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Stille, Alexander

Citizen Berlusconi

Statt 24,90 € jetzt nur noch 7,95 €


Alexander Stilles brillantes Portrait Silvio Berlusconis liefert die entscheidenden Details aus dessen Karriere. Es ist zugleich die ungeschönte Bestandsaufnahme unserer politischen Kultur im Zeichen der Wirtschaftsbosse und der Konsumgesellschaft.

Am 26. Januar 1994 hielt Silvio Berlusconi, damals Italiens reichster Mann, Großgrundbesitzer und Medienfürst, eine Fernsehrede, die gleichzeitig in seinen drei privaten TV-Sendern ausgestrahlt wurde: Der Wirtschaftsboss erklärte den überraschten Italienern, er werde eine politische Partei gründen und für das Ministerpräsidentenamt kandidieren. Seine Rede hielt er bereits im Stil eines Ministerpräsidenten – nur hatte der Wahlkampf noch gar nicht begonnen. Berlusconi ist nicht der erste, aber der virtuoseste Spieler auf der Klaviatur der Medien. Die vierte Macht im Staate – er machte sie zur ersten und alles entscheidenden – in seinem Sinne natürlich.
Alexander Stille, einer der hellsichtigsten amerikanischen Journalisten und wie kaum einer mit den italienischen Verhältnissen vertraut, schildert den Aufstieg Berlusconis zur Macht und die Mittel, die ihm dafür recht waren, aber er zeigt auch, daß der Gebrauch, den Berlusconi von den Medien machte, längst in der US-amerikanischen, von Oligarchen dominierten Politik etabliert war. Berlusconis Popularität in Italien beruht auch darauf, daß er das Klientelwesen, ein an die Familie erinnerndes Modell von Abhängigkeit, perfektioniert hat. Der italienische Staat wird als „italienischer Familienbetrieb“ vom Padrone Berlusconi „zum Wohle aller“ geführt – wie lange noch? Stilles Berlusconi-Biographie ist mehr als eine Lebensgeschichte, es ist das Bild einer Epoche, die Analyse unserer politischen Kultur im Zeichen der Superreichen und der Konsumgesellschaft.

Von Alexander Stille. Aus dem Englischen vonKarl Heinz Siber.

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Bibliografie

978-3-406-52955-9

383 S.

Hardcover

Hardcover 7,95 € Kaufen
Inhalt
Einleitung

1 Der Wunderwirker

Lob der Torheit
Schöpfer von Mythen
Die ersten Wunder
Die Villa San Martino in Arcore

2 Der dreizehnte Gast

Dell' Utri
Vittorio Mangano
Dell' Utri nimmt Urlaub von Berlusconi

3 Fernsehen – und Geld

Tierfutter
Gesetze sind dazu da, umgangen zu werden
Politische Beziehungen
Die Freimaurerloge P2

4 «Professione: Amicizia»

Craxi macht das Gesetz
Leichte Mädchen
Alte Freunde
Der Angstfaktor

5 Die Pax Televisiva und die Expansion der Fininvest

Au Revoir, Paris
Telecinco – drei blinde Mäuse
Gute Geschäfte, schlechte Geschäfte
Gesetze sind teuer

6 Die Operation «Saubere Hände»
und der Einstieg Berlusconis in die Politik

Retten, was zu retten ist
«Forza Italia» betritt die Bühne
Il Giornale wird auf Linie gebracht

7 Berlusconi tritt an

Das Bewerbungsvideo
Der Teufel und das Weihwasser
Die Unternehmensgruppe als Wahlkampfmaschine
Ein kleines Ärgernis: Ermittlungen in Sachen Korruption
Die Rückkehr des Verdrängten: Das Problem Mafia

8 Berlusconi an der Macht

Warum Berlusconi siegte
Blindes Vertrauen – mit offenen Augen
Konflikte in und mit der Justiz
Der Premierminister als Angeklagter

9 Nach dem Machtverlust die Gegenattacke

Besiegt, aber ungebrochen
Mit dem Rücken zur Wand
Drôle de guerre – Ein komischer Krieg
Das erste Komplott zur Vernichtung Antonio Di Pietros
Das zweite Komplott zur Vernichtung Di Pietros
Toghe Sporche – «Schmutzige Roben»

10 Berlusconi ist tot, lang lebe Berlusconi!

Die Niederlage
Linke Eigentore
Strafjustiz in der Zwei-Parteien-Zange, oder Kuhhandel Teil zwei
Berlusconi schlägt zurück: Das dritte Komplott zur Vernichtung Di Pietros
Auf Sizilien wächst zusammen, was zusammen gehört
Wahlbündnis mit der Cosa Nostra?
Die Kunst der Selbstzerstörung

11 Triumph:
Die Geschichte eines vorhergesagten Sieges

Eine italienische Geschichte
«Geeignet, Italien zu führen?»
Warum wählen die Leute Berlusconi?
Eine freie Presse?

