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Anders, Günther

Gut, dass wir einmal die hot potatoes ausgraben

Briefwechsel mit Theodor W. Adorno, Ernst Bloch, Max Horkheimer, Herbert Marcuse und Helmuth Plessner

Der Band versammelt Günther Anders’ bislang unveröffentlichte Briefwechsel mit Philosophen aus ihm nahestehenden Denktraditionen: mit Plessner, einem Hauptvertreter der philosophischen Anthropologie, mit Adorno, Horkheimer und Marcuse, die aus der ersten Generation der Frankfurter Schule stammen, sowie mit Bloch, der wie Anders der Kritischen Theorie zwar nahestand, aber dennoch ein «Outsider» blieb.

Anders teilt mit diesen Denkern nicht nur eine weitreichende biografische Gemeinsamkeit – die Erfahrungen der Vertreibung aus NS-Deutschland, der Entfremdung vom jüdisch-deutschen Milieu und der Shoah. Er teilt mit ihnen auch das Anliegen als Antwort auf diese Erfahrungen eine konkrete, nicht-akademische und engagierte Philosophie zu entwickeln. Wie umstritten die Verwirklichung dieses Ziels unter den genannten Philosophen ist, dokumentieren ihre Briefe: Gerade im Streitgespräch mit Adorno werden die Bruchlinien zwischen akademischer und eingreifender Philosophie zum Thema. In einem Brief an Marcuse spricht Anders vom Philosophen als dem «grundsätzlich Anstößigen», während er in einem anderen Brief betont: «man kann sich nicht für Widerspruch bezahlen lassen». Von diesen hohen moralischen Ansprüchen an Intellektuelle und Schreibende zeugen die Briefe in diesem Band. Neben biografischen und zeithistorischen Aspekten machen sie vor allem auch ein Stück Philosophiegeschichte erfahrbar, mithin das Denken und Handeln einer Generation von Intellektuellen, welche die Politik und Kultur Nachkriegseuropas entscheidend prägte.
Von Günther Anders. Herausgegeben von Reinhard Ellensohn und Kerstin Putz.

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Bibliografie

978-3-406-79164-2

Erscheint am 13. Oktober 2022

Rund 368 S.

Hardcover

Hardcover 34,00 € Kaufen

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-79164-2

Erscheint am 13. Oktober 2022

Rund 368 S.

Hardcover

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Anders, Günther

Gut, dass wir einmal die hot potatoes ausgraben

Briefwechsel mit Theodor W. Adorno, Ernst Bloch, Max Horkheimer, Herbert Marcuse und Helmuth Plessner

Der Band versammelt Günther Anders’ bislang unveröffentlichte Briefwechsel mit Philosophen aus ihm nahestehenden Denktraditionen: mit Plessner, einem Hauptvertreter der philosophischen Anthropologie, mit Adorno, Horkheimer und Marcuse, die aus der ersten Generation der Frankfurter Schule stammen, sowie mit Bloch, der wie Anders der Kritischen Theorie zwar nahestand, aber dennoch ein «Outsider» blieb.

Anders teilt mit diesen Denkern nicht nur eine weitreichende biografische Gemeinsamkeit – die Erfahrungen der Vertreibung aus NS-Deutschland, der Entfremdung vom jüdisch-deutschen Milieu und der Shoah. Er teilt mit ihnen auch das Anliegen als Antwort auf diese Erfahrungen eine konkrete, nicht-akademische und engagierte Philosophie zu entwickeln. Wie umstritten die Verwirklichung dieses Ziels unter den genannten Philosophen ist, dokumentieren ihre Briefe: Gerade im Streitgespräch mit Adorno werden die Bruchlinien zwischen akademischer und eingreifender Philosophie zum Thema. In einem Brief an Marcuse spricht Anders vom Philosophen als dem «grundsätzlich Anstößigen», während er in einem anderen Brief betont: «man kann sich nicht für Widerspruch bezahlen lassen». Von diesen hohen moralischen Ansprüchen an Intellektuelle und Schreibende zeugen die Briefe in diesem Band. Neben biografischen und zeithistorischen Aspekten machen sie vor allem auch ein Stück Philosophiegeschichte erfahrbar, mithin das Denken und Handeln einer Generation von Intellektuellen, welche die Politik und Kultur Nachkriegseuropas entscheidend prägte.
Von Günther Anders. Herausgegeben von Reinhard Ellensohn und Kerstin Putz.
Webcode: https://www.chbeck.de/33764394