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Schneede, Uwe M.

Die Kunst des Surrealismus

Malerei, Skulptur, Fotografie, Film

Statt 29,90 € jetzt nur noch 12,95 €


Die Ikonen der surrealistischen Malerei sind allgemein bekannt: die überraschenden, oft verstörenden Werke von Max Ernst, René Magritte oder Salvador Dalí, die den Betrachter in fremde Welten entführen. Doch kaum jemandem ist bewußt, daß der Surrealismus weit mehr umfasst: insbesondere die Literatur, aber auch Film, Fotografie und Skulptur. Klar, anschaulich und mit Blick auf das Wesentliche erzählt Uwe M. Schneede die Geschichte der bedeutendsten und wirkungsvollsten künstlerischen Bewegung des 20. Jahrhunderts. Er verknüpft dabei auf eindrucksvolle Weise die Entwicklung der surrealistischen Kunst mit Einblicken in die politischen, weltanschaulichen und kulturrevolutionären Vorstellungen der Bewegung. Wo die Ursprünge des Surrealismus liegen, wie das Unbewußte spielerisch in automatischen Schreib- und Zeichenverfahren sowie mit Hilfe von Traumprotokollen erkundet wurde, welche besonderen künstlerischen Techniken die Surrealisten erfanden und warum die Fotografie eine so wichtige Rolle spielte – all das und vieles mehr erfährt man in diesem höchst anregenden Buch.

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Bibliografie

978-3-406-54683-9

265 S., mit 114 Abbildungen, davon 59 in Farbe

Hardcover

Schlagwörter

Hardcover 12,95 € Kaufen
Inhalt
EINFÜHRUNG
DER SURREALISMUS IM JAHR SEINER GRÜNDUNG 1924

1. UMBRÜCHE 1919–1924

L‘Esprit nouveau / Der neue Geist
Wider die «Poesie»: Breton, Aragon, Soupault
Die Zeit des Übergangs / Abrücken von Dada

Époche de sommeils / Zeit der Schlafzustände 1922/23
«Automatische» Niederschrift
Traumprotokolle
Cadavres exquis: «Über jeden Verdacht erhabene Kreaturen»

Malerei «jenseits der Malerei» 1921–24
Max Ernst, Paris 1921: «Die tausend Mittel einer völlig neuen Kunst» Die Wiederkehr des Gemäldes /
Max Ernsts protosurrealistische Bilder 1922–1924
Giorgio de Chirico, der verlorene Vorläufer

2. DIE SURREALISTISCHE REVOLUTION 1924–1939

Das surrealistische Denken
«Sohn des Wahnsinns und der Finsternis» / Das Erste Manifest
Die abgründigen Ahnen
Kritik an den Avantgarden und die Entdeckung Duchamps
Ein Schlüsselbegriff: «Das Wunderbare»
Ein weiterer Schlüsselbegriff: «Die konvulsivische Schönheit»
«Die Bewußtseinskrise»

Inszenierte Realität
Die Surrealität der Realität
Das Paris der Surrealisten
Realität / Surrealität in der Dichtung
Subversive Interventionen
Eine surrealistische Existenz

Die Institution Surrealismus
Die Gruppe und die Rolle Bretons: «Sein Auftreten ist das eines Inquisitors»
Die Zeitschriften
«Die Zentrale»

Der politische Surrealismus
Die Phase der kritischen Debatten ab 1925
Trotz allem: eine künstlerische Bewegung
Krise um Aragon 1930, Einvernehmen mit Trotzki 1938

3. DIE MALEREI IM SURREALISMUS 1924–1939

«Gibt es eine surrealistische Malerei?»
Künstlerische Situation in Frankreich 1920/24: «Zurück zur Ordnung»
Die Malerei-Debatte von 1925

Automatismus und Malerei 1924–1930
Joan Miró: Bild-Poesie
André Masson: «Hingabe an den inneren Aufruhr»
Yves Tanguy: Die entfremdete Welt

Der Mechanismus der Inspiration 1925–1939
Max Ernst: «Im Grenzgebiet zwischen Innen- und Außenwelt»
Materialexperimente: Oscar Dominguez, Wolfgang Paalen, Victor Brauner