12 Die Ein-Mann-Regierung

Die Füchse im Hühnerstall
Maßgeschneiderte Gesetze
Laissez-faire auf italienische Art: Wettbewerb verhindern
Was für Mediaset gut ist, ist nicht gut für Italien
Die Berlusconi-Show

13 Die Fesselung der Presse

Die Zähmung der Widerspenstigen: die Presse
Die Zähmung der Widerspenstigen – RAI
Was schlecht für die RAI ist, ist gut für Mediaset
Zensur und Selbstzensur

14 Basta con Berlusconi!

Zu viel des Guten?
Operation «Saubere Hände»: ausgebremst
Moralische Maßstäbe: heruntergeschraubt
Das Parlament als leere Hülse
Wir alle sind Berlusconi

Anmerkungen

Bibliographie

Pressestimmen

Pressestimmen

"Der Publizist Alexander Stille beschreibt schlüssig und umfassend die Karriere Silvio Berlusconis. Seine Kritik wirkt unaufgeregt, ist aber vernichtend. (...)
Die Qualität einer Biografie lässt sich oft daran ablesen, ob sie nach einem Umbruch im Leben des Porträtierten noch taugt. Das jüngste Buch über Italiens scheidenden Premier Silvio Berlusconi besteht diesen Test spielend. Denn wer Alexander Stilles „Citizen Berlusconi“ gelesen hat, der weiß: Mit dem Unternehmer-Politiker ist auch nach seiner Wahlniederlage zu rechnen."
Ralf Bollmann, die tageszeitung, 29./30. April 2006



"«Citizen Berlusconi» ist ein grosser Wurf: Mit der Zurückhaltung des ausländischen Beobachters, souverän und in bestem angelsächsischen Understatement schildert Alexander Stille den Werdegang eines der schillernsten und fragwürdigsten Politiker der europäischen Nachkriegszeit. Dabei fördert er zwar keine neuen Fakten zutage – aber stilsicherer ist Berlusconis Schleuderkurs zwischen politischen Triumph und Misserfolg bisher von keinem nachgezeichnet worden, verständlicher und detailreicher hat bisher selten ein Autor die Lügen, Intrigen, Bestechungen, mafiösen Verflechtungen und kriminellen Hasardeurstücke des italienischen Premiers beschrieben. Dass Stille daneben auch Berlusconis Unerschrockenheit und Risikobereitschaft, seine instinktive Weitsicht und seinen zielsicheren Charme würdigt, verleiht dem Buch den Vorzug der Unvoreingenommenheit."
Die Weltwoche, 19. Januar 2006



"In vierzehn äußerst materialreichen Kapiteln zeichnet Stille den Weg des Mannes nach, der Italiens politische Landschaft nachhaltig verändert hat. Obwohl am Ende Kritik und ein wenig auch Abscheu eindeutig überwiegen, läßt sich Stille die Neugier nicht nehmen: Er bleibt beharrlich auf der Spur der Rätsel. (...) Zu den Stärken von Stilles Buch gehört es aber, daß er es nicht bei dieser – den Berlusconi-Kritikern kommoden – Einsicht beläßt. Er porträtiert Berlusconi auch als eine avantgardistische, in die Zukunft weisende Figur. Der ehemalige Nachtclub-Sänger auf Mittelmeerkreuzfahrten hat früh mit äußerst feinem Gespür verstanden, welche Wendung man der Politik „im Zeitalter nachlassender Partizipation“ geben kann: Die Politik im herkömmlichen Sinne wird von der medialen Welt geschluckt. Sie muß sich nicht mehr an realen Erfolgen, sondern am Unterhaltungswert messen, und am besten ist sie präsidial verfaßt, also auf eine unumschränkte Führungsfigur zugeschnitten. Kein Wunder, daß mancher in Berlusconi einen konsumistisch abgeschliffenen Wiedergänger Mussolinis zu erkennen meinte.
Stille, Sohn von Ugo Stille, einem ehemaligen Chefredakteur des „Corriere della Sera“, zeichnet ausführlich nach, wie unverblümt (und zum Teil mit großem Erfolg) der oligopolistische Fernsehmann Berlusconi dann auch noch in die Medien der Gutenberg-Galaxis eingegriffen hat."
Thomas Schmid, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7. April 2006



