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Assmann, Aleida

Geschichte im Gedächtnis

Von der individuellen Erfahrung zur öffentlichen Inszenierung

Das Geschichtsbewußtsein der Deutschen

Aleida Assmann beschreibt in ihrem neuen Buch, wie in Deutschland Geschichte erinnert, sinnlich erlebt und in medialen Inszenierungen repräsentiert wird. Dabei spannt sie einen beeindruckenden Bogen vom Erfahrungs-, Generations- und Familiengedächtnis über die historische Kulisse der Architektur bis hin zu Ausstellungen, medialen Inszenierungen und Nachstellungen von Geschichte. Ein „Muß“ für alle, die verstehen wollen, auf welcher Basis sich das deutsche Geschichtsbewußtsein zu Beginn des 21. Jahrhunderts neu organisiert.
Wir leben in einer geschichtsversessenen Zeit, in der Erinnerung zur individuellen Pflicht und öffentlichen Aufgabe geworden ist. Der „neue Historismus“ des 21. Jahrhunderts unterscheidet sich dabei allerdings deutlich von dem des 19. Jahrhunderts. An die Stelle einer nationalen Meistererzählung sind unterschiedliche Zugänge zur Vergangenheit getreten. Das Geschichtsbewußtsein ist vielfältiger und in sich widersprüchlicher geworden. Auf der Suche nach Identität hat die eigene Lebens- und Familiengeschichte an Bedeutung gewonnen, ähnliches gilt für die Lokalgeschichte, die als wirtschaftlicher und touristischer Standortfaktor entdeckt wird. Geschichte wird präsent nicht nur in Familienromanen, Ausstellungen und Filmen, sondern auch im Abriß, Umbau oder Wiederaufbau historischer Gebäude und im Einsetzen von „Stolpersteinen“ auf Bürgersteigen. Aleida Assmann veranschaulicht diese Entwicklung in Deutschland anhand vieler Beispiele und zeigt auch, wie es zu neuen Allianzen kommt zwischen dem homo conservator und dem homo oeconomicus.

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Bibliografie

978-3-406-56202-0

Erschienen am 23. Oktober 2007

220 S., mit 11 Abbildungen

Hardcover

Inhalt
Vorwort
Einleitung

Auftakt: Wie kurz oder lang ist die deutsche Geschichte?
Geschichte als Fortschritt – Geschichte als Gedächtnis
Bohrers Ideal einer neuen nationalen Geschichte
Drei Dimensionen der Erinnerungskultur

Verkörperte Geschichte – zur Dynamik der Generationen
Die Generation – ein ‹Wasserbackstein›
Die 45er
Schelskys Porträt der ‹skeptischen Generation›
Zur Verzahnung von skeptischer und 68er Generation
Abschied von der Kriegs-Generation: Öffentliche Geschichtsstunden
Abschied von den 68ern: Generationsidentitäten und Epochenumbrüche
Kleines Generationenbrevier: Überblick über sieben Generationen des 20. Jahrhunderts
Zusammenfassung

Geschichte im Familiengedächtnis: Private Zugänge zur Weltgeschichte
Anfang und Ende, Bruch und Kontinuität
Von der Väterliteratur zu den Familienromanen
Dagmar Leupold: Nach den Kriegen
Stephan Wackwitz: Ein unsichtbares Land
Zusammenfassung

Geschichte im öffentlichen Raum: Architektur als Erinnerungsträger
Wiederaufbau und Neue Heimat
Bonn – die Musealisierung eines Provisoriums
Berlin – die Stadt als Palimpsest
Der Kampf um die neue Mitte
Wiederaufbau und Rekonstruktion
Preußen als nationales Symbol
Die Debatte um das Berliner Stadtschloss
Zusammenfassung

Inszenierte Geschichte: Museen und Medien
Ausstellungen und Museen
Die Wiederkehr der (regionalen) Geschichte: Baden-Württemberg im Banne der Staufer
Von der regionalen zur europäischen Geschichte: Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation
Nationale Geschichte im europäischen Rahmen: Flucht und Vertreibung
Drei Grundformen historischer Präsentation: Erzählen, Ausstellen, Inszenieren
Die Magie der Dinge
Zum Status von Exponaten
Retrokultur und Nostalgiewellen

Geschichtsinszenierungen
Deutsche Geschichte im (Hollywood-)Kino
Bühnen der Geschichte: Zur Inszenierung historischer Orte

