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Bockmaier, Claus

Händels Oratorien

Ein musikalischer Werkführer

Dieses Buch bietet eine Einführung in die Oratorien eines der großen Komponisten der Barockmusik – Georg Friedrich Händel. Seine Oratorien werden musikgeschichtlich eingeordnet, besondere Charakteristika ihrer Komposition erläutert, die einzelnen Werke vorgestellt und in ihrer Rezeptionsgeschichte erhellt.

Der ‹Messias› ist fester und vertrauter Bestandteil des Konzertlebens und gehört zu den musikalischen Höhepunkten des Kirchenjahres; viele andere Oratorien von Georg Friedrich Händel werden seltener aufgeführt und sind kaum bekannt. Wie weitgespannt und vielfältig Händels Oratorienschaffen indes wirklich war, kann man in diesem Band erfahren. Claus Bockmaier führt durch den großen Werkkomplex und zeigt, aus welchen Traditionen Händels eigenes Gattungskonzept erwuchs. Anhand von Beispielen aus einzelnen Werken erläutert er, wie eindringlich der Komponist die biblischen und allegorischen Stoffe musikalisch umgesetzt hat.

Die C. H. Beck Wissen-Bände aus dem Themenbereich Musik wollen umfassende Informationen zum Werk bedeutender Komponisten der Musikgeschichte anhand einer für ihr Schaffen repräsentativen musikalischen Gattung bieten. Der Leser lernt auf diese Weise nicht nur Stil, Kompositionstechnik und Interpretation einzelner Werke kennen, sondern erhält die Möglichkeit, den betreffenden Komponisten, seine kompositorische Entwicklung und ebenso die jeweilige Gattung und ihre Entwicklung in der Musikgeschichte einzuordnen. Aspekte der Wirkungsgeschichte und der Aufführungspraxis runden die allgemeinverständlich gehaltenen Darstellungen ab.
Die regelmäßig in der enzyklopädischen Reihe C. H. Beck Wissen erscheinenden Themenbände zur Musik sollen sich für Kenner und Liebhaber zu einer Bibliothek musikalischer Werkführer, nach zentralen Gattungen gegliedert, entwickeln.

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Bibliografie

978-3-406-44808-9

Erschienen am 15. Februar 2008

143 S.

Softcover

Bibliografische Reihen

Broschur 8,95 € Kaufen
Inhalt
I. Entstehung und Werkbestand
1. Gattungsgeschichtliche Bezüge
Vorbemerkungen zum Händel’schen Oratorientypus
Begriffliche Herkunft und italienische Geschichte des Oratoriums
Händels Beiträge in der italienischen Tradition: ‹Il trionfo del tempo e del disinganno› und ‹La resurrezione›
Händels weitere Vokalmusik

2. Vom einmaligen Experiment zum tragfähigen eigenen Gattungstyp
Vorgeschichte: ‹Acis and Galatea› und ‹Esther› 1718 für Cannons
Formfindung: Werkausbau 1732 in London
Gesellschaftliche Konnotationen: die biblischen Libretti
Artkonstanz: ‹Deborah› und ‹Athalia› 1733

3. Die englischen Oratorien und ihre Besonderheiten in der Übersicht
Werkchronologie und Aufführungsbedingungen
Versuch einer Typologie

II. Aspekte der kompositorischen Umsetzung
1. Das Parodieverfahren
Bedeutung und Bezugsfeld
Beispiel aus ‹Saul›, Akt I
Beispiele aus ‹Israel in Egypt›, Akt II
Beispiel aus ‹Samson›, Akt II
Beispiele aus ‹Jephtha›, Akt I und II

2. Die Kraft der Sprache im Chor
Der Chor «Wretched lovers» aus ‹Acis and Galatea›
Der Chor «For unto us a child is born» aus ‹Messiah›
Sprache als HandlungDer Chor «He gave them hailstones» aus ‹Israel in Egypt›

III. Konzeption der Werke ab 1739
1. Biblisch-christliche Oratorien mit gewöhnlicher Titelrolle
1739–1745: ‹Saul› – ‹Samson› – ‹Joseph› – ‹Belshazzar›
1749–1752: ‹Susanna› – ‹Solomon› – ‹Theodora› – ‹Jephtha>

2. Werke mit besonderer Prägung oder Stellung
‹The Messiah› als geistliches HauptstückDie ‹Siegesoratorien›: ‹Occasional Oratorio› – ‹Judas Maccabaeus› – ‹Joshua› – ‹Alexander Balus›Die allegorischen und opernstofflichen Oratorien:
‹L’Allegro, il Penseroso ed il Moderato› und ‹The Triumph of Time and Truth› – ‹Semele› und ‹Hercules›

Literaturauswahl
Index der oratorischen Werke Händels
Personenregister



Die Nummernbezeichnungen innerhalb der einzelnen Werke folgen dem ‹Händel-Handbuch› (Band 2, von Bernd Baselt, Kassel u.a. 1984) und da­mit auch der ‹Hallischen Händel-Ausgabe›. Nicht-oratorische Komposi­tionen werden zusammen mit ihrer Nummer im ‹Händel-Werkverzeichnis› (HWV) angegeben. Die Werkbetrachtungen beziehen sich normalerweise auf die Fassung der jeweiligen Erstaufführung. Bei der Literaturauswahl wurden neben Standardwerken solche Schriften berücksichtigt, die für be­stimmte Aspekte dieser Darstellung besonders aufschlussreich erschienen. Wegen der notwendigen Begrenzung dieses Apparats beziehen sich aller­dings die bibliographischen Hinweise mitunter nur auf entsprechende Be­lege in der Standardliteratur (vor allem bei Hans Joachim Marx, ‹Händels Oratorien, Oden und Serenaten›, Göttingen 1998).

Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-44808-9

Erschienen am 15. Februar 2008

143 S.

Softcover

Softcover 8,95 € Kaufen

Bockmaier, Claus

Händels Oratorien

Ein musikalischer Werkführer

Dieses Buch bietet eine Einführung in die Oratorien eines der großen Komponisten der Barockmusik – Georg Friedrich Händel. Seine Oratorien werden musikgeschichtlich eingeordnet, besondere Charakteristika ihrer Komposition erläutert, die einzelnen Werke vorgestellt und in ihrer Rezeptionsgeschichte erhellt.

Der ‹Messias› ist fester und vertrauter Bestandteil des Konzertlebens und gehört zu den musikalischen Höhepunkten des Kirchenjahres; viele andere Oratorien von Georg Friedrich Händel werden seltener aufgeführt und sind kaum bekannt. Wie weitgespannt und vielfältig Händels Oratorienschaffen indes wirklich war, kann man in diesem Band erfahren. Claus Bockmaier führt durch den großen Werkkomplex und zeigt, aus welchen Traditionen Händels eigenes Gattungskonzept erwuchs. Anhand von Beispielen aus einzelnen Werken erläutert er, wie eindringlich der Komponist die biblischen und allegorischen Stoffe musikalisch umgesetzt hat.

Die C. H. Beck Wissen-Bände aus dem Themenbereich Musik wollen umfassende Informationen zum Werk bedeutender Komponisten der Musikgeschichte anhand einer für ihr Schaffen repräsentativen musikalischen Gattung bieten. Der Leser lernt auf diese Weise nicht nur Stil, Kompositionstechnik und Interpretation einzelner Werke kennen, sondern erhält die Möglichkeit, den betreffenden Komponisten, seine kompositorische Entwicklung und ebenso die jeweilige Gattung und ihre Entwicklung in der Musikgeschichte einzuordnen. Aspekte der Wirkungsgeschichte und der Aufführungspraxis runden die allgemeinverständlich gehaltenen Darstellungen ab.
Die regelmäßig in der enzyklopädischen Reihe C. H. Beck Wissen erscheinenden Themenbände zur Musik sollen sich für Kenner und Liebhaber zu einer Bibliothek musikalischer Werkführer, nach zentralen Gattungen gegliedert, entwickeln.
Webcode: https://www.chbeck.de/22550

Inhalt

I. Entstehung und Werkbestand
1. Gattungsgeschichtliche Bezüge
Vorbemerkungen zum Händel’schen Oratorientypus
Begriffliche Herkunft und italienische Geschichte des Oratoriums
Händels Beiträge in der italienischen Tradition: ‹Il trionfo del tempo e del disinganno› und ‹La resurrezione›
Händels weitere Vokalmusik

2. Vom einmaligen Experiment zum tragfähigen eigenen Gattungstyp
Vorgeschichte: ‹Acis and Galatea› und ‹Esther› 1718 für Cannons
Formfindung: Werkausbau 1732 in London
Gesellschaftliche Konnotationen: die biblischen Libretti
Artkonstanz: ‹Deborah› und ‹Athalia› 1733

3. Die englischen Oratorien und ihre Besonderheiten in der Übersicht
Werkchronologie und Aufführungsbedingungen
Versuch einer Typologie

II. Aspekte der kompositorischen Umsetzung
1. Das Parodieverfahren
Bedeutung und Bezugsfeld
Beispiel aus ‹Saul›, Akt I
Beispiele aus ‹Israel in Egypt›, Akt II
Beispiel aus ‹Samson›, Akt II
Beispiele aus ‹Jephtha›, Akt I und II

2. Die Kraft der Sprache im Chor
Der Chor «Wretched lovers» aus ‹Acis and Galatea›
Der Chor «For unto us a child is born» aus ‹Messiah›
Sprache als HandlungDer Chor «He gave them hailstones» aus ‹Israel in Egypt›

III. Konzeption der Werke ab 1739
1. Biblisch-christliche Oratorien mit gewöhnlicher Titelrolle
1739–1745: ‹Saul› – ‹Samson› – ‹Joseph› – ‹Belshazzar›
1749–1752: ‹Susanna› – ‹Solomon› – ‹Theodora› – ‹Jephtha>

2. Werke mit besonderer Prägung oder Stellung
‹The Messiah› als geistliches HauptstückDie ‹Siegesoratorien›: ‹Occasional Oratorio› – ‹Judas Maccabaeus› – ‹Joshua› – ‹Alexander Balus›Die allegorischen und opernstofflichen Oratorien:
‹L’Allegro, il Penseroso ed il Moderato› und ‹The Triumph of Time and Truth› – ‹Semele› und ‹Hercules›

Literaturauswahl
Index der oratorischen Werke Händels
Personenregister



Die Nummernbezeichnungen innerhalb der einzelnen Werke folgen dem ‹Händel-Handbuch› (Band 2, von Bernd Baselt, Kassel u.a. 1984) und da­mit auch der ‹Hallischen Händel-Ausgabe›. Nicht-oratorische Komposi­tionen werden zusammen mit ihrer Nummer im ‹Händel-Werkverzeichnis› (HWV) angegeben. Die Werkbetrachtungen beziehen sich normalerweise auf die Fassung der jeweiligen Erstaufführung. Bei der Literaturauswahl wurden neben Standardwerken solche Schriften berücksichtigt, die für be­stimmte Aspekte dieser Darstellung besonders aufschlussreich erschienen. Wegen der notwendigen Begrenzung dieses Apparats beziehen sich aller­dings die bibliographischen Hinweise mitunter nur auf entsprechende Be­lege in der Standardliteratur (vor allem bei Hans Joachim Marx, ‹Händels Oratorien, Oden und Serenaten›, Göttingen 1998).