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Seufert, Günter / Kubaseck, Christopher

Die Türkei

Politik, Geschichte, Kultur

Dieser Band ist unentbehrlich für alle, die sich knapp und auf dem neuesten Stand über den östlichen Nachbarn Europas informieren wollen. Die Autoren bieten einen kompakten Überblick über die Geographie und die lange, vielfältige Geschichte der Türkei. Sie informieren über Politik und Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur des Landes. Ein eigenes Kapitel ist den innenpolitischen Problemfeldern gewidmet: der Politik gegenüber Minderheiten wie Kurden oder Alewiten sowie der politischen Rolle des Islam. Zur Sprache kommt auch das außenpolitische Spannungsfeld, in dem sich die Türkei befindet: als Teil der islamischen Welt und als Verbündeter der USA und Israels, als Partner der zentralasiatischen Turkstaaten und auf dem Weg zur EU-Mitgliedschaft.

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Bibliografie

978-3-406-54750-8

2., durchgesehene und aktualisierte Auflage, 2006

240 S., mit 10 Abbildungen und 5 Karten

Softcover

Bibliografische Reihen

Schlagwörter

Broschur 12,90 € Kaufen
Inhalt
Zur Aussprache türkischer Namen und Begriffe
Vorwort

1. Fast ein Subkontinent - das Land
Geographische Konstanten
Natürliche Ressourcen und ihre Ausbeutung
Die Anbindung ans Meer
Flora, Fauna und Naturschutz
Kulturlandschaften und Siedlungsweisen
Verwaltungsstrukturen

2. Kaleidoskop der Kulturen: die Geschichte Analoliens
Frühe Spuren: die Vorgeschichte
Vom Dorf zur Stadt
Händler und Fürsten
Übergang und Neuorientierung
Archaik und Klassik
Hellenismus und Römerherrschaft
Die Geburt von Byzanz
Der Aufstieg des Osmanischen Reiches

3. Vom Sultanat zur Demokratie
Die Anfänge moderner Staatlichkeit und Politik
Forderungen nach politischer Beteiligung und Bürgerrechten
Der türkische Unabhängigkeitskrieg
Atatürk und die Bildung der türkischen Nation
Demokratisierung und Eingriffe des Militärs
Liberalisierung und Hinwendung zur EU
Militär und Politik

4. Agrarnation im Internetzeitalter?
Mobil in jeder Hinsicht
Die Landwirtschaft und der Weltmarkt
Währung und Wirtschaft
Arbeitnehmer zwischen Wohlstand und Not

5. Kulturpolitische Dauerbrenner
Der Islam zwischen Glaube und Ideologie
Aufbruch in Anatolien - Der politische Islam bis 1980
Islamisten als Oberbürgermeister
Die AKP: Euro-Islam auf Türkisch
Die Alewiten
Kurden und Türken
Nichtmuslimische Minderheiten
Neues Regime, neue Sprache
Von der Medrese zur Universität

6. Außenpolitische Alternativen
Der Beitritt zur EU - Geduldsprobe für beide Seiten
Der ewige Streit mit Griechenland
Zypern: Weltpolitik um einen Zwergstaat
Der Nordirak: Kurden und Öl
Die Allianz mit Israel
Der Traum von einer großtürkischen Welt

7. Vom Nomadenzelt zur Postmoderne - die Kultur
Das kulturelle Erbe
Bildende Kunst: Stiefkind auf dem Weg zur Mündigkeit?
Der Film: zwischen Zensur und Freiheit
Lebendige Volksmusik, spritziger Pop
Perspektiven der Literatur

Zeittafel
Abkürzungen von Organisationen und Institutionen
Anmerkungen
Literaturhinweise
Personenregister

