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Roper, Lyndal

Hexenwahn

Geschichte einer Verfolgung

Statt 26,90 € jetzt nur noch 9,95 €


Warum haben die Hexenverfolger in Nördlingen, Würzburg oder Marchtal so oft Frauen der Hexerei bezichtigt, die „alt“ waren, das heißt keine Kinder mehr bekommen konnten? War es der Neid auf die schönen, jungen und fruchtbaren Frauen, der sie für Hexerei und Teufelspakt prädestinierte? Lyndal Roper beleuchtet die sexuelle Vorstellungswelt der Hexenverfolgung und die eminente Bedeutung, die die Fruchtbarkeit für Männer wie Frauen hatte.

Die Hexenverfolgung – wir wissen relativ genau Bescheid über die Zahl der Opfer, die regionale Verteilung, über den Ablauf der Prozesse und über die üblichen Anklagepunkte; was wir nicht so genau wissen, ist, wie und warum eine dörfliche oder städtische Gesellschaft so grausam und brutal über meist wehrlose Opfer wie Alte und Kinder herfiel. Lyndal Roper will die emotionalen Mechanismen aufspüren, die den Boden für diese Prozesse und die Exekution ihrer Urteile bereiteten. In der Erzählung einiger markanter Fälle wird deutlich, daß es für die Menschen des 16. und 17. Jahrhunderts überlebenswichtig war, zu erkennen, warum ein Kind starb, die Kühe erkrankten, die Ernte verfaulte. Der Vorwurf an die meisten der Hexerei Verdächtigen war der Schadenszauber – sie waren schuld, daß die Milch sauer wurde, das Kind krank, das Wasser vergiftet. Beseitigte man diese Schuldigen, dann konnte es wieder aufwärts gehen.
Erstaunlicherweise wurde gerade diese Schuld an denjenigen festgemacht, die am meisten zur Versorgung anderer und zu ihrem Wohlergehen beigetragen hatten: an älteren Frauen. Wie ist diese Projektion zu erklären? Was prädestinierte sie dazu, zum Sündenbock zu werden? Lyndal Roper untersucht ein weites Spektrum frühneuzeitlicher Vorstellungswelten und macht magisches Denken, Zauberglauben und Hexensabbate verständlich.
Von Lyndal Roper. Aus dem Englischen von Holger Fock und Sabine Müller.

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Bibliografie

978-3-406-54047-9

470 S., mit 66 Abbildungen

Hardcover

Hardcover 9,95 € Kaufen
Inhalt
Vorwort

Prolog DIE HEXE IN DER SCHMIEDE

Erster Teil DIE VERFOLGUNG
I Die barocke Landschaft
II Verhör und Folter

Zweiter Teil DIE FANTASIE
III Kannibalismus
IV Teufelsbuhlschaft
V Hexensabbat

Dritter Teil WEIBLICHKEIT
VI Fruchtbarkeit
VII Greisinnen

Vierter Teil DIE HEXE
VIII Familienrache
IX Die gottlosen Kinder
X Eine Hexe im Zeitalter der Aufklärung

Epilog

Anhang
Danksagung
Abkürzungen
Anmerkungen
Bibliografie
Register

Empfehlungen

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-54047-9

470 S., mit 66 Abbildungen

Hardcover

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Roper, Lyndal

Hexenwahn

Geschichte einer Verfolgung

Statt 26,90 € jetzt nur noch 9,95 €


Warum haben die Hexenverfolger in Nördlingen, Würzburg oder Marchtal so oft Frauen der Hexerei bezichtigt, die „alt“ waren, das heißt keine Kinder mehr bekommen konnten? War es der Neid auf die schönen, jungen und fruchtbaren Frauen, der sie für Hexerei und Teufelspakt prädestinierte? Lyndal Roper beleuchtet die sexuelle Vorstellungswelt der Hexenverfolgung und die eminente Bedeutung, die die Fruchtbarkeit für Männer wie Frauen hatte.

Die Hexenverfolgung – wir wissen relativ genau Bescheid über die Zahl der Opfer, die regionale Verteilung, über den Ablauf der Prozesse und über die üblichen Anklagepunkte; was wir nicht so genau wissen, ist, wie und warum eine dörfliche oder städtische Gesellschaft so grausam und brutal über meist wehrlose Opfer wie Alte und Kinder herfiel. Lyndal Roper will die emotionalen Mechanismen aufspüren, die den Boden für diese Prozesse und die Exekution ihrer Urteile bereiteten. In der Erzählung einiger markanter Fälle wird deutlich, daß es für die Menschen des 16. und 17. Jahrhunderts überlebenswichtig war, zu erkennen, warum ein Kind starb, die Kühe erkrankten, die Ernte verfaulte. Der Vorwurf an die meisten der Hexerei Verdächtigen war der Schadenszauber – sie waren schuld, daß die Milch sauer wurde, das Kind krank, das Wasser vergiftet. Beseitigte man diese Schuldigen, dann konnte es wieder aufwärts gehen.
Erstaunlicherweise wurde gerade diese Schuld an denjenigen festgemacht, die am meisten zur Versorgung anderer und zu ihrem Wohlergehen beigetragen hatten: an älteren Frauen. Wie ist diese Projektion zu erklären? Was prädestinierte sie dazu, zum Sündenbock zu werden? Lyndal Roper untersucht ein weites Spektrum frühneuzeitlicher Vorstellungswelten und macht magisches Denken, Zauberglauben und Hexensabbate verständlich.
Von Lyndal Roper. Aus dem Englischen von Holger Fock und Sabine Müller.
Webcode: https://www.chbeck.de/13473

Inhalt

Vorwort

Prolog DIE HEXE IN DER SCHMIEDE

Erster Teil DIE VERFOLGUNG
I Die barocke Landschaft
II Verhör und Folter

Zweiter Teil DIE FANTASIE
III Kannibalismus
IV Teufelsbuhlschaft
V Hexensabbat

Dritter Teil WEIBLICHKEIT
VI Fruchtbarkeit
VII Greisinnen

Vierter Teil DIE HEXE
VIII Familienrache
IX Die gottlosen Kinder
X Eine Hexe im Zeitalter der Aufklärung

Epilog

Anhang
Danksagung
Abkürzungen
Anmerkungen
Bibliografie
Register