Cheheltan, Amir Hassan

Teheran, Stadt ohne Himmel

Eine Chronologie von Albtraum und Tod

Kerâmat sieht gut aus, ist mutig und brutal. Mit zehn läuft er von zu Hause weg, geht nach Teheran und verkauft seinen Körper. Am Vorabend der Islamischen Revolution schließt er sich einer Gang an, die Bordelle betreibt und gegen unliebsame politische Versammlungen vorgeht. Aus dem Krieg zwischen Iran und Irak schlägt er Kapital, indem er einen Schwarzhandel mit Medikamenten und Lebensmitteln organisiert. Als Dank für die Zerschlagung oppositioneller Gruppen erhält Kerâmat nach der Revolution den Posten des Direktors in einem berüchtigten Gefängnis für politische Gefangene. Mit Kerâmat macht Amir Hassan Cheheltan eine ambivalente Figur zum Helden seines neuen Buchs. In ihr kristallisieren sich die Widersprüche des heutigen Iran, von denen der Autor in einer poetischen und berührenden Sprache erzählt. Der Roman erscheint weltweit erstmals in ungekürzter Fassung – die Originalausgabe und die arabische Ausgabe konnten bislang nur zensiert erscheinen.
Von Amir Hassan Cheheltan. Aus dem Persischen übersetzt und mit einem Nachwort von Kurt Scharf.

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Bibliografie

978-3-406-63943-2

Erschienen am 23. August 2012

224 S.

Gebunden

Hardcover 19,95 € Kaufen
e-Book 9,99 € Kaufen
Pressestimmen

Pressestimmen

"Unter die Haut gehende Erzählungen"
Angela Schader, Neue Zürcher Zeitung, 13. April 2013