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Dalos, György

Ungarn in der Nußschale

Ein Jahrtausend und dreißig Jahre

Wie sagt ein ungarisches Sprichwort: «Außerhalb von Ungarn gibt es kein Leben; und wenn, dann ist es nicht dasselbe.» Der Schriftsteller György Dalos fängt die Essenz des ungarischen Lebens ein, wenn er die weit über 1000jährige Geschichte seines Heimatlandes überblickt. Was prägte die Ungarn? Was waren die zentralen historischen Erfahrungen der Bewohner eines Landes, das immer wieder erobert, zerstückelt, beherrscht und fremden Zielen unterworfen wurde? Ursprünglich ein aus Asien stammendes Nomadenvolk mit seiner magyarischen Sprache, die der Familie der finnisch-ugrischen Sprachen angehört, am Ende des 1. Jahrtausends christianisiert und unter Stephan dem Heiligen bestrebt, Anschluß an die westeuropäische Kultur zu finden, führten die Ungarn über Jahrhunderte hinweg einen Abwehrkampf gegen Mongolen, Türken und schließlich auch gegen die Habsburger, die die Ungarn erst 1918 in die Unabhängigkeit entließen. Zur Zeit mühen sich die freiheitlich und demokratisch gesinnten Ungarn, ihre Unabhängigkeit gegenüber ihrem Ministerpräsidenten Viktor Orbán zu bewahren.

Der vielfach ausgezeichnete Schriftsteller György Dalos fängt in seinem prägnanten, brillant geschriebenen Überblick die mehr als tausendjährige Geschichte seines Landes ein – von den Tagen der Landnahme im 10. Jahrhundert, als die noch nomadisierenden Magyaren weite Teile Europas in Angst und Schrecken versetzten, bis in die Ära Orbán, da ein zunehmend autokratischer Regierungschef die freiheitlich-demokratischen Kräfte seines eigenen Volkes einschüchtert.

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Bibliografie

978-3-406-75802-7

Erschienen am 17. September 2020

3., durchgesehene, neuerlich um ein Kapitel erweiterte Auflage, 2020

271 S.

Softcover

Bibliografische Reihen

Broschur 12,95 € Kaufen
e-Book 9,49 € Kaufen
Inhalt
Einleitung

I. Blutige Anfänge
Phantombilder und Eigenbild. Die Landnahme
Die Streifzüge
Die «Trauerungarn» – eine rechtzeitige Lehre
Europa als Herausforderung
Der Traum des Papstes. Der heilige König
Die Ausländer
Risikofaktoren
Der Sinn des ungarischen Urchaos
Der Heilige und der Bücherfreund
Ismaeliten und Israeliten
Ungarn als Reiseziel im Mittelalter
Heidnisch und Lateinisch
Höfisches Trauerspiel
Mongolen in Ungarn
Das Ende des Hauses Árpád
Zwischen Buda und Neapel: Das Haus Anjou
János Hunyadi
Matthias oder die verkleidete Gerechtigkeit
Die Einsamkeit des Humanisten
Die Einsamkeit des Machthabers
Der brennende Thron
Mohács als Metapher für den nationalen Tod
Was geschah wirklich?
Der Tag

II. Fremdherrschaften

Das gespaltene Land
Die Randburgen als Hoffnungsschimmer
Der europäische Kontext I
Das Jahrhundert Siebenbürgens
Helden und Opfer
Das letzte Aufgebot: Das Fußvolk des Fürsten
Das Jahrhundert der Habsburger
Die mütterliche Königin
«Der wohlwollende Despot»
Herders Prophezeiung
Verschwörer
Ein Nebenschlachtfeld: Literatur und Sprache
Der europäische Kontext II
Die Reformlandtage
Der ungarische Vormärz
Die Märzrevolution
Der Revolutionsführer
Der europäische Kontext III (Wie Kossuth es sah)

III. Zwischen Frieden und Kriegen

Die heile Welt des Dualismus
Der europäische Kontext IV
Rausch und Katzenjammer
Die bürgerliche Revolution
Die Räterepublik als Verzweiflungsakt
Die Gegenrevolution und der Frieden von Trianon
Der europäische Kontext V (Die Revisionsfalle)
Der Weg in den Abgrund
Die beiden Katastrophen: Krieg und Holocaust
Zwei Gestalten

