Bohnet, Iris

What works

Wie Verhaltensdesign die Gleichstellung revolutionieren kann

Die fünf besten amerikanischen Orchester hatten jahrzehntelang einen Frauenanteil von insgesamt 5 Prozent. Beim Vorspielen vor den männlichen Jurys fielen die Kandidatinnen regelmäßig durch. Offenbar sind Frauen die schlechteren Musiker. Oder doch nicht? Als eine der Jurys nicht mehr sehen konnte, ob ein Mann oder eine Frau spielte, stieg die Quote plötzlich dramatisch an. Alles, was es dazu brauchte, war ein Vorhang.

Bei der Einstellung, bei der Beförderung, beim Gehalt – überall werden Frauen massiv benachteiligt. Die Harvard-Professorin Iris Bohnet zeigt in ihrem brillanten Buch What works, dass die Ursache dafür oft verzerrte Wahrnehmungen sind, die unsere Entscheidungen auch dann beeinflussen, wenn wir fest glauben, dass wir ganz objektiv sind. So wie die Jury überzeugt war, dass sie lediglich die musikalische Leistung bewertet. Die Antwort auf dieses Dilemma liegt nicht in der Anpassung der Frauen an männliche Verhaltensmuster oder im Appell an unsere Objektivität. Wir können unsere Wahrnehmung nicht überlisten. Aber wir können mehr Vorhänge aufhängen und die Spielregeln ändern. Das ist die revolutionäre Botschaft von What works.
Von Iris Bohnet. Aus dem Englischen übersetzt von Ursel Schäfer.

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Bibliografie

978-3-406-71228-9

Erschienen am 29. August 2017

381 S., mit 10 Abbildungen

Gebunden

Hardcover 26,95 € Kaufen
Inhalt
Das Versprechen von Verhaltensdesign 

Teil Eins: Das Problem
1. Unbewusste Vorurteile sind allgegenwärtig 
2. Vorurteile aus den Köpfen zu vertreiben ist schwer 
3. Alleingänge sind riskant 
4. Hilfe nützt nur bedingt 

Teil Zwei: Verhaltensdesign für das Talentmanagement
5. Daten bei Personalentscheidungen nutzen 
6. Klügere Evaluierungsverfahren einsetzen 
7. Die richtigen Personen gewinnen 

Teil Drei: Verhaltensdesign für Schule und Arbeitsplatz
8. Das Risiko anpassen 
9. Chancengleichheit herstellen 

Teil Vier: Durch Verhaltensdesign zu mehr Diversität
10. Rollenmodelle schaffen 
11 . Gruppen zusammenstellen 
12. Normen gestalten 
13. Für mehr Transparenz sorgen 

 Danksagung 
 Anmerkungen 
 Abbildungsnachweise 
 Personenregister 
 Sachregister 

Medien

Pressestimmen

Pressestimmen

"Sollen Frauen sich verstellen, um beruflich erfolgreich zu sein? Die Verhaltensökonomin Iris Bohnet zeigt einen besseren Weg."
Julia Bähr, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25. November 2017



"Bohnet zeigt nicht nur, wo es mit dem angeblich ach so komplizierten Problem der Gleichstellung hakt. Sie zeigt auch, wie man es löst."
Deborah Borda, Intendantin des Los Angeles Philharmonic Orchestra



"(Bohnets) praxisnahe Rezepte sind oft überraschend simpel und einfach zu praktizieren."
Helene Endres, Haravard Business Manager, 13. November 2017



"Ein famoser Ratgeber für Frauen und Männer, die mehr über ihr Verhalten erfahren möchten."
Thorsten Giersch, Handelsblatt online, 11. Oktober 2017



"Die Lektüre lohnt sich."
Karlheinz Schwuchow, Personalwirtschaft 4/2017 



"Wenn Sie glauben, Sie haben keine Gender-Vorurteile, dann lesen Sie mal dieses Buch!"
Sarah Green, Times Higher Education



"Iris Bohnets nüchterner Ansatz auf der Basis eines großen Datenpools hat viele Vorzüge, allen voran den Vorzug verbaler Abrüstung in Hinsicht auf den Geschlechterkonflikt."
Meike Feßmann, Tagesspiegel, 27. November 2017



"Mentale Muster und Vorurteile können zu moralisch und ökonomisch verhängnisvollen Fehlentscheidungen führen. Mit Beispielen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zeigt Iris Bohnet, wie Organisationen dem entgegenwirken und damit erst ihr wahres Potenzial entfalten können. Exzellent analysiert, fesselnd und in jeder Hinsicht praxisrelevant – die Bibel für das Management der Gleichberechtigung."
Miriam Meckel



"Das beste Buch, das jemals über Verhaltensökonomie und Diskriminierung geschrieben wurde."
Cass Sunstein, Robert Walmsley Universitätsprofessorin an der Harvard University, Co-Autorin von "Nudge, Wie man kluge Entscheidungen auslöst"



"Ein Buch, das für Vorgesetzte Pflichtlektüre sein sollte.“
Peer Teuwsen, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 27. August 2017



"Bohnet schlägt in ihrem Buch pragmatische Gegenmaßnamen vor, eben solche, die funktionieren."
Thomas Jahn, Handelsblatt, 15. September 2017



"Dieses Buch hat das Potenzial, selbst eingefleischte Chauvinisten davon zu überzeugen, mehr Frauen einzustellen und zu fördern […] Ein lesenswertes und überzeugendes Buch."
Felix Ter-Nedden, General-Anzeiger, 30. September 2017



"Ein zwiespältiges, aber überraschendes Buch jenseits verhärteter Fronten."
WELT am Sonntag, 03. September 2017



"Eindrücklich schildert Bohnet im ersten Teil des Buches, wie unser Denken von unbewussten Vorurteilen, Denkfehlern und kognitiven Kurzschlüssen getrübt wird."
Anna Goldenberg, Falter, 11. Oktober 2017



"Eindrücklich schildert Bohnet im ersten Teil des Buches, wie unser Denken von unbewussten Vorurteilen, Denkfehlern und kognitiven Kurzschlüssen getrübt wird."
Anna Goldenberg, Falter, 11. Oktober 2017



"Was ihr Buch über die Flut der Publikationen zur Gleichstellung hinaushebt, ist ihr Zugang: keine moralischen Appelle, sondern eine Beweisführung, die auf Studien und Zahlen basiert."

Rita Flubacher, Tages-Anzeiger, 6. Oktober 2017



"Wirkungsvolles Handeln setzt fundiertes Wissen voraus. Nur wer das Entstehen geschlechtsspezifischer Rollenbilder und Stereotype versteht, kann aktiv zu ihrer Überwindung beitragen. Genau hier setzt Iris Bohnet an: sie erklärt anhand von Erkenntnissen der Verhaltensforschung den Mechanismus des geschlechtsbezogenen Verzerrungseffekts und leitet konkrete Handlungsempfehlungen ab. Ein wegweisender Ratgeber, der den entscheidenden nächsten Schritt geht."
Maria Furtwängler, Schauspielerin, Ärztin, Gründerin der MaLisa Stiftung