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Beck, Rainer

Mäuselmacher

oder die Imagination des Bösen

Von 1715 bis 1723 fand in der Bischofsstadt Freising einer der letzten deutschen Hexenprozesse statt. Bettelnde Kinder waren in den Verdacht geraten, Mäuse gezaubert zu haben. Wie ihre Vernehmung und eine langwierige Untersuchung ergaben, sollen sie Gott abgeschworen und sich dem Bösen verschrieben haben. Die meisten von ihnen wurden exekutiert.
In ihrem Ringen ums Überleben berichten die Vernommenen von seltsamen dämonischen Erlebnissen und Taten. Wie in einem Vexierspiel vermengen ihre Geständnisse Realität und Imagination zu einer irritierenden Wirklichkeit. Doch dieser undurchsichtige Entwurf läßt sich entwirren und in seiner Doppelbödigkeit zeigen. Was Hexerei war oder bedeutete, erscheint somit in einem veränderten Licht, sobald man die Geständnisse angeblicher Hexen oder Hexer einer sorgfältigen Analyse unterzieht.
Rainer Beck, der durch seine klassische Studie über Unterfinning bekannt geworden ist, führt die Leser in diesem Buch Schritt für Schritt in bizarre Vorstellungswelten der Vormoderne ein und legt am Beispiel des Freisinger Hexenprozesses eine Kulturgeschichte der konfessionellen Gesellschaft am Vorabend der Aufklärung vor.

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Bibliografie

978-3-406-62187-1

Erschienen am 01. Februar 2012

2. Auflage, 2012

1008 S., mit 22 Abbildungen

Hardcover

Schlagwörter

Hardcover 49,95 € Kaufen
e-Book 39,99 € Kaufen
Pressestimmen

Pressestimmen

"Rainer Becks faszinierendes Exerzitium an den Quellen zeigt, wie die 'Ketzermacher' die 'Mäuselmacher' vernichteten, aber dabei den Überdruss an einer dogmatischen Weltsicht des Geisterverkehrs erzeugten, der die Vernichtung von Menschen einkalkuliert."
Steffen Martus, Süddeutsche Zeitung, 25. Juli 2012



"[Er] entfaltet ein Panorama mentaler, religiöser, kultureller und politischer Prägung, die den Hintergrund der Ereignisse konturierten.(...) Das Buch dürfte sich in den kommenden Jahren völlig zu Recht als Standardwerk etablieren."
Jens Schöne, Das Historisch-Politische Buch, 3/2012



"So gelingt Beck ein beklemmender Einblick in die Mentalitätsgeschichte einer katholischen Bischofsstadt des frühen 18. Jahrhunderts"
Heike Talkenberger, equitrends, 03/2012



"Beklemmend aktuelle Feinanalyse."
Hans-Jörg Modlmayr, Deutschlandradio Kultur, 22. Februar 2012



"Rainer Beck (...) transportiert uns nun in jenes Schreckenszenarium schriftstellerisch so geschickt, tiefschürfend und leichtfüßig, dass die Freisinger Hexen-Ereignisse von Seite zu Seite fremder und vertrauter, vertrauter und fremder werden. Man wird Becks tausendseitige Studie wohl ein mikrohistorisch-kulturgeschichtliches Meisterwerk nennen dürfen."
Franz Siepe, Literaturkritik.de, 20. Oktober 2011



"Zeilen, die in die Geschichte der Geschichtsschreibung eingehen werden.(...) Eine Analyse von nahezu klassischer Art. (...) ‘Mäuselmacher’ inspiriert den Leser zu philosophischen, sogar poetischen Meditationen und lohnt die Lektüre unbedingt, für solche Bücher gibt es die Geisteswissenschaften."
Nils Minkmar, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 18. Dezember 2011



"Rainer Beck hat ohne Zweifel einer Kulturgeschichte ersten Ranges geschrieben, eine, die vor allen Dingen auch der Perspektive der Kinder einen großen Platz einräumt."
Carla Baum, taz, 29. November 2011



"[E]ine grandiose 'historie totale' (…)."
Urs Hafner, Neue Zürcher Zeitung, 23. November 2011



