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Assmann, Aleida

Das neue Unbehagen an der Erinnerungskultur

Eine Intervention

Im Ausland gilt die deutsche Erinnerungskultur als Erfolgsgeschichte und Vorbild. Im Inland dagegen ist sie schon immer Gegenstand von Unbehagen und Kritik gewesen. Da sie selbstkritisch ist, gehören solche Gegenstimmen unbedingt dazu – sie verhindern Fixierungen und halten die Erinnerungskultur lebendig. Inzwischen hat sich das Spektrum der Kritik allerdings noch einmal deutlich erweitert. Vom rechten politischen Rand aus werden die Grundlagen unserer Erinnerungskultur mittlerweile radikal in Frage gestellt.
Aleida Assmann geht in ihrem Buch, das nun in aktualisierter Neuauflage vorliegt, auf die kritischen Stimmen der jüngsten Zeit ein. Sie zeigt, was kontrovers ist, wo es Veränderungsbedarf gibt und welche Grundsätze in Zeiten eines neuen Nationalismus unbedingt zu verteidigen sind. Damit zeigt sie zugleich, dass unsere Erinnerungskultur ein nationales Projekt ist, das auf historische Veränderungen und immer neue Herausforderungen reagiert.

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Bibliografie

978-3-406-74894-3

Erschienen am 17. Februar 2020

3., erweiterte und aktualisierte Auflage, 2020

263 S.

Klappenbroschur

Bibliografische Reihen

Broschur 18,00 € Kaufen
Inhalt
INHALT

VORWORT ZUR DRITTEN AUFLAGE

EINLEITUNG

VERGESSEN, BESCHWEIGEN, ERINNERN
1. Probleme mit der Gedächtnisforschung
Individuelles und kollektives Gedächtnis
Geschichte und Gedächtnis
Kulturelles Gedächtnis
Identitätsbezug
Bedeutungen des Begriffs ‹Erinnerungskultur›

2. Arbeit am deutschen Familiengedächtnis – eine unendliche Geschichte?
Das Schweigen brechen – der ZDF-Dreiteiler
‹Unsere Mütter, unsere Väter›
Die Latenz des Schweigens – Hermann Lübbes Thesen zur deutschen Nachkriegsgeschichte
Schlussstrich und Trennungsstrich
Externalisierung und Internalisierung
Das Crescendo der Holocaust-Erinnerung

3. Probleme mit der deutschen Erinnerungskultur
Weltmeister im Erinnern?
Deutungsmacht und gefühlte Opfer – Erinnerungskultur als Generationenkonflikt
Der Holocaust als negativer Gründungsmythos
Fertig erinnert?
Ritualisierung
Political Correctness
Moralisierung und Historisierung

PRAXISFELDER DER DEUTSCHEN ERINNERUNGSKULTUR
4. Die Erinnerung an zwei deutsche Diktaturen
Die Erinnerung an die DDR – ein deutscher Sonderweg?
Die Rede von den beiden deutschen Diktaturen
Vergangenheitsbewahrung und Vergangenheitsbewältigung
Die Erinnerung an die Opfer der DDR
Die Europäisierung der DDR-Erinnerung

5. Erinnern in der Migrationsgesellschaft
Negative Erinnerung als Bürgerrecht?
Das ethnische Paradox und die Pluralisierung
des nationalen Gedächtnisses
Der Schock des 4. November 2011
Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
Empathie zwischen Differenz und Ähnlichkeit

TRANSNATIONALE PERSPEKTIVEN
6. Opferkonkurrenzen
Exklusive und inklusive Opferdiskurse
Europas gespaltenes Gedächtnis
Politik der Reue
Historische Wunden
Verknüpfte Erinnerungen (multidirectional memories)

7. Vier Modelle für den Umgang mit traumatischer Vergangenheit
Erinnern oder vergessen?
Dialogisches Vergessen
Erinnern, um niemals zu vergessen
Erinnern, um zu überwinden
Dialogisches Erinnern

NEUE ENTWICKLUNGEN
8. Jüdisches Unbehagen: Gedächtnistheater
Opferidentifizierte und opferzentrierte Erinnerung
Das Integrationsparadigma
Die Nation als Feindbild

9. Unbehagen von rechts: Die Wiederaufrüstung der Nation
Angriffe auf die deutsche Erinnerungskultur: Höcke und Gauland

10. Aktuelle Fragen zum Konzept der
Erinnerungskultur

SCHLUSS: PRÄMISSEN DER NEUEN ERINNERUNGSKULTUR

ANHANG
Anmerkungen
Personenregister
Pressestimmen

Pressestimmen

"Assmann nennt ihren Beitrag eine Intervention. Man muss ihr für diese Intervention danken, denn sie kommt zur rechten Zeit und mit den richtigen Botschaften."
Alexandra Senfft, taz



"Das Buch ist ein überzeugender, maßvoll und klug argumentierender Beitrag zur kritischen (Selbst-)Reflexion über die Frage, wie hierzulande mit Erinnerung umgegangen wurde und wird und wie Erinnerung zukünftig zu gestalten sei."
Carsten Hueck, Deutschlandradio Kultur



