Leseprobe Merken

Bondy, Brigitta

Psychopharmaka

Kleine Helfer oder chemische Keule?

Kleine Helfer oder chemische Keule?

Viele Menschen nehmen regelmäßig Medikamente ein, die beruhigend, angstlösend, gegen Schmerzen, emotional entspannend oder gegen Schlafstörungen wirken. Hier ist die Hemmschwelle besonders niedrig, auch wenn viele dieser Substanzen tatsächlich abhängig machen. Ganz anders dagegen die Situation bei den Psychopharmaka: Hier ist die Ablehnung besonders hoch. Häufig ist die Meinung zu hören, dass psychisch Kranke „mit der chemischen Keule ruhiggestellt“ werden. Aber auch die Kranken selbst oder deren Angehörige haben große Bedenken: Werden sie von diesen Substanzen abhängig, oder verändert sich dadurch ihre Persönlichkeit? Und ist die Wirksamkeit von Psychopharmaka überhaupt belegt? Brigitta Bondys Buch leistet Aufklärungsarbeit. Sie stellt die großen Gruppen von Psychopharmaka wie Antidepressiva, Antipsychotika und beruhigende bzw. angstlösende Medikamente vor und informiert über die neuesten Erkenntnisse hinsichtlich ihrer Wirkmechanismen. Sie arbeitet die Ziele der Psychopharmaka-Therapie heraus, geht aber auch auf die damit verbundenen Probleme ein: Was wollen wir erreichen, welche Nebenwirkungen müssen wir in Kauf nehmen? Schließlich bezieht ihr Buch kritisch Stellung zum Einsatz von Psychopharmaka in unterschiedlichen Bereichen der Medizin, etwa der Schmerztherapie oder der Gerontologie.

Teilen

Seite drucken

E-Mail

Der Code wurde in die Zwischenablage kopiert.

Bibliografie

978-3-406-59980-4

Erschienen am 18. Mai 2010

120 S.

Softcover

Broschur 10,95 € Kaufen
e-Book 9,49 € Kaufen
Inhalt
Einleitung

Historische Entwicklung der Behandlung psychischer Störungen
Die Entwicklung moderner Psychopharmaka

Grundlagen der Wirkmechanismen der Psychopharmaka
Die Übertragung der Signale im Gehirn
Angriffspunkte der Psychopharmaka
Warum tritt die Wirkung nicht immer sofort ein?
Gewöhnung an den Wirkstoff: Toleranzentwicklung

Medikamente zur Behandlung der Depression: Antidepressiva
Depression
Angriffspunkte der Antidepressiva
Die Wahl des geeigneten Antidepressivums
Nebenwirkungen
Andere Anwendungsgebiete
Gute und effiziente Behandlung

Wirken Antidepressiva besser als Scheinmedikamente?
Wie wird die Wirksamkeit eines Medikamentes beurteilt: das Placeboproblem
Das Problem der Metaanalysen
Fazit

Erhöhtes Suizidrisiko und Antidepressiva
Was ist Suizidalität?
Suizidalität unter Antidepressiva
Fazit

Substanzen zur Behandlung von Psychosen: Antipsychotika
Schizophrene Psychosen
Angriffspunkte der Antipsychotika
Klinische Anwendungsgebiete der Antipsychotika
Die Wahl des geeigneten Antipsychotikums
Nebenwirkungen
Extrapyramidalmotorische Nebenwirkungen
Gute und effiziente Behandlung

Psychopharmaka und Gewicht
Mechanismen, die zur Gewichtszunahme führen
Welche Substanzen können zur Gewichtssteigerung führen?
Klinische Bedeutung der Stoffwechselstörung
Empfehlungen für die klinische Praxis

Beruhigungsmittel (Tranquilizer): Benzodiazepine
Angriffspunkte der Benzodiazepine
Wann werden Benzodiazepine angewendet?
Nebenwirkungen
Gewöhnung und Abhängigkeit
Fazit

«Alles rein pflanzlich»: Psychopharmaka auf pflanzlicher Basis
Pflanzen, die beruhigend wirken
Johanniskraut gegen Depressionen

Psychostimulanzien: «Hirndoping»
Beeinflussung der intellektuellen Leistung
Beeinflussung der Stimmung und Kommunikationsfähigkeit
Nutzen und Risiken

Literatur
Pressestimmen

Pressestimmen

"Die Unwissenheit über Psychopharmaka ist immer noch groß. (…) Brigitta Bondy (…) will aufklären – über die positiven, aber auch über die negativen Seiten der Medikamente. (…) Bondy erklärt verständlich den komplizierten Bau und die Funktion von Nervenzellen sowie die Wirkmechanismen der Psychopharmaka. (…) Die Autorin beschäftigt sich auch mit den kritischen Stimmen, die in den vergangenen Jahren die Wirksamkeit von Antidepressiva bezweifelten."
Angelika Friedl, Psychologie Heute, Januar 2011



