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Dahrendorf, Ralf

Über Grenzen

Lebenserinnerungen

Manche Bilder von Ralf Dahrendorf haften im Gedächtnis, so das der Diskussion mit Rudi Dutschke auf dem Dach eines Fernsehwagens vor der Freiburger Stadthalle 1968, aber auch das des unbotmäßigen Europa-Kommissars und dann des britischen Lords. Woher kommt so ein Mann? In einem ungewöhnlichen Rückblick auf seine Anfänge erzählt Ralf Dahrendorf, warum für ihn das Jahr, in dem er 28 war, die Achsenzeit seines Lebens wurde. So hören wir von diversen Ansichten der Herkunft seiner Familie, seinem Elternhaus, seinem Vater, der sozialdemokratischer Reichstagsabgeordneter war, am Widerstand gegen Hitler teilnahm und vom Volksgerichtshof abgeurteilt wurde. Er beschreibt sein Aufwachsen in Nazi-Deutschland, und zwar als jemand, der nicht zum Auswandern gezwungen war, jedoch seinerseits in den Widerstand geriet, berichtet von der Stunde Null, dem Studium, dem Beginn seiner Karriere als Wissenschaftler, als Journalist, als Politiker. Ralf Dahrendorf mißtraut der großen Lebenserzählung, in der sich Ereignis an Ereignis knüpft und am Ende alles als konsequent und sinnvoll erscheint. Er ist ein Liebhaber der leisen Ironie und der Diskretion, und so bietet er, wie er selbst sagt, ein „Patchwork“. Aber, so muß man hinzufügen, es ist ein höchst kunstvolles Gewebe, das hier aus den Einzelstücken zusammengesetzt ist. „Über Grenzen“ ist nicht nur ein atmosphärisch dichter Lebensrückblick, es ist ein literarisches Buch.

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Bibliografie

978-3-406-49338-6

4. Auflage, 2002

200 S., mit 25 Abb. auf Tafeln

Hardcover (In Leinen)

Sonstiges 19,90 € Kaufen
Inhalt
Prolog: Das Patchwork

1. Achtundzwanzig, oder tausendundeine Möglichkeit
2. Auf Wurzelsuche, mit Bruder
3. Tag der Arbeit
4. Im Herrenzimmer
5. Zwei Gruppenbilder, mit Hakenkreuzen
6. Norwegen, oder das wissende Nichtwissen
7. Rette sich, wer kann!
8. 20. Juli 1944
9. Weihnachten mit Todesangst und Arbeiterliedern
10. Zwischenakt zur Anomie
11. Die Stunde Eins
12. Wenn Sowjets Geschenke bringen
13. Eine neue Welt
14. Der Journalist
15. Der Politiker
16. Der Gelehrte
17. Der Kapitän (auf grosser Fahrt)
18. Marx in Perspektive
19. Der Poet, in Rom
20. London School of Economics
21. Die Heilige Familie
22. Der Soziologe

Epilog: Das Weltkind

Bildnachweis

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-49338-6

4. Auflage , 2002

200 S., mit 25 Abb. auf Tafeln

Hardcover (In Leinen)

Hardcover (In Leinen) 19,90 € Kaufen

Dahrendorf, Ralf

Über Grenzen

Lebenserinnerungen

Manche Bilder von Ralf Dahrendorf haften im Gedächtnis, so das der Diskussion mit Rudi Dutschke auf dem Dach eines Fernsehwagens vor der Freiburger Stadthalle 1968, aber auch das des unbotmäßigen Europa-Kommissars und dann des britischen Lords. Woher kommt so ein Mann? In einem ungewöhnlichen Rückblick auf seine Anfänge erzählt Ralf Dahrendorf, warum für ihn das Jahr, in dem er 28 war, die Achsenzeit seines Lebens wurde. So hören wir von diversen Ansichten der Herkunft seiner Familie, seinem Elternhaus, seinem Vater, der sozialdemokratischer Reichstagsabgeordneter war, am Widerstand gegen Hitler teilnahm und vom Volksgerichtshof abgeurteilt wurde. Er beschreibt sein Aufwachsen in Nazi-Deutschland, und zwar als jemand, der nicht zum Auswandern gezwungen war, jedoch seinerseits in den Widerstand geriet, berichtet von der Stunde Null, dem Studium, dem Beginn seiner Karriere als Wissenschaftler, als Journalist, als Politiker. Ralf Dahrendorf mißtraut der großen Lebenserzählung, in der sich Ereignis an Ereignis knüpft und am Ende alles als konsequent und sinnvoll erscheint. Er ist ein Liebhaber der leisen Ironie und der Diskretion, und so bietet er, wie er selbst sagt, ein „Patchwork“. Aber, so muß man hinzufügen, es ist ein höchst kunstvolles Gewebe, das hier aus den Einzelstücken zusammengesetzt ist. „Über Grenzen“ ist nicht nur ein atmosphärisch dichter Lebensrückblick, es ist ein literarisches Buch.
Webcode: https://www.chbeck.de/20891

Inhalt

Prolog: Das Patchwork

1. Achtundzwanzig, oder tausendundeine Möglichkeit
2. Auf Wurzelsuche, mit Bruder
3. Tag der Arbeit
4. Im Herrenzimmer
5. Zwei Gruppenbilder, mit Hakenkreuzen
6. Norwegen, oder das wissende Nichtwissen
7. Rette sich, wer kann!
8. 20. Juli 1944
9. Weihnachten mit Todesangst und Arbeiterliedern
10. Zwischenakt zur Anomie
11. Die Stunde Eins
12. Wenn Sowjets Geschenke bringen
13. Eine neue Welt
14. Der Journalist
15. Der Politiker
16. Der Gelehrte
17. Der Kapitän (auf grosser Fahrt)
18. Marx in Perspektive
19. Der Poet, in Rom
20. London School of Economics
21. Die Heilige Familie
22. Der Soziologe

Epilog: Das Weltkind

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