Merken

Sheehan, James J.

Geschichte der Deutschen Kunstmuseen

Von der fürstlichen Kunstkammer bis zur modernen Sammlung

„Kunstmuseen lehren uns, was wir sehen sollen, wenn wir Kunst betrachten“, lautet der scheinbar einfache Eingangssatz dieses Buches. Aber was versteht man jeweils unter Kunst? Was sollen wir sehen, wenn wir sie betrachten, und wer bestimmt darüber? Wie bewältigt das Museum die ihm zugewiesenen Vermittlungsaufgaben? James Sheehan beantwortet diese Fragen, indem er Ideen-, Institutionen- und Architekturgeschichte miteinander verbindet. Sein Buch zeigt in eindrucksvoller Weise, wie Museen den Ort der Kunst in der deutschen Kultur widerspiegeln und zugleich mitbestimmen.
In den letzten Jahrzehnten des Alten Reichs – mit denen die Darstellung einsetzt – werden erstmals die Kunstsammlungen der Monarchen und Fürsten öffentlich zugänglich gemacht. Es bildet sich bald eine eindrucksvolle Museumsvielfalt heraus, der Umgang mit der Kunst wird zunehmend professionalisiert. Gegen Ende des Jahrhunderts gibt es kaum einen großen Ort in Deutschland, der nicht über ein Museum verfügte, aber diese Einrichtung gerät jetzt in eine Krise: Das Museum wird der Ort politischer und kultureller Auseinandersetzungen über den Umgang mit der Kunst der Moderne. In diesem Zusammenhang entstehen schließlich die Anfänge unserer heutigen Museumskultur und -architektur.
James Sheehans Buch wird aus der Diskussion über das Verhältnis von Kunst, Politik und Kultur und über die Rolle, die das Museum darin einnehmen soll, nicht mehr wegzudenken sein.

Von James J. Sheehan. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Martin Pfeiffer.

Teilen

Seite drucken

E-Mail

Der Code wurde in die Zwischenablage kopiert.

Bibliografie

978-3-406-49511-3

Erschienen am 02. August 2002

368 S., mit 31 Abbildungen im Text

Hardcover (In Leinen)

Schlagwörter

Sonstiges 34,90 € Kaufen
Inhalt
Danksagung

Einleitung

I. Die Ursprünge im 18. Jahrhundert

1. Kunst, Moral und Geschichte
Der Primat der Wahrnehmung
Schönheit und Tugend
Kant und die Erkenntnis der Schönheit
Winckelmann und das klassische Ideal
Die Paradoxien des Historismus

2. Hof und Öffentlichkeit
Höfische Öffentlichkeiten
Fürstliche Sammlungen und die Öffentlichkeit
Vermittler
Sammlungen und die literarische Öffentlichkeit

3. Fürstliche Räume
Kabinette und Galerien
Öffentliche und private Räume
Die Belvedere-Galerie

II. Die Museen und das Zeitalter der Revolution 1789-1830

1. Das Ideal einer ästhetischen Gemeinschaft
Schiller und die heilende Kraft der Kunst
Galerien als Kapellen der Kunst

2. Die Kunst und die staatsbürgerliche Ordnung
Paris
Berlin
München

3. Die ersten Museen
DieGlyptothek
Das Berliner Museum Schinkels

III. Das Museumszeitalter 1830-1880

1. Vergangenheit und Gegenwart
Kunst als Monumente, Monumente als Kunst
Hegel und die Notwendigkeit der Vermittlung
Die Kunst und die Geschichte der Kunst
Die Museen und die Kunst der Gegenwart

2. Museen als öffentliche Institutionen
Mäzenatentum der Monarchen: Fortdauer und Beschränkung
Die Verwaltung der Berliner Museen
Die Museen und das Volk
Die Kampagne für eine Nationalgalerie
Museen und Bildung

3. Monumentale Museen
Die Alte Pinakothek
Die Gemäldegalerie in Dresden
Das Kunsthistorische Museum in Wien
Monumentale Dekorationen

IV. Die Museen und der Modernismus 1880-1914

1. Kritische Stimmen zu einer Museumskultur
Nietzsche und das Problem der Kunst und des Lebens
Museen als Mausoleen
Neue Definitionen der Kunst
Eine moderne Kunstgeschichte

2. Die Museen in einer expandierenden Kunstwelt
Museen als Vermittlungsinstitutionen
Bode, Tschudi und Lichtwark
Die Professionalisierung und ihre Grenzen
Die Museen und der Modernismus

3. Auf dem Weg zum modernen Museum
Das Kaiser-Friedrich-Museum in Berlin
Das Großherzogliche Museum in Darmstadt
Das Folkwang-Museum in Hagen
Renovierungen
Der Niedergang der Monumentalität

