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Schmidt-Glintzer, Helwig

Chinas Angst vor der Freiheit

Der lange Weg in die Moderne

China macht Angst. Im Bewusstsein des Westens gilt China als Herausforderung der universalen Werte liberaler Gesellschaften. Doch umgekehrt gilt dasselbe: Es sind die freiheitlichen Ideale der westlichen Gesellschaft, die die traditionellen chinesischen Ordnungsmuster erschüttern und ehemals feste Orientierungspunkte auflösen. China hat Angst – vor der Freiheit.

Helwig Schmidt-Glintzer untersucht die kulturellen Tiefenstrukturen einer von der Partei bestimmten Nation, in der jede Kritik an der staatlichen Ordnung als Bedrohung ihrer Existenz empfunden wird, und er fragt nach den Vorstellungen von Glück und einem gelingenden Leben in einer Gesellschaft, in der Individualität als fragwürdiger Wert gilt. Er stellt die Eigengesetzlichkeit des chinesischen Modernisierungsprozesses ins Zentrum seiner Überlegungen und zeigt auf, wie sich universalistische Wertbindungen zu den kulturellen und religiösen Traditionen verhalten.
Wenn wir verstehen wollen, was der Aufstieg Chinas für uns bedeutet, werden wir fragen müssen: Was bedeutet die Freiheit in China?

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Bibliografie

978-3-406-59346-8

Erschienen am 31. August 2009

149 S.

Softcover

Bibliografische Reihen

Broschur 10,95 € Kaufen
Inhalt
Vorwort

1 Ordnung und Freiheit
Morgen wird besser sein als heute – Individuum und Gesellschaft: Die Dynamik des Freiheitsgedankens – Die Sakralisie rung der Person – Im Wettstreit mit der westlichen Welt: Gewohnheit der Freiheit statt Gesinnung der Freiheit – Frieden und Genügsamkeit: Dörfer und Städte – Widersprüchliche Selbstbilder und das Gebot der Selbsterziehung – Wechsel seitige Wahrnehmung und Eurasien im Aufbruch – Die USA und die «chinesische Karte» – Fehlendes Vertrauen in den Staat: Ein fortdauerndes Dilemma

2 Der Einzelne und die Gesellschaft
Himmelsreisen – Revolutionäre Unsterblichkeit: Rechtsent hobenheit und Heimkehr – «Das Volk ist am wichtigsten» – Die Große Mauer und die Suche nach Lebenssinn – Sicherung der Außengebiete und das sich anschließende Volk – Mao Zedong: Die «Inkarnation Chinas» und der Preis der Freiheit – Leid und Glück des Einzelnen in der Masse: Anpassung oder «Spannung zur Welt» – Menschenrechte und interkulturelle Verständigung

3 Verlusterfahrungen und Chinas Einheit
Der Traum von der Einheit und die «Umfärbung» der Kultur – Markt, Verantwortung und kulturelles Wertesystem – Fortgesetzte Restrukturierung – Die Erfahrungen des 20. Jahrhunderts: Mit Waffen gegen die Kriegsherren die Einheit gewinnen – Die Neuformierung aus dem Untergrund – Der Sieg der Kommunisten oder ein unbeendigter Bürgerkrieg? – Der Einzelne und die «Goldene Regel» im Konfuzianismus
– Historische Rekonstruktion: Die Rolle der geistigen Elite und ihre Erinnerung – Der Intellektuelle als unabhängige Kraft

4 Der weite Weg in die Zivilgesellschaft
Forderungen nach der Fünften Modernisierung und unterschwellige Potentiale – Menschliche Hutongs und autoritärer Kommunitarismus – Fortleben der Götter – Elite ohne Macht basis in der Republikzeit – «Mit der Partei den Staat regieren, mit dem Händler den Staat retten» – Der Verzicht auf das Ganze als Chance? – Die Verfassungsfrage – Liang Qichao und der Kulturbegriff als zivilisatorisches Projekt
– Verrecht lichung und Veralltäglichung – Globale Verwestlichung oder ein geläuterter Humanismusbegriff?

5 Demokratie und revolutionärer Autoritarismus
Selbstbestimmung und Fortschritt: Getanzte Kalligraphie? – «Das Leben der Bauern ist bitter» und der Mangel an «Kraft zur Durchdringung des Lebens» – Soziale Ordnung und fehlende Gefolgschaft – Sinnsuche und ein Weg der Hoffnung für China und Europa – Offene Zukunft, oder: Wird die Vergangenheit gut?

