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Ruf, Christoph

Was ist links?

Reportagen aus einem politischen Milieu

Sommer 2009, das erste Klassentreffen seit 18 Jahren. Man redet über den Job, die Kinder und über die Schulzeit. Damals hofften alle, dass irgendwann einmal der dicke Kanzler abgewählt werden würde, sie waren Linke. Versammelt haben sich Lehrer, Altenpfleger, Juristen, Mediziner und ein Journalist – unser Autor. "Links" sind alle irgendwie immer noch, was das aber heute sein soll, weiß keiner mehr so recht. Also wird der Journalist beauftragt, Genaueres herauszufinden.
Mehr als ein Jahr hat Christoph Ruf an der Basis von SPD, Grünen und Linkspartei verbracht und diejenigen begleitet, die so wenig Interviews geben, dass sie sich noch eigene Gedanken leisten können. Bei der SPD, bei den Grünen und bei der Linkspartei hat er junge Menschen mit neuen Ideen getroffen – und ältere, deren Klugheit plötzlich wieder gefragt war. So entsteht eine dichte Beschreibung des linken politischen Milieus, seiner Menschen, Ideen und Perspektiven. Im Schatten der Kameras sprießen die ersten Triebe einer rot-rot-grünen Reformkoalition, in der zusammenwächst, was zusammengehört. Denn auf die Probleme des 21. Jahrhunderts kann nur die geeinte Linke eine politische Antwort geben.

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Bibliografie

978-3-406-60649-6

Erschienen am 23. März 2011

253 S.

Softcover

Bibliografische Reihen

Broschur 12,95 € Kaufen
e-Book 9,99 € Kaufen
Inhalt
Vorwort

 

Eine Grillparty mit Folgen

 

Phase I: Niederlage
1. Volkspartei ohne Volk: Die SPD vor den Trümmern ihrer Politik
Der Kandidat  – Leipzig: Eine Hochburg wird geschleift  – Am Tag danach  – Wie Gerhard Schröder den Freak der Neuzeit schuf
2. Offene Zweierbeziehung: SPD und Linkspartei nach der Bundestagswahl
Die guten Menschen von Erfurt  – Bodo und der Scheinriese  – Der Linkenbändiger
3. Die Grünen: Milieupartei in Ost und West
Im grünen Biotop  – Der Quereinsteiger  – Links bei den Grünen

 

PHASE II: Aufräumarbeiten
4. Wegen Umbau geöffnet: Die SPD auf Kurssuche
Der Heimatvertriebene  – Der König von Nürnberg  – Politischer Aschermittwoch: Gabriel greift an  – Neuanfang durch den Seiteneingang  – «Wir Jusos waren schon immer Vorreiter»
5. Balancieren auf Konfliktlinien: Nahaufnahmen aus der Linkspartei
Der Besuch der alten Herren  – Am linken Rand der Linken  – Parteifreunde  – Die Verlegenheit als Lösung
6. Fernverbindungen: SPD, Grüne und Linkspartei tasten sich ab
Die Grünen zwischen Jamaika und Sizilien  – Joachim Gauck: Von der Instrumentalisierung eines Konservativen  – Verpasste Chancen  – Irrwege oder Von der Kunst, sich eine Rede schreiben zu lassen

 

PHASE III: Annäherung
7. Neue Protestkultur: Wie brave Bürger die Mächtigen erschrecken
«Oben bleiben»  – Antworten für die Wutbürger
8. Dritte Volkspartei: Der schwindelerregende Aufstieg der Grünen
Im Umfragehoch  – Ein Heimspiel  – Erfolgsgeheimnisse
9. Im Schatten der Kameras: Ein neues linkes Projekt entsteht
In der Globalisierungsfalle  –  Frankreich bläst zu attac  – Rot-rot-grüne Foren  – Think Tank auf links  – OSLO: Linke lernen Norwegisch  – Verbindendes

 

Mein Jahr unter Linken 231
Unter echten Linken  – Rot-Rot-Grün: Plädoyer für einen Politikwechsel  – Alles, was links ist


Anmerkungen
Register

Pressestimmen

Pressestimmen

"Diese reportageartige Form hat den Vorteil, Politik nicht als leerdrehenden Konkurrenzkampf zu zeigen, sondern als handfestes, mit dem Alltag vertäutes Geschäft."
Stefan Reinecke, taz, 24. August 2011



"Damit führt Ruf eindringlich vor Augen, dass die Parteizentralen keineswegs den wirklichkeitsgesättigten, repräsentativen und perspektivreichen Blick haben, den sie gern hätten; die 'Welt ist eben doch größer als Berlin-Mitte'."
Sven Hanuschek, Frankfurter Rundschau, 7. Juli 2011