Schluß

Anmerkungen
Bibliographie
Abbildungsnachweis
Register

Pressestimmen

Pressestimmen

"Dieses Buch wird sich nicht nur als ein verläßlicher Führer für den erweisen, der sich mit der deutschen Kulturgeschichte befaßt, es wird darüber hinaus eine unschätzbare Orientierung sein für jeden, der fasziniert ist von der wachsenden Bedeutung der Museen in der ganzen Welt."
Martin Jay, University of California, Berkeley



"Dennoch hat man ein Buch, wie es der amerikanische Historiker James J. Sheehan jetzt geschrieben hat, lange gewartet: Eine ordentliche Geschichte der Kunstmuseen in Deutschland war ein Desiderat. Wer also den bisherigen, relativ kurzen Lebensweg des Kunstmuseums - die Institution ist ja kaum zweihundert Jahre alt - noch einmal abschreiten will, der hat jetzt einen zuverlässigen Begleiter."
Ulrich Raulff, Süddeutsche Zeitung, 6. November 2002



"Selbst komplizierte Gedankengebilde wie die Philosophie und Ästhetik um 1800 werden mit wenigen Strichen so nachgezeichnet, daß der Uneingeweihte zu folgen vermag und der Kenner die Treffsicherheit der Wiedergabe bewundert.
...Nicht zuletzt macht das Buch von Sheehan, das wohl zum ersten Mal eine Übersicht über die deutsche Museumsgeschichte des neunzehnten Jahrhunderts gibt, darauf aufmerksam, wie reich, wie glanzvoll und konfliktträchtig diese Museumslandschaft gewesen ist, die immer noch das meiste von dem behütet, was unserer Kunstbesitz ausmacht."
Henning Ritter, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. November 2002



"Sheehans Buch ist eine souveräne Synthese, verfasst, um den Leser sicherer durch die Geschichte der Museen zu geleiten, als es auch die 'ordentlichsten' Museen durch die Kunstgeschichte vermöchten. Es leistet ein konstruktives Stück Übersetzungsarbeit: Ein repräsentativer Teilbereich der deutschen Kulturgeschichte wurde in der amerikanischen Erstausgabe (erschienen 2000) einem akademischen und einem allgemein interessierten Publikum vermittelt. Ein Glück, dass dieser Transfer in der flüssigen und präzisen 'Rückübersetzung' Martin Pfeiffers nicht gelitten hat."
Wolfgang Kemp, Literaturen, 27. August 2002



Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-49511-3

Erschienen am 02. August 2002

368 S., mit 31 Abbildungen im Text

Hardcover (In Leinen)

Hardcover (In Leinen) 34,90 € Kaufen

Sheehan, James J.

Geschichte der Deutschen Kunstmuseen

Von der fürstlichen Kunstkammer bis zur modernen Sammlung

„Kunstmuseen lehren uns, was wir sehen sollen, wenn wir Kunst betrachten“, lautet der scheinbar einfache Eingangssatz dieses Buches. Aber was versteht man jeweils unter Kunst? Was sollen wir sehen, wenn wir sie betrachten, und wer bestimmt darüber? Wie bewältigt das Museum die ihm zugewiesenen Vermittlungsaufgaben? James Sheehan beantwortet diese Fragen, indem er Ideen-, Institutionen- und Architekturgeschichte miteinander verbindet. Sein Buch zeigt in eindrucksvoller Weise, wie Museen den Ort der Kunst in der deutschen Kultur widerspiegeln und zugleich mitbestimmen.
In den letzten Jahrzehnten des Alten Reichs – mit denen die Darstellung einsetzt – werden erstmals die Kunstsammlungen der Monarchen und Fürsten öffentlich zugänglich gemacht. Es bildet sich bald eine eindrucksvolle Museumsvielfalt heraus, der Umgang mit der Kunst wird zunehmend professionalisiert. Gegen Ende des Jahrhunderts gibt es kaum einen großen Ort in Deutschland, der nicht über ein Museum verfügte, aber diese Einrichtung gerät jetzt in eine Krise: Das Museum wird der Ort politischer und kultureller Auseinandersetzungen über den Umgang mit der Kunst der Moderne. In diesem Zusammenhang entstehen schließlich die Anfänge unserer heutigen Museumskultur und -architektur.
James Sheehans Buch wird aus der Diskussion über das Verhältnis von Kunst, Politik und Kultur und über die Rolle, die das Museum darin einnehmen soll, nicht mehr wegzudenken sein.

