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Schmoll, Heike

Lob der Elite

Warum wir sie brauchen

Warum wir Eliten brauchen – eine Streitschrift

Der Begriff "Elite" wird neuerdings wieder ganz unbefangen gebraucht, vor allem im Zusammenhang mit den neuen Elitehochschulen. Doch lassen sich Eliten schaffen? Und ist dies in einer Demokratie überhaupt wünschenswert? Heike Schmoll nimmt in ihrem fulminanten Lob der Elite die ewigen Elite-Kritiker ebenso aufs Korn wie die Wissenschafts-Planer, die eine Elite am Reißbrett schaffen wollen. Mit Blick auf die Geschichte von Eliten und ihre Bildung zeigt sie, warum wir nicht auf Eliten verzichten können und wie diese beschaffen sein müssen.
In keinem der führenden Industrieländer sitzt die Abneigung gegen Eliten so tief wie in Deutschland. Für Franzosen gehört die gezielte Rekrutierung der Eliten in Wissenschaft, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft ganz selbstverständlich zu den staatspolitischen Pflichten der Republik. Denn Eliten sind für keine Staatsform so unentbehrlich wie für die Demokratie. Deshalb muß der Zugang zur Elite prinzipiell offen, die Auswahlmethode transparent sein. Sobald sich Eliten abschotten, ihre Vorrechte genießen und für sich behalten wollen, verfehlen sie ihren gesellschaftlichen Auftrag. Da weder Tradition und Herkunft noch Bildung oder Leistungsstärke allein für die Zugehörigkeit zur Elite bürgen, müssen Weitsicht, Verantwortungs- und Pflichtbewußtsein, aber auch der Mut zum Alleingang hinzukommen. Heike Schmoll zeigt, wie Eliteförderung und Persönlichkeitsbildung miteinander verbunden werden können, damit Deutschland die Eliten bekommt, die es braucht.

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Bibliografie

978-3-406-57028-5

Erschienen am 01. Juni 2011

Statt 17,90 € jetzt nur noch 9,95 €

173 S.

Hardcover

Hardcover 9,95 € Kaufen
Inhalt

Vorwort

1. Elite – ein Kampfbegriff
2. Erziehung für die Polis: Elite in der Antike
3. Protestantische Mündigkeit und Humanismus
4. Pseudo-Eliten an Exzellenz-Hochschulen
5. Eliten im Zeichen der Grande Nation
6. Eliten in der Demokratie

Anmerkungen
Personenregister

Pressestimmen

Pressestimmen

"Die Journalistin und Theologin ist Expertin für Bildungsthemen und durchleuchtet auf eindrucksvolle Weise den deutschen Elitebegriff und die praktischen Versuche von Politik, Hochschulen und Wirtschaft, hierzulande eine Elite bilden. (...) Durch Vergleiche mit den französischen Grandes Écoles und den Konzepten von amerikanischen und englischen Eliteuniversitäten wie Harvard oder Cambridge zeigt Schmoll: Wir werden auch in zehn Jahren nicht mit diesen Eliteeinrichtungen konkurrieren können, weil es keine gewachsene Tradition von Elitebildung in Deutschland gibt."
Anne Otto, Psychologie heute, Januar 2009



"Heike Schmoll, Politredakteurin (…), zeigt, dass der Zugang zur Elite prinzipiell offen, die Auswahlmethoden transparent sein müssen, und erläutert das anhand der Geschichte der Eliten von der Antike bis in die moderne Gesellschaft. Sie schildert, wie konfessionsspezifische Prägungen wie das reformatorisch-humanistische Bildungsideal zu einer anderen Elitevorstellung führen als das jesuitische Konkurrenzmodell, das etwas die Eliteausbildung an den Grandes Écoles in Frankreich geprägt."
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20. März 2008



