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Ruf, Christoph / Sundermeyer, Olaf

In der NPD

Reisen in die National Befreite Zone

Schwarzbuch NPD: Zwei Journalisten auf den Spuren der Feinde unserer Demokratie

„Sozial geht nur national“ – unter diesem Motto will die NPD flächendeckend in die Landtage einziehen. Die Strategen der Partei haben die Wahlen im Superwahljahr 2009 von langer Hand vorbereitet. Schon bald wollen sie in den Bundestag einziehen – zusammen mit ihren neonazistischen Bundesgenossen.
Zwei Jahre lang haben die Autoren dort recherchiert, wo die rechtsextremen Milieus prosperieren. Sie waren auf Europas größtem Rechtsrock-Festival und bei Aufmärschen der autonomen Nationalisten. Sie waren dort, wo die NPD Sportvereine und Feuerwehren unterwandert. Und sie haben alle maßgeblichen Vertreter der Partei getroffen – auch in den Dörfern und Kommunen, in denen der Sprung an die Macht vorbereitet wird. So unmittelbar wie Olaf Sundermeyer und Christoph Ruf hat sich bislang noch kein Journalist mit der NPD befasst. Deshalb gelingt ihnen die authentische Nahaufnahme einer wandlungsfähigen Partei, deren Ideologie eine existenzielle Gefahr für die parlamentarische Demokratie darstellt.

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Bibliografie

978-3-406-58585-2

Erschienen am 25. März 2009

229 S.

Softcover

Broschur 12,95 € Kaufen
Inhalt
Vorwort

Klamm seit 1964
In den 45 Jahren ihres Bestehens hat sich die NPD häufig neu
im rechtsextremen Spektrum positioniert. Die Partei, die sich in
den Sechzigern als «konservativ» verortete, könnte man heute
«national-sozialistisch» nennen. In ihrer wechselvollen Geschichte
weist sie allerdings eine Kontinuitätslinie auf: die, dass
sie finanziell daniederliegt.

Mit Gewalt in die Mitte
Über einen Neonazi, der im Thüringer Wald die ländliche
Gemeinschaft unterwandern wollte. Eine Geschichte über eine
Stadt, die Vorbild sein könnte für andere Orte in Deutschland.

Modenschau im Fackelschein
In Brandenburg ist der Boden fruchtbar für völkisches Gedankengut,
aber die NPD kommt hier nur allmählich voran. Der
Erfinder der Modemarke «Thor Steinar» profitiert mehr von der
rechten Alltagskultur.

Hart an der Grenze
Die NPD sät Missgunst gegen Polen. In der Grenzregion erntet
sie dafür den Zuspruch, der den Einfl uss der Partei absichert.
Im Osten Vorpommerns sieht sie wegen polnischer Siedler gar
den Bestand des deutschen Volkes in Gefahr.

Der Baumeister
«Sachsen ist auch nicht an einem Tag erstanden» – der Mann,
der diesen Satz sagt, weiß, wovon er spricht. Schließlich hat er
den Freistaat in jahrelanger geduldiger Kleinarbeit zum Musterlandesverband
der NPD ausgebaut. Er hat noch viel vor. Ein
Porträt Holger Apfels, des einfl ussreichsten Mannes in der
NPD.

«Gut ist der Fremde nur in der Fremde»
Jürgen Gansel ist einer der Cheftheoretiker der NPD. Er weiß
auch, dass man es in die Medien schafft, wenn man die Bombardierung
Dresdens als «Bombenholocaust» bezeichnet. Durch
die Verklammerung von sozialistischer Systemkritik und einem
modernisierten Rassismus will er Wahlen gewinnen. Ein Interview.

«Wo wir antreten, ziehen wir ein»
Alle Macht ist lokal. Keine deutsche Partei nimmt Kommunalwahlen
ernster als die NPD. Sie sind der Schlüssel zu ihrer
Strategie. Auf Wahlkampftour mit der NPD in der sächsischen
Provinz, wo ihre Stammwähler wohnen.

Leserbrief von der NPD
Viele Journalisten haben Probleme im Umgang mit Rechtsextremisten.
Die Branche ist verunsichert, deshalb blenden viele
Redaktionen die NPD schlicht aus. Dabei gehört sie immerhin
zur parlamentarischen Wirklichkeit.

National befreite Hooliganzone
Die NPD wirbt um Neonazis und ist auf rechte Schläger angewiesen.
Unter sächsischen Fußballfans sind welche zu finden.
Deshalb kümmert sich die NPD um die Verbindung zu einzelnen
Fangruppierungen, etwa in Leipzig. Ein Besuch.

In Bewegung
Die Jungen Nationaldemokraten (JN) sind das Bindeglied
zwischen den militanten Neonazis und der Mutterpartei, sie
bilden die künftige Führungselite aus. Ein Besuch bei JN-Chef
Michael Schäfer und dessen Stellvertreter Philipp Valenta im
«Bundesstützpunkt» in Bernburg.

