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Dalos, György

Das System Orbán

Die autoritäre Verwandlung Ungarns

In Ungarn findet ein auf allen Ebenen der Gesellschaft und Politik ausgetragener Kulturkampf statt. Die Gegner sind ein von Viktor Orbán immer autoritärer geführter, immer rücksichtsloser agierender Staat und eine immer schwächer werdende liberale Opposition. Die Machtverhältnisse sind so ungleich, die Entrechtung der innenpolitischen Gegner so skrupellos und effektiv, dass man kaum noch auf eine Rückkehr zu rechtsstaatlichen und freiheitlichen Verhältnissen zu hoffen wagt.

Wenn man in einem freiheitlichen Land politische Verhältnisse mit dem Wort «System» beschreibt, denkt man an Despotie und Tyrannei. Für die Machthaber in Ungarn ist der Begriff «System» seit dem Triumph der Fidesz-Partei unter ihrem Führer Viktor Orbán eine honorige Bezeichnung für ihre antidemokratischen Ziele und ihre unterdrückerischen Methoden geworden. Das «System Orbán» könnte ein Zyniker vielleicht als «diskursfreie Demokratie» bezeichnen. Es stützt sich - abgesehen von den Fidesz-Parteigängern - auf die Enttäuschten, die Zurückgesetzten und Zukurzgekommenen und bietet ihnen das zur Staatsraison erhobene Prinzip der NATIONALEN ZUSAMMENARBEIT. Dessen Kern besteht aus christlich grundiertem, nationalkonservativem und letztlich autoritärem Denken. Die Entwicklung, die Europa in Ungarn mit wachsendem Entsetzten beobachtet, ist ein rechtsnational gesteuerter Kollaps aller Werte einer liberalen Demokratie. WIe sich dieser Kollaps vollzieht, wird von György Dalos anhand zahlreicher Beispiele anschaulich beschrieben und präzise analysiert.
Von György Dalos, Deutsche Bearbeitung von Elsbeth Zylla.

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Bibliografie

978-3-406-78209-1

Erschienen am 14. März 2022

224 S.

Klappenbroschur

Bibliografische Reihen

Broschur 18,00 € Kaufen
e-Book 12,99 € Kaufen
Inhalt
1 Einleitung
2 Das Zweidrittelparlament
3 Der Nationale Tabakladen
4 Kádár-Nostalgie
5 Recycling der Geschichte
6 Das Zeitungssterben
7 Links und rechts auf Ungarisch: Die Parteienlandschaft
8 Die Bewunderer
9 Die liberale Systemkritik
10 Jüdisches Leben
11 Der Untergang der «Meerjungfrau»
12 Der Türkische Rat: Viktor Orbáns «Ostpolitik»
13 Land im Lockdown
14 Sex, Lügen und Videos: Ein Sittenbild
15 Zwei Abrechnungen und eine Einladung: Varianten einer Hochschulpolitik
16 Schlachtengemälde aus dem Kulturkampf
17 Herrenallüren
18 Die große Kürzung der Haushaltsnebenkosten: Ein sozialpolitischer Coup
19 Fünf Tafeln am Dorfrand
20 Viktor Orbán – eine Vorgeschichte


Anmerkungen
Personenregister
Pressestimmen

Pressestimmen

„Eine umfassende Analyse des Umbaus unter Ministerpräsident Viktor Orbán“
Der Standard, Joe Kirchengast



„Dalos erzählt unaufgeregt, fast distanziert, über die unglaubliche Dreistigkeit und Überheblichkeit, mit der das System Orbán den Staat beherrscht.“
Stefan May, OE1



„Lesenswert.“
Kleine Zeitung, Stefan Winkler



"bietet interessante Einsichten"
Niklas Zimmermann, FAZ



„Dalos wirft interessante Schlaglichter.“
NZZ, Ulrich M. Schmidt



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Bibliografie

978-3-406-78209-1

Erschienen am 14. März 2022

224 S.

Klappenbroschur

Klappenbroschur 18,00 € Kaufen
e-Book 12,99 € Kaufen

Dalos, György

Das System Orbán

Die autoritäre Verwandlung Ungarns

In Ungarn findet ein auf allen Ebenen der Gesellschaft und Politik ausgetragener Kulturkampf statt. Die Gegner sind ein von Viktor Orbán immer autoritärer geführter, immer rücksichtsloser agierender Staat und eine immer schwächer werdende liberale Opposition. Die Machtverhältnisse sind so ungleich, die Entrechtung der innenpolitischen Gegner so skrupellos und effektiv, dass man kaum noch auf eine Rückkehr zu rechtsstaatlichen und freiheitlichen Verhältnissen zu hoffen wagt.

Wenn man in einem freiheitlichen Land politische Verhältnisse mit dem Wort «System» beschreibt, denkt man an Despotie und Tyrannei. Für die Machthaber in Ungarn ist der Begriff «System» seit dem Triumph der Fidesz-Partei unter ihrem Führer Viktor Orbán eine honorige Bezeichnung für ihre antidemokratischen Ziele und ihre unterdrückerischen Methoden geworden. Das «System Orbán» könnte ein Zyniker vielleicht als «diskursfreie Demokratie» bezeichnen. Es stützt sich - abgesehen von den Fidesz-Parteigängern - auf die Enttäuschten, die Zurückgesetzten und Zukurzgekommenen und bietet ihnen das zur Staatsraison erhobene Prinzip der NATIONALEN ZUSAMMENARBEIT. Dessen Kern besteht aus christlich grundiertem, nationalkonservativem und letztlich autoritärem Denken. Die Entwicklung, die Europa in Ungarn mit wachsendem Entsetzten beobachtet, ist ein rechtsnational gesteuerter Kollaps aller Werte einer liberalen Demokratie. WIe sich dieser Kollaps vollzieht, wird von György Dalos anhand zahlreicher Beispiele anschaulich beschrieben und präzise analysiert.
Von György Dalos, Deutsche Bearbeitung von Elsbeth Zylla.
Webcode: https://www.chbeck.de/33201996

Inhalt

1 Einleitung
2 Das Zweidrittelparlament
3 Der Nationale Tabakladen
4 Kádár-Nostalgie
5 Recycling der Geschichte
6 Das Zeitungssterben
7 Links und rechts auf Ungarisch: Die Parteienlandschaft
8 Die Bewunderer
9 Die liberale Systemkritik
10 Jüdisches Leben
11 Der Untergang der «Meerjungfrau»
12 Der Türkische Rat: Viktor Orbáns «Ostpolitik»
13 Land im Lockdown
14 Sex, Lügen und Videos: Ein Sittenbild
15 Zwei Abrechnungen und eine Einladung: Varianten einer Hochschulpolitik
16 Schlachtengemälde aus dem Kulturkampf
17 Herrenallüren
18 Die große Kürzung der Haushaltsnebenkosten: Ein sozialpolitischer Coup
19 Fünf Tafeln am Dorfrand
20 Viktor Orbán – eine Vorgeschichte


Anmerkungen
Personenregister

Pressestimmen

„Eine umfassende Analyse des Umbaus unter Ministerpräsident Viktor Orbán“
Der Standard, Joe Kirchengast


„Dalos erzählt unaufgeregt, fast distanziert, über die unglaubliche Dreistigkeit und Überheblichkeit, mit der das System Orbán den Staat beherrscht.“
Stefan May, OE1


„Lesenswert.“
Kleine Zeitung, Stefan Winkler


"bietet interessante Einsichten"
Niklas Zimmermann, FAZ


„Dalos wirft interessante Schlaglichter.“
NZZ, Ulrich M. Schmidt