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Rosenthal, Donna

Die Israelis

Leben in einem außergewöhnlichen Land

Leben in einem außergewöhnlichen Land

„Das sorgfältig recherchierte Buch geht in die Tiefe, die Autorin scheut vor keinen noch so komplexen Zusammenhängen zurück und bleibt dabei verständlich und unterhaltsam. Sie hat keine Prominenz interviewt, sondern erzählt die persönlichen Schicksale von ganz normalen Menschen – es geht um ihren Alltag, ihren Beruf, ihre Sorgen, jenseits von der großen Politik. Genau das ist auch Rosenthals Stärke. Denn sie taucht tief ein in die verschiedenen Lebenswelten und stillt, wo nötig, den Erklärungsbedarf des Lesers – ob es um alte jüdische Rituale oder postmodernes israelisches Paarungsverhalten geht.“
Gisela Dachs, Die Zeit
Von Donna Rosenthal. Aus dem Englischen von Karl Heinz Siber.

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Bibliografie

978-3-406-57384-2

Erschienen am 22. September 2008

409 S.

Softcover

Bibliografische Reihen

Broschur 14,95 € Kaufen
Inhalt
Einleitung: Kollidierende Welten

Teil I: Israeli werden
Kapitel 1: Eines der unsichersten Wohnviertel der Welt
Kapitel 2: Partnersuche und Paarungsverhalten auf israelisch
Kapitel 3: Eine Armee des Volkes
Kapitel 4: Schwerter in Wertpapiere

Teil II: Eine Nation, viele Stämme
Kapitel 5: Die Ashkenasim
Kapitel 6: Die Mizrahim – Die anderen Israelis
Kapitel 7: Die Russen – Der neue Exodus
Kapitel 8: Aus Afrika – Äthiopische Israelis im Gelobten Land

Teil III: Grabenbrüche zwischen Juden und Juden
Kapitel 9: Die Haredim – Jüdisch-Jüdisch-Jüdisch
Kapitel 10: Die Orthodoxen – Dieses Land ist dein Land? Dieses Land ist mein Land!
Kapitel 11: Die Nichtorthodoxen – Der Krieg der Cheeseburger

Teil IV: Schizophrenie: Nichtjuden in einem jüdischen Staat
Kapitel 12: Die Muslime – Abrahams andere Kinder
Kapitel 13: Die Beduinen – Stämme, Zelte und Satellitenschüsseln
Kapitel 14: Die Drusen – Zwischen Moderne und Tradition
Kapitel 15: Die Christen – Ungebetene Gäste im Lande Jesu

Epilog Shalom/Salaam

Pressestimmen

Pressestimmen

"Doch im Versuch, einfach nur die Menschen in jenem Land zu beschreiben, ist es zugleich „an extraordinary book“. Ist es doch eines der wenigen, die dies noch tun. Eines, das einfach einmal ohne Mythen ein Volk unterschiedlicher Herkunft – Aschkenasim, Mizrahim, Russen, Afrikaner – sowie unterschiedlichen Glaubens und Nichtglaubens darstellt, aber auch so Banales wie die multikulturelle Musik von Mozart bis Umm Khultum, den Fussball- Fanatismus, die Yoga- Kurse und das vegetarische Essen, so Gewichtiges wie die Ingenieure des Hightech, Bio- und Medizintechnologie, aber auch die Korruption oder die „Vogues“ – und „Playboy“ – Hefte auf Russisch an den Kiosken. Es beschreibt Menschen. Menschen, die auf 400 Seiten schliesslich zu einem Volk zusammenwachsen. Wie in einem Puzzle. Oder einfach wie in dem modernen Staat Israel."
Volker S. Stahr, Neue Zürcher Zeitung, 10. August 2007



"Die Stärke des umfangreichen Werkes sind die vielen Menschen , die zu Wort kommen: von der Gasmaskendesignerin Sivan bis zum muslimischen Kinderarzt Yasser, dem ein frommer Jude aus Dankbarkeit ein Amulett schenkt, das er zuvor von einem Rabbiner hat segnen lassen. (...) Interessante Einblicke gewährt Donna Rosenthal auch in das Denken der Drusen, über deren Religion nicht allzu viel bekannt ist."
Johannes Zang, Das Parlament, 25.Juni/ 02. Juli 2007



"(...) Menschen dagegen, welche die ungebrochene Fähigkeit bewundern, trotz existenzieller Gefährdung Probleme nicht unter den Teppich zu kehren, halten es nach Lektüre des Buchs wohl eher mit Neil Diamond: „What a beautiful noise.“"
Rheinischer Merkur, 3. Mai 2007