"Man kann (...) der dominierenden öffentlichen Tonlage widersprechen und die Eliten verteidigen – nicht unbedingt die, die wir haben, aber gewissermaßen die, die wir haben könnten, und die wir, so argumentiert Heike Schmoll in ihrem ‚Lob der Elite’, gerade in einer demokratischen Gesellschaft dringend brauchen. Die Journalistin der FAZ ist seit vielen Jahren eine der profiliertesten Stimmen in der Diskussion um die deutsche Bildungspolitik, und vehemente Kritikerin ihrer Reformen. (...) ‚Eliten müssen vor allem über eine ausreichende historische Bildung verfügen.’ Demgemäß führt Heike Schmoll die Leser in den sechs Kapiteln ihres schlanken, konzisen Büchleins durch die Etappen der abendländischen Elitegeschichte. Die wichtigsten Anker werden in der griechisch-römischen Antike eingeschlagen sowie in Humanismus und Reformation. Hier legt die Autorin jene Wurzeln des Elitären frei, das eher eine Haltung, eine Lebenseinstellung als eine eingekastelte soziale Position beschreibt: Tugend und umfassende humanitas, individuelle Mündigkeit und Leistungsethos. Bürgerliche Elitekultur und Protestantismus haben, so einer der Schlüsselsätze, historisch immer zusammengehört – und das gilt für Schmoll, so darf man ergänzen, auch weiterhin. Das ist deutscher Kulturprotestantismus at its best."
Paul Nolte, Süddeutsche Zeitung (Literaturbeilage zur Leipziger Buchmesse), 11. März 2008



"Dort (...), wo Schmoll von der (Hoch-)Schul-Elitenförderung spricht, zeigt sich ihre Expertenschaft. Nicht nur beim Plädoyer gegen das Nützlichkeitsdenken in der Schule (G8), sondern vor allem da, wo sie die tatsächlich ‚bildungsferne’ Wirkung des neoliberalen Denkens in der so genannten Exzellenzinitiative detailliert belegt. Dass hier Mündigkeit und Standhaftigkeit gegenüber bürokratischem und mentalem Anpassungsdruck und Verantwortungsempfinden nicht befördert werden, leuchtet sofort ein. Auch die universitäre ‚Elite’ ist so gesehen eine Mogelpackung."
Ruth Fühner, Frankfurter Rundschau (Literaturbeilage zur Leipziger Buchmesse), 11. März 2008



"Heike Schmolls hochgebildetes Brevier (...) liefert das historische Rüstzeug, um im Disput mit einem Elitenverächter Terrain zurückzugewinnen. (...) Den eklatanten Mangel an Eliten bemerkt man für gewöhnlich erst, wenn die Dinge nicht mehr so laufen wie gewohnt. Beim Mangel an geeigneten Führungsschichten schlägt dann oft die Stunde der charismatischen Populisten – und das ist viel schlimmer als das rechtzeitige Anerkenntnis, jeder Staat habe Eliten nötig."
Florian Felix Weyh, Deutschlandradio Kultur, 2. März 2008



"Heike Schmolls (...) offenkundige Sympathie gilt den vom Protestantismus in Deutschland gepflegten Ideen des Humanismus. Diese Sicht söhnt auch umgehend alle aus, die Eliten von vorneherein reserviert gegenüber stehen: Schmoll sieht die „Auserwählten“ stets rückgebunden an die Gesellschaft, nicht als abgeschlossene Kaste mit Dünkel und Bestehen auf eigenen Vorrechten, sondern als einzelne Individuen, die sich in der Verantwortung für das Gemeinwesen sehen, in dem sie leben."
Stefan May, Deutschlandradio Kultur, 22. Juli 2008



"Die Autorin legt in ihrem schlanken Band eine beachtliche historische Analyse des – jungen – Elitebegriffs vor und geht mit erfreulich angriffiger Brillanz gegen Tabuisierung und politische Korrektheiten vor. (...) Heike Schmolls Plädoyer für die Elite ist beste Kulturkritik; differenziert gedacht, forsch argumentiert und ohne Anbiederung an den Gleichstellungs-Jargon."
upj., Neue Zürcher Zeitung, 19./20. Juli 2008



