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Reinhard, Wolfgang

Geschichte der Staatsgewalt

Eine vergleichende Verfassungsgeschichte Europas von den Anfängen bis zur Gegenwart

Erstmals werden in diesem Buch die politischen Strukturen der europäischen Länder als Varianten eines gemeinsamen Grundmusters dargestellt. Der Prozeß des Wachstums der Staatsgewalt wird dabei vom Mittelalter bis heute, von der Monarchie bis zum totalen Staat und dem Zerfall in der Gegenwart verfolgt. Obwohl die Europäer die Erfinder des modernen Staates waren, gab es bisher keine gründliche Untersuchung von dessen europaweiten historischen Grundlagen, keine vergleichende Verfassungsgeschichte der Länder Europas. Deshalb verläßt dieses Buch die übliche nationalstaatliche Perspektive und versucht, die politischen Strukturen der europäischen Länder als Varianten gemeinsamer Grundmuster darzustellen.

Der statische, institutionengeschichtliche Verfassungsbegriff wird zu diesem Zweck durch den dynamischen Prozeßbegriff eines Wachstums der Staatsgewalt vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert ersetzt. Das läuft auf eine Historische Anthropologie europäischer Politik hinaus, die den Zusammenhang der Institutionengeschichte mit zahlreichen Feldern der Wirtschafts-, Sozial- und Kulturgeschichte herausarbeitet und auch das politische Denken im Kontext der politischen Wirklichkeit behandelt. Im Mittelpunkt steht die mitteleuropäische Monarchie des Mittelalters und der Neuzeit, ihre Durchdringung des Landes mit Aneignung seiner Ressourcen, ihre Unterwerfung politischer Konkurrenten wie des Adels, der autonomen Gemeinden und der Kirchen, schließlich die Durchsetzung ihres äußeren und inneren Gewaltmonopols mit mancherlei Mitteln. Um 1800 ist der moderne Staat zwar fertig ausgebildet, aber die Staatsgewalt hat dank Demokratisierung und Nationalismus noch eine weitere Steigerung bis zum totalen Staat erlebt. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts allerdings setzte weltweit ihr Zerfall und ihre Ersetzung durch überstaatliche Einrichtungen ein. So muß man die Geschichte der Staatsgewalt kennen, um ihre Zukunft im 21. Jahrhundert einschätzen zu können. Das Buch ist deshalb wichtig für ein großes Publikum, das Historiker, Politikwissenschaftler, Juristen und historisch-politisch interessierte Leser umfaßt. Erstmals werden in diesem Buch die politischen Strukturen der europäischen Länder als Varianten eines gemeinsamen Grundmusters dargestellt. Der Prozeß des Wachstums der Staatsgewalt wird dabei vom Mittelalter bis heute, von der Monarchie bis zum totalen Staat und dem Zerfall in der Gegenwart verfolgt.

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Bibliografie

978-3-406-47442-2

Erschienen am 08. April 2003

3. Auflage, 2003

631 S., mit 13 Abbildungen

Softcover

Schlagwörter

Broschur 29,90 € Kaufen
Pressestimmen

Pressestimmen

"Der Freiburger Professor für neuere Geschichte Wolfgang Reinhard hat einen glänzend zu lesenden Überblick über die Geschichte der Staatsgewalt vom frühen Mittelalter bis in die Gegenwart vorgelegt - ein Meisterwerk, das durch seine wirklich durchgehend vergleichende europäische Perspektive besticht.
Ein außerordentlich informatives und anregendes Buch, weshalb es die DAMALS-Jury es mehrheitlich zu ihrer `Nummer 1` wählte."
Damals, Dezember 2000



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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-47442-2

Erschienen am 08. April 2003

3. Auflage , 2003

631 S., mit 13 Abbildungen

Softcover

Softcover 29,90 € Kaufen

Reinhard, Wolfgang

Geschichte der Staatsgewalt

Eine vergleichende Verfassungsgeschichte Europas von den Anfängen bis zur Gegenwart

Erstmals werden in diesem Buch die politischen Strukturen der europäischen Länder als Varianten eines gemeinsamen Grundmusters dargestellt. Der Prozeß des Wachstums der Staatsgewalt wird dabei vom Mittelalter bis heute, von der Monarchie bis zum totalen Staat und dem Zerfall in der Gegenwart verfolgt. Obwohl die Europäer die Erfinder des modernen Staates waren, gab es bisher keine gründliche Untersuchung von dessen europaweiten historischen Grundlagen, keine vergleichende Verfassungsgeschichte der Länder Europas. Deshalb verläßt dieses Buch die übliche nationalstaatliche Perspektive und versucht, die politischen Strukturen der europäischen Länder als Varianten gemeinsamer Grundmuster darzustellen.

Der statische, institutionengeschichtliche Verfassungsbegriff wird zu diesem Zweck durch den dynamischen Prozeßbegriff eines Wachstums der Staatsgewalt vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert ersetzt. Das läuft auf eine Historische Anthropologie europäischer Politik hinaus, die den Zusammenhang der Institutionengeschichte mit zahlreichen Feldern der Wirtschafts-, Sozial- und Kulturgeschichte herausarbeitet und auch das politische Denken im Kontext der politischen Wirklichkeit behandelt. Im Mittelpunkt steht die mitteleuropäische Monarchie des Mittelalters und der Neuzeit, ihre Durchdringung des Landes mit Aneignung seiner Ressourcen, ihre Unterwerfung politischer Konkurrenten wie des Adels, der autonomen Gemeinden und der Kirchen, schließlich die Durchsetzung ihres äußeren und inneren Gewaltmonopols mit mancherlei Mitteln. Um 1800 ist der moderne Staat zwar fertig ausgebildet, aber die Staatsgewalt hat dank Demokratisierung und Nationalismus noch eine weitere Steigerung bis zum totalen Staat erlebt. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts allerdings setzte weltweit ihr Zerfall und ihre Ersetzung durch überstaatliche Einrichtungen ein. So muß man die Geschichte der Staatsgewalt kennen, um ihre Zukunft im 21. Jahrhundert einschätzen zu können. Das Buch ist deshalb wichtig für ein großes Publikum, das Historiker, Politikwissenschaftler, Juristen und historisch-politisch interessierte Leser umfaßt. Erstmals werden in diesem Buch die politischen Strukturen der europäischen Länder als Varianten eines gemeinsamen Grundmusters dargestellt. Der Prozeß des Wachstums der Staatsgewalt wird dabei vom Mittelalter bis heute, von der Monarchie bis zum totalen Staat und dem Zerfall in der Gegenwart verfolgt.
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"Der Freiburger Professor für neuere Geschichte Wolfgang Reinhard hat einen glänzend zu lesenden Überblick über die Geschichte der Staatsgewalt vom frühen Mittelalter bis in die Gegenwart vorgelegt - ein Meisterwerk, das durch seine wirklich durchgehend vergleichende europäische Perspektive besticht.
Ein außerordentlich informatives und anregendes Buch, weshalb es die DAMALS-Jury es mehrheitlich zu ihrer `Nummer 1` wählte."
Damals, Dezember 2000