"Was Stilles Buch (...) so lesenswert macht, ist die geballte, präzise Zusammenfassung der Ungeheuerlichkeiten, die sich der italienische Ministerpräsident im Lauf seiner politischen Karriere und davor geleitstet hat. Vom wohlbegründeten Verdacht, er habe sein Vermögen mit Hilfe der Mafia erwirtschaftet, über die flächendeckende Korruption, mit der er seinen Aufstieg erkaufte, bis zur Gängelung der Justiz mit Hilfe seiner Partei, die aus willfährigen Helfern besteht – viele von ihnen Anwälten oder Angestellte des Ministerpräsidenten."
Thomas Götz, Berliner Zeitung, 3. April 2006



"(...) nüchtern, sachlich, objektiv. Anders als die Berlusconi-Gegner, in den deutschen Medien ebenso wie der italienischen Opposition, erliegt Stille nicht dem Fehler, den „Wunderwirker“ zu verteufeln. Es genügt ihm, Fakt an Fakt zu reihen. Das macht dieses Buch so überzeugend und so erschreckend."
Paul Kreiner, Der Tagesspiegel, 27. Februar 2006



"Als Cicerone durch dieses Land der Zukunft weiß Alexander Stille mit seiner kritischen Fallstudie enorm zu beeindrucken und noch mehr durch seine Erzählkunst zu fesseln. Zum besseren Verständnis Berlusconis wie Italiens wird man es lesen müssen. Das fällt nicht schwer. Die Geschichte ist spannend wie ein Krimi. Stille doziert nicht, er erzählt, faktenreich, temporeich und so gut, dass neben dem trockenen Witz des New Yorkers viele italienische Rezensionen jetzt schon bloß geschwätzig wirken."
Paul Badde, Die Welt, 25. Februar 2006



"Der Autor ist ein profunder Italien-Kenner, sein Vater war Chefredakteur des „Corriere della Sera“, er selbst schrieb für die „New York Times“ und den „New Yorker“ aus Italien. Detailliert stellt Stille dar, wie Berlusconi mittels Bestechung von Politikern, Kontakten zur Mafia sowie Freimaurer-Loge P 2 zum Baulöwen, Medienmagnaten und schließlich zum Regierungschef aufstieg. Es liest sich wie ein Politik-Krimi, wie der Premier durch maßgeschneiderte Gesetze seine Justizprobleme löste, kritische Reporter ausschaltete und über die Medien Verleumdungsklagen gegen Staatsanwälte startete."
Susanna Bastaroli, Die Presse, 18. Februar 2006



"Wir meinen, über Berlusconi alles zu wissen, weil bei einem Selbstdarsteller wie ihm kaum etwas verborgen bleiben könne. Aber der amerikanische Journalist Alexander Stille beweist mit seinem neuen, sorgfältig recherchierten und mit Fakten angefüllten Buch, dass wir noch immer viel zu wenig wissen."
Heinrich Senfft, Die Zeit, 16. Februar 2006



"In seinem gerade erschienenen Buch beschreibt der Amerikaner Alexander Stille minutiös, wie unter dem Regime der „Forza Italia“ Parlament und Justiz entmachtet worden sind: „Berlusconi vereinigt mehr Macht in seinen Händen als irgendein einzelner Italiener seit Mussolini."
Alexander Smoltczyk, Der Spiegel, 30. Januar 2006



"Soeben erschien sein großes, umfangreich recherchiertes Buch über den Medienmogul und italienischen Präsidenten Silvio Berlusconi. (…) Das Buch ist eine Analyse über Macht und Medien, zugleich liest es sich wie ein politischer Intrigenroman von John le Carré."
Adrian Kreye, Süddeutsche Zeitung,28./29. Januar 2006



Empfehlungen

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-52955-9

383 S.

Hardcover

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Stille, Alexander

Citizen Berlusconi

Statt 24,90 € jetzt nur noch 7,95 €


Alexander Stilles brillantes Portrait Silvio Berlusconis liefert die entscheidenden Details aus dessen Karriere. Es ist zugleich die ungeschönte Bestandsaufnahme unserer politischen Kultur im Zeichen der Wirtschaftsbosse und der Konsumgesellschaft.