"Dem Sozialdemokraten, so lautet Christoph Rufs Botschaft, stünde ‘ein weniger pathologisches Verhältnis zur Linkspartei’ gut zu Gesicht, schließlich wüssten doch die meisten Genossen, allen voran die im Westen, dass viele Mitglieder der Linken verletzte sozialdemokratische Seelen sind. Solche geschundene Seelen leben vom Trotz und brauchen eine politische Heimat – auch für sie kommen Rufs Reportagen gerade recht."
Dietmar Süss, Wolfgang Gehrcke, Süddeutsche Zeitung, 6. Juni 2011



"Lesenswerte Zustandbeschreibung linker politischer Gruppierungen und ihrer Wähler. (...) Zitat aus dem Buch: ‘Ich möchte herausbekommen, warum diese drei Parteien (...) sich wechselseitig bekämpfen’. Unter dieser Prämisse, die bei der Lektüre des analytischen Teils immer mitgedacht werden sollte, geht Ruf mit scharfer Beobachtungsgabe an seine Gesprächspartner heran. Glücklicherweise zitiert er sie meist umfassend in direkter Rede und ergänzt klug notwendige Hintergrundinformationen. Genau das ist es, was in der vorgelegten thematischen und personellen Breite das Buch außerordentlich lesenswert macht. (...)
Es bietet allen, die an ernsthafter inhaltlicher Auseinandersetzung interessiert sind, vielschichtige Einblicke in linke Politik."
Sabine Pamperrien, Deutschlandfunk, 9. Mai 2011



"'Es gärt an der Basis – bei allen drei Parteien' ist eine von Rufs Schlussfolgerungen. Rufs Buch ist hochaktuell, er beendet seine Recherchen (...) während des Wahlkampfes in Baden-Württemberg. Das Wahlergebnis scheint ihm dann doch ein bisschen recht zu geben. Vor allem, dass Kretschmann bei dem rot-grünen Bündnis von einer 'Liebesheirat' sprach – wenn auch der Zusatz 'mit getrennten Betten' nicht lange auf sich warten ließ."
Julia Lauer, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11. Mai 2011



Empfehlungen

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-60649-6

Erschienen am 23. März 2011

253 S.

Softcover

Softcover 12,95 € Kaufen
e-Book 9,99 € Kaufen

Ruf, Christoph

Was ist links?

Reportagen aus einem politischen Milieu

Sommer 2009, das erste Klassentreffen seit 18 Jahren. Man redet über den Job, die Kinder und über die Schulzeit. Damals hofften alle, dass irgendwann einmal der dicke Kanzler abgewählt werden würde, sie waren Linke. Versammelt haben sich Lehrer, Altenpfleger, Juristen, Mediziner und ein Journalist – unser Autor. "Links" sind alle irgendwie immer noch, was das aber heute sein soll, weiß keiner mehr so recht. Also wird der Journalist beauftragt, Genaueres herauszufinden.
Mehr als ein Jahr hat Christoph Ruf an der Basis von SPD, Grünen und Linkspartei verbracht und diejenigen begleitet, die so wenig Interviews geben, dass sie sich noch eigene Gedanken leisten können. Bei der SPD, bei den Grünen und bei der Linkspartei hat er junge Menschen mit neuen Ideen getroffen – und ältere, deren Klugheit plötzlich wieder gefragt war. So entsteht eine dichte Beschreibung des linken politischen Milieus, seiner Menschen, Ideen und Perspektiven. Im Schatten der Kameras sprießen die ersten Triebe einer rot-rot-grünen Reformkoalition, in der zusammenwächst, was zusammengehört. Denn auf die Probleme des 21. Jahrhunderts kann nur die geeinte Linke eine politische Antwort geben.
Webcode: https://www.chbeck.de/32098

Inhalt

Vorwort

 

Eine Grillparty mit Folgen

 

Phase I: Niederlage
1. Volkspartei ohne Volk: Die SPD vor den Trümmern ihrer Politik
Der Kandidat  – Leipzig: Eine Hochburg wird geschleift  – Am Tag danach  – Wie Gerhard Schröder den Freak der Neuzeit schuf
2. Offene Zweierbeziehung: SPD und Linkspartei nach der Bundestagswahl
Die guten Menschen von Erfurt  – Bodo und der Scheinriese  – Der Linkenbändiger
3. Die Grünen: Milieupartei in Ost und West
Im grünen Biotop  – Der Quereinsteiger  – Links bei den Grünen

