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Simmons, Charles

Belles Lettres

Roman

Frank Page, der Ich-Erzähler in Charles Simmons‘ neuem Roman, der eigentlich nur eine Seminararbeit über die seit den 50er Jahren wöchentlich erscheinende, renommierte Literaturzeitschrift Belles Lettres verfaßt hat, wird in der Folge selbst dort Redakteur und erlebt die zwiespältige Wirklichkeit hinter der edlen Fassade. Die schwerreichen, aber nicht gerade belesenen Inhaber, die über ein ganzes Arsenal von Zeitschriften gebieten, wechseln nach völlig inhaltsfernen Gesichtspunkten die Chefredakteure aus, eine Sekretärin will Rezensentin werden und wird rechtzeitig auf einen hochbezahlten Posten bei einer anderen Zeitschrift weggelobt, eine Liste der 25 bedeutendsten Autoren Amerikas wird nach geradezu karnevalesken Gesichtspunkten zusammengestellt und erregt dann weltweit Aufsehen. Aber der Höhepunkt ist erreicht, als neun bislang unbekannte Sonette Shakespeares auftauchen, die auf die schwierige Frage, ob Shakespeare schwul war, eine ziemlich eindeutige Antwort geben. Sie spielen eine entscheidende Rolle bei dem Kampf der Redaktion gegen einen besonders ekelhaften neuen Chefredakteur. Die ewige Mesalliance zwischen Geld und Geist, die allmähliche Entstehung der Zeitungswirklichkeit beim Beeinflußtwerden, der Abgrund zwischen hohem Anspruch und debiler Wirklichkeit wird mit böse-hinreißender Komik beschrieben. Simmons‘ äußerst unterhaltsame Donquichotterie ist ein Vergnügen für jeden Leser, der seinen Spaß an Scherz, Satire, Ironie und deren tieferer Bedeutung hat.

Von Charles Simmons. Klaus Modick. Aus dem Englischen von Klaus Modick. Übersetzung der Sonette von Ulrike Draesner.

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Bibliografie

978-3-406-50970-4

4. Auflage, 2003

184 S.

Hardcover

Hardcover 17,90 € Kaufen
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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-50970-4

4. Auflage , 2003

184 S.

Hardcover

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Simmons, Charles

Belles Lettres

Roman

Frank Page, der Ich-Erzähler in Charles Simmons‘ neuem Roman, der eigentlich nur eine Seminararbeit über die seit den 50er Jahren wöchentlich erscheinende, renommierte Literaturzeitschrift Belles Lettres verfaßt hat, wird in der Folge selbst dort Redakteur und erlebt die zwiespältige Wirklichkeit hinter der edlen Fassade. Die schwerreichen, aber nicht gerade belesenen Inhaber, die über ein ganzes Arsenal von Zeitschriften gebieten, wechseln nach völlig inhaltsfernen Gesichtspunkten die Chefredakteure aus, eine Sekretärin will Rezensentin werden und wird rechtzeitig auf einen hochbezahlten Posten bei einer anderen Zeitschrift weggelobt, eine Liste der 25 bedeutendsten Autoren Amerikas wird nach geradezu karnevalesken Gesichtspunkten zusammengestellt und erregt dann weltweit Aufsehen. Aber der Höhepunkt ist erreicht, als neun bislang unbekannte Sonette Shakespeares auftauchen, die auf die schwierige Frage, ob Shakespeare schwul war, eine ziemlich eindeutige Antwort geben. Sie spielen eine entscheidende Rolle bei dem Kampf der Redaktion gegen einen besonders ekelhaften neuen Chefredakteur. Die ewige Mesalliance zwischen Geld und Geist, die allmähliche Entstehung der Zeitungswirklichkeit beim Beeinflußtwerden, der Abgrund zwischen hohem Anspruch und debiler Wirklichkeit wird mit böse-hinreißender Komik beschrieben. Simmons‘ äußerst unterhaltsame Donquichotterie ist ein Vergnügen für jeden Leser, der seinen Spaß an Scherz, Satire, Ironie und deren tieferer Bedeutung hat.

Von Charles Simmons. Klaus Modick. Aus dem Englischen von Klaus Modick. Übersetzung der Sonette von Ulrike Draesner.
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