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-59346-8

Erschienen am 31. August 2009

149 S.

Softcover

Softcover 10,95 € Kaufen

Schmidt-Glintzer, Helwig

Chinas Angst vor der Freiheit

Der lange Weg in die Moderne

China macht Angst. Im Bewusstsein des Westens gilt China als Herausforderung der universalen Werte liberaler Gesellschaften. Doch umgekehrt gilt dasselbe: Es sind die freiheitlichen Ideale der westlichen Gesellschaft, die die traditionellen chinesischen Ordnungsmuster erschüttern und ehemals feste Orientierungspunkte auflösen. China hat Angst – vor der Freiheit.

Helwig Schmidt-Glintzer untersucht die kulturellen Tiefenstrukturen einer von der Partei bestimmten Nation, in der jede Kritik an der staatlichen Ordnung als Bedrohung ihrer Existenz empfunden wird, und er fragt nach den Vorstellungen von Glück und einem gelingenden Leben in einer Gesellschaft, in der Individualität als fragwürdiger Wert gilt. Er stellt die Eigengesetzlichkeit des chinesischen Modernisierungsprozesses ins Zentrum seiner Überlegungen und zeigt auf, wie sich universalistische Wertbindungen zu den kulturellen und religiösen Traditionen verhalten.
Wenn wir verstehen wollen, was der Aufstieg Chinas für uns bedeutet, werden wir fragen müssen: Was bedeutet die Freiheit in China?
Webcode: https://www.chbeck.de/28474

Inhalt

Vorwort

1 Ordnung und Freiheit
Morgen wird besser sein als heute – Individuum und Gesellschaft: Die Dynamik des Freiheitsgedankens – Die Sakralisie rung der Person – Im Wettstreit mit der westlichen Welt: Gewohnheit der Freiheit statt Gesinnung der Freiheit – Frieden und Genügsamkeit: Dörfer und Städte – Widersprüchliche Selbstbilder und das Gebot der Selbsterziehung – Wechsel seitige Wahrnehmung und Eurasien im Aufbruch – Die USA und die «chinesische Karte» – Fehlendes Vertrauen in den Staat: Ein fortdauerndes Dilemma

2 Der Einzelne und die Gesellschaft
Himmelsreisen – Revolutionäre Unsterblichkeit: Rechtsent hobenheit und Heimkehr – «Das Volk ist am wichtigsten» – Die Große Mauer und die Suche nach Lebenssinn – Sicherung der Außengebiete und das sich anschließende Volk – Mao Zedong: Die «Inkarnation Chinas» und der Preis der Freiheit – Leid und Glück des Einzelnen in der Masse: Anpassung oder «Spannung zur Welt» – Menschenrechte und interkulturelle Verständigung

3 Verlusterfahrungen und Chinas Einheit
Der Traum von der Einheit und die «Umfärbung» der Kultur – Markt, Verantwortung und kulturelles Wertesystem – Fortgesetzte Restrukturierung – Die Erfahrungen des 20. Jahrhunderts: Mit Waffen gegen die Kriegsherren die Einheit gewinnen – Die Neuformierung aus dem Untergrund – Der Sieg der Kommunisten oder ein unbeendigter Bürgerkrieg? – Der Einzelne und die «Goldene Regel» im Konfuzianismus
– Historische Rekonstruktion: Die Rolle der geistigen Elite und ihre Erinnerung – Der Intellektuelle als unabhängige Kraft

4 Der weite Weg in die Zivilgesellschaft
Forderungen nach der Fünften Modernisierung und unterschwellige Potentiale – Menschliche Hutongs und autoritärer Kommunitarismus – Fortleben der Götter – Elite ohne Macht basis in der Republikzeit – «Mit der Partei den Staat regieren, mit dem Händler den Staat retten» – Der Verzicht auf das Ganze als Chance? – Die Verfassungsfrage – Liang Qichao und der Kulturbegriff als zivilisatorisches Projekt
– Verrecht lichung und Veralltäglichung – Globale Verwestlichung oder ein geläuterter Humanismusbegriff?

5 Demokratie und revolutionärer Autoritarismus
Selbstbestimmung und Fortschritt: Getanzte Kalligraphie? – «Das Leben der Bauern ist bitter» und der Mangel an «Kraft zur Durchdringung des Lebens» – Soziale Ordnung und fehlende Gefolgschaft – Sinnsuche und ein Weg der Hoffnung für China und Europa – Offene Zukunft, oder: Wird die Vergangenheit gut?

Anmerkungen

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