Ohlin, Alix

In einer anderen Haut

Roman

Als die engagierte Therapeutin Grace beim Langlaufen auf einen Mann stößt, der gerade versucht hat, sich zu erhängen, folgt sie instinktiv ihrem Impuls zu helfen. Doch binnen Kurzem muss sie erkennen, dass ihre Gefühle für diesen faszinierenden, aber verschlossenen Mann keineswegs nur therapeutischer Natur sind. Unterdessen ist Annie, ihre junge, verstörte Patientin, von zu Hause weggelaufen, um sich bald darauf in New York als aufstrebende und dabei rücksichtslose Schauspielerin neu zu erfinden und sich möglichst auf keine menschliche Beziehung wirklich einzulassen. Und Mitch, Grace’ Exmann, ebenfalls Therapeut, verlässt die Frau, die er liebt, um in der Arktis einer Inuit-Gemeinde bei ihren Problemen zu helfen. Diesen vier fesselnden, komplexen Charakteren folgen wir gebannt von Montreal und New York nach Hollywood und Ruanda, denn jeder von ihnen ist auf seine Weise überzeugend und doch nicht Herr seines eigenen Lebens. Kunstvoll werden die Geschichten ineinander verwoben und wird die Spannung bis zuletzt gehalten.
"In einer anderen Haut", der zweite Roman der jungen, viel beachteten kanadischen Autorin Alix Ohlin, ist von einer messerscharfen emotionalen Intelligenz, glänzend geschrieben und arrangiert. Wie wichtig und wie gefährlich unser Impuls, unseren Nächsten zu helfen, sein kann, welch unverhoffte Wendungen und tragische Verwicklungen er nach sich ziehen kann, ist ein beherrschendes Thema dieses bemerkenswerten Romans.
Von Alix Ohlin. Aus dem Englischen übersetzt von Sky Nonhoff.

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Bibliografie

978-3-406-64703-1

Erschienen am 21. Januar 2013

2. Auflage, 2013

351 S.

Gebunden

Hardcover 19,95 € Kaufen
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Pressestimmen

Pressestimmen

"Und es ist das Schöne, das Entlastende, dass in diesem Roman nichts unter der Schwere und Bedeutungsfülle knarzt – und dennoch stille Größe hat."
Madeleine Napetschnig, Die Presse, 18. Mai 2013



"In diesen kunstvoll miteinander verstrickten Geschichten, die zu unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Plätzen spielen, geht es um Liebe, die Suche nach Nähe und die Notwendigkeit, für andere da zu sein, selbst unter der Gefahr des Scheiterns."
dpa, 12. Februar 2013



"Psychologisch dicht gewoben, [vermeidet] doch jedes Pathos durch bewusste sprachliche Brüche"
Claudia Kramatschek, Deutschlandfunk, 10. Juli 2013



"Ohlin hat aus dem Impuls, anderen helfen zu wollen, eine tieftragische, wundervolle Geschichte konstruiert. Und so legt sie nach dem erotisch-überladenen Fehlschuss auf Seite zwölf ein beeindruckendes Rennen hin."
Johan Dehoust, Spiegel Online, 30. Januar 2013



"Ein ehrgeiziges Beziehungspanorama rund um eine Therapeutin mit Helfersyndrom"
Gabriele von Arnim, Deutschlandradio Kultur, 22. März 2013



"[Ein] grosser Roman über das Leben miteinander"
annabelle, 3/2013