"Kompliment: Dieses kleine Taschenbuch reduziert ein komplexes Thema auf das Wesentliche und lässt dabei wenig Fragen offen (...). Die Medizinerin von der Universität München widerspricht der medialen Pillenschelte: Psychopharmaka regulierten den 'entgleisten Stoffwechsel' von Botenstoffen genau wie Medikamente gegen körperliche Erkrankungen."
Gehirn & Geist, 11/2010



"Brigitta Bondy (...) klärt in einem kompakten Überblick differenziert über Antidepressiva, Placeboeffekt und Suizidrisiko auf. Sie stellt klar: Psychopharmaka können die Lebensqualität von Depressiven entscheidend verbessern."
Stern Gesund leben, 5/2010



"Obwohl diese Form der Medikamentenabhängigkeit nach der Nikotin- und Alkoholabhängigkeit inzwischen die drittgrößte Suchtgruppe darstellt, existiert für sie kein Suchthilfesystem. Insofern ist ein Sachbuch zu begrüßen, das Vor- und Nachteile der gängigsten Psychopharmaka darstellt, und zwar aus der Sicht einer klinisch tätigen Psychiaterin. Die Autorin möchte aufklären. Und das tut angesichts der eingangs geschilderten Problematik not. So warnt sie vor einer generellen Verteufelung der Psychopharmaka als 'chemische Keule'."
Robert Jütte, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. Juni 2010



"Auf knapp 120 Seiten listet sie [Brigitta Bondy] ganz sachlich die Vor- und Nachteile der diversen Antidepressiva, Neuroleptika und anderer auf das Gehirn wirkende Substanzen auf.
Facettenreich beschreibt sie den Einsatz von Psychopharmaka bei Gesunden, nennt wichtige medizinische Details und bringt philosophische Aspekte in die Diskussion ein.
Mit ihren kurzen prägnanten Kapiteln, die ohne viele Fachbegriffe auskommen, hat Brigitta Bondy ein gelungenes Buch vorgelegt, das Laien eine gute Einstiegshilfe bietet."
Susanne Nessler, Deutschlandradio Kultur, 23. Juni 2010



"Wird man von Psychopharmaka abhängig und verändert sich dadurch die Persönlichkeit? Und ist die Wirksamkeit der Substanzen überhaupt belegt? Brigitta Bondy (...) gelingt es, bei diesen Fragen fundierte Aufklärungsarbeit zu leisten. (...) Schließlich bezieht ihr Buch kritisch Stellung zum Einsatz von Psychopharmaka in unterschiedlichen Bereichen der Medizin."
Deutsche Apotheker Zeitung, 10. Juni 2010



Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-59980-4

Erschienen am 18. Mai 2010

120 S.

Softcover

Softcover 10,95 € Kaufen
e-Book 9,49 € Kaufen

Bondy, Brigitta

Psychopharmaka

Kleine Helfer oder chemische Keule?

Kleine Helfer oder chemische Keule?

Viele Menschen nehmen regelmäßig Medikamente ein, die beruhigend, angstlösend, gegen Schmerzen, emotional entspannend oder gegen Schlafstörungen wirken. Hier ist die Hemmschwelle besonders niedrig, auch wenn viele dieser Substanzen tatsächlich abhängig machen. Ganz anders dagegen die Situation bei den Psychopharmaka: Hier ist die Ablehnung besonders hoch. Häufig ist die Meinung zu hören, dass psychisch Kranke „mit der chemischen Keule ruhiggestellt“ werden. Aber auch die Kranken selbst oder deren Angehörige haben große Bedenken: Werden sie von diesen Substanzen abhängig, oder verändert sich dadurch ihre Persönlichkeit? Und ist die Wirksamkeit von Psychopharmaka überhaupt belegt? Brigitta Bondys Buch leistet Aufklärungsarbeit. Sie stellt die großen Gruppen von Psychopharmaka wie Antidepressiva, Antipsychotika und beruhigende bzw. angstlösende Medikamente vor und informiert über die neuesten Erkenntnisse hinsichtlich ihrer Wirkmechanismen. Sie arbeitet die Ziele der Psychopharmaka-Therapie heraus, geht aber auch auf die damit verbundenen Probleme ein: Was wollen wir erreichen, welche Nebenwirkungen müssen wir in Kauf nehmen? Schließlich bezieht ihr Buch kritisch Stellung zum Einsatz von Psychopharmaka in unterschiedlichen Bereichen der Medizin, etwa der Schmerztherapie oder der Gerontologie.
Webcode: https://www.chbeck.de/30022

Inhalt

Einleitung

Historische Entwicklung der Behandlung psychischer Störungen
Die Entwicklung moderner Psychopharmaka

Grundlagen der Wirkmechanismen der Psychopharmaka
Die Übertragung der Signale im Gehirn
Angriffspunkte der Psychopharmaka
Warum tritt die Wirkung nicht immer sofort ein?
Gewöhnung an den Wirkstoff: Toleranzentwicklung

