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Stille, Alexander

Citizen Berlusconi

Statt 24,90 € jetzt nur noch 7,95 €


Alexander Stilles brillantes Portrait Silvio Berlusconis liefert die entscheidenden Details aus dessen Karriere. Es ist zugleich die ungeschönte Bestandsaufnahme unserer politischen Kultur im Zeichen der Wirtschaftsbosse und der Konsumgesellschaft.

Am 26. Januar 1994 hielt Silvio Berlusconi, damals Italiens reichster Mann, Großgrundbesitzer und Medienfürst, eine Fernsehrede, die gleichzeitig in seinen drei privaten TV-Sendern ausgestrahlt wurde: Der Wirtschaftsboss erklärte den überraschten Italienern, er werde eine politische Partei gründen und für das Ministerpräsidentenamt kandidieren. Seine Rede hielt er bereits im Stil eines Ministerpräsidenten – nur hatte der Wahlkampf noch gar nicht begonnen. Berlusconi ist nicht der erste, aber der virtuoseste Spieler auf der Klaviatur der Medien. Die vierte Macht im Staate – er machte sie zur ersten und alles entscheidenden – in seinem Sinne natürlich.
Alexander Stille, einer der hellsichtigsten amerikanischen Journalisten und wie kaum einer mit den italienischen Verhältnissen vertraut, schildert den Aufstieg Berlusconis zur Macht und die Mittel, die ihm dafür recht waren, aber er zeigt auch, daß der Gebrauch, den Berlusconi von den Medien machte, längst in der US-amerikanischen, von Oligarchen dominierten Politik etabliert war. Berlusconis Popularität in Italien beruht auch darauf, daß er das Klientelwesen, ein an die Familie erinnerndes Modell von Abhängigkeit, perfektioniert hat. Der italienische Staat wird als „italienischer Familienbetrieb“ vom Padrone Berlusconi „zum Wohle aller“ geführt – wie lange noch? Stilles Berlusconi-Biographie ist mehr als eine Lebensgeschichte, es ist das Bild einer Epoche, die Analyse unserer politischen Kultur im Zeichen der Superreichen und der Konsumgesellschaft.

Von Alexander Stille. Aus dem Englischen vonKarl-Heinz Siber.

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Bibliografie

978-3-406-52955-9

383 S.

Hardcover

Hardcover 7,95 € Kaufen
Inhalt
Einleitung

1 Der Wunderwirker

Lob der Torheit
Schöpfer von Mythen
Die ersten Wunder
Die Villa San Martino in Arcore

2 Der dreizehnte Gast

Dell' Utri
Vittorio Mangano
Dell' Utri nimmt Urlaub von Berlusconi

3 Fernsehen – und Geld

Tierfutter
Gesetze sind dazu da, umgangen zu werden
Politische Beziehungen
Die Freimaurerloge P2

4 «Professione: Amicizia»

Craxi macht das Gesetz
Leichte Mädchen
Alte Freunde
Der Angstfaktor

5 Die Pax Televisiva und die Expansion der Fininvest

Au Revoir, Paris
Telecinco – drei blinde Mäuse
Gute Geschäfte, schlechte Geschäfte
Gesetze sind teuer

6 Die Operation «Saubere Hände»
und der Einstieg Berlusconis in die Politik

Retten, was zu retten ist
«Forza Italia» betritt die Bühne
Il Giornale wird auf Linie gebracht

7 Berlusconi tritt an

Das Bewerbungsvideo
Der Teufel und das Weihwasser
Die Unternehmensgruppe als Wahlkampfmaschine
Ein kleines Ärgernis: Ermittlungen in Sachen Korruption
Die Rückkehr des Verdrängten: Das Problem Mafia

8 Berlusconi an der Macht

Warum Berlusconi siegte
Blindes Vertrauen – mit offenen Augen
Konflikte in und mit der Justiz
Der Premierminister als Angeklagter

9 Nach dem Machtverlust die Gegenattacke

Besiegt, aber ungebrochen
Mit dem Rücken zur Wand
Drôle de guerre – Ein komischer Krieg
Das erste Komplott zur Vernichtung Antonio Di Pietros
Das zweite Komplott zur Vernichtung Di Pietros
Toghe Sporche – «Schmutzige Roben»

10 Berlusconi ist tot, lang lebe Berlusconi!

Die Niederlage
Linke Eigentore
Strafjustiz in der Zwei-Parteien-Zange, oder Kuhhandel Teil zwei
Berlusconi schlägt zurück: Das dritte Komplott zur Vernichtung Di Pietros
Auf Sizilien wächst zusammen, was zusammen gehört
Wahlbündnis mit der Cosa Nostra?
Die Kunst der Selbstzerstörung

11 Triumph:
Die Geschichte eines vorhergesagten Sieges

Eine italienische Geschichte
«Geeignet, Italien zu führen?»
Warum wählen die Leute Berlusconi?
Eine freie Presse?

12 Die Ein-Mann-Regierung

Die Füchse im Hühnerstall
Maßgeschneiderte Gesetze
Laissez-faire auf italienische Art: Wettbewerb verhindern
Was für Mediaset gut ist, ist nicht gut für Italien
Die Berlusconi-Show

13 Die Fesselung der Presse

Die Zähmung der Widerspenstigen: die Presse
Die Zähmung der Widerspenstigen – RAI
Was schlecht für die RAI ist, ist gut für Mediaset
Zensur und Selbstzensur

14 Basta con Berlusconi!

Zu viel des Guten?
Operation «Saubere Hände»: ausgebremst
Moralische Maßstäbe: heruntergeschraubt
Das Parlament als leere Hülse
Wir alle sind Berlusconi

Anmerkungen

Bibliographie

Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-52955-9

383 S.

Hardcover

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Stille, Alexander

Citizen Berlusconi

Statt 24,90 € jetzt nur noch 7,95 €


Alexander Stilles brillantes Portrait Silvio Berlusconis liefert die entscheidenden Details aus dessen Karriere. Es ist zugleich die ungeschönte Bestandsaufnahme unserer politischen Kultur im Zeichen der Wirtschaftsbosse und der Konsumgesellschaft.

