Ritter, Gerhard A.

Hans-Dietrich Genscher, das Auswärtige Amt und die deutsche Vereinigung

Vor knapp einem Vierteljahrhundert führten die Volksbewegungen in den ostmitteleuropäischen Staaten und in der DDR sowie der Zusammenbruch der Sowjetunion zum Ende des Kalten Krieges und zur Überwindung der Spaltung Europas. Der damalige Bundeskanzler Kohl nutzte die Gunst der Stunde zur Vereinigung Deutschlands, wobei allerdings die entscheidende Mitwirkung des Auswärtigen Amts und Hans-Dietrich Genschers als damaligem Außenminister in der öffentlichen Aufmerksamkeit vielfach ausgeblendet wurden.
Dieses Buch des Doyens der deutschen Geschichtswissenschaft erhellt aus den erst jetzt zugänglichen Quellen die enormen Schwierigkeiten, die außenpolitisch – etwa in Großbritannien, Frankreich und in der Sowjetunion – überwunden werden mussten, um auch durch den Ausbau der EG und die Schaffung der Europäischen Währungsunion zur internationalen Akzeptanz der deutschen Einheit und der Zugehörigkeit zur NATO zu kommen. Entscheidend war – neben der Unterstützung durch die USA –, dass die wirtschaftliche und innenpolitische Schwäche der Sowjetunion ihren Handlungsspielraum einengte, sodass Hans-Dietrich Genscher und das Auswärtige Amt schließlich Gorbatschow dazu bewegen konnten, seine Vorbehalte gegen eine deutsche Vereinigung aufzugeben.

Teilen

Seite drucken

E-Mail

Der Code wurde in die Zwischenablage kopiert.

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-64495-5

Erschienen am 12. Februar 2013

263 S., mit 5 Abbildungen

Gebunden

Hardcover 26,95 € Kaufen
Inhalt

Vorwort

Einleitung



I. Gorbatschows Neues Denken und die deutsche Frage 1985–1989



II. Die deutsche Einigung und die vier Hauptsiegermächte bis zur Konferenz von Ottawa im Februar 1990



III. Die deutsche Einheit in der internationalen Politik



IV. Die deutsche Einigung



V. Schlussbetrachtungen



Anhang
Anmerkungen
Abkürzungsverzeichnis
Quellen und Literatur
Zeittafel
Personenregister

Pressestimmen

Pressestimmen

"Die vielen Quellen, die Ritter sorgfältig verarbeitet und eingeordnet hat, illustrieren (...), welch unglaubliche Gelegenheiten sich der westlichen Demokratie in jenem kritischen Zeitfenster um 1900 boten."
Jürg Dedial, Neue Zürcher Zeitung, 31. Mai 2013



"[Das] Buch bietet einen knappen, bestens informierten und urteilssicheren Überblick über die stürmischen Ereignisse von 1989 und 1990."
Peter Carstens, Deutschlandfunk, 11. Februar 2013



"Blicke in lang verschlossene Archive"
Gerd Kolbe, NZZ am Sonntag, 28. April 2013