Der Verismus des Unwahrscheinlichen, ab 1926
René Magritte: Der denkende Blick
Salvador Dalí: Der angenommene Wahn

Annäherungen: Picasso und der Surrealismus 1926–1936

4. DAS SURREALISTISCHE BILD

Denken in Bildern

Imaginationstechniken

Bildmethoden
Kombinatorik
Metamorphose

Neue Ikonographie
Landschaft und böse Ahnung
Puppe und Entfremdung
Blendung und innere Sicht
Begierde und Zerstörung

Ohne Genie und Talent?
Widersprüche im Bild vom Künstler

5. DIE NEUEN GATTUNGEN
OBJEKT, FOTOGRAFIE, F ILM, AUSSTELLUNG

«Symbolisch funktionierende Objekte» 1931–1939
Politische Krise / Dalís Initiative
Die surrealistische Skulptur: Alberto Giacometti
Das surrealistische Objekt: «Poesie muß von allen gemacht werden, nicht von einem»

Der begehrliche Blick: Die surrealistische Fotografie 1925–1939
«Das glasklare Auge ohne Wimpern»
Professionalität und Experiment: Fotografen, Techniken
Der mehrsinnige Blick: Brassaï, Eli Lotar, J.-A. Boiffard
Das inszenierte Foto: Man Ray, Claude Cahun, Hans Bellmer
Der surrealistische Gebrauch der Fotografie
Fotografische Deutungsmacht

Schockästhetik: Der surrealistische Film 1927–1930
«Das Objektiv entdeckt …»
Antonin Artaud und Man Ray
Buñuel und Dalí: Un Chien andalou
L’Âge d’or: Amour fou und Gewalt

Die Ausstellung als Werk
Kunst und Wunder, Paris 1936
Der Surrealismus als Gesamtkunstwerk, Paris 1938

CHRONOLOGIE DES SURREALISMUS 1917–1945

Kurzbiographien
Anmerkungen
Literatur
Personenregister
Bildnachweis

Pressestimmen

Pressestimmen

"Aus tiefster Seele. Ein Geschichtsbuch zum Surrealismus. „Absoluter Nonkonformismus, totale Respektlosigkeit und beste Laune“, so erinnert sich der Dichter Antonin Artaud, bestimmen um 1924 das subversive Klima bei einer Gruppe von Pariser Künstlern, die sich Surrealisten nannten. Unter der autoritären Leitung des Schriftstellers André Breton vereinten sie bis 1945 Maler, Bildhauer und Literaten, Filmemacher und Fotografen, denen der Kubismus zu schroff und die Dada-Bewegung zu kunstfeindlich gewesen war. Was sie anstellten, um mit Hilfe der Seelenkräfte des Unbewussten nicht allein die Kunst ihrer Zeit, sondern auch Politik und Alltagsleben zu revolutionieren, schildert der Kunsthistoriker Uwe M. Schneede, von 1991 bis 2006 Direktor der Hamburger Kunsthalle, in einem fakten- und anekdotenreichen Geschichtsbuch. Mit Register und ausführlicher Chronik taugt es zugleich als Nachschlagewerk über die Protagonisten der Gruppe, darunter Max Ernst, Salvador Dalí, René Magritte, Joan Miró, André Masson, Man Ray, Meret Oppenheim, Luis Buñuel. Der Surrealismus, resümiert Schneede, prägte das 20. Jahrhundert „wie keine andere künstlerische Bewegung“."
Alfred Nemeczek, art spezial, Dezember 2006



"Uwe M. Schneede, langjähriger Direktor der Hamburger Kunsthalle, legt nun einen konzisen Überblick über die Kunst des Surrealismus vor, der sowohl die Anfänge der Bewegung, ihre Geschichte, ihre Intentionen und Vorgehensweisen schildert, als auch die wichtigsten künstlerischen Medien vorstellt. Die Malerei ist ja weidlich bekannt, es werden jedoch auch ausgiebig die surrealistischen Objekte und, vor allem, der Film und die Fotografie vorgestellt, Medien, die bislang in der breiteren Rezeption zu Unrecht nur eine untergeordnete Rolle spielten."
Ivo Kranzfelder, Weltkunst, 1. Oktober 2006



Empfehlungen

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-54683-9

265 S., mit 114 Abbildungen, davon 59 in Farbe

Hardcover

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Schneede, Uwe M.