Am 26. Januar 1994 hielt Silvio Berlusconi, damals Italiens reichster Mann, Großgrundbesitzer und Medienfürst, eine Fernsehrede, die gleichzeitig in seinen drei privaten TV-Sendern ausgestrahlt wurde: Der Wirtschaftsboss erklärte den überraschten Italienern, er werde eine politische Partei gründen und für das Ministerpräsidentenamt kandidieren. Seine Rede hielt er bereits im Stil eines Ministerpräsidenten – nur hatte der Wahlkampf noch gar nicht begonnen. Berlusconi ist nicht der erste, aber der virtuoseste Spieler auf der Klaviatur der Medien. Die vierte Macht im Staate – er machte sie zur ersten und alles entscheidenden – in seinem Sinne natürlich.
Alexander Stille, einer der hellsichtigsten amerikanischen Journalisten und wie kaum einer mit den italienischen Verhältnissen vertraut, schildert den Aufstieg Berlusconis zur Macht und die Mittel, die ihm dafür recht waren, aber er zeigt auch, daß der Gebrauch, den Berlusconi von den Medien machte, längst in der US-amerikanischen, von Oligarchen dominierten Politik etabliert war. Berlusconis Popularität in Italien beruht auch darauf, daß er das Klientelwesen, ein an die Familie erinnerndes Modell von Abhängigkeit, perfektioniert hat. Der italienische Staat wird als „italienischer Familienbetrieb“ vom Padrone Berlusconi „zum Wohle aller“ geführt – wie lange noch? Stilles Berlusconi-Biographie ist mehr als eine Lebensgeschichte, es ist das Bild einer Epoche, die Analyse unserer politischen Kultur im Zeichen der Superreichen und der Konsumgesellschaft.

Von Alexander Stille. Aus dem Englischen vonKarl-Heinz Siber.
Webcode: https://www.chbeck.de/12891

Inhalt

Einleitung

1 Der Wunderwirker

Lob der Torheit
Schöpfer von Mythen
Die ersten Wunder
Die Villa San Martino in Arcore

2 Der dreizehnte Gast

Dell' Utri
Vittorio Mangano
Dell' Utri nimmt Urlaub von Berlusconi

3 Fernsehen – und Geld

Tierfutter
Gesetze sind dazu da, umgangen zu werden
Politische Beziehungen
Die Freimaurerloge P2

4 «Professione: Amicizia»

Craxi macht das Gesetz
Leichte Mädchen
Alte Freunde
Der Angstfaktor

5 Die Pax Televisiva und die Expansion der Fininvest

Au Revoir, Paris
Telecinco – drei blinde Mäuse
Gute Geschäfte, schlechte Geschäfte
Gesetze sind teuer

6 Die Operation «Saubere Hände»
und der Einstieg Berlusconis in die Politik

Retten, was zu retten ist
«Forza Italia» betritt die Bühne
Il Giornale wird auf Linie gebracht

7 Berlusconi tritt an

Das Bewerbungsvideo
Der Teufel und das Weihwasser
Die Unternehmensgruppe als Wahlkampfmaschine
Ein kleines Ärgernis: Ermittlungen in Sachen Korruption
Die Rückkehr des Verdrängten: Das Problem Mafia

8 Berlusconi an der Macht

Warum Berlusconi siegte
Blindes Vertrauen – mit offenen Augen
Konflikte in und mit der Justiz
Der Premierminister als Angeklagter

9 Nach dem Machtverlust die Gegenattacke

Besiegt, aber ungebrochen
Mit dem Rücken zur Wand
Drôle de guerre – Ein komischer Krieg
Das erste Komplott zur Vernichtung Antonio Di Pietros
Das zweite Komplott zur Vernichtung Di Pietros
Toghe Sporche – «Schmutzige Roben»

10 Berlusconi ist tot, lang lebe Berlusconi!

Die Niederlage
Linke Eigentore
Strafjustiz in der Zwei-Parteien-Zange, oder Kuhhandel Teil zwei
Berlusconi schlägt zurück: Das dritte Komplott zur Vernichtung Di Pietros
Auf Sizilien wächst zusammen, was zusammen gehört
Wahlbündnis mit der Cosa Nostra?
Die Kunst der Selbstzerstörung

11 Triumph:
Die Geschichte eines vorhergesagten Sieges

Eine italienische Geschichte
«Geeignet, Italien zu führen?»
Warum wählen die Leute Berlusconi?
Eine freie Presse?

12 Die Ein-Mann-Regierung

Die Füchse im Hühnerstall
Maßgeschneiderte Gesetze
Laissez-faire auf italienische Art: Wettbewerb verhindern
Was für Mediaset gut ist, ist nicht gut für Italien
Die Berlusconi-Show

13 Die Fesselung der Presse

Die Zähmung der Widerspenstigen: die Presse
Die Zähmung der Widerspenstigen – RAI
Was schlecht für die RAI ist, ist gut für Mediaset
Zensur und Selbstzensur

14 Basta con Berlusconi!

Zu viel des Guten?
Operation «Saubere Hände»: ausgebremst
Moralische Maßstäbe: heruntergeschraubt
Das Parlament als leere Hülse
Wir alle sind Berlusconi

Anmerkungen

Bibliographie