Ausblick: Die Wiedererfindung der Nation

Anmerkungen
Literaturverzeichnis
Personenregister
Bildnachweis

Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-56202-0

Erschienen am 23. Oktober 2007

220 S., mit 11 Abbildungen

Hardcover

Assmann, Aleida

Geschichte im Gedächtnis

Von der individuellen Erfahrung zur öffentlichen Inszenierung

Das Geschichtsbewußtsein der Deutschen

Aleida Assmann beschreibt in ihrem neuen Buch, wie in Deutschland Geschichte erinnert, sinnlich erlebt und in medialen Inszenierungen repräsentiert wird. Dabei spannt sie einen beeindruckenden Bogen vom Erfahrungs-, Generations- und Familiengedächtnis über die historische Kulisse der Architektur bis hin zu Ausstellungen, medialen Inszenierungen und Nachstellungen von Geschichte. Ein „Muß“ für alle, die verstehen wollen, auf welcher Basis sich das deutsche Geschichtsbewußtsein zu Beginn des 21. Jahrhunderts neu organisiert.
Wir leben in einer geschichtsversessenen Zeit, in der Erinnerung zur individuellen Pflicht und öffentlichen Aufgabe geworden ist. Der „neue Historismus“ des 21. Jahrhunderts unterscheidet sich dabei allerdings deutlich von dem des 19. Jahrhunderts. An die Stelle einer nationalen Meistererzählung sind unterschiedliche Zugänge zur Vergangenheit getreten. Das Geschichtsbewußtsein ist vielfältiger und in sich widersprüchlicher geworden. Auf der Suche nach Identität hat die eigene Lebens- und Familiengeschichte an Bedeutung gewonnen, ähnliches gilt für die Lokalgeschichte, die als wirtschaftlicher und touristischer Standortfaktor entdeckt wird. Geschichte wird präsent nicht nur in Familienromanen, Ausstellungen und Filmen, sondern auch im Abriß, Umbau oder Wiederaufbau historischer Gebäude und im Einsetzen von „Stolpersteinen“ auf Bürgersteigen. Aleida Assmann veranschaulicht diese Entwicklung in Deutschland anhand vieler Beispiele und zeigt auch, wie es zu neuen Allianzen kommt zwischen dem homo conservator und dem homo oeconomicus.
Webcode: https://www.chbeck.de/20516

Inhalt

Vorwort
Einleitung

Auftakt: Wie kurz oder lang ist die deutsche Geschichte?
Geschichte als Fortschritt – Geschichte als Gedächtnis
Bohrers Ideal einer neuen nationalen Geschichte
Drei Dimensionen der Erinnerungskultur

Verkörperte Geschichte – zur Dynamik der Generationen
Die Generation – ein ‹Wasserbackstein›
Die 45er
Schelskys Porträt der ‹skeptischen Generation›
Zur Verzahnung von skeptischer und 68er Generation
Abschied von der Kriegs-Generation: Öffentliche Geschichtsstunden
Abschied von den 68ern: Generationsidentitäten und Epochenumbrüche
Kleines Generationenbrevier: Überblick über sieben Generationen des 20. Jahrhunderts
Zusammenfassung

Geschichte im Familiengedächtnis: Private Zugänge zur Weltgeschichte
Anfang und Ende, Bruch und Kontinuität
Von der Väterliteratur zu den Familienromanen
Dagmar Leupold: Nach den Kriegen
Stephan Wackwitz: Ein unsichtbares Land
Zusammenfassung

Geschichte im öffentlichen Raum: Architektur als Erinnerungsträger
Wiederaufbau und Neue Heimat
Bonn – die Musealisierung eines Provisoriums
Berlin – die Stadt als Palimpsest
Der Kampf um die neue Mitte
Wiederaufbau und Rekonstruktion
Preußen als nationales Symbol
Die Debatte um das Berliner Stadtschloss
Zusammenfassung

Inszenierte Geschichte: Museen und Medien
Ausstellungen und Museen
Die Wiederkehr der (regionalen) Geschichte: Baden-Württemberg im Banne der Staufer
Von der regionalen zur europäischen Geschichte: Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation
Nationale Geschichte im europäischen Rahmen: Flucht und Vertreibung
Drei Grundformen historischer Präsentation: Erzählen, Ausstellen, Inszenieren
Die Magie der Dinge
Zum Status von Exponaten
Retrokultur und Nostalgiewellen

Geschichtsinszenierungen
Deutsche Geschichte im (Hollywood-)Kino
Bühnen der Geschichte: Zur Inszenierung historischer Orte

Ausblick: Die Wiedererfindung der Nation

Anmerkungen
Literaturverzeichnis
Personenregister
Bildnachweis