Judson, Pieter M.

Habsburg

Geschichte eines Imperiums

"Unser Reich": So nannten Menschen unterschiedlicher Sprachen und Religionen von Südtirol über Mähren bis Galizien und Transsilvanien das Habsburgerreich. Pieter Judson erzählt in seiner meisterhaften Gesamtdarstellung die Geschichte der Donaumonarchie und der Österreichisch- Ungarischen Doppelmonarchie ganz neu und revidiert gründlich das vertraute Bild vom verknöcherten "Vielvölkerreich".
Als zu Beginn des 18. Jahrhunderts die Erblande der Habsburger unteilbar wurden, war damit der Grundstein für eines der mächtigsten europäischen Reiche gelegt. Pieter Judson erzählt die Geschichte dieses Imperiums chronologisch vom 18. Jahrhundert bis zu dessen Auflösung am Ende des Ersten Weltkriegs. Dabei berücksichtigt er neben der politischen Geschichte immer auch den Alltag der Menschen an der Peripherie. So gerät eine Gesellschaft in den Blick, die zwar vielsprachig war, aber erst im Laufe des nationalistischen 19. Jahrhunderts "Völker" voneinander abgrenzte. Deren territoriale Geschlossenheit war jedoch eine Illusion: Als Europas zweitgrößter Staat 1918 zerbrach, waren die Nachfolgestaaten ihrerseits kleine "Vielvölkerreiche" Pieter Judsons eindrucksvolle Geschichte lässt das Kaiserreich der Habsburger in erfrischend neuem Licht erscheinen.

Von Pieter M. Judson. Aus dem Englischen von Michael Müller.

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Bibliografie

978-3-406-70653-0

Erschienen am 16. März 2017

2. Auflage, 2017

Rund 667 S.

Gebunden

Hardcover 34,00 € Kaufen
Inhalt

Vorbemerkung

Einleitung

 

1 Das zufällige Reich

2 Diener und Bürger, Kaiserreich und Vaterland, 1780–1815

3 Ein Reich der Widersprüche, 1815–1848

4 Wessen Reich? Die Revolutionen von 1848 und 1849

5 Ein liberales Imperium entsteht

6 Kulturkämpfe und Kämpfe um die Kultur

7 Unser tägliches Reich, 1880–1914

8 Krieg und radikale Staatsbildung, 1914–1925

 

Epilog: Die neuen Reiche

 

Anhang

Dank

Anmerkungen

Bildnachweis

Personenregister

Pressestimmen

Pressestimmen

"Ein toller Wurf, in seiner Gelehrsamkeit ehrfurchterbietend, in der Souveränität beeindruckend. Ein originelles Buch, das neuste Forschungsergebnisse einbezieht. (…) Ein kühnes Buch, an dem sich die Zunft abarbeiten kann und das die historisch interessierte Leserschaft auch wegen der lebendigen Schilderungen mit Gewinn heranziehen wird."
Alfred Pfoser, Falter Literaturbeilage, 15. März 2017



"Ein Lehrstück auch für die Gegenwart."
Heike Talkenberger, Damals, Mai/ 2017



"Ein Meisterwerk historischen Umdenkens von einem der großen Habsburg-Historiker unserer Zeit."
Larry Wolff



"Ein fundamentales Werk."
Goslarsche Zeitung, 11. Mai 2017



"Riskant – und deshalb so interessant."
Stephan Speicher, Die ZEIT, 20. Juli 2017



"Sehr lesbare Monografie."
Kleine Zeitung, 8. Juli 2017



"Eine erhellende Lektüre."
Thomas Winkelbauer, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. April 2017



"Innovative and perspicuos book."
R.J.W Evans, The New York Review of Books, 23. März 2017



"Bahnbrechendes Buch."
Anne-Catherine Simon, Die Presse, 4. April 2017



"Brillant und spannend geschriebenes Werk."
Josef Kirchengast, Der Standard, 27. Mai 2017



"Brillant präsentiert Peter Judson ein wenig bekanntes Bild der Habsburgermonarchie"
Carlo Moos, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 28. Mai 2017



"Das Buch ist elegant und leserlich (sehr gut übersetzt!) geschrieben – eine Lesestoff auch für Nichthistoriker."
Waltraud Heindl, Europäische Rundschau, 2/17



"Ohne dieses Buch zu kennen, wird man künftig nicht mehr über die letzten beiden Jahrhunderte der Habsburgermonarchie sprechen, forschen und urteilen können."
Wolfram Siemann, Süddeutsche Zeitung, 16. März 2017



"Eine große Studie […] eine ungewöhnliche und neue Sicht."
Kronen Zeitung, 04. August 2017



"Einer der besten Kenner der Habsburger (...)  harte Fakten, verpackt in einen fesselnden Erzählstil."
Andreas Puff-Trojan, SWR2, 7. Juni
 2017



"Knackig und differenziert geschrieben... Sein Blick wird in keiner Weise von der Habsburg-Nostalgie getrübt, mit der sonst so viele Darstellungen übergossen sind."
Adam Zamoyski, Literary Review