichten."
Nora von Westphalen, Elle, März 2009



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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-58241-7

Erschienen am 16. Januar 2009

2. Auflage , 2009

352 S.

Hardcover

Hardcover 18,90 € Kaufen

Rees, Matt Beynon

Ein Grab in Gaza

Omar Jussufs zweiter Fall

Nachdem sein früherer Vorgesetzter bei einem Bombenattentat ums Leben gekommen ist, wird der Geschichtslehrer Omar Jussuf Direktor der UN-Schule in Bethlehem. Als er mit seinem neuen Boss, einem Schweden namens Magnus Wallender, in den Gazastreifen fährt, um UN-Schulen zu inspizieren, müssen sie erfahren, dass einer der UN-Lehrer verhaftet worden ist. Der Vorwurf: Er sei ein Informant der CIA, etwas, das seine Frau vehement bestreitet.

Während Omar Jussuf und seine Kollegen sich noch darum bemühen, die Freilassung des Lehrers zu erreichen, wird Magnus Wallender von den Saladin-Brigaden entführt, der mächtigsten Miliz im Gazastreifen. Als ein anderer UNO-Mitarbeiter getötet wird, zieht die UNO ihre ausländischen Mitarbeiter aus dem Gazastreifen ab, und Omar Jussuf ist nun ganz allein auf sich gestellt, um die beiden anderen Kollegen zu retten. Dabei muss er sich der Korruption und Gewalt in Gaza stellen und herausfinden, was die Verhaftung und die Entführung, der Mord an einem palästinensischen Geheimdienstoffizier und eine gestohlene Rakete miteinander zu tun haben.

So dicht, packend, spannend und informativ wie in „Der Verräter von Bethlehem“ erzählt Matt Beynon Rees in seinem zweiten Omar Jussuf-Krimi von dem Kampf um Gerechtigkeit in einer von Gewalt und Verrat gezeichneten Welt.
Von Matt Beynon Rees. Aus dem Englischen von Klaus Modick.
Webcode: https://www.chbeck.de/25674

Pressestimmen

"Rees’ Bücher sind weder proisraelisch noch propalästinensisch. ‘Omar Jussuf ist ein klar denkender Mann, der weiß, dass die Probleme auch mit der israelischen Politik zu tun haben, aber die kann er ohnehin nicht beeinflussen’. (...) Doch so erfährt der Krimileser über diese schöne, karge Landschaft und ihre Menschen denn auch Geschichten, um die sich sonst kaum jemand kümmert."
Hans-Peter Kunisch, Süddeutsche Zeitung, 22. Juni 2011


"... eine faktenunterfütterte Einführung in eine exotische Welt zu geben, die man, bequem zurückgelehnt im Lesesessel, nicht ohne Schaudern sieht."
Frauke Meyer-Gosau, Literaturen, März 2009


"Die Echtheit des Grauens, in einen Krimi verpackt, schockt."
Matthias Busch, Münchner Merkur, 14./15. Februar 2009


"Omar Jussufs Erster Fall war letztes Jahr ein Achtungserfolg. (...) Der zweite Fall ist ungleich besser. (...) Selten war ein Krimi aktueller und gleichzeitig lehrreicher.“
Andreas Ammer, Bayerischer Rundfunk 2, 7. Februar 2009


"Sie [Rees`Erzählungen] sind genau recherchiert, erschütternd in den wenig bekannten Details des Alltagslebens und betrüblich, weil ohne Ausweg, manchmal auch komisch."
Tobias Gohlis, Die Zeit, 29. Januar 2009


" ‚Ein Grab in Gaza’ ist mehr als nur ein guter Krimi. Der Autor weiß, wovon er schreibt. (...) Neben der spannungsreichen Krimihandlung sind es jedoch vor allem die Alltagsbeschreibungen, die Rees’ Buch zu einer regelrechten Fundgrube machen."
Cornelia Rabitz/Gabriela Schaaf, Deutsche Welle, 25. Januar 2009