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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-62187-1

Erschienen am 01. Februar 2012

2. Auflage , 2012

1008 S., mit 22 Abbildungen

Hardcover

Hardcover 49,95 € Kaufen
e-Book 39,99 € Kaufen

Beck, Rainer

Mäuselmacher

oder die Imagination des Bösen

Von 1715 bis 1723 fand in der Bischofsstadt Freising einer der letzten deutschen Hexenprozesse statt. Bettelnde Kinder waren in den Verdacht geraten, Mäuse gezaubert zu haben. Wie ihre Vernehmung und eine langwierige Untersuchung ergaben, sollen sie Gott abgeschworen und sich dem Bösen verschrieben haben. Die meisten von ihnen wurden exekutiert.
In ihrem Ringen ums Überleben berichten die Vernommenen von seltsamen dämonischen Erlebnissen und Taten. Wie in einem Vexierspiel vermengen ihre Geständnisse Realität und Imagination zu einer irritierenden Wirklichkeit. Doch dieser undurchsichtige Entwurf läßt sich entwirren und in seiner Doppelbödigkeit zeigen. Was Hexerei war oder bedeutete, erscheint somit in einem veränderten Licht, sobald man die Geständnisse angeblicher Hexen oder Hexer einer sorgfältigen Analyse unterzieht.
Rainer Beck, der durch seine klassische Studie über Unterfinning bekannt geworden ist, führt die Leser in diesem Buch Schritt für Schritt in bizarre Vorstellungswelten der Vormoderne ein und legt am Beispiel des Freisinger Hexenprozesses eine Kulturgeschichte der konfessionellen Gesellschaft am Vorabend der Aufklärung vor.
Webcode: https://www.chbeck.de/8531563

Pressestimmen

"Rainer Becks faszinierendes Exerzitium an den Quellen zeigt, wie die 'Ketzermacher' die 'Mäuselmacher' vernichteten, aber dabei den Überdruss an einer dogmatischen Weltsicht des Geisterverkehrs erzeugten, der die Vernichtung von Menschen einkalkuliert."
Steffen Martus, Süddeutsche Zeitung, 25. Juli 2012


"[Er] entfaltet ein Panorama mentaler, religiöser, kultureller und politischer Prägung, die den Hintergrund der Ereignisse konturierten.(...) Das Buch dürfte sich in den kommenden Jahren völlig zu Recht als Standardwerk etablieren."
Jens Schöne, Das Historisch-Politische Buch, 3/2012


"So gelingt Beck ein beklemmender Einblick in die Mentalitätsgeschichte einer katholischen Bischofsstadt des frühen 18. Jahrhunderts"
Heike Talkenberger, equitrends, 03/2012


"Beklemmend aktuelle Feinanalyse."
Hans-Jörg Modlmayr, Deutschlandradio Kultur, 22. Februar 2012


"Rainer Beck (...) transportiert uns nun in jenes Schreckenszenarium schriftstellerisch so geschickt, tiefschürfend und leichtfüßig, dass die Freisinger Hexen-Ereignisse von Seite zu Seite fremder und vertrauter, vertrauter und fremder werden. Man wird Becks tausendseitige Studie wohl ein mikrohistorisch-kulturgeschichtliches Meisterwerk nennen dürfen."
Franz Siepe, Literaturkritik.de, 20. Oktober 2011


"Zeilen, die in die Geschichte der Geschichtsschreibung eingehen werden.(...) Eine Analyse von nahezu klassischer Art. (...) ‘Mäuselmacher’ inspiriert den Leser zu philosophischen, sogar poetischen Meditationen und lohnt die Lektüre unbedingt, für solche Bücher gibt es die Geisteswissenschaften."
Nils Minkmar, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 18. Dezember 2011


"Rainer Beck hat ohne Zweifel einer Kulturgeschichte ersten Ranges geschrieben, eine, die vor allen Dingen auch der Perspektive der Kinder einen großen Platz einräumt."
Carla Baum, taz, 29. November 2011


"[E]ine grandiose 'historie totale' (…)."
Urs Hafner, Neue Zürcher Zeitung, 23. November 2011