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Bayertz, Kurt

Der aufrechte Gang

Eine Geschichte des anthropologischen Denkens

Dass wir auf zwei Beinen gehen, halten wir für selbstverständlich, und doch ist der Mensch eines der ganz wenigen Lebewesen, die dazu in der Lage sind. In seinem glänzend geschriebenen Opus Magnum führt Kurt Bayertz den Leser zu nichts weniger als der Frage, was Menschsein bedeutet. Was macht den Menschen zum Menschen? Was erhebt ihn - im wahrsten Sinne des Wortes - über alle anderen Lebewesen? Was beschert ihm seine Sonderstellung, Hochmut und Rückenprobleme inklusive? Bayertz hat das Denkmotiv des „aufrechten Ganges“ durch zweieinhalbtausend Jahre Geistesgeschichte verfolgt, von Ovid, in dessen Schöpfungsgeschichte der „rohe, ausdruckslose Erdenkloß“ durch seine Aufrichtung erst menschlich wird, über die „aufrecht kriechenden Maschinen“ bei La Mettrie, die trotz all ihrer Bemühungen stets „nur Tiere“ bleiben, bis hin zum Appell an den „aufrechten Gang“ im November 1989 in der DDR. Die Körperhaltung bestimmt stark das menschliche Selbstbild und findet in der Politik bis heute ihren Ausdruck im „aufrechten“ Menschen als Metapher und Symbol für ein würdiges Leben.

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Bibliografie

978-3-406-65985-0

Erschienen am 11. März 2014

415 S., mit 10 Abbildungen

Softcover

Bibliografische Reihen

Broschur 14,95 € Kaufen
Inhalt
Vorwort
Zur Zitierweise


Erster Teil
Aufrechte Himmelsbetrachter

1. Die Wendung nach innen
2. Hier ist Platons Mensch!
3. Eine hartnäckige Anmutung
4. Der Mikrokosmos
5. Aufgaben eines göttlichen Wesens
6. Himmlische Schauspiele


Zweiter Teil
Verkrümmte Ebenbilder

7. Biblische Marginalisierung
8. Import eines heidnischen Topos
9. Ein Standbild Gottes
10. Die große Verkrümmung
11. Das Schicksal der Schlange (Exkurs)
12. Wegweiser zur Erlösung
13. Und nach dem Tod?


Dritter Teil
Aufrecht kriechende Maschinen

14. Geburt eines sterblichen Gottes
15. Einbruch der Kontingenz
16. Mechanik des Gehens
17. Die quadrupedische Bedrohung
18. Auftritt des natürlichen Menschen
19. Die nachtheilige Mode, zweyfüßig zu sein
20. Ein Versöhnungsversuch
21. Evolution der Bipedie
22. Der Wille zur Selbstaufrichtung
23. Postkosmologische Verunsicherung


Vierter Teil
Freihändige Kulturwesen

24. Das absolute Werkzeug
25. Gehen und Sprechen
26. Das Kapitel vom Sex
27. Soziale Auf- und Abrichtung
28. Kein Accessoire des eigentlichen Menschen
29. Von der Metaphysik zur Metaphorik



Anhang

Anmerkungen
Literaturverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Personenregister
Sachregister

Empfehlungen

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-65985-0

Erschienen am 11. März 2014

415 S., mit 10 Abbildungen

Softcover

Softcover 14,95 € Kaufen

Bayertz, Kurt

Der aufrechte Gang

Eine Geschichte des anthropologischen Denkens

Dass wir auf zwei Beinen gehen, halten wir für selbstverständlich, und doch ist der Mensch eines der ganz wenigen Lebewesen, die dazu in der Lage sind. In seinem glänzend geschriebenen Opus Magnum führt Kurt Bayertz den Leser zu nichts weniger als der Frage, was Menschsein bedeutet. Was macht den Menschen zum Menschen? Was erhebt ihn - im wahrsten Sinne des Wortes - über alle anderen Lebewesen? Was beschert ihm seine Sonderstellung, Hochmut und Rückenprobleme inklusive? Bayertz hat das Denkmotiv des „aufrechten Ganges“ durch zweieinhalbtausend Jahre Geistesgeschichte verfolgt, von Ovid, in dessen Schöpfungsgeschichte der „rohe, ausdruckslose Erdenkloß“ durch seine Aufrichtung erst menschlich wird, über die „aufrecht kriechenden Maschinen“ bei La Mettrie, die trotz all ihrer Bemühungen stets „nur Tiere“ bleiben, bis hin zum Appell an den „aufrechten Gang“ im November 1989 in der DDR. Die Körperhaltung bestimmt stark das menschliche Selbstbild und findet in der Politik bis heute ihren Ausdruck im „aufrechten“ Menschen als Metapher und Symbol für ein würdiges Leben.
Webcode: https://www.chbeck.de/13072738

Inhalt

Vorwort
Zur Zitierweise


Erster Teil
Aufrechte Himmelsbetrachter

1. Die Wendung nach innen
2. Hier ist Platons Mensch!
3. Eine hartnäckige Anmutung
4. Der Mikrokosmos
5. Aufgaben eines göttlichen Wesens
6. Himmlische Schauspiele


Zweiter Teil
Verkrümmte Ebenbilder

7. Biblische Marginalisierung
8. Import eines heidnischen Topos
9. Ein Standbild Gottes
10. Die große Verkrümmung
11. Das Schicksal der Schlange (Exkurs)
12. Wegweiser zur Erlösung
13. Und nach dem Tod?


Dritter Teil
Aufrecht kriechende Maschinen

14. Geburt eines sterblichen Gottes
15. Einbruch der Kontingenz
16. Mechanik des Gehens
17. Die quadrupedische Bedrohung
18. Auftritt des natürlichen Menschen
19. Die nachtheilige Mode, zweyfüßig zu sein
20. Ein Versöhnungsversuch
21. Evolution der Bipedie
22. Der Wille zur Selbstaufrichtung
23. Postkosmologische Verunsicherung


Vierter Teil
Freihändige Kulturwesen

24. Das absolute Werkzeug
25. Gehen und Sprechen
26. Das Kapitel vom Sex
27. Soziale Auf- und Abrichtung
28. Kein Accessoire des eigentlichen Menschen
29. Von der Metaphysik zur Metaphorik



Anhang

Anmerkungen
Literaturverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Personenregister
Sachregister