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Traeger, Jörg

Kopfüber

Kunst am Ende des 20. Jahrhunderts

Statt 24,90 € jetzt nur noch 7,95 €

Das Motiv des Kopfüber in der bildenden Kunst läßt sich bis in die Antike zurückverfolgen. Welche besondere Bedeutung aber hat es gerade am Ende des 20. Jahrhunderts? Jörg Traeger blickt zunächst auf die vorausgegangenen Kunstepochen und geht dann auf die speziellen Ausprägungen ein, die das Kopfüber-Motiv in der modernen Kunst – insbesondere in den neuen Medien – angenommen hat. Unter den zahlreichen, zum Teil farbigen Abbildungen, finden sich einige selten veröffentlichte Bilder.
Die Kunst des 20. Jahrhunderts weist eine bemerkenswerte Besonderheit auf: die Vorliebe für das Thema der Verkehrung und für das Motiv des Kopfüber, z.B. im Werk von Joseph Beuys, Niki de Saint-Phalle, Georg Baselitz, Andy Warhol oder Bruce Nauman. Jörg Traeger geht dieser Besonderheit nach und sucht die Voraussetzungen dafür in früheren Kunstepochen. Dabei deckt er mythische, religiöse, philosophische sowie literarische Vorbilder auf und erschließt dem Leser die ganze Spannbreite von verschiedenen Bedeutungen. Dazu gehören Vorstellungen vom bedrohlichen Umschlagen der Normalität in ihr Gegenteil wie auch von der spielerischen Aufhebung der Schwerkraft. In einer abschließenden, konzentrierten Analyse der Kunst des späten 20. Jahrhunderts zeigt er, daß die Künstler das Motiv des Kopfüber vor allem dazu nutzten, einen skeptischen oder ironischen Blick auf die Welt bzw. auf die Kunst selbst zu richten. Damit spiegeln sich in diesem Motiv Wesensmerkmale der bildenden Kunst, die parallel auch in der Literatur und Philosophie am Ende des 20. Jahrhunderts zu beobachten sind.


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Bibliografie

978-3-406-51538-5

192 S., mit 36 Abbildungen, davon 10 in Farbe

Klappenbroschur

Broschur 7,95 € Kaufen
Inhalt

Vorwort

I. Anmerkungen zu einem Epochenwandel
1. Die Rede vom ´Ende` (I) – Die romantische Faszination
2. Die Rede vom ´Ende´ (II) – Kunst und Kunstgeschichte
3. Zum Aufbruch der Avantgarden
4. `Postmoderne`
5. Vom Verschwinden des Kunstskandals
6. Leitmotiv Kopfüber – Von David Hockney zu Richard Serra
7. Zu dem, was folgt

II. Prinzip Umpolung – zu einer Moral des Bildes
1. Die "ungeheuerliche Dummheit der Schwerkraft" und die Dialektik der Umwertung
2. Bestrafte Hybris – Antike Mythen und nachantike Bildjustiz
3. Oben und Unten in christlicher Sicht
4. Luzifers Revolte um 1800 – Blake, Runge, Goya
5. Goethes Einspruch und die Antwort Beckmanns
6. Das Bild in der Schwebe, gegenständlich und abstrakt
7. Zum Verstoß gegen die Regel bei Georg Baselitz
8. Bürger Beuys: "Jeder Mensch ist ein Künstler"

III. Die Erde im Weltall
1. Die Rückkehr des Ikarus und die Reflexion des Dädalus
2. Piero Manzoni: `Socle du monde – Hommage à Galileo`
3. Kosmische Rückschau – Vom Bild aus dem Orbit zur `Rede des toten Christus`
4. Die Tür von St. Peter und die Meteoritengefahr
5. Die Abschaffung der Hölle
6. Amerikanische und sowjetische Ikonen im All
7. Vom Verschwinden der Ideologie in der Erde
8. Negation des Denkmals oder die Abgründe des 20. Jahrhunderts

IV. Vom Bildschirm zum Basalt
1. Monitor und Monument, ein Kurzschluß bei Nam June Paik?
2. Der Schrei der Medienmenschheit – Bruce Naumans `Anthro/Socio`
3. Das vertikale Gegeneinander oder der verweigerte Eros
4. Der Tod des Narziß im Video – Von Ovid zu Gary Hill
5. Im Aufstieg versinken – Metaphysisches bei Bill Viola
6. `Das Ende des 20. Jahrhunderts`
7. Der Beuyssche Basalt und das Erhabene
8. `Das Orwell-Bein – Hose für das 21. Jahrhundert`