"Eine kluge, höchst streitbare Schrift, die man gerade als Elitekritiker gelesen haben sollte."
Florian Vollmers, hochschulanzeiger, 23. Juni 2008



"Ein inspirierendes wie auch vehementes Plädoyer für modere Eliten im klassischen, bildungsbürgerlichen Sinne: Elite mit dem Merkmal intellektueller Exklusivität, frei im Denken und verantwortungsbewusst im Handeln. Die humanistischen Idealen verpflichteten Vorreiter und Vordenker der Gesellschaft werden von ihr beschworen – wobei die Autorin nicht ignoriert, dass sie eine aussterbende Spezies betrachtet. Im Interesse der Demokratie aber möchte Heike Schmoll den Ausgezeichneten in der Gesellschaft auch im 21. Jahrhundert Mut geben, sich hervorzutun und die Gesellschaft anzuregen, Hervorragendes wieder neu zu würdigen. Elite ist für sie kein Zustand des Daseins, sondern eine Lebenseinstellung, die stets aufs Neue reflektiert und errungen werden muss. (...)
Starke Eliten, mündige, unabhängige Denker gelten Heike Schmoll als Garant für einen funktionierenden demokratischen Rechtsstaat. (...) Durch den Text von Heike Schmoll strömt ein angenehmer Hauch von Idealismus – und das nicht etwa romantisierend oder nostalgisch verklärt, sondern auf höchst anregende Weise. Denn nicht nur Bildungspolitikern, sondern auch den Eliten hierzulande, wäre eine Prise mehr Idealismus zu wünschen."
Jacqueline Boysen, Deutschlandfunk, 16. Juni 2008



"(...) die deutsche Publizistin Heike Schmoll in ihrem Buch „Lob der Elite“ eine Lanze für die Eliten. Was Schmoll bietet, ist eine Elitengeschichte von der Antike bis zur Gegenwart. Elite ist für sie weniger eine soziale Position als eine Art des Denkens und der Lebenseinstellung. (...) Eliten könne man aber nicht an Elite-Hochschulen und mittels Exzellenz-Initiativen aus dem Boden stampfen. Dementsprechend scharf kritisiert sie alle Bestrebungen, die in dieser Hinsicht unternommen werden."
Die Furche, 15. Mai 2008



"[Der Autorin ist] mit „Lob der „Elite“ ein interessantes Buch gelungen, das gut verständlich die Geschichte der Eliten von der Antike bis heute erzählt. Und Angst vor einer Elite, wie hier beschrieben, muss man wirklich nicht haben."
Anna Tollkötter, Radio Bremen, 7. Mai 2008



"Eliten, wie wir sie brauchen, begreifen ihre Machtposition nie als Autonomieposition, sondern ziehen in ihren Entscheidungen immer auch das Gemeinwohl in Betracht. Sie lassen die Innovationsscheu hinter sich, suchen nach neuen Chancen und beteiligen sich so als Vorbilder am gesamtgesellschaftlichen Meinungsbildungsprozess. Für die Frage, wie ein solcher Wertediskurs neu zu führen ist, zeigt Schmoll wichtige Perspektiven auf. Ihrem aufrüttelnden und im positiven Sinne unzeitgemäßen Essay ist zu wünschen, dass er viele Leser finden wird."
Konrad Schily, Rheinischer Merkur, 3. April 2008



"(…) das Buch der FAZ-Bildungsexpertin Heike Schmoll ist kein Blanko-Scheck für die deutsche Oberschicht. Schmoll sieht in Deutschland vielmehr allerhand ‚Lobbyistentum’ und ‚teilweise ausgeprägte Vetternwirtschaft’. ‚Wegen der Zersplitterung der Eliten ist es in Deutschland üblich geworden, dass Eliten eher übereinander reden als miteinander.’ (…) Schmoll plädiert für mehr nationales Selbstbewusstsein. Dazu bietet sie viel theoretisches Rüstzeug. Ihr patriotischer Elitebegriff wird zudem mit historischen Exkursen unterfüttert."
Deutsche Presseagentur, 25. März 2008