Am 26. Januar 1994 hielt Silvio Berlusconi, damals Italiens reichster Mann, Großgrundbesitzer und Medienfürst, eine Fernsehrede, die gleichzeitig in seinen drei privaten TV-Sendern ausgestrahlt wurde: Der Wirtschaftsboss erklärte den überraschten Italienern, er werde eine politische Partei gründen und für das Ministerpräsidentenamt kandidieren. Seine Rede hielt er bereits im Stil eines Ministerpräsidenten – nur hatte der Wahlkampf noch gar nicht begonnen. Berlusconi ist nicht der erste, aber der virtuoseste Spieler auf der Klaviatur der Medien. Die vierte Macht im Staate – er machte sie zur ersten und alles entscheidenden – in seinem Sinne natürlich.
Alexander Stille, einer der hellsichtigsten amerikanischen Journalisten und wie kaum einer mit den italienischen Verhältnissen vertraut, schildert den Aufstieg Berlusconis zur Macht und die Mittel, die ihm dafür recht waren, aber er zeigt auch, daß der Gebrauch, den Berlusconi von den Medien machte, längst in der US-amerikanischen, von Oligarchen dominierten Politik etabliert war. Berlusconis Popularität in Italien beruht auch darauf, daß er das Klientelwesen, ein an die Familie erinnerndes Modell von Abhängigkeit, perfektioniert hat. Der italienische Staat wird als „italienischer Familienbetrieb“ vom Padrone Berlusconi „zum Wohle aller“ geführt – wie lange noch? Stilles Berlusconi-Biographie ist mehr als eine Lebensgeschichte, es ist das Bild einer Epoche, die Analyse unserer politischen Kultur im Zeichen der Superreichen und der Konsumgesellschaft.

Von Alexander Stille. Aus dem Englischen vonKarl Heinz Siber.
Webcode: https://www.chbeck.de/12891

Inhalt

Einleitung

1 Der Wunderwirker

Lob der Torheit
Schöpfer von Mythen
Die ersten Wunder
Die Villa San Martino in Arcore

2 Der dreizehnte Gast

Dell' Utri
Vittorio Mangano
Dell' Utri nimmt Urlaub von Berlusconi

3 Fernsehen – und Geld

Tierfutter
Gesetze sind dazu da, umgangen zu werden
Politische Beziehungen
Die Freimaurerloge P2

4 «Professione: Amicizia»

Craxi macht das Gesetz
Leichte Mädchen
Alte Freunde
Der Angstfaktor

5 Die Pax Televisiva und die Expansion der Fininvest

Au Revoir, Paris
Telecinco – drei blinde Mäuse
Gute Geschäfte, schlechte Geschäfte
Gesetze sind teuer

6 Die Operation «Saubere Hände»
und der Einstieg Berlusconis in die Politik

Retten, was zu retten ist
«Forza Italia» betritt die Bühne
Il Giornale wird auf Linie gebracht

7 Berlusconi tritt an

Das Bewerbungsvideo
Der Teufel und das Weihwasser
Die Unternehmensgruppe als Wahlkampfmaschine
Ein kleines Ärgernis: Ermittlungen in Sachen Korruption
Die Rückkehr des Verdrängten: Das Problem Mafia

8 Berlusconi an der Macht

Warum Berlusconi siegte
Blindes Vertrauen – mit offenen Augen
Konflikte in und mit der Justiz
Der Premierminister als Angeklagter

9 Nach dem Machtverlust die Gegenattacke

Besiegt, aber ungebrochen
Mit dem Rücken zur Wand
Drôle de guerre – Ein komischer Krieg
Das erste Komplott zur Vernichtung Antonio Di Pietros
Das zweite Komplott zur Vernichtung Di Pietros
Toghe Sporche – «Schmutzige Roben»

10 Berlusconi ist tot, lang lebe Berlusconi!

Die Niederlage
Linke Eigentore
Strafjustiz in der Zwei-Parteien-Zange, oder Kuhhandel Teil zwei
Berlusconi schlägt zurück: Das dritte Komplott zur Vernichtung Di Pietros
Auf Sizilien wächst zusammen, was zusammen gehört
Wahlbündnis mit der Cosa Nostra?
Die Kunst der Selbstzerstörung

11 Triumph:
Die Geschichte eines vorhergesagten Sieges

Eine italienische Geschichte
«Geeignet, Italien zu führen?»
Warum wählen die Leute Berlusconi?
Eine freie Presse?

