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Sofsky

Verteidigung des Privaten

Eine Streitschrift

Privatheit ist der Kern persönlicher Freiheit. Sie markiert eine Barriere gegen jedwede soziale und politische Macht. Die Selbstbehauptung des Individuums beginnt mit dem Schutz vor unerbetener Belästigung, vor Glaubens- und Gefühlskontrollen und reicht über intime Geheimnisse bis zur Verteidigung eigener Handlungsräume. Wolfgang Sofsky untersucht die wichtigsten Aspekte der privaten Existenz: Körper und Raum, Information und Eigentum, Religion und Gedankenfreiheit. Dem Bedürfnis nach Aufmerksamkeit, Sicherheit und Wohlstand, so die These, wird das Recht auf Privatheit heute leichtfertig geopfert. Der moderne Staat sucht das Denken zu formieren, Unterschiede einzuebnen und die «gläsernen Untertanen» an eine öffentliche «Anstaltsordnung» anzupassen. Für vermeintlich höhere Zwecke und Pflichten sollen sie auf ihre Privatsphäre sogar freiwillig verzichten. So weit reichen mittlerweile die Ansprüche von Staat und Gesellschaft, daß das Beharren auf Eigensinn als sozialer Verrat erscheint. Doch Privatheit gewährt jedem das Recht, in der Öffentlichkeit unerkannt zu bleiben und sein eigenes Wohl zu erstreben, und zwar auf die ihm eigene Weise. Das gedankenreiche Buch ist nicht zuletzt ein knapp und präzise formuliertes Manifest für eine Lebensform der Freiheit.

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Bibliografie

978-3-406-62533-6

Erschienen am 09. Juni 2011

158 S.

ePub

e-Book 9,49 € Kaufen
Hardcover 6,95 € Kaufen
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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-62533-6

Erschienen am 09. Juni 2011

158 S.

ePub

e-Book 9,49 € Kaufen
Hardcover 6,95 € Kaufen

Sofsky

Verteidigung des Privaten

Eine Streitschrift

Privatheit ist der Kern persönlicher Freiheit. Sie markiert eine Barriere gegen jedwede soziale und politische Macht. Die Selbstbehauptung des Individuums beginnt mit dem Schutz vor unerbetener Belästigung, vor Glaubens- und Gefühlskontrollen und reicht über intime Geheimnisse bis zur Verteidigung eigener Handlungsräume. Wolfgang Sofsky untersucht die wichtigsten Aspekte der privaten Existenz: Körper und Raum, Information und Eigentum, Religion und Gedankenfreiheit. Dem Bedürfnis nach Aufmerksamkeit, Sicherheit und Wohlstand, so die These, wird das Recht auf Privatheit heute leichtfertig geopfert. Der moderne Staat sucht das Denken zu formieren, Unterschiede einzuebnen und die «gläsernen Untertanen» an eine öffentliche «Anstaltsordnung» anzupassen. Für vermeintlich höhere Zwecke und Pflichten sollen sie auf ihre Privatsphäre sogar freiwillig verzichten. So weit reichen mittlerweile die Ansprüche von Staat und Gesellschaft, daß das Beharren auf Eigensinn als sozialer Verrat erscheint. Doch Privatheit gewährt jedem das Recht, in der Öffentlichkeit unerkannt zu bleiben und sein eigenes Wohl zu erstreben, und zwar auf die ihm eigene Weise. Das gedankenreiche Buch ist nicht zuletzt ein knapp und präzise formuliertes Manifest für eine Lebensform der Freiheit.
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