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Bibliografie

978-3-406-57028-5

Erschienen am 01. Juni 2011

Statt 17,90 € jetzt nur noch 9,95 €

173 S.

Hardcover

Hardcover 9,95 € Kaufen

Schmoll, Heike

Lob der Elite

Warum wir sie brauchen

Warum wir Eliten brauchen – eine Streitschrift

Der Begriff "Elite" wird neuerdings wieder ganz unbefangen gebraucht, vor allem im Zusammenhang mit den neuen Elitehochschulen. Doch lassen sich Eliten schaffen? Und ist dies in einer Demokratie überhaupt wünschenswert? Heike Schmoll nimmt in ihrem fulminanten Lob der Elite die ewigen Elite-Kritiker ebenso aufs Korn wie die Wissenschafts-Planer, die eine Elite am Reißbrett schaffen wollen. Mit Blick auf die Geschichte von Eliten und ihre Bildung zeigt sie, warum wir nicht auf Eliten verzichten können und wie diese beschaffen sein müssen.
In keinem der führenden Industrieländer sitzt die Abneigung gegen Eliten so tief wie in Deutschland. Für Franzosen gehört die gezielte Rekrutierung der Eliten in Wissenschaft, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft ganz selbstverständlich zu den staatspolitischen Pflichten der Republik. Denn Eliten sind für keine Staatsform so unentbehrlich wie für die Demokratie. Deshalb muß der Zugang zur Elite prinzipiell offen, die Auswahlmethode transparent sein. Sobald sich Eliten abschotten, ihre Vorrechte genießen und für sich behalten wollen, verfehlen sie ihren gesellschaftlichen Auftrag. Da weder Tradition und Herkunft noch Bildung oder Leistungsstärke allein für die Zugehörigkeit zur Elite bürgen, müssen Weitsicht, Verantwortungs- und Pflichtbewußtsein, aber auch der Mut zum Alleingang hinzukommen. Heike Schmoll zeigt, wie Eliteförderung und Persönlichkeitsbildung miteinander verbunden werden können, damit Deutschland die Eliten bekommt, die es braucht.
Webcode: https://www.chbeck.de/22697

Inhalt

Vorwort

1. Elite – ein Kampfbegriff
2. Erziehung für die Polis: Elite in der Antike
3. Protestantische Mündigkeit und Humanismus
4. Pseudo-Eliten an Exzellenz-Hochschulen
5. Eliten im Zeichen der Grande Nation
6. Eliten in der Demokratie

Anmerkungen
Personenregister

Pressestimmen

"Die Journalistin und Theologin ist Expertin für Bildungsthemen und durchleuchtet auf eindrucksvolle Weise den deutschen Elitebegriff und die praktischen Versuche von Politik, Hochschulen und Wirtschaft, hierzulande eine Elite bilden. (...) Durch Vergleiche mit den französischen Grandes Écoles und den Konzepten von amerikanischen und englischen Eliteuniversitäten wie Harvard oder Cambridge zeigt Schmoll: Wir werden auch in zehn Jahren nicht mit diesen Eliteeinrichtungen konkurrieren können, weil es keine gewachsene Tradition von Elitebildung in Deutschland gibt."
Anne Otto, Psychologie heute, Januar 2009


"Heike Schmoll, Politredakteurin (…), zeigt, dass der Zugang zur Elite prinzipiell offen, die Auswahlmethoden transparent sein müssen, und erläutert das anhand der Geschichte der Eliten von der Antike bis in die moderne Gesellschaft. Sie schildert, wie konfessionsspezifische Prägungen wie das reformatorisch-humanistische Bildungsideal zu einer anderen Elitevorstellung führen als das jesuitische Konkurrenzmodell, das etwas die Eliteausbildung an den Grandes Écoles in Frankreich geprägt."
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20. März 2008