12 Die Ein-Mann-Regierung

Die Füchse im Hühnerstall
Maßgeschneiderte Gesetze
Laissez-faire auf italienische Art: Wettbewerb verhindern
Was für Mediaset gut ist, ist nicht gut für Italien
Die Berlusconi-Show

13 Die Fesselung der Presse

Die Zähmung der Widerspenstigen: die Presse
Die Zähmung der Widerspenstigen – RAI
Was schlecht für die RAI ist, ist gut für Mediaset
Zensur und Selbstzensur

14 Basta con Berlusconi!

Zu viel des Guten?
Operation «Saubere Hände»: ausgebremst
Moralische Maßstäbe: heruntergeschraubt
Das Parlament als leere Hülse
Wir alle sind Berlusconi

Anmerkungen

Bibliographie

Pressestimmen

"Der Publizist Alexander Stille beschreibt schlüssig und umfassend die Karriere Silvio Berlusconis. Seine Kritik wirkt unaufgeregt, ist aber vernichtend. (...)
Die Qualität einer Biografie lässt sich oft daran ablesen, ob sie nach einem Umbruch im Leben des Porträtierten noch taugt. Das jüngste Buch über Italiens scheidenden Premier Silvio Berlusconi besteht diesen Test spielend. Denn wer Alexander Stilles „Citizen Berlusconi“ gelesen hat, der weiß: Mit dem Unternehmer-Politiker ist auch nach seiner Wahlniederlage zu rechnen."
Ralf Bollmann, die tageszeitung, 29./30. April 2006


"«Citizen Berlusconi» ist ein grosser Wurf: Mit der Zurückhaltung des ausländischen Beobachters, souverän und in bestem angelsächsischen Understatement schildert Alexander Stille den Werdegang eines der schillernsten und fragwürdigsten Politiker der europäischen Nachkriegszeit. Dabei fördert er zwar keine neuen Fakten zutage – aber stilsicherer ist Berlusconis Schleuderkurs zwischen politischen Triumph und Misserfolg bisher von keinem nachgezeichnet worden, verständlicher und detailreicher hat bisher selten ein Autor die Lügen, Intrigen, Bestechungen, mafiösen Verflechtungen und kriminellen Hasardeurstücke des italienischen Premiers beschrieben. Dass Stille daneben auch Berlusconis Unerschrockenheit und Risikobereitschaft, seine instinktive Weitsicht und seinen zielsicheren Charme würdigt, verleiht dem Buch den Vorzug der Unvoreingenommenheit."
Die Weltwoche, 19. Januar 2006


"In vierzehn äußerst materialreichen Kapiteln zeichnet Stille den Weg des Mannes nach, der Italiens politische Landschaft nachhaltig verändert hat. Obwohl am Ende Kritik und ein wenig auch Abscheu eindeutig überwiegen, läßt sich Stille die Neugier nicht nehmen: Er bleibt beharrlich auf der Spur der Rätsel. (...) Zu den Stärken von Stilles Buch gehört es aber, daß er es nicht bei dieser – den Berlusconi-Kritikern kommoden – Einsicht beläßt. Er porträtiert Berlusconi auch als eine avantgardistische, in die Zukunft weisende Figur. Der ehemalige Nachtclub-Sänger auf Mittelmeerkreuzfahrten hat früh mit äußerst feinem Gespür verstanden, welche Wendung man der Politik „im Zeitalter nachlassender Partizipation“ geben kann: Die Politik im herkömmlichen Sinne wird von der medialen Welt geschluckt. Sie muß sich nicht mehr an realen Erfolgen, sondern am Unterhaltungswert messen, und am besten ist sie präsidial verfaßt, also auf eine unumschränkte Führungsfigur zugeschnitten. Kein Wunder, daß mancher in Berlusconi einen konsumistisch abgeschliffenen Wiedergänger Mussolinis zu erkennen meinte.
Stille, Sohn von Ugo Stille, einem ehemaligen Chefredakteur des „Corriere della Sera“, zeichnet ausführlich nach, wie unverblümt (und zum Teil mit großem Erfolg) der oligopolistische Fernsehmann Berlusconi dann auch noch in die Medien der Gutenberg-Galaxis eingegriffen hat."
Thomas Schmid, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7. April 2006