"Das sorgfältig recherchierte Buch geht in die Tiefe, die Autorin scheut vor keinen noch so komplexen Zusammenhängen zurück und bleibt dabei verständlich und unterhaltsam. Sie hat keine Prominenz interviewt, sondern erzählt die persönlichen Schicksale von ganz normalen Menschen – es geht um ihren Alltag, ihren Beruf, ihre Sorgen, jenseits von der großen Politik. Genau das ist auch Rosenthals Stärke. Denn sie taucht tief ein in die verschiedenen Lebenswelten und stillt, wo nötig, den Erklärungsbedarf des Lesers – ob es um alte jüdische Rituale oder postmodernes israelisches Paarungsverhalten geht."
Gisela Dachs, Die Zeit, 19. April 2007



"Donna Rosenthal zeichnet in ihrem Buch über „Die Israelis“ den jüdischen Staat als gelobtes als gelobtes Land des Multikulturalismus, verschweigt aber auch dessen Schattenseiten nicht. (...) In einem der besten Kapitel versucht Rosenthal, den israelischen Nationalcharakter zu beschreiben. Das Gefühl des ständigen Ausnahmezustands setzt das Leben unter Strom. Und die israelische Erziehung zur Selbstständigkeit erlaubt sexuelle Freizügigkeit, ohne die starke Familienorientierung in Frage zu stellen. Zu Israel gehört auch der Machismo – ebenso wie eine direkte Art, Dinge anzusprechen, die von Außenstehenden oft als unhöflich und grob ausgelegt wird. Dazu gehören aber auch die unverhohlenen Vorbehalte zwischen den Bevölkerungsgruppen, die bis zum offenen Rassismus reichen."
Daniel Bax, Die Tageszeitung, 22. März 2007



"Über die Israelis, die sich bemühen, in einer anormalen Zeit ein normales Leben zu führen, hat die für ihren investigativen Journalismus ausgezeichnete israelisch-amerikanische Publizistin Donna Rosenthal ein Buch geschrieben. (...) An spannungsgeladenen Begegnungen herrscht kein Mangel."
Ludger Heid, Süddeutsche Zeitung, 21. März 2007



"Die meisten der zahlreichen Bücher über Israel beschäftigen sich mit diesem eindeutig erfolgslosen Teil des Zionismus. Selten wir beschrieben, wie sich aus einem Gemisch von Russen, Polen und Deutschen, von Marokkanern, Irakern, Persern, Äthiopiern und noch mindestens einem Dutzend anderer Nationalitäten eine gemeinsame Identität entwickelt. Wie und ob sich Christen, Muslime oder Drusen mit dem jüdischen Staat arrangieren; welche Auswirkungen die Einwanderung zutiefst säkularer (wenn überhaupt jüdischer) Russen in einer Gesellschaft haben wird, in der die Orthodoxie eifersüchtig ihre Macht zu wahren versucht. Oder mit welchen Folgen für alle Beteiligten die uralten Traditionen äthiopischer Juden auf eine High-Tech-Gesellschaft des 21. Jahrhunderts prallen. Diese klaffende Lücke füllt Donna Rosenthal mit ihrem simpel „Die Israelis“ betitelten Buch. Sie verzichtete darauf, weitere Klischees über dieses Land zu formulieren, das uns aus den Nachrichten hinlänglich unbekannt bleibt. (...) Donna Rosenthal stellt uns „Achma“ vor, den Durchschnitts-Israeli. Junge Männer oder Frauen, die gerade ihren Armeedienst abzuleisten haben, High-Tech-Genies, die mit zwanzig ihre erste Millionen machen, Single-Frauen, die am Grab eines Wunderrabbis im Safed um den richtigen Partner beten. Sie schreibt über Dating, Heirat, Polygamie, Ehebruch und Scheidung, über Homosexualität, Prostitution und organisierte Kriminalität. Ist bekannt, dass Israel über die schwulen-freundlichsten Gesetze der Welt verfügt? Oder wie Beduinenfrauen um Selbstbestimmung und eine Veränderung der strikt patriarchalischen Traditionen ihrer Gemeinschaft kämpfen?"
Sylke Temepl, Die Welt, 17. März 2007