Wenn Rassisten ein «Fest der Völker» feiern
«Fest der Völker» – das klingt nach einem Straßenfest in einem
multikulturell geprägten Stadtteil. Doch weit gefehlt: Jahr für
Jahr trifft sich die deutsche Neonazi-Szene im Spätsommer
irgendwo in Thüringen, um Rechtsrock zu hören und mit der
Antifa Katz und Maus zu spielen. Ein Ortstermin.

Der Turmbau zu Burbach
Das Saarland gilt Marketingexperten als optimales Testgebiet.
Wenn ein Produkt hier angenommen wird, folgt die bundesweite
Markteinführung. Auch die NPD hat das Saarland als Testlauf
auserkoren. Als erstes westdeutsches Bundesland soll hier der
Einzug in den Landtag gelingen. Doch da wäre noch Oskar
Lafontaine.

Raus aus dem Archiv, rein in die Politik
Karl Richter ist das Aushängeschild der bayerischen NPD, er
ist eloquent, gebildet und durchaus bereit, seine Positionen zu
hinterfragen – dazu besteht allerdings auch Anlass. Seine Partei
hatte sich im bayerischen Wahlkampf viel vorgenommen. Doch
dann legte ein Parteifreund dem anderen eine Hakenkreuzfahne
aufs Grab.

Außer Kontrolle
Die autonomen Nationalisten sind ein neues Phänomen,
mit dem auch die NPD Probleme hat. Vor allem in Nordrhein-
Westfalen haben sie wachsenden Zulauf. Eine Reportage aus
dem Ruhrgebiet, einer Hochburg der Neonazis mit Sonnenbrille.

«Dann gibt es zuerst wieder eine Kristallnacht»
Uwe Luthardt war erst drei Monate in der NPD, da saß er
schon im Vorstand des Jenaer Ortsverbandes. Nach wenigen
Monaten trat Luthardt wieder aus. Was er in der Partei erlebt
hat, konnte er nicht mehr mittragen.

Reifeprüfung der Demokratie
Die NPD kann in diesem Jahr deutlich vorankommen: DVU
und Republikaner werden bedeutungslos. Dafür baut sich die
Linkspartei vor ihr auf. In Ostdeutschland und bei den sozial
Enttäuschten kann sie der NPD ihre Kraft nehmen.

Anmerkungen

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-58585-2

Erschienen am 25. März 2009

229 S.

Softcover

Softcover 12,95 € Kaufen

Ruf, Christoph / Sundermeyer, Olaf

In der NPD

Reisen in die National Befreite Zone

Schwarzbuch NPD: Zwei Journalisten auf den Spuren der Feinde unserer Demokratie

„Sozial geht nur national“ – unter diesem Motto will die NPD flächendeckend in die Landtage einziehen. Die Strategen der Partei haben die Wahlen im Superwahljahr 2009 von langer Hand vorbereitet. Schon bald wollen sie in den Bundestag einziehen – zusammen mit ihren neonazistischen Bundesgenossen.
Zwei Jahre lang haben die Autoren dort recherchiert, wo die rechtsextremen Milieus prosperieren. Sie waren auf Europas größtem Rechtsrock-Festival und bei Aufmärschen der autonomen Nationalisten. Sie waren dort, wo die NPD Sportvereine und Feuerwehren unterwandert. Und sie haben alle maßgeblichen Vertreter der Partei getroffen – auch in den Dörfern und Kommunen, in denen der Sprung an die Macht vorbereitet wird. So unmittelbar wie Olaf Sundermeyer und Christoph Ruf hat sich bislang noch kein Journalist mit der NPD befasst. Deshalb gelingt ihnen die authentische Nahaufnahme einer wandlungsfähigen Partei, deren Ideologie eine existenzielle Gefahr für die parlamentarische Demokratie darstellt.
Webcode: https://www.chbeck.de/28189

Inhalt

Vorwort

Klamm seit 1964
In den 45 Jahren ihres Bestehens hat sich die NPD häufig neu
im rechtsextremen Spektrum positioniert. Die Partei, die sich in
den Sechzigern als «konservativ» verortete, könnte man heute
«national-sozialistisch» nennen. In ihrer wechselvollen Geschichte
weist sie allerdings eine Kontinuitätslinie auf: die, dass
sie finanziell daniederliegt.

Mit Gewalt in die Mitte
Über einen Neonazi, der im Thüringer Wald die ländliche
Gemeinschaft unterwandern wollte. Eine Geschichte über eine
Stadt, die Vorbild sein könnte für andere Orte in Deutschland.

Modenschau im Fackelschein
In Brandenburg ist der Boden fruchtbar für völkisches Gedankengut,
aber die NPD kommt hier nur allmählich voran. Der
Erfinder der Modemarke «Thor Steinar» profitiert mehr von der
rechten Alltagskultur.

