Benz, Wolfgang

Die Protokolle der Weisen von Zion

Die Legende von der jüdischen Weltverschwörung

Das angebliche Geheimdokument der jüdischen Weltverschwörung ist über 100 Jahre alt und stammt aus einer Fälscherwerkstatt des zaristischen Geheimdienstes. In 24 Protokollen hätten die Juden dort Pläne zur Übernahme der Weltherrschaft skizziert. Warum dieses Konstrukt des Antisemitismus mehr denn je ein wesentliches Verständigungsmittel für Judenfeindschaft darstellt, ist schwer zu beantworten. Der Autor geht der Frage nach, welche Bedürfnisse nach Welterklärung die Protokolle erfüllen, wie Legendenbildung funktioniert und welchen "Sinn" Mythen stiften.


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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-70820-6

Erschienen am 16. Februar 2017

3. überarbeitete und aktualisierte Auflage

128 S.

Paperback

Sonstiges 8,95 € Kaufen
Inhalt

Vorwort

 

1. Verschwörungsphantasien als Welterklärung

2. Das «auserwählte Volk» und die Wurzeln der «jüdischen Weltverschwörung»

3. Die Entstehung der «Protokolle der Weisen von Zion»

4. Der historische Kontext: Judenfeindschaft in Europa

5. Die Verbreitung der Legende

6. Aufklärung als Waffe? Der Berner Prozess und andere Abwehrversuche

7. Mediale Präsenz – die «Protokolle» und ihr Publikum

8. Neues Klientel für das alte Konstrukt: Die «Protokolle» in der islamistischen Propaganda

9. Die Überzeugungskraft des Absurden

 

Abbildungen

Literatur

Personenregister

Pressestimmen

Pressestimmen

"Dem Autor ist es gelungen, gesicherte Befunde der Forschung mit neuen Erkenntnissen zur Instrumentalisierung der Protokolle durch antizionistische Propaganda in einem lesenswerten Buch zu bündeln."
Hans-Jürgen Döscher, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. Oktober 2007



"Der Autor schafft es, von den Protokollen im Einzelnen auf Verschwörungstheorien im Allgemeinen zu schließen und ihren teils kaum verständlichen Erfolg – er nennt es die „Überzeugungskraft des Absurden“ – aufzuzeigen. Auch spart er nicht aus, die radikalen Islamisten als neue Rezipientengruppe der Protokolle zu beleuchten. Daher ist das Buch nicht überflüssig, sondern geradezu hoch aktuell."
bp, Das Parlament, 29. Oktober 2007