Fried, Johannes

Karl der Große

Gewalt und Glaube

"Regen. Im Regen. Er stand im Regen, unten am Läuterungsberg. Endlos stürzte der Regen auf ihn hernieder und schien dennoch die Sünden nicht abwaschen zu können, die ihn befleckten. Ein Untier zernagte unablässig sein Geschlecht, das umgehend nachwuchs, um wieder zerfressen zu werden, fort und fort. Ein alter Mönch schaute den Büßer und erschrak. Kaum wagte er den Namen des Toten zu offenbaren. Doch alle wussten: Es war Karl, der große Kaiser, der Sünder, der da zu büßen hatte."

Mit diesen Worten beginnt Johannes Fried seine lang erwartete Biographie Karls des Großen. Biographie? Wir wissen nur wenig über das Leben und die Person des größten mittelalterlichen Herrschers. Eine Karlsbiographie in modernem Sinne ist unmöglich. Doch wie Fried, der Meistererzähler und begnadete Mediävist, in seinem Opus magnum alle historischen Register zieht, anhand von Quellen und Artefakten, Indizien und Analogieschlüssen Karl nachspürt, Wissen, modernste Methoden der Gedächtnisforschung und die schöpferische Intuition ineinander spielen lässt, um ein Zeitalter und eine Herrschergestalt zum Leben zu erwecken – das ist Geschichtsschreibung der Extraklasse. Näher als in diesem Buch wird man Karl dem Großen, dessen Todestag sich 2014 zum zwölfhundertsten mal jährt, lange nicht mehr kommen.

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Bibliografie

978-3-406-65289-9

Erschienen am 20. Februar 2014

5. Auflage

736 S.

Gebunden

Hardcover 29,95 € Kaufen
Pressestimmen

Pressestimmen

"Eine überzeugende, nachvollziehbare und in ihrer Kompliziertheit begreifbare Veranschaulichung von Zusammenhängen. Kein Karl der Große gleiche dem anderen, heißt es in seiner Biografie, jedes Bild, das man sich von ihm mache, könne nur eine Annäherung sein."
Ralph Gerstenberg, Deutschlandradio Kultur, 26. Januar 2014



"die neue Karl-Biographie [bringt] Ordnung in ein Leben, das den Kontinent in neue Bahnen getrieben hat. Für diese Lektion dürfen wir Johannes Fried dankbar sein."
Berthold Seewald, Die Welt online, 16. September 2013



"Dürfte Frieds Werk das ultimative auf deutschem Boden bleiben."
Erhard Schütz, der Freitag, 13. März 2014



"Das Standardwerk zum Karlsjahr."
Regina Krieger, Handelsblatt, 27. Dezember 2013



"Allen Versuchen, Karl den Großen für sich zu vereinnahmen, entzieht Johannes Fried auf eindrucksvolle Weise den Boden. Ihm gelingt geradezu die Quadratur des Kreises, indem er ein vielschichtiges Bild des Herrschers zeichnet und zugleich gegen Ende seines Buches bekennt, dass Karls Leben mit all seinen Widersprüchen uns letztlich verschlossen bleibt."
Otto Langels, Deutschlandfunk, 27. Januar 2014



"Johannes Frieds Wissen ist atemberaubend."
Lucas Wiegelmann, Die Welt, 04. Januar 2014



"hervorragend (...)"
Tilman Spreckelsen, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 22. Juni 2014



"Guter Begleiter durchs Jubiläumsjahr."
Sibylle Peine, Deutsche Presse Agentur, 26. November 2013



"Ein – sprachlich wie inhaltlich – gewaltiges Panorama, das sowohl mit seinen großen Linien als auch mit seiner Detailfülle besticht."
Berthold Seewald, Die Welt online, 16. September 2013



„Ein durchaus enpfehlenswertes Buch.“
Christian Prado Wohlwend, Literaturkritik, Dezember 2014



"Ein Meisterwerk"
Weltkunst-Sammelbesprechung, Juli 2014



"Karl der Große, gesehen von Johannes Fried: das Wunder einer neuen Biographie, die, in durchaus kritischer Absicht geschrieben, das Bild des Kaisers nur steigert."
Horst Bredekamp, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. Januar 2014



„brilliante[r] Biographie“
Stefan Rebenich, Neue Züricher Zeitung, Juli 2014



"In this splendid biography, Fried [...] shows that Charlemagne remains a figure to be reckoned with even 12 centuries after his death"
Publishers Weekly, 29. August 2016