"Wie eine Computertomographie liefert Donna Rosenthals Buch Querschnittsbilder der zahlreichen ethischen, sozialen, kulturellen Schichten, die in ihrer Gesamtheit das Bild des Israeli ausmachen. Was in der Totalansicht verwirrend bunt, mitunter auch als unverträgliche Mischung erscheint, unterteilt sie fein säuberlich, erhellt historische und tagespolitische Hintergründe, ohne aber den einzelnen Menschen aus dem Blick zu verlieren. Sie gibt Einblicke in sein Seelenleben und in die Widersprüche der israelischen Gesellschaft. Sie erläutert Spannungen zwischen Neueinwanderern und Alteingesessenen, zwischen jüdischen und nichtjüdischen Israelis – allein 1,2 Millionen muslimische Bürger leben im jüdischen Staat Israel. Und durch die russische Einwanderung seit den 90-er Jahren hat auch die Zahl derjenigen zugenommen, die lieber Weihnachten anstelle von Chanukka feiern. Bei der Lektüre des verständlich und informativ geschriebenen Buches wundert man sich hin und wieder, dass bei solch hohem Maß an Disparatem auf engstem Raum der Staat als solcher überhaupt funktioniert."
Carsten Hueck, Deutschlandradio, 15. Februar 2007



"In Israel spiegelt sich noch immer die ganze Welt, wo der deutsche Professor und die kurdische Höhlenbewohnerin, der jemenitische Silberschmied und die New Yorker Rabbinerfrau auf kleinem Raum zusammentrafen. (...) Wer über all das etwas erfahren möchte, der findet in Donna Rosenthals Untersuchung ein lebendig geschriebenes Panorama der Gesellschaft. Rosenthals Verdienst ist es, auch dort recherchiert zu haben, wo andere oft nicht hinschauen. Ganze Kapitel widmet sie den Beduinen, Drusen, Äthiopiern oder schlicht den Christen, einer Gemeinschaft von immerhin 150 000 (meist arabischen) Seelen. Die Autorin erklärt was die „Misrachim“ – die arabischstämmigen Juden – von jenen vornehmen Sepharden unterscheidet, die sich von den einst so bedeutenden jüdischen Gemeinden im mittelalterlichen Spanien herleiten und denen wiederum die bis heute tonangebenden (europäischen) Aschkenasim gegenüberstehen. (...) eine lesenwerte Darstellung."
Claudia Kühner, Tagesanzeiger, 12. Februar 2007



Empfehlungen

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-57384-2

Erschienen am 22. September 2008

409 S.

Softcover

Softcover 14,95 € Kaufen

Rosenthal, Donna

Die Israelis

Leben in einem außergewöhnlichen Land

Leben in einem außergewöhnlichen Land

„Das sorgfältig recherchierte Buch geht in die Tiefe, die Autorin scheut vor keinen noch so komplexen Zusammenhängen zurück und bleibt dabei verständlich und unterhaltsam. Sie hat keine Prominenz interviewt, sondern erzählt die persönlichen Schicksale von ganz normalen Menschen – es geht um ihren Alltag, ihren Beruf, ihre Sorgen, jenseits von der großen Politik. Genau das ist auch Rosenthals Stärke. Denn sie taucht tief ein in die verschiedenen Lebenswelten und stillt, wo nötig, den Erklärungsbedarf des Lesers – ob es um alte jüdische Rituale oder postmodernes israelisches Paarungsverhalten geht.“
Gisela Dachs, Die Zeit
Von Donna Rosenthal. Aus dem Englischen von Karl Heinz Siber.
Webcode: https://www.chbeck.de/24404

Inhalt

Einleitung: Kollidierende Welten

Teil I: Israeli werden
Kapitel 1: Eines der unsichersten Wohnviertel der Welt
Kapitel 2: Partnersuche und Paarungsverhalten auf israelisch
Kapitel 3: Eine Armee des Volkes
Kapitel 4: Schwerter in Wertpapiere

Teil II: Eine Nation, viele Stämme
Kapitel 5: Die Ashkenasim
Kapitel 6: Die Mizrahim – Die anderen Israelis
Kapitel 7: Die Russen – Der neue Exodus
Kapitel 8: Aus Afrika – Äthiopische Israelis im Gelobten Land

Teil III: Grabenbrüche zwischen Juden und Juden
Kapitel 9: Die Haredim – Jüdisch-Jüdisch-Jüdisch
Kapitel 10: Die Orthodoxen – Dieses Land ist dein Land? Dieses Land ist mein Land!
Kapitel 11: Die Nichtorthodoxen – Der Krieg der Cheeseburger