Empfehlungen

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-74894-3

Erschienen am 17. Februar 2020

3., erweiterte und aktualisierte Auflage , 2020

263 S.

Klappenbroschur

Klappenbroschur 18,00 € Kaufen

Assmann, Aleida

Das neue Unbehagen an der Erinnerungskultur

Eine Intervention

Im Ausland gilt die deutsche Erinnerungskultur als Erfolgsgeschichte und Vorbild. Im Inland dagegen ist sie schon immer Gegenstand von Unbehagen und Kritik gewesen. Da sie selbstkritisch ist, gehören solche Gegenstimmen unbedingt dazu – sie verhindern Fixierungen und halten die Erinnerungskultur lebendig. Inzwischen hat sich das Spektrum der Kritik allerdings noch einmal deutlich erweitert. Vom rechten politischen Rand aus werden die Grundlagen unserer Erinnerungskultur mittlerweile radikal in Frage gestellt.
Aleida Assmann geht in ihrem Buch, das nun in aktualisierter Neuauflage vorliegt, auf die kritischen Stimmen der jüngsten Zeit ein. Sie zeigt, was kontrovers ist, wo es Veränderungsbedarf gibt und welche Grundsätze in Zeiten eines neuen Nationalismus unbedingt zu verteidigen sind. Damit zeigt sie zugleich, dass unsere Erinnerungskultur ein nationales Projekt ist, das auf historische Veränderungen und immer neue Herausforderungen reagiert.
Webcode: https://www.chbeck.de/30484793

Inhalt

INHALT

VORWORT ZUR DRITTEN AUFLAGE

EINLEITUNG

VERGESSEN, BESCHWEIGEN, ERINNERN
1. Probleme mit der Gedächtnisforschung
Individuelles und kollektives Gedächtnis
Geschichte und Gedächtnis
Kulturelles Gedächtnis
Identitätsbezug
Bedeutungen des Begriffs ‹Erinnerungskultur›

2. Arbeit am deutschen Familiengedächtnis – eine unendliche Geschichte?
Das Schweigen brechen – der ZDF-Dreiteiler
‹Unsere Mütter, unsere Väter›
Die Latenz des Schweigens – Hermann Lübbes Thesen zur deutschen Nachkriegsgeschichte
Schlussstrich und Trennungsstrich
Externalisierung und Internalisierung
Das Crescendo der Holocaust-Erinnerung

3. Probleme mit der deutschen Erinnerungskultur
Weltmeister im Erinnern?
Deutungsmacht und gefühlte Opfer – Erinnerungskultur als Generationenkonflikt
Der Holocaust als negativer Gründungsmythos
Fertig erinnert?
Ritualisierung
Political Correctness
Moralisierung und Historisierung

PRAXISFELDER DER DEUTSCHEN ERINNERUNGSKULTUR
4. Die Erinnerung an zwei deutsche Diktaturen
Die Erinnerung an die DDR – ein deutscher Sonderweg?
Die Rede von den beiden deutschen Diktaturen
Vergangenheitsbewahrung und Vergangenheitsbewältigung
Die Erinnerung an die Opfer der DDR
Die Europäisierung der DDR-Erinnerung

5. Erinnern in der Migrationsgesellschaft
Negative Erinnerung als Bürgerrecht?
Das ethnische Paradox und die Pluralisierung
des nationalen Gedächtnisses
Der Schock des 4. November 2011
Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
Empathie zwischen Differenz und Ähnlichkeit

TRANSNATIONALE PERSPEKTIVEN
6. Opferkonkurrenzen
Exklusive und inklusive Opferdiskurse
Europas gespaltenes Gedächtnis
Politik der Reue
Historische Wunden
Verknüpfte Erinnerungen (multidirectional memories)

7. Vier Modelle für den Umgang mit traumatischer Vergangenheit
Erinnern oder vergessen?
Dialogisches Vergessen
Erinnern, um niemals zu vergessen
Erinnern, um zu überwinden
Dialogisches Erinnern

NEUE ENTWICKLUNGEN
8. Jüdisches Unbehagen: Gedächtnistheater
Opferidentifizierte und opferzentrierte Erinnerung
Das Integrationsparadigma
Die Nation als Feindbild

9. Unbehagen von rechts: Die Wiederaufrüstung der Nation
Angriffe auf die deutsche Erinnerungskultur: Höcke und Gauland

10. Aktuelle Fragen zum Konzept der
Erinnerungskultur

SCHLUSS: PRÄMISSEN DER NEUEN ERINNERUNGSKULTUR

ANHANG
Anmerkungen
Personenregister

Pressestimmen

"Assmann nennt ihren Beitrag eine Intervention. Man muss ihr für diese Intervention danken, denn sie kommt zur rechten Zeit und mit den richtigen Botschaften."
Alexandra Senfft, taz


"Das Buch ist ein überzeugender, maßvoll und klug argumentierender Beitrag zur kritischen (Selbst-)Reflexion über die Frage, wie hierzulande mit Erinnerung umgegangen wurde und wird und wie Erinnerung zukünftig zu gestalten sei."
Carsten Hueck, Deutschlandradio Kultur