 

PHASE II: Aufräumarbeiten
4. Wegen Umbau geöffnet: Die SPD auf Kurssuche
Der Heimatvertriebene  – Der König von Nürnberg  – Politischer Aschermittwoch: Gabriel greift an  – Neuanfang durch den Seiteneingang  – «Wir Jusos waren schon immer Vorreiter»
5. Balancieren auf Konfliktlinien: Nahaufnahmen aus der Linkspartei
Der Besuch der alten Herren  – Am linken Rand der Linken  – Parteifreunde  – Die Verlegenheit als Lösung
6. Fernverbindungen: SPD, Grüne und Linkspartei tasten sich ab
Die Grünen zwischen Jamaika und Sizilien  – Joachim Gauck: Von der Instrumentalisierung eines Konservativen  – Verpasste Chancen  – Irrwege oder Von der Kunst, sich eine Rede schreiben zu lassen

 

PHASE III: Annäherung
7. Neue Protestkultur: Wie brave Bürger die Mächtigen erschrecken
«Oben bleiben»  – Antworten für die Wutbürger
8. Dritte Volkspartei: Der schwindelerregende Aufstieg der Grünen
Im Umfragehoch  – Ein Heimspiel  – Erfolgsgeheimnisse
9. Im Schatten der Kameras: Ein neues linkes Projekt entsteht
In der Globalisierungsfalle  –  Frankreich bläst zu attac  – Rot-rot-grüne Foren  – Think Tank auf links  – OSLO: Linke lernen Norwegisch  – Verbindendes

 

Mein Jahr unter Linken 231
Unter echten Linken  – Rot-Rot-Grün: Plädoyer für einen Politikwechsel  – Alles, was links ist


Anmerkungen
Register

Pressestimmen

"Diese reportageartige Form hat den Vorteil, Politik nicht als leerdrehenden Konkurrenzkampf zu zeigen, sondern als handfestes, mit dem Alltag vertäutes Geschäft."
Stefan Reinecke, taz, 24. August 2011


"Damit führt Ruf eindringlich vor Augen, dass die Parteizentralen keineswegs den wirklichkeitsgesättigten, repräsentativen und perspektivreichen Blick haben, den sie gern hätten; die 'Welt ist eben doch größer als Berlin-Mitte'."
Sven Hanuschek, Frankfurter Rundschau, 7. Juli 2011


"Dem Sozialdemokraten, so lautet Christoph Rufs Botschaft, stünde ‘ein weniger pathologisches Verhältnis zur Linkspartei’ gut zu Gesicht, schließlich wüssten doch die meisten Genossen, allen voran die im Westen, dass viele Mitglieder der Linken verletzte sozialdemokratische Seelen sind. Solche geschundene Seelen leben vom Trotz und brauchen eine politische Heimat – auch für sie kommen Rufs Reportagen gerade recht."
Dietmar Süss, Wolfgang Gehrcke, Süddeutsche Zeitung, 6. Juni 2011


"Lesenswerte Zustandbeschreibung linker politischer Gruppierungen und ihrer Wähler. (...) Zitat aus dem Buch: ‘Ich möchte herausbekommen, warum diese drei Parteien (...) sich wechselseitig bekämpfen’. Unter dieser Prämisse, die bei der Lektüre des analytischen Teils immer mitgedacht werden sollte, geht Ruf mit scharfer Beobachtungsgabe an seine Gesprächspartner heran. Glücklicherweise zitiert er sie meist umfassend in direkter Rede und ergänzt klug notwendige Hintergrundinformationen. Genau das ist es, was in der vorgelegten thematischen und personellen Breite das Buch außerordentlich lesenswert macht. (...)
Es bietet allen, die an ernsthafter inhaltlicher Auseinandersetzung interessiert sind, vielschichtige Einblicke in linke Politik."
Sabine Pamperrien, Deutschlandfunk, 9. Mai 2011


"'Es gärt an der Basis – bei allen drei Parteien' ist eine von Rufs Schlussfolgerungen. Rufs Buch ist hochaktuell, er beendet seine Recherchen (...) während des Wahlkampfes in Baden-Württemberg. Das Wahlergebnis scheint ihm dann doch ein bisschen recht zu geben. Vor allem, dass Kretschmann bei dem rot-grünen Bündnis von einer 'Liebesheirat' sprach – wenn auch der Zusatz 'mit getrennten Betten' nicht lange auf sich warten ließ."
Julia Lauer, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11. Mai 2011