Teil IV: Schizophrenie: Nichtjuden in einem jüdischen Staat
Kapitel 12: Die Muslime – Abrahams andere Kinder
Kapitel 13: Die Beduinen – Stämme, Zelte und Satellitenschüsseln
Kapitel 14: Die Drusen – Zwischen Moderne und Tradition
Kapitel 15: Die Christen – Ungebetene Gäste im Lande Jesu

Epilog Shalom/Salaam

Pressestimmen

"Doch im Versuch, einfach nur die Menschen in jenem Land zu beschreiben, ist es zugleich „an extraordinary book“. Ist es doch eines der wenigen, die dies noch tun. Eines, das einfach einmal ohne Mythen ein Volk unterschiedlicher Herkunft – Aschkenasim, Mizrahim, Russen, Afrikaner – sowie unterschiedlichen Glaubens und Nichtglaubens darstellt, aber auch so Banales wie die multikulturelle Musik von Mozart bis Umm Khultum, den Fussball- Fanatismus, die Yoga- Kurse und das vegetarische Essen, so Gewichtiges wie die Ingenieure des Hightech, Bio- und Medizintechnologie, aber auch die Korruption oder die „Vogues“ – und „Playboy“ – Hefte auf Russisch an den Kiosken. Es beschreibt Menschen. Menschen, die auf 400 Seiten schliesslich zu einem Volk zusammenwachsen. Wie in einem Puzzle. Oder einfach wie in dem modernen Staat Israel."
Volker S. Stahr, Neue Zürcher Zeitung, 10. August 2007


"Die Stärke des umfangreichen Werkes sind die vielen Menschen , die zu Wort kommen: von der Gasmaskendesignerin Sivan bis zum muslimischen Kinderarzt Yasser, dem ein frommer Jude aus Dankbarkeit ein Amulett schenkt, das er zuvor von einem Rabbiner hat segnen lassen. (...) Interessante Einblicke gewährt Donna Rosenthal auch in das Denken der Drusen, über deren Religion nicht allzu viel bekannt ist."
Johannes Zang, Das Parlament, 25.Juni/ 02. Juli 2007


"(...) Menschen dagegen, welche die ungebrochene Fähigkeit bewundern, trotz existenzieller Gefährdung Probleme nicht unter den Teppich zu kehren, halten es nach Lektüre des Buchs wohl eher mit Neil Diamond: „What a beautiful noise.“"
Rheinischer Merkur, 3. Mai 2007


"Das sorgfältig recherchierte Buch geht in die Tiefe, die Autorin scheut vor keinen noch so komplexen Zusammenhängen zurück und bleibt dabei verständlich und unterhaltsam. Sie hat keine Prominenz interviewt, sondern erzählt die persönlichen Schicksale von ganz normalen Menschen – es geht um ihren Alltag, ihren Beruf, ihre Sorgen, jenseits von der großen Politik. Genau das ist auch Rosenthals Stärke. Denn sie taucht tief ein in die verschiedenen Lebenswelten und stillt, wo nötig, den Erklärungsbedarf des Lesers – ob es um alte jüdische Rituale oder postmodernes israelisches Paarungsverhalten geht."
Gisela Dachs, Die Zeit, 19. April 2007


"Donna Rosenthal zeichnet in ihrem Buch über „Die Israelis“ den jüdischen Staat als gelobtes als gelobtes Land des Multikulturalismus, verschweigt aber auch dessen Schattenseiten nicht. (...) In einem der besten Kapitel versucht Rosenthal, den israelischen Nationalcharakter zu beschreiben. Das Gefühl des ständigen Ausnahmezustands setzt das Leben unter Strom. Und die israelische Erziehung zur Selbstständigkeit erlaubt sexuelle Freizügigkeit, ohne die starke Familienorientierung in Frage zu stellen. Zu Israel gehört auch der Machismo – ebenso wie eine direkte Art, Dinge anzusprechen, die von Außenstehenden oft als unhöflich und grob ausgelegt wird. Dazu gehören aber auch die unverhohlenen Vorbehalte zwischen den Bevölkerungsgruppen, die bis zum offenen Rassismus reichen."
Daniel Bax, Die Tageszeitung, 22. März 2007


"Über die Israelis, die sich bemühen, in einer anormalen Zeit ein normales Leben zu führen, hat die für ihren investigativen Journalismus ausgezeichnete israelisch-amerikanische Publizistin Donna Rosenthal ein Buch geschrieben. (...) An spannungsgeladenen Begegnungen herrscht kein Mangel."
Ludger Heid, Süddeutsche Zeitung, 21. März 2007