"Vor allem die Schilderung des israelisch-palästinensischen Konflikts als Hintergrund dieser Geschichte gelang dem Autor damals ganz vorzüglich. Nun liegt der zweite Roman des 1967 in Wales geborenen Autors vor, der inzwischen mit seiner Familie in Jerusalem lebt. Angesichts der politischen Situation im Nahen Osten wirkt ‚Das Grab von Gaza’ noch aktueller, noch fesselnder. (...) Rees schreibt schwarze Krimis, sein Held strotzt vor Fehlern, Selbstzweifeln und Normalität und auch nur auf die reine Krimihandlung reduziert, sind seine Romane eine Leseempfehlung wert. Rees Bücher beschrieben zudem eine Gesellschaft, einen Konflikt so erschütternd und haben Bestand, auch wenn der aktuelle Gaza-Krieg längst wieder aus den Schlagzeilen verschwunden ist. Vor diesem Hintergrund werden sie wertvoller und haben weit mehr Wirkung als es gemeinhin von Krimis angenommen werden darf."
NDR 1, 20. Januar 2009


"Jetzt herrscht vorübergehend Waffenruhe. Gelegenheit sich ein Bild von der Situation in Gaza zu machen, das sich unterscheidet von dem was die Medien frei Haus geliefert haben. Ein solches Bild zeichnet der Waliser Matt Beynon Rees im gerade erschienenen Kriminalroman ‘Ein Grab in Gaza’."
Ruth Fühner, Hessischer Rundfunk hr2 Kultur, 20. Januar 2009


"‚Manchmal werden die Dinge, die Historiker aussprechen sollten, von Dichtern besser gesagt’, heißt es in seinem zweiten Palästinenser-Krimi ‚Ein Grab in Gaza’, der soeben auf Deutsch erschienen ist. Das ist ein ehrgeiziger Anspruch, aber in seiner Haltung als Autor zeigt sich Rees hochmoralisch. Das brachte ihm bereits den Vergleich mit dem Schweden Henning Mankell ein, stellt ihn aber vor allem in die Tradition des gesellschaftskritischen Kriminalromans. (...) Das Verdienst von Matt Rees ist es, uns dieses wirre Beziehungsgeflecht ein bisschen klarer sehen zu lassen."
Silja Ukena, Der Spiegel, 19. Januar 2009


"Matt Beynon Rees ist auch mit dem zweiten Fall für Omar Jussuf ein Krimi gelungen, der spannend zu lesen und unglaublich informativ ist über eine Region, die uns alle in Atem hält."
Ulrike Sárkány, NDR kultur, 18. Januar 2009


"Die Qualität von Rees’ Romanen liegt nicht in verzwickt oder dramaturgisch spannend ausgelegten Handlungsfäden. Sondern vielmehr in der genauen Schilderung einer Region mitsamt ihren Bewohnern, von deren Alltag der durchschnittliche, meist nur über Kriegsverläufe oder ewig vergeblich verlaufende Friedensverhandlungen informierte Fernsehzuschauer wenig bis gar nichts weiß. (...) Matt Beynon Rees, das beweisen solche Szenen, taucht tief ein in die Geschichte dieses unglückseligen, ewig umkämpften Landstrichs. Und, so sehr ihn das vermutlich schmerzt: Er hat die Wirklichkeit ganz auf seiner Seite. Wie ‚Der Verräter von Bethlehm’ ist auch ‚Ein Grab in Gaza’ der Satz vorangestellt: ‚Alle in diesem Buch beschriebenen Verbrechen basieren auf realen Vorkommnissen in Gaza. Auch wenn die Namen und einige Umstände verändert wurden, gingen die Mörder tatsächlich auf die geschilderte Weise vor, und diejenigen, die dabei ums Leben kamen, sind in jedem Falle tot."
Gerrit Bartels, Der Tagesspiegel, 15. Januar 2009


"Der Leser kann den Staub beinahe schmecken, so nah lässt der Autor Matt Beynon Rees ihn an seinen Protagonisten heran. Während der Suche nach dem Verschleppten offenbaren sich weitere Verbrechen. Der Leser wird mitgerissen und spürt Omars Unsicherheit."
Carla Quick, Financial Times, 29. Juli 2009