Anhang
Literatur
Abgekürzt zitierte Klassiker
Bildnachweis
Register

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-51538-5

192 S., mit 36 Abbildungen, davon 10 in Farbe

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Traeger, Jörg

Kopfüber

Kunst am Ende des 20. Jahrhunderts

Statt 24,90 € jetzt nur noch 7,95 €

Das Motiv des Kopfüber in der bildenden Kunst läßt sich bis in die Antike zurückverfolgen. Welche besondere Bedeutung aber hat es gerade am Ende des 20. Jahrhunderts? Jörg Traeger blickt zunächst auf die vorausgegangenen Kunstepochen und geht dann auf die speziellen Ausprägungen ein, die das Kopfüber-Motiv in der modernen Kunst – insbesondere in den neuen Medien – angenommen hat. Unter den zahlreichen, zum Teil farbigen Abbildungen, finden sich einige selten veröffentlichte Bilder.
Die Kunst des 20. Jahrhunderts weist eine bemerkenswerte Besonderheit auf: die Vorliebe für das Thema der Verkehrung und für das Motiv des Kopfüber, z.B. im Werk von Joseph Beuys, Niki de Saint-Phalle, Georg Baselitz, Andy Warhol oder Bruce Nauman. Jörg Traeger geht dieser Besonderheit nach und sucht die Voraussetzungen dafür in früheren Kunstepochen. Dabei deckt er mythische, religiöse, philosophische sowie literarische Vorbilder auf und erschließt dem Leser die ganze Spannbreite von verschiedenen Bedeutungen. Dazu gehören Vorstellungen vom bedrohlichen Umschlagen der Normalität in ihr Gegenteil wie auch von der spielerischen Aufhebung der Schwerkraft. In einer abschließenden, konzentrierten Analyse der Kunst des späten 20. Jahrhunderts zeigt er, daß die Künstler das Motiv des Kopfüber vor allem dazu nutzten, einen skeptischen oder ironischen Blick auf die Welt bzw. auf die Kunst selbst zu richten. Damit spiegeln sich in diesem Motiv Wesensmerkmale der bildenden Kunst, die parallel auch in der Literatur und Philosophie am Ende des 20. Jahrhunderts zu beobachten sind.

Webcode: https://www.chbeck.de/20934

Inhalt

Vorwort

I. Anmerkungen zu einem Epochenwandel
1. Die Rede vom ´Ende` (I) – Die romantische Faszination
2. Die Rede vom ´Ende´ (II) – Kunst und Kunstgeschichte
3. Zum Aufbruch der Avantgarden
4. `Postmoderne`
5. Vom Verschwinden des Kunstskandals
6. Leitmotiv Kopfüber – Von David Hockney zu Richard Serra
7. Zu dem, was folgt

II. Prinzip Umpolung – zu einer Moral des Bildes
1. Die "ungeheuerliche Dummheit der Schwerkraft" und die Dialektik der Umwertung
2. Bestrafte Hybris – Antike Mythen und nachantike Bildjustiz
3. Oben und Unten in christlicher Sicht
4. Luzifers Revolte um 1800 – Blake, Runge, Goya
5. Goethes Einspruch und die Antwort Beckmanns
6. Das Bild in der Schwebe, gegenständlich und abstrakt
7. Zum Verstoß gegen die Regel bei Georg Baselitz
8. Bürger Beuys: "Jeder Mensch ist ein Künstler"

III. Die Erde im Weltall
1. Die Rückkehr des Ikarus und die Reflexion des Dädalus
2. Piero Manzoni: `Socle du monde – Hommage à Galileo`
3. Kosmische Rückschau – Vom Bild aus dem Orbit zur `Rede des toten Christus`
4. Die Tür von St. Peter und die Meteoritengefahr
5. Die Abschaffung der Hölle
6. Amerikanische und sowjetische Ikonen im All
7. Vom Verschwinden der Ideologie in der Erde
8. Negation des Denkmals oder die Abgründe des 20. Jahrhunderts

IV. Vom Bildschirm zum Basalt
1. Monitor und Monument, ein Kurzschluß bei Nam June Paik?
2. Der Schrei der Medienmenschheit – Bruce Naumans `Anthro/Socio`
3. Das vertikale Gegeneinander oder der verweigerte Eros
4. Der Tod des Narziß im Video – Von Ovid zu Gary Hill
5. Im Aufstieg versinken – Metaphysisches bei Bill Viola
6. `Das Ende des 20. Jahrhunderts`
7. Der Beuyssche Basalt und das Erhabene
8. `Das Orwell-Bein – Hose für das 21. Jahrhundert`

Anhang
Literatur
Abgekürzt zitierte Klassiker
Bildnachweis
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