Wehler, Hans-Ulrich

Die neue Umverteilung

Soziale Ungleichheit in Deutschland

SZ/NDR-Sachbuch-Bestenliste des Monats März 2013


Schwindelerregende Managergehälter am einen Ende der sozialen Stufenleiter – wachsende Kinderarmut und Hartz-IV-Tristesse am anderen. Die Schere öffnet sich, soviel ist klar. Hans-Ulrich Wehler, einer der renommiertesten deutschen Sozialhistoriker, wollte es etwas genauer wissen:
Wer kommt hierzulande nach oben, wer bleibt in der Regel stecken? Wie viel Vermögen haben wie viele? Wer wird gut versorgt, wenn er krank wird, wer ist schlecht dran? Wer heiratet wen? Wer wohnt wie? Verschärft sich die soziale Ungleichheit im Alter? Wie steht es um die Bildungschancen und die Rolle von Geschlecht, Herkunft, Religion, um das Verhältnis von West und Ost? Die Diagnose ist ernüchternd und nicht selten bedrückend: Bei allen eindrucksvollen Leistungen der deutschen Wirtschaft und aller unbestrittenen Wohlstandssteigerung der vergangenen Jahrzehnte ist die Bundesrepublik ein Land der "exzessiven Hierarchisierung" geblieben, in dem der Fahrstuhl nur für wenige nach oben führt, aber für immer mehr nach unten.

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-64386-6

Erschienen am 11. Februar 2013

4. Auflage

192 S.

Klappenbroschur

Broschur 14,95 € Kaufen
Inhalt
Einleitung

1. Sozialhierarchie und Hierarchietheorien: Die Soziale Ungleichheit

2. Die internationale Debatte über die neue Einkommensungleichheit

3. Die deutsche Einkommensungleichheit

4. Die deutsche Vermögensungleichheit

5. Die Ungleichheit in der deutschen Wirtschaftselite

6. Die Ungleichheit auf den deutschen Heiratsmärkten

7. Die Soziale Ungleichheit der Alten

8. Die Ungleichheit der Bildungschancen

9. Die Ungleichheit der Geschlechter

10. Die Ungleichheit bei Gesundheit und Krankheit

11. Die Ungleichheit der Wohnbedingungen

12. Die ethnisch-kulturelle Ungleichheit

13. Die Ungleichheit der Konfessionen

14. Die Ungleichheit in der Alltagswelt

15. Die Ungleichheit zwischen West und Ost


Nachwort
Dank
Anmerkungen
Personenregister
Pressestimmen

Pressestimmen

"Eine empirisch eindeutige und fundierte Bilanz der sozialen Ungleichheit"
Conrad Lay, Deutschlandfunk, 25. März 2013



"Leidenschaftliche Studie"
Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung, 30. April 2013



"Der streitbare Wehler beweist mit scharfem historischen Blick, wie rasant sich in den letzten vierzig Jahren die Ungleichheit in Deutschland entwickelt hat."
Norbert Copray, Publik-Forum, 8. März 2013



"Eindeutig und wissenschaftlich fundiert. Sein Buch ist geeignet, das herrschende Verharmlosungs- und Schweigekartell in Politik und Sozialwissenschaften zu durchbrechen."
Werner Seppmann, junge Welt, 8. April 2013



"Dank Wehlers Buch – so sachlich-trocken es ist – habe ich endlich verstanden, dass der alte Stéphane Hessel seinen Aufruf 'Empört euch' auch für die Deutschen geschrieben hat."
Klaus Harpprecht, Die Zeit, 7. März 2013