Die Kunst des Surrealismus

Malerei, Skulptur, Fotografie, Film

Statt 29,90 € jetzt nur noch 12,95 €


Die Ikonen der surrealistischen Malerei sind allgemein bekannt: die überraschenden, oft verstörenden Werke von Max Ernst, René Magritte oder Salvador Dalí, die den Betrachter in fremde Welten entführen. Doch kaum jemandem ist bewußt, daß der Surrealismus weit mehr umfasst: insbesondere die Literatur, aber auch Film, Fotografie und Skulptur. Klar, anschaulich und mit Blick auf das Wesentliche erzählt Uwe M. Schneede die Geschichte der bedeutendsten und wirkungsvollsten künstlerischen Bewegung des 20. Jahrhunderts. Er verknüpft dabei auf eindrucksvolle Weise die Entwicklung der surrealistischen Kunst mit Einblicken in die politischen, weltanschaulichen und kulturrevolutionären Vorstellungen der Bewegung. Wo die Ursprünge des Surrealismus liegen, wie das Unbewußte spielerisch in automatischen Schreib- und Zeichenverfahren sowie mit Hilfe von Traumprotokollen erkundet wurde, welche besonderen künstlerischen Techniken die Surrealisten erfanden und warum die Fotografie eine so wichtige Rolle spielte – all das und vieles mehr erfährt man in diesem höchst anregenden Buch.
Webcode: https://www.chbeck.de/15294

Inhalt

EINFÜHRUNG
DER SURREALISMUS IM JAHR SEINER GRÜNDUNG 1924

1. UMBRÜCHE 1919–1924

L‘Esprit nouveau / Der neue Geist
Wider die «Poesie»: Breton, Aragon, Soupault
Die Zeit des Übergangs / Abrücken von Dada

Époche de sommeils / Zeit der Schlafzustände 1922/23
«Automatische» Niederschrift
Traumprotokolle
Cadavres exquis: «Über jeden Verdacht erhabene Kreaturen»

Malerei «jenseits der Malerei» 1921–24
Max Ernst, Paris 1921: «Die tausend Mittel einer völlig neuen Kunst» Die Wiederkehr des Gemäldes /
Max Ernsts protosurrealistische Bilder 1922–1924
Giorgio de Chirico, der verlorene Vorläufer

2. DIE SURREALISTISCHE REVOLUTION 1924–1939

Das surrealistische Denken
«Sohn des Wahnsinns und der Finsternis» / Das Erste Manifest
Die abgründigen Ahnen
Kritik an den Avantgarden und die Entdeckung Duchamps
Ein Schlüsselbegriff: «Das Wunderbare»
Ein weiterer Schlüsselbegriff: «Die konvulsivische Schönheit»
«Die Bewußtseinskrise»

Inszenierte Realität
Die Surrealität der Realität
Das Paris der Surrealisten
Realität / Surrealität in der Dichtung
Subversive Interventionen
Eine surrealistische Existenz

Die Institution Surrealismus
Die Gruppe und die Rolle Bretons: «Sein Auftreten ist das eines Inquisitors»
Die Zeitschriften
«Die Zentrale»

Der politische Surrealismus
Die Phase der kritischen Debatten ab 1925
Trotz allem: eine künstlerische Bewegung
Krise um Aragon 1930, Einvernehmen mit Trotzki 1938

3. DIE MALEREI IM SURREALISMUS 1924–1939

«Gibt es eine surrealistische Malerei?»
Künstlerische Situation in Frankreich 1920/24: «Zurück zur Ordnung»
Die Malerei-Debatte von 1925

Automatismus und Malerei 1924–1930
Joan Miró: Bild-Poesie
André Masson: «Hingabe an den inneren Aufruhr»
Yves Tanguy: Die entfremdete Welt

Der Mechanismus der Inspiration 1925–1939
Max Ernst: «Im Grenzgebiet zwischen Innen- und Außenwelt»
Materialexperimente: Oscar Dominguez, Wolfgang Paalen, Victor Brauner

