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Regnier, Anatol

Jeder schreibt für sich allein

Schriftsteller im Nationalsozialismus

Wer als Autor im Dritten Reich publizieren wollte, musste sich offiziell registrieren lassen als Mitglied der Reichsschrifttumskammer. Aber was bedeutete das? Wieviel Anpassung wurde verlangt? Wie war das Verhältnis zum Staat und wie das Selbstverständnis als Repräsentant des deutschen Geisteslebens? Hielt man Kontakt zu emigrierten Kollegen? Und wie stellte man sich zur Verfolgung und Deportation der Juden? Anatol Regnier hat für dieses Buch Schriftstellernachlässe und Verlagskorrespondenz gesichtet und lässt die Protagonisten ausführlich selbst zu Wort kommen. Überzeugte Nazis sind darunter, andere glaubten, das Richtige zu tun und taten das Falsche. War man als Dagebliebener, wie man sich auch drehte und wendete, Teil des Systems? Oder war es möglich, als Schriftsteller im nationalsozialistischen Deutschland integer zu bleiben? Die Befunde sind oft überraschend ambivalent und sehr viel differenzierter, als die Schwarz-Weiß-Logik Nazi/Antinazi vermuten lässt.

Dieses Buch handelt von Schriftstellern im nationalsozialistischen Deutschland, ihrem Spagat zwischen Anpassung und künstlerischer Integrität unter den Bedingungen der Diktatur. Opportunisten und Konjunkturritter sind dabei, aber auch Autoren, die nur ihrer Arbeit nachgehen wollten und versuchten, moralisch sauber zu bleiben. Mit leichter Hand verknüpft Anatol Regnier die Biografien von Hans Fallada und Erich Kästner, Agnes Miegel und Ina Seidel, Gottfried Benn, Hanns Johst und Will Vesper. Es sind Geschichten von überraschender Widersprüchlichkeit, die das gesamte Spektrum menschlichen Verhaltens im Dritten Reich abbilden.

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Bibliografie

978-3-406-75592-7

Erschienen am 17. September 2020

366 S.

Hardcover

Hardcover 26,00 € Kaufen
e-Book 19,99 € Kaufen
Inhalt
Einleitung
1. Eine veränderte geschichtliche Lage
2. Eine Frage der Haltung
3. Ein Theaterereignis
4. Emigration? Nicht für uns
5. Dichter unter sich!
6. Zwei Welten
7. Draußen und drinnen
8. Nur eine Unterschrift
9. Das haben Sie vorzüglich gemacht!
10. Jahresende 1933
11. Eine herzbeengende Lage
12. Leben am Rand
13. Wo ist der wahre Nationalsozialismus?
14. Eine Abrechnung
15. Wie macht man es richtig?
16. Bemerkungen zu zwei Büchern
17. Raus aus allem
18. In größter Sichtbarkeit den anderen voran
19. Aspekte 1935
20. Ferkeleien
21. Dichtung - Bühne - Politik
22. Volkes Gäste
23. Unter Frauen
24. Mephisto
25. Das war´s
26. Was gleichzeitig geschieht
27. Zwei Todesfälle, ein Geburtstag
28. Krieg (I)
29. Drei Frauen, ein Mann
30. Krieg (II)
31. Was jetzt? Die große Kontroverse
32. Schatten der Vergangenheit
33. Willkommen und Abschied
34. Die Reise

Dank

Anmerkungen
Verzeichnis der Quellen und Literatur
Archivalien
Gedruckte Quellen und Literatur
Personenregister
Pressestimmen

Pressestimmen

"Nicht als Literaturprofessor geschrieben, sondern als Zeitgenosse, für den die NS-Zeit ein Lebensthema ist (…) es ist keine Abrechnung (…), sondern Versuch eines Verstehens.“
Deutschlandfunk, Michael Köhler



Empfehlungen

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-75592-7

Erschienen am 17. September 2020

366 S.

Hardcover

Hardcover 26,00 € Kaufen
e-Book 19,99 € Kaufen

Regnier, Anatol

Jeder schreibt für sich allein

Schriftsteller im Nationalsozialismus

Wer als Autor im Dritten Reich publizieren wollte, musste sich offiziell registrieren lassen als Mitglied der Reichsschrifttumskammer. Aber was bedeutete das? Wieviel Anpassung wurde verlangt? Wie war das Verhältnis zum Staat und wie das Selbstverständnis als Repräsentant des deutschen Geisteslebens? Hielt man Kontakt zu emigrierten Kollegen? Und wie stellte man sich zur Verfolgung und Deportation der Juden? Anatol Regnier hat für dieses Buch Schriftstellernachlässe und Verlagskorrespondenz gesichtet und lässt die Protagonisten ausführlich selbst zu Wort kommen. Überzeugte Nazis sind darunter, andere glaubten, das Richtige zu tun und taten das Falsche. War man als Dagebliebener, wie man sich auch drehte und wendete, Teil des Systems? Oder war es möglich, als Schriftsteller im nationalsozialistischen Deutschland integer zu bleiben? Die Befunde sind oft überraschend ambivalent und sehr viel differenzierter, als die Schwarz-Weiß-Logik Nazi/Antinazi vermuten lässt.

Dieses Buch handelt von Schriftstellern im nationalsozialistischen Deutschland, ihrem Spagat zwischen Anpassung und künstlerischer Integrität unter den Bedingungen der Diktatur. Opportunisten und Konjunkturritter sind dabei, aber auch Autoren, die nur ihrer Arbeit nachgehen wollten und versuchten, moralisch sauber zu bleiben. Mit leichter Hand verknüpft Anatol Regnier die Biografien von Hans Fallada und Erich Kästner, Agnes Miegel und Ina Seidel, Gottfried Benn, Hanns Johst und Will Vesper. Es sind Geschichten von überraschender Widersprüchlichkeit, die das gesamte Spektrum menschlichen Verhaltens im Dritten Reich abbilden.
Webcode: https://www.chbeck.de/30934895

Inhalt

Einleitung
1. Eine veränderte geschichtliche Lage
2. Eine Frage der Haltung
3. Ein Theaterereignis
4. Emigration? Nicht für uns
5. Dichter unter sich!
6. Zwei Welten
7. Draußen und drinnen
8. Nur eine Unterschrift
9. Das haben Sie vorzüglich gemacht!
10. Jahresende 1933
11. Eine herzbeengende Lage
12. Leben am Rand
13. Wo ist der wahre Nationalsozialismus?
14. Eine Abrechnung
15. Wie macht man es richtig?
16. Bemerkungen zu zwei Büchern
17. Raus aus allem
18. In größter Sichtbarkeit den anderen voran
19. Aspekte 1935
20. Ferkeleien
21. Dichtung - Bühne - Politik
22. Volkes Gäste
23. Unter Frauen
24. Mephisto
25. Das war´s
26. Was gleichzeitig geschieht
27. Zwei Todesfälle, ein Geburtstag
28. Krieg (I)
29. Drei Frauen, ein Mann
30. Krieg (II)
31. Was jetzt? Die große Kontroverse
32. Schatten der Vergangenheit
33. Willkommen und Abschied
34. Die Reise

Dank

Anmerkungen
Verzeichnis der Quellen und Literatur
Archivalien
Gedruckte Quellen und Literatur
Personenregister

Pressestimmen

"Nicht als Literaturprofessor geschrieben, sondern als Zeitgenosse, für den die NS-Zeit ein Lebensthema ist (…) es ist keine Abrechnung (…), sondern Versuch eines Verstehens.“
Deutschlandfunk, Michael Köhler