Verzeichnis der Karten

Pressestimmen

Pressestimmen

"Wer sich der Türkei eher systematisch nähern möchte, dem sei die Landeskunde von Günter Seufert und Christoph Kubaseck zur Lektüre empfohlen. Hierin findet sich auch der Hinweis, dass die Partei Erbakans bei den letzten Parlamentswahlen nur zwei Prozent erhalten hatte, während Erdogans AKP einen eindeutigen Sieg einfuhr. „Für die große Mehrheit der Frommen ist heute ihr Glaube kein Grund mehr, sich von Europa fern zu halten. Mehr noch, erstmals in der Geschichte der Türkei haben muslimisch-konservative Kräfte die Führung des Landes auf dem Weg nach Europa übernommen. Viel erfolgreicher kann Verwestlichung nicht sein.“"
Boris Peter, Der Tagesspiegel, 6. Dezember 2004



"Seit die Türkei vor den Toren der Europäischen Union steht, wird viel über das Land geschrieben und geredet. (...) Erstaunlicherweise bietet die hiesige Literaturlandschaft hierzu bis jetzt wenig Erbauliches. (...) Doch die Wahlen vom November 2002 haben die Türkei verändert. Wohl nur zu Zeiten des Staatsgründers Atatürk wurde das Staatssystem derart durcheinander gewirbelt und neu orientiert. Eines der ersten Bücher, die dieser neuen Türkei Rechnung tragen, ist „Die Türkei – Politik, Geschichte, Kultur“ von Günter Seufert und Christopher Kubaseck. Vor allem das Herzstück des Buches, das Kapitel mit dem etwas skurrilen Titel „Kulturpolitische Dauerbrenner“, ist zu guten Teilen jener neuen Ordnung gewidmet. Dezidiert beschreiben die Autoren, wie sich unter Führung des neuen Premiers Erdogan ein demokratisch legitimierter Islamismus etabliert, der wenig gemein zu haben scheint mit den doktrinären Vorstellungen seiner Vorläufer. Erdogan habe Erbakan „rechts“ und „links“ gleichzeitig überholt, schreiben die Autoren, indem er gleichzeitig konservative und modernistische Züge integriere und in der täglichen Politik vor allem einen pragmatischen Kurs verfolge. In gewisser Weise scheint dieser Kurs, so schimmert aus den noch vorsichtigen Formulierungen durch, auch ein rechtes und linkes Überholen der alten Parteien zu bedeuten, eine Synthese aus diesem Islamismus Erdogans und dem Laizismus Atatürks."
Volker S. Stahr, Neue Zürcher Zeitung, 20./21. November 2004



"Seufert und Kubaseck schreiben im Vorwort: „Die Türkei ist fern genug, um fremd zu sein, und nah genug, um einiges von ihr zu wissen.“ Das Werk wird dieser Aussage sehr gerecht. Die fundierten und allgemein verständlichen Beiträge umfassen Geschichte, Politik, Gesellschaft und Kultur des Landes. Dabei wird keine Frage ausgespart, die die deutsche Öffentlichkeit aufgrund der Annäherung der Türkei zur EU, der Präsenz der neuen Generation von Immigranten in Deutschland sowie der spannenden Dynamik des Landes gegenwärtig interessiert: Der ewig Streit mit Griechenland, die Zypernfrage, die Allianz mit Israel, der Nordirak (Kurden und Öl, Kurden und Türken), die Alewiten, nichtmuslimische Minderheiten."
Gülcin Wilhelm, Das Parlament, 1. November 2004



"Die umsichtige Edition dokumentiert (...) der Anhang mit einer sehr detaillierten Zeittafel und einem Abkürzungsverzeichnis türkischer Organisationen und Institutionen. Dazwischen liefern Seufert und Kubaseck auf gut 200 Seiten ein formidables Werk über das Land in der nahen Ferne. Beeindruckend ist dabei nicht nur die Fülle an Informationen, die Seufert und Kubaseck zusammengetragen haben; bestechend ist die laienfreundliche Aufbereitung des Fachwissens. Auch wenn man Kollegen nicht gern lobt, dürfte ihr Werk, dessen Zentrum die umfassenden Kapitel zu Geschichte und Einfluss des politischen Islam bilden, zum Besten gehören, was der Buchmarkt derzeit zum Thema Türkei bietet."
Dieter Bednarz, Der Spiegel, 28. September 2004



Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-54750-8

2., durchgesehene und aktualisierte Auflage , 2006

240 S., mit 10 Abbildungen und 5 Karten

Softcover

Softcover 12,90 € Kaufen

Seufert, Günter / Kubaseck, Christopher

Die Türkei

Politik, Geschichte, Kultur

Dieser Band ist unentbehrlich für alle, die sich knapp und auf dem neuesten Stand über den östlichen Nachbarn Europas informieren wollen. Die Autoren bieten einen kompakten Überblick über die Geographie und die lange, vielfältige Geschichte der Türkei. Sie informieren über Politik und Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur des Landes. Ein eigenes Kapitel ist den innenpolitischen Problemfeldern gewidmet: der Politik gegenüber Minderheiten wie Kurden oder Alewiten sowie der politischen Rolle des Islam. Zur Sprache kommt auch das außenpolitische Spannungsfeld, in dem sich die Türkei befindet: als Teil der islamischen Welt und als Verbündeter der USA und Israels, als Partner der zentralasiatischen Turkstaaten und auf dem Weg zur EU-Mitgliedschaft.
Webcode: https://www.chbeck.de/17517

Inhalt

Zur Aussprache türkischer Namen und Begriffe
Vorwort

1. Fast ein Subkontinent - das Land
Geographische Konstanten
Natürliche Ressourcen und ihre Ausbeutung
Die Anbindung ans Meer
Flora, Fauna und Naturschutz
Kulturlandschaften und Siedlungsweisen
Verwaltungsstrukturen

2. Kaleidoskop der Kulturen: die Geschichte Analoliens
Frühe Spuren: die Vorgeschichte
Vom Dorf zur Stadt
Händler und Fürsten
Übergang und Neuorientierung
Archaik und Klassik
Hellenismus und Römerherrschaft
Die Geburt von Byzanz
Der Aufstieg des Osmanischen Reiches

3. Vom Sultanat zur Demokratie
Die Anfänge moderner Staatlichkeit und Politik
Forderungen nach politischer Beteiligung und Bürgerrechten
Der türkische Unabhängigkeitskrieg
Atatürk und die Bildung der türkischen Nation
Demokratisierung und Eingriffe des Militärs
Liberalisierung und Hinwendung zur EU
Militär und Politik

4. Agrarnation im Internetzeitalter?
Mobil in jeder Hinsicht
Die Landwirtschaft und der Weltmarkt
Währung und Wirtschaft
Arbeitnehmer zwischen Wohlstand und Not

5. Kulturpolitische Dauerbrenner
Der Islam zwischen Glaube und Ideologie
Aufbruch in Anatolien - Der politische Islam bis 1980
Islamisten als Oberbürgermeister
Die AKP: Euro-Islam auf Türkisch
Die Alewiten
Kurden und Türken
Nichtmuslimische Minderheiten
Neues Regime, neue Sprache
Von der Medrese zur Universität

6. Außenpolitische Alternativen
Der Beitritt zur EU - Geduldsprobe für beide Seiten
Der ewige Streit mit Griechenland
Zypern: Weltpolitik um einen Zwergstaat
Der Nordirak: Kurden und Öl
Die Allianz mit Israel
Der Traum von einer großtürkischen Welt

7. Vom Nomadenzelt zur Postmoderne - die Kultur
Das kulturelle Erbe
Bildende Kunst: Stiefkind auf dem Weg zur Mündigkeit?
Der Film: zwischen Zensur und Freiheit
Lebendige Volksmusik, spritziger Pop
Perspektiven der Literatur

Zeittafel
Abkürzungen von Organisationen und Institutionen
Anmerkungen
Literaturhinweise
Personenregister