Hart an der Grenze
Die NPD sät Missgunst gegen Polen. In der Grenzregion erntet
sie dafür den Zuspruch, der den Einfl uss der Partei absichert.
Im Osten Vorpommerns sieht sie wegen polnischer Siedler gar
den Bestand des deutschen Volkes in Gefahr.

Der Baumeister
«Sachsen ist auch nicht an einem Tag erstanden» – der Mann,
der diesen Satz sagt, weiß, wovon er spricht. Schließlich hat er
den Freistaat in jahrelanger geduldiger Kleinarbeit zum Musterlandesverband
der NPD ausgebaut. Er hat noch viel vor. Ein
Porträt Holger Apfels, des einfl ussreichsten Mannes in der
NPD.

«Gut ist der Fremde nur in der Fremde»
Jürgen Gansel ist einer der Cheftheoretiker der NPD. Er weiß
auch, dass man es in die Medien schafft, wenn man die Bombardierung
Dresdens als «Bombenholocaust» bezeichnet. Durch
die Verklammerung von sozialistischer Systemkritik und einem
modernisierten Rassismus will er Wahlen gewinnen. Ein Interview.

«Wo wir antreten, ziehen wir ein»
Alle Macht ist lokal. Keine deutsche Partei nimmt Kommunalwahlen
ernster als die NPD. Sie sind der Schlüssel zu ihrer
Strategie. Auf Wahlkampftour mit der NPD in der sächsischen
Provinz, wo ihre Stammwähler wohnen.

Leserbrief von der NPD
Viele Journalisten haben Probleme im Umgang mit Rechtsextremisten.
Die Branche ist verunsichert, deshalb blenden viele
Redaktionen die NPD schlicht aus. Dabei gehört sie immerhin
zur parlamentarischen Wirklichkeit.

National befreite Hooliganzone
Die NPD wirbt um Neonazis und ist auf rechte Schläger angewiesen.
Unter sächsischen Fußballfans sind welche zu finden.
Deshalb kümmert sich die NPD um die Verbindung zu einzelnen
Fangruppierungen, etwa in Leipzig. Ein Besuch.

In Bewegung
Die Jungen Nationaldemokraten (JN) sind das Bindeglied
zwischen den militanten Neonazis und der Mutterpartei, sie
bilden die künftige Führungselite aus. Ein Besuch bei JN-Chef
Michael Schäfer und dessen Stellvertreter Philipp Valenta im
«Bundesstützpunkt» in Bernburg.

Wenn Rassisten ein «Fest der Völker» feiern
«Fest der Völker» – das klingt nach einem Straßenfest in einem
multikulturell geprägten Stadtteil. Doch weit gefehlt: Jahr für
Jahr trifft sich die deutsche Neonazi-Szene im Spätsommer
irgendwo in Thüringen, um Rechtsrock zu hören und mit der
Antifa Katz und Maus zu spielen. Ein Ortstermin.

Der Turmbau zu Burbach
Das Saarland gilt Marketingexperten als optimales Testgebiet.
Wenn ein Produkt hier angenommen wird, folgt die bundesweite
Markteinführung. Auch die NPD hat das Saarland als Testlauf
auserkoren. Als erstes westdeutsches Bundesland soll hier der
Einzug in den Landtag gelingen. Doch da wäre noch Oskar
Lafontaine.

Raus aus dem Archiv, rein in die Politik
Karl Richter ist das Aushängeschild der bayerischen NPD, er
ist eloquent, gebildet und durchaus bereit, seine Positionen zu
hinterfragen – dazu besteht allerdings auch Anlass. Seine Partei
hatte sich im bayerischen Wahlkampf viel vorgenommen. Doch
dann legte ein Parteifreund dem anderen eine Hakenkreuzfahne
aufs Grab.

Außer Kontrolle
Die autonomen Nationalisten sind ein neues Phänomen,
mit dem auch die NPD Probleme hat. Vor allem in Nordrhein-
Westfalen haben sie wachsenden Zulauf. Eine Reportage aus
dem Ruhrgebiet, einer Hochburg der Neonazis mit Sonnenbrille.

«Dann gibt es zuerst wieder eine Kristallnacht»
Uwe Luthardt war erst drei Monate in der NPD, da saß er
schon im Vorstand des Jenaer Ortsverbandes. Nach wenigen
Monaten trat Luthardt wieder aus. Was er in der Partei erlebt
hat, konnte er nicht mehr mittragen.

Reifeprüfung der Demokratie
Die NPD kann in diesem Jahr deutlich vorankommen: DVU
und Republikaner werden bedeutungslos. Dafür baut sich die
Linkspartei vor ihr auf. In Ostdeutschland und bei den sozial
Enttäuschten kann sie der NPD ihre Kraft nehmen.

Anmerkungen