Medikamente zur Behandlung der Depression: Antidepressiva
Depression
Angriffspunkte der Antidepressiva
Die Wahl des geeigneten Antidepressivums
Nebenwirkungen
Andere Anwendungsgebiete
Gute und effiziente Behandlung

Wirken Antidepressiva besser als Scheinmedikamente?
Wie wird die Wirksamkeit eines Medikamentes beurteilt: das Placeboproblem
Das Problem der Metaanalysen
Fazit

Erhöhtes Suizidrisiko und Antidepressiva
Was ist Suizidalität?
Suizidalität unter Antidepressiva
Fazit

Substanzen zur Behandlung von Psychosen: Antipsychotika
Schizophrene Psychosen
Angriffspunkte der Antipsychotika
Klinische Anwendungsgebiete der Antipsychotika
Die Wahl des geeigneten Antipsychotikums
Nebenwirkungen
Extrapyramidalmotorische Nebenwirkungen
Gute und effiziente Behandlung

Psychopharmaka und Gewicht
Mechanismen, die zur Gewichtszunahme führen
Welche Substanzen können zur Gewichtssteigerung führen?
Klinische Bedeutung der Stoffwechselstörung
Empfehlungen für die klinische Praxis

Beruhigungsmittel (Tranquilizer): Benzodiazepine
Angriffspunkte der Benzodiazepine
Wann werden Benzodiazepine angewendet?
Nebenwirkungen
Gewöhnung und Abhängigkeit
Fazit

«Alles rein pflanzlich»: Psychopharmaka auf pflanzlicher Basis
Pflanzen, die beruhigend wirken
Johanniskraut gegen Depressionen

Psychostimulanzien: «Hirndoping»
Beeinflussung der intellektuellen Leistung
Beeinflussung der Stimmung und Kommunikationsfähigkeit
Nutzen und Risiken

Literatur

Pressestimmen

"Die Unwissenheit über Psychopharmaka ist immer noch groß. (…) Brigitta Bondy (…) will aufklären – über die positiven, aber auch über die negativen Seiten der Medikamente. (…) Bondy erklärt verständlich den komplizierten Bau und die Funktion von Nervenzellen sowie die Wirkmechanismen der Psychopharmaka. (…) Die Autorin beschäftigt sich auch mit den kritischen Stimmen, die in den vergangenen Jahren die Wirksamkeit von Antidepressiva bezweifelten."
Angelika Friedl, Psychologie Heute, Januar 2011


"Kompliment: Dieses kleine Taschenbuch reduziert ein komplexes Thema auf das Wesentliche und lässt dabei wenig Fragen offen (...). Die Medizinerin von der Universität München widerspricht der medialen Pillenschelte: Psychopharmaka regulierten den 'entgleisten Stoffwechsel' von Botenstoffen genau wie Medikamente gegen körperliche Erkrankungen."
Gehirn & Geist, 11/2010


"Brigitta Bondy (...) klärt in einem kompakten Überblick differenziert über Antidepressiva, Placeboeffekt und Suizidrisiko auf. Sie stellt klar: Psychopharmaka können die Lebensqualität von Depressiven entscheidend verbessern."
Stern Gesund leben, 5/2010


"Obwohl diese Form der Medikamentenabhängigkeit nach der Nikotin- und Alkoholabhängigkeit inzwischen die drittgrößte Suchtgruppe darstellt, existiert für sie kein Suchthilfesystem. Insofern ist ein Sachbuch zu begrüßen, das Vor- und Nachteile der gängigsten Psychopharmaka darstellt, und zwar aus der Sicht einer klinisch tätigen Psychiaterin. Die Autorin möchte aufklären. Und das tut angesichts der eingangs geschilderten Problematik not. So warnt sie vor einer generellen Verteufelung der Psychopharmaka als 'chemische Keule'."
Robert Jütte, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. Juni 2010


"Auf knapp 120 Seiten listet sie [Brigitta Bondy] ganz sachlich die Vor- und Nachteile der diversen Antidepressiva, Neuroleptika und anderer auf das Gehirn wirkende Substanzen auf.
Facettenreich beschreibt sie den Einsatz von Psychopharmaka bei Gesunden, nennt wichtige medizinische Details und bringt philosophische Aspekte in die Diskussion ein.
Mit ihren kurzen prägnanten Kapiteln, die ohne viele Fachbegriffe auskommen, hat Brigitta Bondy ein gelungenes Buch vorgelegt, das Laien eine gute Einstiegshilfe bietet."
Susanne Nessler, Deutschlandradio Kultur, 23. Juni 2010


"Wird man von Psychopharmaka abhängig und verändert sich dadurch die Persönlichkeit? Und ist die Wirksamkeit der Substanzen überhaupt belegt? Brigitta Bondy (...) gelingt es, bei diesen Fragen fundierte Aufklärungsarbeit zu leisten. (...) Schließlich bezieht ihr Buch kritisch Stellung zum Einsatz von Psychopharmaka in unterschiedlichen Bereichen der Medizin."
Deutsche Apotheker Zeitung, 10. Juni 2010