"Die meisten der zahlreichen Bücher über Israel beschäftigen sich mit diesem eindeutig erfolgslosen Teil des Zionismus. Selten wir beschrieben, wie sich aus einem Gemisch von Russen, Polen und Deutschen, von Marokkanern, Irakern, Persern, Äthiopiern und noch mindestens einem Dutzend anderer Nationalitäten eine gemeinsame Identität entwickelt. Wie und ob sich Christen, Muslime oder Drusen mit dem jüdischen Staat arrangieren; welche Auswirkungen die Einwanderung zutiefst säkularer (wenn überhaupt jüdischer) Russen in einer Gesellschaft haben wird, in der die Orthodoxie eifersüchtig ihre Macht zu wahren versucht. Oder mit welchen Folgen für alle Beteiligten die uralten Traditionen äthiopischer Juden auf eine High-Tech-Gesellschaft des 21. Jahrhunderts prallen. Diese klaffende Lücke füllt Donna Rosenthal mit ihrem simpel „Die Israelis“ betitelten Buch. Sie verzichtete darauf, weitere Klischees über dieses Land zu formulieren, das uns aus den Nachrichten hinlänglich unbekannt bleibt. (...) Donna Rosenthal stellt uns „Achma“ vor, den Durchschnitts-Israeli. Junge Männer oder Frauen, die gerade ihren Armeedienst abzuleisten haben, High-Tech-Genies, die mit zwanzig ihre erste Millionen machen, Single-Frauen, die am Grab eines Wunderrabbis im Safed um den richtigen Partner beten. Sie schreibt über Dating, Heirat, Polygamie, Ehebruch und Scheidung, über Homosexualität, Prostitution und organisierte Kriminalität. Ist bekannt, dass Israel über die schwulen-freundlichsten Gesetze der Welt verfügt? Oder wie Beduinenfrauen um Selbstbestimmung und eine Veränderung der strikt patriarchalischen Traditionen ihrer Gemeinschaft kämpfen?"
Sylke Temepl, Die Welt, 17. März 2007


"Wie eine Computertomographie liefert Donna Rosenthals Buch Querschnittsbilder der zahlreichen ethischen, sozialen, kulturellen Schichten, die in ihrer Gesamtheit das Bild des Israeli ausmachen. Was in der Totalansicht verwirrend bunt, mitunter auch als unverträgliche Mischung erscheint, unterteilt sie fein säuberlich, erhellt historische und tagespolitische Hintergründe, ohne aber den einzelnen Menschen aus dem Blick zu verlieren. Sie gibt Einblicke in sein Seelenleben und in die Widersprüche der israelischen Gesellschaft. Sie erläutert Spannungen zwischen Neueinwanderern und Alteingesessenen, zwischen jüdischen und nichtjüdischen Israelis – allein 1,2 Millionen muslimische Bürger leben im jüdischen Staat Israel. Und durch die russische Einwanderung seit den 90-er Jahren hat auch die Zahl derjenigen zugenommen, die lieber Weihnachten anstelle von Chanukka feiern. Bei der Lektüre des verständlich und informativ geschriebenen Buches wundert man sich hin und wieder, dass bei solch hohem Maß an Disparatem auf engstem Raum der Staat als solcher überhaupt funktioniert."
Carsten Hueck, Deutschlandradio, 15. Februar 2007


"In Israel spiegelt sich noch immer die ganze Welt, wo der deutsche Professor und die kurdische Höhlenbewohnerin, der jemenitische Silberschmied und die New Yorker Rabbinerfrau auf kleinem Raum zusammentrafen. (...) Wer über all das etwas erfahren möchte, der findet in Donna Rosenthals Untersuchung ein lebendig geschriebenes Panorama der Gesellschaft. Rosenthals Verdienst ist es, auch dort recherchiert zu haben, wo andere oft nicht hinschauen. Ganze Kapitel widmet sie den Beduinen, Drusen, Äthiopiern oder schlicht den Christen, einer Gemeinschaft von immerhin 150 000 (meist arabischen) Seelen. Die Autorin erklärt was die „Misrachim“ – die arabischstämmigen Juden – von jenen vornehmen Sepharden unterscheidet, die sich von den einst so bedeutenden jüdischen Gemeinden im mittelalterlichen Spanien herleiten und denen wiederum die bis heute tonangebenden (europäischen) Aschkenasim gegenüberstehen. (...) eine lesenwerte Darstellung."
Claudia Kühner, Tagesanzeiger, 12. Februar 2007