IV. Ungarn in der Nachkriegszeit

Von der Republik zur Volksrepublik
Der klassische Terror in Ungarn
Die Kulturrevolution
Die Stunden der Wahrheit
Der Volksaufstand
Der europäische Kontext VI
Die Ära Kádár: Peitsche und Zuckerbrot
Die sechziger Jahre
Der «neue Wirtschaftsmechanismus»
Die Krise
Dissidenten und Reformer
Die Agonie
Der Systemwechsel
Der verlorene Konsens
Ungarn im Umbruch

V. Demokratie in der Probezeit (2006–2012)
Die Ausgangslage
Die «Lügenrede» des Ferenc Gyurcsány
Ein böses Omen
Die Spätfolgen der Gyurcsány-Rede
Der Sturm des Fernsehgebäudes
Die Taktik des Fidesz
Tag des Zorns
Ungarische Roma und ihre Gegner
Virtueller und realer Faschismus
Der Spießrutenlauf der linken Koalition
Das letzte Gefecht
«Die Revolution der Wahlkabinen»
Die ersten Konflikte
Der europäische Kontext

VI. Die Ära Orbán (seit 2012)
Die Ausgangslage
Die Wende in der Wende – das Jahr 2015
Die Suche nach dem Feind
Die parlamentarische Opposition
Krieg gegen die NGOs
Die Kampagne gegen den «Soros Plan»
Ungarn als Migräne Europas
Die Ära Orbán
Der europäische Kontext

Literatur (Auswahl)
Dramatis personae
Pressestimmen

Pressestimmen

Sein Kompendium hält die Balance zwischen der nüchternen Distanz des – an Marx geschulten – Historikers und der leidenschaftlichen Nähe des Patrioten […].  
Martin Halter, 
Frankfurter Allgemeine Zeitung



Ein spannendes Buch, das man in einem Atem liest.“
Das Parlament



„Rasant (...) auf knapp 200 Seiten immerhin ein tausendjähriges Historien-Panorama.“
Süddeutsche Zeitung



„Ungarn in der Nußschale ist ein knappes, aber hilfreiches Kompendium zur ungarischen Anatomie. Ein Blitzkurs zum Werdegang eines Landes mit Eigenschaften.“
Neue Zürcher Zeitung



Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-75802-7

Erschienen am 17. September 2020

3., durchgesehene, neuerlich um ein Kapitel erweiterte Auflage , 2020

271 S.

Softcover

Softcover 12,95 € Kaufen
e-Book 9,49 € Kaufen

Dalos, György

Ungarn in der Nußschale

Ein Jahrtausend und dreißig Jahre

Wie sagt ein ungarisches Sprichwort: «Außerhalb von Ungarn gibt es kein Leben; und wenn, dann ist es nicht dasselbe.» Der Schriftsteller György Dalos fängt die Essenz des ungarischen Lebens ein, wenn er die weit über 1000jährige Geschichte seines Heimatlandes überblickt. Was prägte die Ungarn? Was waren die zentralen historischen Erfahrungen der Bewohner eines Landes, das immer wieder erobert, zerstückelt, beherrscht und fremden Zielen unterworfen wurde? Ursprünglich ein aus Asien stammendes Nomadenvolk mit seiner magyarischen Sprache, die der Familie der finnisch-ugrischen Sprachen angehört, am Ende des 1. Jahrtausends christianisiert und unter Stephan dem Heiligen bestrebt, Anschluß an die westeuropäische Kultur zu finden, führten die Ungarn über Jahrhunderte hinweg einen Abwehrkampf gegen Mongolen, Türken und schließlich auch gegen die Habsburger, die die Ungarn erst 1918 in die Unabhängigkeit entließen. Zur Zeit mühen sich die freiheitlich und demokratisch gesinnten Ungarn, ihre Unabhängigkeit gegenüber ihrem Ministerpräsidenten Viktor Orbán zu bewahren.