"Man kann (...) der dominierenden öffentlichen Tonlage widersprechen und die Eliten verteidigen – nicht unbedingt die, die wir haben, aber gewissermaßen die, die wir haben könnten, und die wir, so argumentiert Heike Schmoll in ihrem ‚Lob der Elite’, gerade in einer demokratischen Gesellschaft dringend brauchen. Die Journalistin der FAZ ist seit vielen Jahren eine der profiliertesten Stimmen in der Diskussion um die deutsche Bildungspolitik, und vehemente Kritikerin ihrer Reformen. (...) ‚Eliten müssen vor allem über eine ausreichende historische Bildung verfügen.’ Demgemäß führt Heike Schmoll die Leser in den sechs Kapiteln ihres schlanken, konzisen Büchleins durch die Etappen der abendländischen Elitegeschichte. Die wichtigsten Anker werden in der griechisch-römischen Antike eingeschlagen sowie in Humanismus und Reformation. Hier legt die Autorin jene Wurzeln des Elitären frei, das eher eine Haltung, eine Lebenseinstellung als eine eingekastelte soziale Position beschreibt: Tugend und umfassende humanitas, individuelle Mündigkeit und Leistungsethos. Bürgerliche Elitekultur und Protestantismus haben, so einer der Schlüsselsätze, historisch immer zusammengehört – und das gilt für Schmoll, so darf man ergänzen, auch weiterhin. Das ist deutscher Kulturprotestantismus at its best."
Paul Nolte, Süddeutsche Zeitung (Literaturbeilage zur Leipziger Buchmesse), 11. März 2008


"Dort (...), wo Schmoll von der (Hoch-)Schul-Elitenförderung spricht, zeigt sich ihre Expertenschaft. Nicht nur beim Plädoyer gegen das Nützlichkeitsdenken in der Schule (G8), sondern vor allem da, wo sie die tatsächlich ‚bildungsferne’ Wirkung des neoliberalen Denkens in der so genannten Exzellenzinitiative detailliert belegt. Dass hier Mündigkeit und Standhaftigkeit gegenüber bürokratischem und mentalem Anpassungsdruck und Verantwortungsempfinden nicht befördert werden, leuchtet sofort ein. Auch die universitäre ‚Elite’ ist so gesehen eine Mogelpackung."
Ruth Fühner, Frankfurter Rundschau (Literaturbeilage zur Leipziger Buchmesse), 11. März 2008


"Heike Schmolls hochgebildetes Brevier (...) liefert das historische Rüstzeug, um im Disput mit einem Elitenverächter Terrain zurückzugewinnen. (...) Den eklatanten Mangel an Eliten bemerkt man für gewöhnlich erst, wenn die Dinge nicht mehr so laufen wie gewohnt. Beim Mangel an geeigneten Führungsschichten schlägt dann oft die Stunde der charismatischen Populisten – und das ist viel schlimmer als das rechtzeitige Anerkenntnis, jeder Staat habe Eliten nötig."
Florian Felix Weyh, Deutschlandradio Kultur, 2. März 2008


"Heike Schmolls (...) offenkundige Sympathie gilt den vom Protestantismus in Deutschland gepflegten Ideen des Humanismus. Diese Sicht söhnt auch umgehend alle aus, die Eliten von vorneherein reserviert gegenüber stehen: Schmoll sieht die „Auserwählten“ stets rückgebunden an die Gesellschaft, nicht als abgeschlossene Kaste mit Dünkel und Bestehen auf eigenen Vorrechten, sondern als einzelne Individuen, die sich in der Verantwortung für das Gemeinwesen sehen, in dem sie leben."
Stefan May, Deutschlandradio Kultur, 22. Juli 2008


"Die Autorin legt in ihrem schlanken Band eine beachtliche historische Analyse des – jungen – Elitebegriffs vor und geht mit erfreulich angriffiger Brillanz gegen Tabuisierung und politische Korrektheiten vor. (...) Heike Schmolls Plädoyer für die Elite ist beste Kulturkritik; differenziert gedacht, forsch argumentiert und ohne Anbiederung an den Gleichstellungs-Jargon."
upj., Neue Zürcher Zeitung, 19./20. Juli 2008