Der Verismus des Unwahrscheinlichen, ab 1926
René Magritte: Der denkende Blick
Salvador Dalí: Der angenommene Wahn

Annäherungen: Picasso und der Surrealismus 1926–1936

4. DAS SURREALISTISCHE BILD

Denken in Bildern

Imaginationstechniken

Bildmethoden
Kombinatorik
Metamorphose

Neue Ikonographie
Landschaft und böse Ahnung
Puppe und Entfremdung
Blendung und innere Sicht
Begierde und Zerstörung

Ohne Genie und Talent?
Widersprüche im Bild vom Künstler

5. DIE NEUEN GATTUNGEN
OBJEKT, FOTOGRAFIE, F ILM, AUSSTELLUNG

«Symbolisch funktionierende Objekte» 1931–1939
Politische Krise / Dalís Initiative
Die surrealistische Skulptur: Alberto Giacometti
Das surrealistische Objekt: «Poesie muß von allen gemacht werden, nicht von einem»

Der begehrliche Blick: Die surrealistische Fotografie 1925–1939
«Das glasklare Auge ohne Wimpern»
Professionalität und Experiment: Fotografen, Techniken
Der mehrsinnige Blick: Brassaï, Eli Lotar, J.-A. Boiffard
Das inszenierte Foto: Man Ray, Claude Cahun, Hans Bellmer
Der surrealistische Gebrauch der Fotografie
Fotografische Deutungsmacht

Schockästhetik: Der surrealistische Film 1927–1930
«Das Objektiv entdeckt …»
Antonin Artaud und Man Ray
Buñuel und Dalí: Un Chien andalou
L’Âge d’or: Amour fou und Gewalt

Die Ausstellung als Werk
Kunst und Wunder, Paris 1936
Der Surrealismus als Gesamtkunstwerk, Paris 1938

CHRONOLOGIE DES SURREALISMUS 1917–1945

Kurzbiographien
Anmerkungen
Literatur
Personenregister
Bildnachweis

Pressestimmen

"Aus tiefster Seele. Ein Geschichtsbuch zum Surrealismus. „Absoluter Nonkonformismus, totale Respektlosigkeit und beste Laune“, so erinnert sich der Dichter Antonin Artaud, bestimmen um 1924 das subversive Klima bei einer Gruppe von Pariser Künstlern, die sich Surrealisten nannten. Unter der autoritären Leitung des Schriftstellers André Breton vereinten sie bis 1945 Maler, Bildhauer und Literaten, Filmemacher und Fotografen, denen der Kubismus zu schroff und die Dada-Bewegung zu kunstfeindlich gewesen war. Was sie anstellten, um mit Hilfe der Seelenkräfte des Unbewussten nicht allein die Kunst ihrer Zeit, sondern auch Politik und Alltagsleben zu revolutionieren, schildert der Kunsthistoriker Uwe M. Schneede, von 1991 bis 2006 Direktor der Hamburger Kunsthalle, in einem fakten- und anekdotenreichen Geschichtsbuch. Mit Register und ausführlicher Chronik taugt es zugleich als Nachschlagewerk über die Protagonisten der Gruppe, darunter Max Ernst, Salvador Dalí, René Magritte, Joan Miró, André Masson, Man Ray, Meret Oppenheim, Luis Buñuel. Der Surrealismus, resümiert Schneede, prägte das 20. Jahrhundert „wie keine andere künstlerische Bewegung“."
Alfred Nemeczek, art spezial, Dezember 2006


"Uwe M. Schneede, langjähriger Direktor der Hamburger Kunsthalle, legt nun einen konzisen Überblick über die Kunst des Surrealismus vor, der sowohl die Anfänge der Bewegung, ihre Geschichte, ihre Intentionen und Vorgehensweisen schildert, als auch die wichtigsten künstlerischen Medien vorstellt. Die Malerei ist ja weidlich bekannt, es werden jedoch auch ausgiebig die surrealistischen Objekte und, vor allem, der Film und die Fotografie vorgestellt, Medien, die bislang in der breiteren Rezeption zu Unrecht nur eine untergeordnete Rolle spielten."
Ivo Kranzfelder, Weltkunst, 1. Oktober 2006