Von James J. Sheehan. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Martin Pfeiffer.
Webcode: https://www.chbeck.de/14212

Inhalt

Danksagung

Einleitung

I. Die Ursprünge im 18. Jahrhundert

1. Kunst, Moral und Geschichte
Der Primat der Wahrnehmung
Schönheit und Tugend
Kant und die Erkenntnis der Schönheit
Winckelmann und das klassische Ideal
Die Paradoxien des Historismus

2. Hof und Öffentlichkeit
Höfische Öffentlichkeiten
Fürstliche Sammlungen und die Öffentlichkeit
Vermittler
Sammlungen und die literarische Öffentlichkeit

3. Fürstliche Räume
Kabinette und Galerien
Öffentliche und private Räume
Die Belvedere-Galerie

II. Die Museen und das Zeitalter der Revolution 1789-1830

1. Das Ideal einer ästhetischen Gemeinschaft
Schiller und die heilende Kraft der Kunst
Galerien als Kapellen der Kunst

2. Die Kunst und die staatsbürgerliche Ordnung
Paris
Berlin
München

3. Die ersten Museen
DieGlyptothek
Das Berliner Museum Schinkels

III. Das Museumszeitalter 1830-1880

1. Vergangenheit und Gegenwart
Kunst als Monumente, Monumente als Kunst
Hegel und die Notwendigkeit der Vermittlung
Die Kunst und die Geschichte der Kunst
Die Museen und die Kunst der Gegenwart

2. Museen als öffentliche Institutionen
Mäzenatentum der Monarchen: Fortdauer und Beschränkung
Die Verwaltung der Berliner Museen
Die Museen und das Volk
Die Kampagne für eine Nationalgalerie
Museen und Bildung

3. Monumentale Museen
Die Alte Pinakothek
Die Gemäldegalerie in Dresden
Das Kunsthistorische Museum in Wien
Monumentale Dekorationen

IV. Die Museen und der Modernismus 1880-1914

1. Kritische Stimmen zu einer Museumskultur
Nietzsche und das Problem der Kunst und des Lebens
Museen als Mausoleen
Neue Definitionen der Kunst
Eine moderne Kunstgeschichte

2. Die Museen in einer expandierenden Kunstwelt
Museen als Vermittlungsinstitutionen
Bode, Tschudi und Lichtwark
Die Professionalisierung und ihre Grenzen
Die Museen und der Modernismus

3. Auf dem Weg zum modernen Museum
Das Kaiser-Friedrich-Museum in Berlin
Das Großherzogliche Museum in Darmstadt
Das Folkwang-Museum in Hagen
Renovierungen
Der Niedergang der Monumentalität

Schluß

Anmerkungen
Bibliographie
Abbildungsnachweis
Register

Pressestimmen

"Dieses Buch wird sich nicht nur als ein verläßlicher Führer für den erweisen, der sich mit der deutschen Kulturgeschichte befaßt, es wird darüber hinaus eine unschätzbare Orientierung sein für jeden, der fasziniert ist von der wachsenden Bedeutung der Museen in der ganzen Welt."
Martin Jay, University of California, Berkeley


"Dennoch hat man ein Buch, wie es der amerikanische Historiker James J. Sheehan jetzt geschrieben hat, lange gewartet: Eine ordentliche Geschichte der Kunstmuseen in Deutschland war ein Desiderat. Wer also den bisherigen, relativ kurzen Lebensweg des Kunstmuseums - die Institution ist ja kaum zweihundert Jahre alt - noch einmal abschreiten will, der hat jetzt einen zuverlässigen Begleiter."
Ulrich Raulff, Süddeutsche Zeitung, 6. November 2002


"Selbst komplizierte Gedankengebilde wie die Philosophie und Ästhetik um 1800 werden mit wenigen Strichen so nachgezeichnet, daß der Uneingeweihte zu folgen vermag und der Kenner die Treffsicherheit der Wiedergabe bewundert.
...Nicht zuletzt macht das Buch von Sheehan, das wohl zum ersten Mal eine Übersicht über die deutsche Museumsgeschichte des neunzehnten Jahrhunderts gibt, darauf aufmerksam, wie reich, wie glanzvoll und konfliktträchtig diese Museumslandschaft gewesen ist, die immer noch das meiste von dem behütet, was unserer Kunstbesitz ausmacht."
Henning Ritter, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. November 2002


"Sheehans Buch ist eine souveräne Synthese, verfasst, um den Leser sicherer durch die Geschichte der Museen zu geleiten, als es auch die 'ordentlichsten' Museen durch die Kunstgeschichte vermöchten. Es leistet ein konstruktives Stück Übersetzungsarbeit: Ein repräsentativer Teilbereich der deutschen Kulturgeschichte wurde in der amerikanischen Erstausgabe (erschienen 2000) einem akademischen und einem allgemein interessierten Publikum vermittelt. Ein Glück, dass dieser Transfer in der flüssigen und präzisen 'Rückübersetzung' Martin Pfeiffers nicht gelitten hat."
Wolfgang Kemp, Literaturen, 27. August 2002