Verzeichnis der Karten

Pressestimmen

"Wer sich der Türkei eher systematisch nähern möchte, dem sei die Landeskunde von Günter Seufert und Christoph Kubaseck zur Lektüre empfohlen. Hierin findet sich auch der Hinweis, dass die Partei Erbakans bei den letzten Parlamentswahlen nur zwei Prozent erhalten hatte, während Erdogans AKP einen eindeutigen Sieg einfuhr. „Für die große Mehrheit der Frommen ist heute ihr Glaube kein Grund mehr, sich von Europa fern zu halten. Mehr noch, erstmals in der Geschichte der Türkei haben muslimisch-konservative Kräfte die Führung des Landes auf dem Weg nach Europa übernommen. Viel erfolgreicher kann Verwestlichung nicht sein.“"
Boris Peter, Der Tagesspiegel, 6. Dezember 2004


"Seit die Türkei vor den Toren der Europäischen Union steht, wird viel über das Land geschrieben und geredet. (...) Erstaunlicherweise bietet die hiesige Literaturlandschaft hierzu bis jetzt wenig Erbauliches. (...) Doch die Wahlen vom November 2002 haben die Türkei verändert. Wohl nur zu Zeiten des Staatsgründers Atatürk wurde das Staatssystem derart durcheinander gewirbelt und neu orientiert. Eines der ersten Bücher, die dieser neuen Türkei Rechnung tragen, ist „Die Türkei – Politik, Geschichte, Kultur“ von Günter Seufert und Christopher Kubaseck. Vor allem das Herzstück des Buches, das Kapitel mit dem etwas skurrilen Titel „Kulturpolitische Dauerbrenner“, ist zu guten Teilen jener neuen Ordnung gewidmet. Dezidiert beschreiben die Autoren, wie sich unter Führung des neuen Premiers Erdogan ein demokratisch legitimierter Islamismus etabliert, der wenig gemein zu haben scheint mit den doktrinären Vorstellungen seiner Vorläufer. Erdogan habe Erbakan „rechts“ und „links“ gleichzeitig überholt, schreiben die Autoren, indem er gleichzeitig konservative und modernistische Züge integriere und in der täglichen Politik vor allem einen pragmatischen Kurs verfolge. In gewisser Weise scheint dieser Kurs, so schimmert aus den noch vorsichtigen Formulierungen durch, auch ein rechtes und linkes Überholen der alten Parteien zu bedeuten, eine Synthese aus diesem Islamismus Erdogans und dem Laizismus Atatürks."
Volker S. Stahr, Neue Zürcher Zeitung, 20./21. November 2004


"Seufert und Kubaseck schreiben im Vorwort: „Die Türkei ist fern genug, um fremd zu sein, und nah genug, um einiges von ihr zu wissen.“ Das Werk wird dieser Aussage sehr gerecht. Die fundierten und allgemein verständlichen Beiträge umfassen Geschichte, Politik, Gesellschaft und Kultur des Landes. Dabei wird keine Frage ausgespart, die die deutsche Öffentlichkeit aufgrund der Annäherung der Türkei zur EU, der Präsenz der neuen Generation von Immigranten in Deutschland sowie der spannenden Dynamik des Landes gegenwärtig interessiert: Der ewig Streit mit Griechenland, die Zypernfrage, die Allianz mit Israel, der Nordirak (Kurden und Öl, Kurden und Türken), die Alewiten, nichtmuslimische Minderheiten."
Gülcin Wilhelm, Das Parlament, 1. November 2004


"Die umsichtige Edition dokumentiert (...) der Anhang mit einer sehr detaillierten Zeittafel und einem Abkürzungsverzeichnis türkischer Organisationen und Institutionen. Dazwischen liefern Seufert und Kubaseck auf gut 200 Seiten ein formidables Werk über das Land in der nahen Ferne. Beeindruckend ist dabei nicht nur die Fülle an Informationen, die Seufert und Kubaseck zusammengetragen haben; bestechend ist die laienfreundliche Aufbereitung des Fachwissens. Auch wenn man Kollegen nicht gern lobt, dürfte ihr Werk, dessen Zentrum die umfassenden Kapitel zu Geschichte und Einfluss des politischen Islam bilden, zum Besten gehören, was der Buchmarkt derzeit zum Thema Türkei bietet."
Dieter Bednarz, Der Spiegel, 28. September 2004