"Matt Beynon Rees lebt seit 1996 in Jerusalem und leitete jahrelang das Nahostbüro des amerikanischen Nachrichtenmagazins Time. Als sich im Frühjahr 2004 bewaffnete palästinensische Milizionäre in der Geburtskirche in Bethlehem verschanzt hatten, bis israelische Truppen die Kirche stürmte, gab er seinen Job auf. Zu sehr nagte an ihm das Gefühl, im Nachrichtengeschäft nicht das Eigentliche abbilden zu können, "die Geschichten zu sehr in Schwarz-Weiß malen zu müssen, (...) dabei ist hier alles in kaum unterscheidbaren Grautönen gehalten." (...) Eigentlich ist es fast verwunderlich, dass keiner vor Rees auf die Idee kam, eine solchen Roman in den Palästinensergebieten anzusiedeln. (...) Das Wertvolle an "Ein Grab in Gaza" sind die Alltagsbeschreibungen aus einer vollkommen entropischen Gesellschaft. (...) Gleich zu Beginn zieht ein heißer trockener Sturm auf, der dann das ganze Buch über in jeden Absatz und jede Häuserritze dringt, gasförmig wie die Angst, die das eigentliche Lebensgefühl in dieser Gegend auszumachen scheint, diffus wie die Wahrheit, die man nur in Umrissen erahnt."
Alex Rühle, Süddeutsche Zeitung, 8. Januar 2009


"Bereits in seinem Erstling 'Der Verräter von Bethlehem' hatte der seit Jahren als Journalist in Westjerusalem lebende Rees etwas vermocht, was schon aus strukturellen Gründen den meisten Nahost-Korrespondenten unmöglich ist: Er war in die Haut des muslimischen Schullehrers Omar Jussuf gekrochen, der wider Willen zum Privatdetektiv wird. (...) Wenn dieser Omar Jussuf nun in den Gazastreifen kommt, um eine UN-Schule zu inspizieren, ist deshalb eines bereits garantiert: Erkenntnisgewinn des Lesers. (...)
Nach dieser Lektüre wird man Floskeln à la ‚irrationale Spirale der Gewalt` nicht mehr so leicht daherplappern können, denn Matt Beynon Rees zeigt, dass Gruppen wie die Hamas geradezu ihre Daseinsberechtigung aus jener Gewalt und Einschüchterung ziehen, welche europäischen Feingeistern noch immer als pures Missverständnis gilt."
Marko Martin, Die Welt, 25. Juli 2009


"Ich wünsche diesem Krimi und seinem Vorgänger ‘Der Verräter von Bethlehem’ viele Leser, da Jussuf für mich ein Vorbild an Zivilcourage ist, man außerdem viele Details über den schwierigen und gefährlichen Alltag der ‘einfachen’ Bevölkerung in Israel und Palästina erfährt und Einblicke in die so komplizierten Verstrickungen diverser politischer Gruppen bekommt. Ja, und das ist dann alles auch noch spannend geschrieben..."
Linda Broszeit, Buchmarkt, Juli 2009


"Die Frage des whodunit ist hier auch nicht von Belang, denn der Autor nutzt das Genre vor allem, um seine Erfahrungen aus dem Nahost-Konflikt und seine Ansichten über Wurzeln und Hintergründe mitzuteilen. Und tatsächlich gelingt es Rees, ein intensives Bild vom palästinensischen Alltag zu zeichnen, einem unüberschaubaren Dickicht aus Korruption, Gewalt und Waffenhandel."
Sandra Kegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8. April 2009


"Ich empfehle ‚Ein Grab in Gaza’ von Matt Beynon Rees (C.H. Beck). Rees’ erster Krimi zeigte uns Bethlehem, wie es wirklich ist."
Caroline Neubaur, Focus, 16. März 2009


"Das Besondere an diesem Krimi: So wie der Film ‚Waltz with Bashir’ es schaffte, durch seine Erzählweise das israelische Militär viel genauer darzustellen als es die Nachrichten meist schaffen, so ist ‚Ein Grab in Gaza’ ein Roman, der die Brüche in der palästinensischen Gesellschaft begreifbar machen kann."
Tom Kretschmer, Bayerischer Rundfunk 2, 11. März 2009


"‘Ein Grab in Gaza’ ist ein Kriminalroman, der vielleicht nicht so sehr durch sein spannendes Sujet, sondern vielmehr durch die authentische Darstellung eines eingesperrten Landes den Leser packt."
Julia Smilga, B5 aktuell, 1. März 2009


"Seine Alltagsbeschreibungen dieses harten Krimis erklären das Leben in Gaza besser als alle Nachrichten."
Nora von Westphalen, Elle, März 2009