"Eine kluge, höchst streitbare Schrift, die man gerade als Elitekritiker gelesen haben sollte."
Florian Vollmers, hochschulanzeiger, 23. Juni 2008


"Ein inspirierendes wie auch vehementes Plädoyer für modere Eliten im klassischen, bildungsbürgerlichen Sinne: Elite mit dem Merkmal intellektueller Exklusivität, frei im Denken und verantwortungsbewusst im Handeln. Die humanistischen Idealen verpflichteten Vorreiter und Vordenker der Gesellschaft werden von ihr beschworen – wobei die Autorin nicht ignoriert, dass sie eine aussterbende Spezies betrachtet. Im Interesse der Demokratie aber möchte Heike Schmoll den Ausgezeichneten in der Gesellschaft auch im 21. Jahrhundert Mut geben, sich hervorzutun und die Gesellschaft anzuregen, Hervorragendes wieder neu zu würdigen. Elite ist für sie kein Zustand des Daseins, sondern eine Lebenseinstellung, die stets aufs Neue reflektiert und errungen werden muss. (...)
Starke Eliten, mündige, unabhängige Denker gelten Heike Schmoll als Garant für einen funktionierenden demokratischen Rechtsstaat. (...) Durch den Text von Heike Schmoll strömt ein angenehmer Hauch von Idealismus – und das nicht etwa romantisierend oder nostalgisch verklärt, sondern auf höchst anregende Weise. Denn nicht nur Bildungspolitikern, sondern auch den Eliten hierzulande, wäre eine Prise mehr Idealismus zu wünschen."
Jacqueline Boysen, Deutschlandfunk, 16. Juni 2008


"(...) die deutsche Publizistin Heike Schmoll in ihrem Buch „Lob der Elite“ eine Lanze für die Eliten. Was Schmoll bietet, ist eine Elitengeschichte von der Antike bis zur Gegenwart. Elite ist für sie weniger eine soziale Position als eine Art des Denkens und der Lebenseinstellung. (...) Eliten könne man aber nicht an Elite-Hochschulen und mittels Exzellenz-Initiativen aus dem Boden stampfen. Dementsprechend scharf kritisiert sie alle Bestrebungen, die in dieser Hinsicht unternommen werden."
Die Furche, 15. Mai 2008


"[Der Autorin ist] mit „Lob der „Elite“ ein interessantes Buch gelungen, das gut verständlich die Geschichte der Eliten von der Antike bis heute erzählt. Und Angst vor einer Elite, wie hier beschrieben, muss man wirklich nicht haben."
Anna Tollkötter, Radio Bremen, 7. Mai 2008


"Eliten, wie wir sie brauchen, begreifen ihre Machtposition nie als Autonomieposition, sondern ziehen in ihren Entscheidungen immer auch das Gemeinwohl in Betracht. Sie lassen die Innovationsscheu hinter sich, suchen nach neuen Chancen und beteiligen sich so als Vorbilder am gesamtgesellschaftlichen Meinungsbildungsprozess. Für die Frage, wie ein solcher Wertediskurs neu zu führen ist, zeigt Schmoll wichtige Perspektiven auf. Ihrem aufrüttelnden und im positiven Sinne unzeitgemäßen Essay ist zu wünschen, dass er viele Leser finden wird."
Konrad Schily, Rheinischer Merkur, 3. April 2008


"(…) das Buch der FAZ-Bildungsexpertin Heike Schmoll ist kein Blanko-Scheck für die deutsche Oberschicht. Schmoll sieht in Deutschland vielmehr allerhand ‚Lobbyistentum’ und ‚teilweise ausgeprägte Vetternwirtschaft’. ‚Wegen der Zersplitterung der Eliten ist es in Deutschland üblich geworden, dass Eliten eher übereinander reden als miteinander.’ (…) Schmoll plädiert für mehr nationales Selbstbewusstsein. Dazu bietet sie viel theoretisches Rüstzeug. Ihr patriotischer Elitebegriff wird zudem mit historischen Exkursen unterfüttert."
Deutsche Presseagentur, 25. März 2008