"Was Stilles Buch (...) so lesenswert macht, ist die geballte, präzise Zusammenfassung der Ungeheuerlichkeiten, die sich der italienische Ministerpräsident im Lauf seiner politischen Karriere und davor geleitstet hat. Vom wohlbegründeten Verdacht, er habe sein Vermögen mit Hilfe der Mafia erwirtschaftet, über die flächendeckende Korruption, mit der er seinen Aufstieg erkaufte, bis zur Gängelung der Justiz mit Hilfe seiner Partei, die aus willfährigen Helfern besteht – viele von ihnen Anwälten oder Angestellte des Ministerpräsidenten."
Thomas Götz, Berliner Zeitung, 3. April 2006


"(...) nüchtern, sachlich, objektiv. Anders als die Berlusconi-Gegner, in den deutschen Medien ebenso wie der italienischen Opposition, erliegt Stille nicht dem Fehler, den „Wunderwirker“ zu verteufeln. Es genügt ihm, Fakt an Fakt zu reihen. Das macht dieses Buch so überzeugend und so erschreckend."
Paul Kreiner, Der Tagesspiegel, 27. Februar 2006


"Als Cicerone durch dieses Land der Zukunft weiß Alexander Stille mit seiner kritischen Fallstudie enorm zu beeindrucken und noch mehr durch seine Erzählkunst zu fesseln. Zum besseren Verständnis Berlusconis wie Italiens wird man es lesen müssen. Das fällt nicht schwer. Die Geschichte ist spannend wie ein Krimi. Stille doziert nicht, er erzählt, faktenreich, temporeich und so gut, dass neben dem trockenen Witz des New Yorkers viele italienische Rezensionen jetzt schon bloß geschwätzig wirken."
Paul Badde, Die Welt, 25. Februar 2006


"Der Autor ist ein profunder Italien-Kenner, sein Vater war Chefredakteur des „Corriere della Sera“, er selbst schrieb für die „New York Times“ und den „New Yorker“ aus Italien. Detailliert stellt Stille dar, wie Berlusconi mittels Bestechung von Politikern, Kontakten zur Mafia sowie Freimaurer-Loge P 2 zum Baulöwen, Medienmagnaten und schließlich zum Regierungschef aufstieg. Es liest sich wie ein Politik-Krimi, wie der Premier durch maßgeschneiderte Gesetze seine Justizprobleme löste, kritische Reporter ausschaltete und über die Medien Verleumdungsklagen gegen Staatsanwälte startete."
Susanna Bastaroli, Die Presse, 18. Februar 2006


"Wir meinen, über Berlusconi alles zu wissen, weil bei einem Selbstdarsteller wie ihm kaum etwas verborgen bleiben könne. Aber der amerikanische Journalist Alexander Stille beweist mit seinem neuen, sorgfältig recherchierten und mit Fakten angefüllten Buch, dass wir noch immer viel zu wenig wissen."
Heinrich Senfft, Die Zeit, 16. Februar 2006


"In seinem gerade erschienenen Buch beschreibt der Amerikaner Alexander Stille minutiös, wie unter dem Regime der „Forza Italia“ Parlament und Justiz entmachtet worden sind: „Berlusconi vereinigt mehr Macht in seinen Händen als irgendein einzelner Italiener seit Mussolini."
Alexander Smoltczyk, Der Spiegel, 30. Januar 2006


"Soeben erschien sein großes, umfangreich recherchiertes Buch über den Medienmogul und italienischen Präsidenten Silvio Berlusconi. (…) Das Buch ist eine Analyse über Macht und Medien, zugleich liest es sich wie ein politischer Intrigenroman von John le Carré."
Adrian Kreye, Süddeutsche Zeitung,28./29. Januar 2006