Unschuld, Paul U.

Ware Gesundheit

Das Ende der klassischen Medizin

Gesundheit ist ein Menschheitstraum. Seit zweieinhalb Jahrtausenden hat die europäische Kultur – oft in Widerspruch zur Theologie – den Versuch gewagt, diesen Traum als existentielle Selbstbestimmung zu verwirklichen. Die Grundlage dazu bot und bietet die Überzeugung von dem unbedingten Primat der Naturgesetze.

Heute besitzt das Gesundheitswesen ein höchst beeindruckendes Potential, Krankheiten zu heilen, Leiden zu mindern und Lebensläufe zu beeinflussen. Gleichzeitig naht das Ende der klassischen Medizin. Technischer Fortschritt, geänderte Formen der Wissensbildung, gesellschaftlicher Wandel und an erster Stelle die zunehmende Ökonomisierung haben die Ärzte als zentrale Entscheidungsträger verdrängt und neue Akteure an die Macht gebracht, die erstmals in der Geschichte den Kranken als Ressource und Gesundheit als Ware betrachten.

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-59284-3

Erschienen am 31. August 2009

2. Auflage

143 S.

Paperback

Broschur 9,95 € Kaufen
Inhalt
Vorwort

1. Der Sinn der Medizin
2. Gesundheitsstreben vom Altertum bis in die Neuzeit
3. Gesundheit als Mittel zum Zweck im 18. Jahrhundert
4. Der deutsche Sonderweg
5. Public Health
6. Apotheker und Ärzte: Der Verlust der Unabhängigkeit 
    6.1. Apotheker
    6.2. Ärzte
    6.3. Fallpauschalen
    6.4. Rabattverträge 
    6.5. Der wertvolle Kranke und die Beliebigkeitsheilkunde
7. Lebensqualität, wellness, life enhancement
8. Grenzerfahrung, Grenzüberschreitung
9. Ausblick: Produkt Mensch

Anhang
Anmerkungen
Register