Der vielfach ausgezeichnete Schriftsteller György Dalos fängt in seinem prägnanten, brillant geschriebenen Überblick die mehr als tausendjährige Geschichte seines Landes ein – von den Tagen der Landnahme im 10. Jahrhundert, als die noch nomadisierenden Magyaren weite Teile Europas in Angst und Schrecken versetzten, bis in die Ära Orbán, da ein zunehmend autokratischer Regierungschef die freiheitlich-demokratischen Kräfte seines eigenen Volkes einschüchtert.
Webcode: https://www.chbeck.de/31057783

Inhalt

Einleitung

I. Blutige Anfänge
Phantombilder und Eigenbild. Die Landnahme
Die Streifzüge
Die «Trauerungarn» – eine rechtzeitige Lehre
Europa als Herausforderung
Der Traum des Papstes. Der heilige König
Die Ausländer
Risikofaktoren
Der Sinn des ungarischen Urchaos
Der Heilige und der Bücherfreund
Ismaeliten und Israeliten
Ungarn als Reiseziel im Mittelalter
Heidnisch und Lateinisch
Höfisches Trauerspiel
Mongolen in Ungarn
Das Ende des Hauses Árpád
Zwischen Buda und Neapel: Das Haus Anjou
János Hunyadi
Matthias oder die verkleidete Gerechtigkeit
Die Einsamkeit des Humanisten
Die Einsamkeit des Machthabers
Der brennende Thron
Mohács als Metapher für den nationalen Tod
Was geschah wirklich?
Der Tag

II. Fremdherrschaften

Das gespaltene Land
Die Randburgen als Hoffnungsschimmer
Der europäische Kontext I
Das Jahrhundert Siebenbürgens
Helden und Opfer
Das letzte Aufgebot: Das Fußvolk des Fürsten
Das Jahrhundert der Habsburger
Die mütterliche Königin
«Der wohlwollende Despot»
Herders Prophezeiung
Verschwörer
Ein Nebenschlachtfeld: Literatur und Sprache
Der europäische Kontext II
Die Reformlandtage
Der ungarische Vormärz
Die Märzrevolution
Der Revolutionsführer
Der europäische Kontext III (Wie Kossuth es sah)

III. Zwischen Frieden und Kriegen

Die heile Welt des Dualismus
Der europäische Kontext IV
Rausch und Katzenjammer
Die bürgerliche Revolution
Die Räterepublik als Verzweiflungsakt
Die Gegenrevolution und der Frieden von Trianon
Der europäische Kontext V (Die Revisionsfalle)
Der Weg in den Abgrund
Die beiden Katastrophen: Krieg und Holocaust
Zwei Gestalten

IV. Ungarn in der Nachkriegszeit

Von der Republik zur Volksrepublik
Der klassische Terror in Ungarn
Die Kulturrevolution
Die Stunden der Wahrheit
Der Volksaufstand
Der europäische Kontext VI
Die Ära Kádár: Peitsche und Zuckerbrot
Die sechziger Jahre
Der «neue Wirtschaftsmechanismus»
Die Krise
Dissidenten und Reformer
Die Agonie
Der Systemwechsel
Der verlorene Konsens
Ungarn im Umbruch

V. Demokratie in der Probezeit (2006–2012)
Die Ausgangslage
Die «Lügenrede» des Ferenc Gyurcsány
Ein böses Omen
Die Spätfolgen der Gyurcsány-Rede
Der Sturm des Fernsehgebäudes
Die Taktik des Fidesz
Tag des Zorns
Ungarische Roma und ihre Gegner
Virtueller und realer Faschismus
Der Spießrutenlauf der linken Koalition
Das letzte Gefecht
«Die Revolution der Wahlkabinen»
Die ersten Konflikte
Der europäische Kontext

VI. Die Ära Orbán (seit 2012)
Die Ausgangslage
Die Wende in der Wende – das Jahr 2015
Die Suche nach dem Feind
Die parlamentarische Opposition
Krieg gegen die NGOs
Die Kampagne gegen den «Soros Plan»
Ungarn als Migräne Europas
Die Ära Orbán
Der europäische Kontext

Literatur (Auswahl)
Dramatis personae

Pressestimmen

Sein Kompendium hält die Balance zwischen der nüchternen Distanz des – an Marx geschulten – Historikers und der leidenschaftlichen Nähe des Patrioten […].  
Martin Halter, 
Frankfurter Allgemeine Zeitung


Ein spannendes Buch, das man in einem Atem liest.“
Das Parlament


„Rasant (...) auf knapp 200 Seiten immerhin ein tausendjähriges Historien-Panorama.“
Süddeutsche Zeitung


„Ungarn in der Nußschale ist ein knappes, aber hilfreiches Kompendium zur ungarischen Anatomie. Ein Blitzkurs zum Werdegang eines Landes mit Eigenschaften.“
Neue Zürcher Zeitung