Radkau, Joachim

Die Ära der Ökologie

Eine Weltgeschichte

Die Ökologie ist das Signum unseres Zeitalters. Joachim Radkaus grandioses Buch lässt die neue Ära zum ersten Mal in ihrer ganzen Vielgestaltigkeit und globalen Bedeutung erfahrbar werden.
Das Buch berichtet über ausschlaggebende Ereignisse und Erfahrungen wie die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl genauso wie über den Mythos des deutschen „Waldsterbens“ und beleuchtet die Zusammenhänge mit anderen historischen Strömungen. Es erzählt sowohl von spiritueller Suche und herausragenden Momenten als auch von Institutionalisierung und Bürokratisierung. Es porträtiert zentrale Initiativen wie Friends of the Earth oder Greenpeace und charismatische Vorkämpferinnen wie Rachel Carson, Petra Kelly und die Chinesin Dai Qing.
Überhaupt zeigt Joachim Radkau, welch zentrale Rolle und beinahe mythisches Potential Frauen in der Umweltbewegung zukommt. Seine souverän erzählte und glänzend aufgebaute Darstellung macht klar: Trotz mancher bizarrer Episoden ist die Umweltbewegung die neue, wahre Aufklärung unseres Zeitalters; die fließende Vielfalt und immer neue Vernetzung der Motive unterscheidet sie von allen früheren großen Bewegungen der Geschichte.

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Bibliografie

978-3-406-61372-2

782 S.

Gebunden

Hardcover 29,95 € Kaufen
e-Book 24,99 € Kaufen
Inhalt

Einleitung: Über die Geschichte zur ökologischen Geistesgegenwart


I. Spurensuche im Öko-Dschungel – Umweltschutz denken
Chamäleon „Umweltschutz“
Eine neue Ära der Weltgeschichte?
Statt einer einzigen Meistergeschichte ein Ensemble von Spannungsszenarien


II. Umweltbewegungen vor der Umweltbewegung
Von Rousseau bis zur Romantik: Naturkult und „Holznot“
Erstes Zeitfenster: Die lange Jahrhundertwende von Naturschutz und Lebensreform
Umweltaktivismus im „nervösen Zeitalter“
Umweltsorgen der Krisenzeit: New Deal und NS-Deutschland
Think Big! Charismatisches Zwischenspiel auf olympischer Höhe


III. Die „ökologische Revolution“ um 1970
Zweites Zeitfenster: Die Jahre der „ökologischen Revolution“
Die große Kettenreaktion


IV. Die großen Dramen der Umweltbewegung
1. Das ewige Wechselspiel zwischen vernetztem Denken und praktischer Priorität
Zur Ökologie des Ökologismus
Die Leitmotive Wasser und Atom
Ein immer neuer Szenenwechsel: Vom „Waldsterben“ bis zum Dioxin-Alarm
2. Charismatiker und Ökokraten
Spirituelle Suche und charismatische Momente
Zwölf Heroinen: Inkarnationen weltweiter Spannungsfelder der Umweltbewegung
Institutionalisierung, Routinisierung, Revitalisierung
3. Freund-Feind- oder Win-Win-Szenario?
Von der Kernkraft bis zum Fleckenkauz: Zur Frage der Kreativität von Konflikten
Das grüne Gewissen vor der Gewaltschwelle
Ökologie und Ökonomie: Die große Herausforderung
4. Die Zeitenwende um 1990 – Von der sozialen zur Generationen-Gerechtigkeit?
Drittes Zeitfenster: Die Umweltkonjunktur von Tschernobyl bis Rio, 1986–1992
Tschernobyl und der Zerfall der Sowjetunion
Die Suche nach ökologischer Gerechtigkeit
5. Umweltpolitik zwischen Globalisierung und Antiglobalisierungsbewegung


Schluss: Die Dialektik der grünen Aufklärung
Postskript: Ökologische Kommunikation konkret


Anhang
Anmerkungen
Bildnachweis
Personenregister